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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2018

Humor vom allerfeinsten

Blonder wird's nicht
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Inhaltsangabe
Waschen, schneiden, lieben Friseurin Maja hat eine Menge an der Hacke: ihren Salon mit betreu-ungsintensiven Kunden, den heftig pubertierenden Sohn Willi, eine On-off-Beziehung mit Sam. ...

Inhaltsangabe
Waschen, schneiden, lieben Friseurin Maja hat eine Menge an der Hacke: ihren Salon mit betreu-ungsintensiven Kunden, den heftig pubertierenden Sohn Willi, eine On-off-Beziehung mit Sam. Als wäre das nicht genug, drückt ihr Tante Elsbeth eine russische Azubine aufs Auge: Olga, ein super-blondes Vollweib auf Männerjagd, das gleich einen wichtigen Kunden verunstaltet. Als Willi noch das Kiffen für sich entdeckt und ein halbseidener Schlagerstar Maja nachstellt, muss sie mit Kamm, Schere und starken Nerven um ihr Glück und ihre Existenz kämpfen.

Blonder wird´s nicht ist der neuste Roman von Ellen Berg und der Klapptext des Buches ver-spricht eine humorvolle Geschichte, die ein Angriff auf die Lachmuskeln verursacht.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Ab der ersten Seite findet sich der Leser in der turbulenten Welt von Maja, der Biofriseurin wieder und ab da geht es mehr als nur zur Sache. Jeder einzelne der Protagonisten hat so seine Eigenarten und das macht sie sehr liebenswert Per-sonen. Sympathisch und mit Ecken und Kanten, wie aus dem Leben gegriffen. Da ist zum einen Maja, die alleinerziehende Mutter, die einen gutlaufenden Friseursalon führt, der Sohn Willi, der mitten in der Pubertät steckt und der sich mehr für andere Dinge im Leben interessiert als für die Schule, Tante Ruth, die immer für Maja da ist und das sogar in brenzligen Situationen und Olga, die ein blondes Vollweib ist und so manch einem `Mann die Augen verdreht. Selbst diejeni-gen, die ich nicht aufgeführt habe, haben einen ganz besonderen Platz in dieser Geschichte gefun-den und bereichern diese auf ihre Art und Weise. Ellen Berg´s Bücher stehen für Humor und auch bei diesem kommt er zu keinem Zeitpunkt zu kurz. Es gibt kaum einen Satz oder Szene bei der man nicht lauthals auflachen muss. Brillantes Kopfkino und ich wünsche mir, dass diese Bücher mal verfilmt werden. Die Handlung ist eine gute bunte Mischung aus Alltagssorgen, Familien-probleme, Vorurteile und selbst die eine kleine Liebesgeschichte findet ihr Plätzchen. Auch wenn der Humor und Witz an erster Stelle steht, regt sich auch zum Nachdenken an. Wie schnell hat man sich von dem Aussehen blenden lassen und er viel zu spät gemerkt, was für ein wunderbarer Mensch dahintersteht. Das Ende dieses Buches ist stimmig und rundet Majas Geschichte perfekt ab.


Ellen Bergs Bücher sind eine Garantie für humorvolle und liebenswerte Geschichten, die immer wieder gute Laune erzeugen. Immer wieder ein Lesegenuss und ein Muss!

Absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!



Veröffentlicht am 11.06.2018

Auf nach Australien

Nächster Halt: Australien
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Shelley, die beste Freundin von Georgia heiratet in Australien ihren Freund Jimmy und Georgia soll einer der Brautjungfern werden. Zudem stehen noch einige Hochzeitsvorbereitungen und der Junggeselleninnenabend ...

Shelley, die beste Freundin von Georgia heiratet in Australien ihren Freund Jimmy und Georgia soll einer der Brautjungfern werden. Zudem stehen noch einige Hochzeitsvorbereitungen und der Junggeselleninnenabend an. Also heißt es für Georgia und Ben: auf nach Down under! Kaum in Australien angekommen beginnt auch schon der Junggesellinnenabschied und der entpuppt sich anders als erwartet. Shelley hat einen Backpaper Trip mit Georgia und Cara, ihren beiden besten Freundinnen, geplant. Allerdings verläuft dieser anders als geplant. Aber nicht nur das, auch die Hochzeitsvorbereitungen stehen unter keinem guten Stern. Als wäre dies nicht gut genug, stehen auch für Georgia einige Veränderungen ins Haus. Eine turbulente Hochzeit in Australien be-ginnt….

Happy Haerts Travel Club – nächster Halt Australien ist bereits der vierte Band der Happy Hearts Reihe.
Ich muss gestehen, dass ich, bis zu diesem Teil diese Reihe, noch nicht gekannt habe, aber bin dennoch sehr gut in die Geschichte reingekommen. Allerdings fehlten mir einige Vorkenntnisse zu den Hauptpersonen Georgia und Ben und so wäre es von Vorteil, wenn man die ersten Teile schon kennen würde.

Die Autorin Katy Colins hat einen schönen und detaillierten Schreibstil, der den Leser sofort auf die große Reise mitnimmt. Die traumhafte Kulisse von Australien wird naturgetreu wiedergegeben und wer schon einmal dort war, wird sofort wieder in Urlaubsstimmung verfallen. Wer noch nie da war, dem sein gesagt: Australien ist zwar teuer, aber die Reise lohnt sich. Der perfekt eingestreute Wortwitz und die dazugehörige Szenerie, sorgt für den einen oder
anderen Lacher. Einfach genial!

Die Handlung ist eine sehr gelungene Mischung aus Liebes(Lebens)-geschichte und Reiseführer. Die Geschichte dreht sich in erster Linie um Georgia, die als verlassenen Braut vor dem Altar ste-hen gelassen worden ist. Ihre Devise lautet: nie wieder heiraten! Dank des neuen Freund Ben sind die Karten neu gemischt und alles ist möglich. Nur wohin wird ihre Reise gehen, denn z. Zt. ist sie als Reiseveranstalterin sehr glücklich? Ganz nebenbei erfährt der Leser sehr viele Details über Australien u.a. über die Sehenswürdigkeiten, dadurch erhält dieses Buch das gewisse Flair. Nicht nur das er unterhält, sondern er macht auch Lust aufs Reisen.

Für mich war es eine Lesereise der anderen Art. Unterhaltsam, humorvoll und informativ. Dieses Buch eignet sich perfekt, um den Alltag wegzuträumen.
Für mich steht jetzt schon fest, dass die vorherigen Bände auch noch gelesen werden.


Veröffentlicht am 04.06.2018

Jenseits auf Rezept - neuer Fall für Paul Eigner

Jenseits auf Rezept
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Inhaltsangabe:
Die Mitarbeiterin des neuen Therapiezentrums Sonja König wird tot aus der Donau gefischt. Im ersten Augenblick scheint es sich hierbei um einen Unfall zu handeln, aber die Gerichtsmedizine-rin ...

Inhaltsangabe:
Die Mitarbeiterin des neuen Therapiezentrums Sonja König wird tot aus der Donau gefischt. Im ersten Augenblick scheint es sich hierbei um einen Unfall zu handeln, aber die Gerichtsmedizine-rin findet Spuren, die auf einen gewaltsamen Tod schließen. Major Eigner und sein Team über-nehmen den Fall. Warum musste Sonja König sterben?

Jenseits auf Rezept von Lisa Lercher ist der neue Fall für Major Eigner. Nachdem ich mit großer Begeisterung Faule Marillen von ihr gelesen habe, wartete ich mit großer Spannung auf ein Wie-dersehen mit Pauk Eigner und sein Team. Der Klapptext versprach mir spannende Unterhaltung und eines vorweg: Ich bin nicht enttäuscht worden,

Wieder einmal überzeugt die Autorin mit ihrem angenehmen Schreibstil, der den Leser sofort in die Gegend um Klein Dürnsitz entführt und der perfekt eingestreute österreichische Dialekt rundet das Wohlfühlfeeling brillant ab. Bei mir ist es sich schon wie nach Hause kommen. Man kennt schon den einen oder anderen Einwohner inkl. dessen typischen Eigenart, die Gegend (die so an-schaulich beschrieben wird) und die Sprache. Wer jetzt Angst vor dem Dialekt haben sollte. Dies ist absolut unbegründet, denn auch ein Nichtösterreicher versteht es und zudem gibt es am Ende des Buches ein Glossar mit allen wichtigen Übersetzungen.

Bei Lisa Lercher merkt man die Liebe zum Detail und das spiegelt sich in allem wieder. Ganz gleich, ob man die Charaktere nimmt, die so facettenreich und authentisch beschrieben worden sind, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Die Kulisse von Wachau, die mit ihrer unverwechselbaren Atmosphäre klasse eingefangen und wiedergespiegelt worden ist. Die Hand-lung, die klar durchdacht und ausgearbeitet worden ist. Ab der ersten Seite merkt der Leser schon, wie der Spannungsbogen sich merklich steigert. Auch wenn es sich hierbei um keinen Action ge-ladenen Krimi handelt, ist von Langeweile weit und breit keine Spur. Eher das Gegenteil ist der Fall. Während des Lesen rätselt man mit, wer der oder die Täter sein kann bzw. können. Dank der vielen Wendungen und Verdächtigen hatte ich zu keinem Zeitpunkt keine Chance dieses Geheim-nis vorher zu lüften. Was natürlich für die Autorin spricht, denn dadurch fesselt sie den Leser ans Buch und man MUSS weiterlesen. Das sollte ein sehr guter Krimi auch auszeichnen: Spannung bis zum bitteren Ende!

Lisa Lercher überzeugt mit ihrem humorvollen Schreibstil und kriminalistischen Feingefühl den Leser in seinen Bann zu ziehen. Absolut spannend!

Veröffentlicht am 31.05.2018

Eine ungewöhnliche Reise

Alicia verschwindet
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Inhaltsangabe:
Robert und Alicia sind beste Freunde, doch eines Tages verschwindet sie. Alles was sie ihm hinterlässt ist ein Buch. Was Robert sehr stutzig macht, denn es handelt sich hierbei nicht um ...

Inhaltsangabe:
Robert und Alicia sind beste Freunde, doch eines Tages verschwindet sie. Alles was sie ihm hinterlässt ist ein Buch. Was Robert sehr stutzig macht, denn es handelt sich hierbei nicht um irgendein Buch, sondern es ist ihr Lieblingsbuch. Er sorgt sich um sie und begibt sich auf die Suche. Aber es ist keine gewöhnliche Suche, denn Alicia hat an verschiedenen Stellen jeweils ein Foto mit einem Namen für ihn hinterlegt. Ab sofort beginnt für Robert auch eine Zeitreise in die Vergangenheit.


Matthias Sachau ist bekannt für seine humorvollen Bücher, die ich sehr schätze und liebe. Als ich erfuhr, dass es einen neuen Roman von ihm gibt, war ich begeistert und den musste ich lesen. Allerdings merkte ich nach den ersten Seiten, dass diese Geschichte, zu den bisherigen, total aus der Art schlug. Ich hatte Mühe in die Geschichte rein zu finden und dadurch wurde es zunehmend langweiliger. Eigentlich wollte ich das Buch schon zur Seite legen, aber irgendetwas hinderte mich daran und ich las weiter. Zum Glück, denn die Geschichte entwickelte sich spannender als erwartet. Es ist auch schwer, jetzt eine Rezension zu verfassen, ohne zu viel von dem Inhalt zu erzählen.
Die Handlung besteht aus zwei Teilen und im ersten geht es ausschließlich nur um Robert und seinem Doktor.
Robert war mir zu keinem Zeitpunkt sympathisch, aber seine Suche nach Alicia hat ihn mir etwas nähergebracht. Dank der Fotos, die ihm Alicia ihm hinterlegt hatte, durfte er eine Reise in seiner Vergangenheit starten und sich mit dieser auseinandersetzten. Alicia ist zwar präsent, aber für den Leser nicht greifbar.
Im zweiten Teil geht es, wie nicht anders zu erwarten, um Alicia. Hier erfährt der Leser die Bewegründe, warum sie die „Schnitzeljagd“ mit Robert veranstaltet hat.
Es ist spannend zu erfahren, wie beide, unabhängig von dem anderen, über ihre Gefühle zueinander denken und auch sprechen.

Alicia verschwindet ist eine spannende Reise in die Gefühlswelt zweier Menschen, die nur Freunde sind. Auch wenn ich hier den typischen Humor und Wortwitz von Matthias Sachau vermisst habe, muss ich gestehen, dass mich das Buch dennoch in seinen Bann gezogen hat.
Muss man lesen!



Veröffentlicht am 26.05.2018

Ein brillanter Auftakt

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe (Die Löwenhof-Saga 1)
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Inhaltsangabe:
Agneta Lejongards will, fern ab von dem elterlichen Gestüt Löwenhof, ihr eigenes Leben führen. Sie studiert Kunst, setzt sich für Frauenrechte ein und lebt mit ihrem Freund Michael in einer ...

Inhaltsangabe:
Agneta Lejongards will, fern ab von dem elterlichen Gestüt Löwenhof, ihr eigenes Leben führen. Sie studiert Kunst, setzt sich für Frauenrechte ein und lebt mit ihrem Freund Michael in einer kleinen bescheidenen Wohnung. Alles scheint perfekt zu sein, doch ihr Glück wird von einem tragischen Unglück überschattet. Bei einem Brand auf dem Löwenhof kommt ihr Vater ums Leben. Agneta will eigentlich nur an der Beisetzung teilnehmen und dann so schnell wie möglich wieder zurück nach Stockholm fahren, aber kurz darauf stirbt auch noch ihr Bruder Hendrik an seinen Verletzungen. Hendriks Testament sieht vor, dass sie das Gestüt weiterführen soll. Wie wird Agneta sich entscheiden? Universität oder der Löwenhof? Wird ihr Freund Michael ihr beistehen oder wird sie ein neues Glück finden?

Die Frauen vom Löwenhof – Agnetas Erbe ist der Auftakt der einer neuen Familiensaga von Corina Bomann.

Wer schon einmal ihre Bücher gelesen hat, weiß warum sie zu den Bestsellerautorinnen gehört. Ihr unverwechselbarer und gefühlvoller Schreibstil lässt den Leser sofort in die Geschichte von Agneta Lejongard ein – und abtauchen. Ab der ersten Seite merkte ich wie mich dieses Buch mehr und mehr in seinen Bann zog. Ich konnte es kaum noch aus den Händen legen. Dies war eigentlich auch kein Wunder, die Seitenrauschten nur so an einem vorbei. Die bildhafte und detaillierte Beschreibung der Kulisse trug dazu bei, dass ich mich in die Zeit um 1913 komplett hineinversetzen konnte. Das Gutsleben, mit all seinen Facetten, wurde brillant eingefangen und wiedergespiegelt. Das Bild wurde durch die authentisch gestalteten Charaktere perfekt abgerundet. Jeder dieser Personen bekam ihren Platz und genug Raum, um sich zu entfalten und dies wirkte sich auch positiv auf die Handlung aus. So konnten genug Wendungen in dieser Geschichte eingebaut werden. Auch wenn es hier und da einige Vorhersehbarkeiten gab, blieb der Unterhaltungswert auf höchsten Niveau. So macht das Lesen Spaß! Einen Lieblingscharakter habe ich jetzt nicht, aber Agneta gefiel mir am besten. Eine starke Frau, die für ihre Rechte kämpft und sich selten unterkriegen lässt. Auch wenn dieses Buch rund 700 Seiten umfasst wurde die Handlung weder langatmig noch langweilig. Eher das Gegenteil war der Fall. Immer wieder stellte man sich die Frage: wie wird es jetzt mit Agneta, ihrer Mutter Stella und dem Gestüt Löwenhof weiter gehen? Wird sie als Frau in der Gesellschaft respektiert und findet sie ihre große Liebe?
Dieses Buch beinhaltet alles was ein guter historischer Roman braucht: Familie, ein paar Geheimnisse, Liebe, Vertrauen, Trauer, Schicksalsschläge, Verlust und Freundschaft.


Corina Bomann hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrer Geschichte zu verzaubern und damit sehr unterhaltsame Lesestunden beschert. Ich freue mich jetzt schon auf das Wiedersehen mit Agneta auf dem Löwenhof, dass ab dem 07.09.18 stattfinden soll.

5 von 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!