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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.10.2017

Eine chaotische Geschichte mit viel Humor

Und jetzt auch noch Liebe
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Inhaltsangabe:
Bei Emma scheint eigentlich alles gut zu laufen. Sie arbeitet als zweite Assistentin in der Filmbranche und liebt ihren Freund Ned. Allerdings jagt der lieber seinen Träumen hinterher als ...

Inhaltsangabe:
Bei Emma scheint eigentlich alles gut zu laufen. Sie arbeitet als zweite Assistentin in der Filmbranche und liebt ihren Freund Ned. Allerdings jagt der lieber seinen Träumen hinterher als beruflich Fuß endlich zu fassen. Als Emma ungewollt von Ned schwanger wird, wird ihr klar, dass sie keine Zukunft mit ihm sieht. Sie trennt sich und kurz darauf verliert sie auch noch ihren Job Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, räumt Ned noch ihr Konto leer. Völlig mittellos und schwanger steht Emma vor einer ungewissen Zukunft. Nach dem Tod von ihrer Oma scheint sich das Blatt zu wenden. Mit ihrer Schwester Alex erbt sie ein Haus und dort trifft sie auf Joe, Harriert und ihren Mann. Eine ziemlich chaotische Zeit beginnt….


Und jetzt auch noch Liebe ist der neue Roman von Catherine Bennetto.


Der Schreibstil der Autorin war flüssig und leicht zu lesen. Zudem kann er mit Witz und Charme überzeugen. Der etwas derbe Sprachgebrauch ging mir nach kurzer Zeit ein wenig auf die Nerven und meiner Meinung nach, war dies absolut unnötig.

„Ein unglaublich komisches Buch darüber, wie die Liebe manchmal genau zum falschen Zeitpunkt zuschlägt.“ (Quelle: Cover -Buchrücken zu „und jetzt auch noch Liebe“ – C. Bennetto)

Nicht nur das oben genannte Zitat, sondern auch der Klapptext versprach mir eine witzige Liebesgeschichte. Witzig war sie, aber von der Liebe Seitenweise keine Spur. Dafür nahmen die Dreharbeiten zu einem Zombiefilm so viel Raum ein, dass man sich nur noch das Ende dieser herbeisehnte. Streckenweise war es sehr langatmig und langweilig. Diesen Platz hätte man für Emma, ihrem ungeborenen Kind und der neuen Liebe sinnvoller nutzen können. Auch diverse Sexpraktiken waren mir zu detailliert wiedergegeben worden und waren völlig unnötig. Hier wäre die Devise: Weniger ist mehr! besser gewesen. Zudem handelten die Charaktere zeitweise sehr unlogisch und ihre Handlung haben des Öfteren bei mir ein Fragezeichen im Gesicht hinterlassen bzw. ein Kopfschütteln hervorgerufen. Manchmal wirkte Emma auf mich wie ein Teenager, der einfach blindlings durch Leben läuft. Gerade in Bezug mit Ned, ihrem Ex-Freund. Ned der eine Geschäftsidee nach der anderen in den Sand setzt, eine etwas durchgeknallte Nachbarinnamens Harriet, die alles filmt was sich nicht versteckt und einen Mitbewohner namens Joe, der in fremden Sachen wühlt. Und das sind nur einige Personen die in diesem Roman eine Rolle spielen. Das Ende dieser Geschichte stimmte mich sehr versöhnlich auch, wenn es sehr nach Friede Freude Eierkuchen klang. Aber für einen Liebesroman wäre dies ein typischer Abschluss gewesen.

Ein sehr humorvoller Roman, mit einer sehr chaotischen Handlung.

Veröffentlicht am 13.10.2017

Ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe

Pasta Mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe
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Inhaltsangabe:
Die 15jährige Liv, eigentlich Liv Grete, lebt mit ihrer Mutter in einer Wohnung in München, denn Livs Vater ist vor einigen Jahren abgehauen. Eigentlich ist alles perfekt, doch das ändert ...

Inhaltsangabe:
Die 15jährige Liv, eigentlich Liv Grete, lebt mit ihrer Mutter in einer Wohnung in München, denn Livs Vater ist vor einigen Jahren abgehauen. Eigentlich ist alles perfekt, doch das ändert sich schlagartig. Roberto, der Freund von Livs Mutter taucht in München auf und nicht nur das: er ist Vater von 16jährigen Zwillingen Sonia und Angelo. Als wäre das nicht schon Stress genug, verliebt sich Liv ausgerechnet auch noch in Angelo. Das turbulente Leben beginnt….


Pasta Mista1 - 5 Zutaten für die Liebe ist der Auftakt einer neuen Jugendbuchreihe von Susanne Fülscher. Die Autorin kannte ich bis dato noch nicht, aber das Cover dieses Buches machte mich neugierig und der Klapptext versprach eine sehr lustige und liebenswerte Geschichte zu werden und ich wurde nicht enttäuscht. Der lebendige und erfrischende Schreibstil der Autorin entführt den Leser in Livs Leben. Die authentischen und vielseitigen Charaktere machen die Handlung zu dem was sie letztendlich ist: eine Geschichte, die das Leben nicht besser hätte schreiben können. Der eingestreute Wortwitz und die daraus entstehende Situationskomik ließ es zu, dass man bei einigen Szenen lauthals auflachen musste. Einfach zu komisch! Susanne Fülscher hat es perfekt geschafft, das Leben eines 15jährigen Teenagers mit all seinen Facetten detailliert einzufangen und wieder zu spiegeln. Verliebt sein, Eifersucht, Gefühle, Familie, Freundschaften, erster Kuss… all das und vieles mehr findet man in dieser Geschichte wieder.

Wer nach dem Lesen Hunger bekommen hat, kann sich ans Kochen begeben, das passende Rezept dafür findet man auf der letzten Seite.


Auch wenn ich die dieser Zielgruppe nicht mehr angehöre, hat mich dieses Buch mehr als nur begeistert zurückgelassen. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Liv und Co., dass im Herbst 2018 sein wird.

Veröffentlicht am 09.10.2017

Es geht spannend weiter

Möge die Stunde kommen
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Inhaltsangabe:
Emmas Gerichtsverhandlung steht an. Wird sie verurteilt oder wird sie in allerletzter Minute freigesprochen?
Giles Barrington setzt alles in seine große Liebe Karin, aber wird das gut gehen?
Harry ...

Inhaltsangabe:
Emmas Gerichtsverhandlung steht an. Wird sie verurteilt oder wird sie in allerletzter Minute freigesprochen?
Giles Barrington setzt alles in seine große Liebe Karin, aber wird das gut gehen?
Harry Clifton kämpft immer noch für die Freilassung des inhaftierten Autors Anatoli Babakow. Wird es ihm endlich gelingen, Babakow frei zu bekommen?
Virginia zieht mal wieder alles Register der Welt um an Geld zu kommen. Wer kann diese Frau zu Fall bringen?

Möge die Stunde kommen ist der sechste Teil der Clifton Saga von Jeffrey Archer.


Der Schreibstil des Autors ist flüssig und wieder einmal versteht er es, den Leser ab der ersten Zeile in diese Familiengeschichte hineinzuziehen. In diesem Teil schreiben wir die Jahre 1970 -1978 und es ist faszinierend, wie Jeffrey Archer es immer wieder schafft, eine fiktive Geschichte mit wahren Begebenheiten zu verknüpfen. Dadurch erhält die Geschichte eine besondere lebendige Art, die, wie ich finde, das Ganze einzigartig macht. Wie schon in den ersten fünf Teilen zuvor dreht sich alles um die Familien Clifton und Barrington. Selbst die altbekannten Machtspiele, Intrigen, Schicksalsschläge und die Liebe finden ihren Platz in dieser Handlung. Man hat sich schon so an einige Fieslinge gewöhnt, dass man sie fast schon vermissen würde, wenn sie nicht da wäre. Zur Geschichte werde ich nicht viel schreiben, denn sonst würde ich spoilern und das möchte ich nicht. Ich kann nur eins schreiben: es wird und bleibt spannend! Das Buch endet mal wieder mit einem Cliffhanger... aber der siebte und letzte Teil naht bereits.

Ein spannender sechster Teil dieser beliebten Clifton Saga. Für mich einer der Besten Familiensagas die es gibt.

Veröffentlicht am 08.10.2017

Ein neuer Fall für Hölzle und seinem Team

Frostkalt
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Inhaltsangabe:
Ausgerechnet in der turbulenten Adventszeit wird ein Baby in der Krippe des Bremer Doms ausgesetzt und gefunden. Leider gibt es noch keinerlei Anhaltspunkte, wer die Mutter des Neugeborenen ...

Inhaltsangabe:
Ausgerechnet in der turbulenten Adventszeit wird ein Baby in der Krippe des Bremer Doms ausgesetzt und gefunden. Leider gibt es noch keinerlei Anhaltspunkte, wer die Mutter des Neugeborenen ist. Zwei Tage später wird der Bäckermeister Carl Brodbeck tot in seiner Backstube aufgefunden. Ermordet. Kriminalhauptkommissar Hölzle und sein Team übernehmen die Ermittlungen. Wer hat den Bäcker erstochen und warum? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem ausgesetzten Baby und der Ermordung? Falls ja, welchen? Ein neuer Fall beginnt und will gelöst werden…

Frostkalt ist der neuste Krimiroman von dem erfolgreichen Autorenduo Biggi Rist und Liliane Skalecki. Ich bin ein großer Fan dieser Autorinnen und der Klapptext versprach mir, dass das wieder ein spannender Fall werden wird und dem war auch so.

Die Einleitung des Buches beginnt mit einem Gedicht von Biggi Rist und berühmten Zitaten. Zudem befindet sich dort auch das Personenregister und somit hat der Leser einen direkten Überblick über die Personen, die in diesem Buch mitwirken. Einfach brilliant!

Der Schreibstil von Rist/ Skalecki ist leicht und flüssig. Ab der ersten Seite taucht der Leser in die Geschichte ein und ab. Die bildlichen Beschreibungen der Schauplätze in Bremen lassen den Gedanken freien Lauf und so kann ein herrliches Kopfkino beginnen. Die Charaktere sind mit Ecken und Kanten dargestellt worden, so dass sie authentisch rüberkommen. Dies wird perfekt durch den eingestreuten Dialekt unterstrichen. Bei der Handlung merkt man die Liebe zum Detail und wie perfekt die beiden Autorinnen aufeinander abgestimmt sind. Hier passt einfach alles zusammen. In diesem Krimi geht es um zwei Fälle. Zum einen das ausgesetzte Baby, dass in dem Bremer Dom gefunden wird. Zum anderen die Ermordung des Bäckermeisters Carl Brodeck. Nur was verbindet diese Fälle miteinander? Je länger man an den Ermittlungen von Hölzle teilnimmt, desto eher merkt man wie sich das kleinste Puzzelteil in den Fall einfügt und ihn auflöst. Während des Lesens merkt man, wie sich der Spannungsbogen merklich steigert und das Buch einfach zur Seite legen kann man nicht. Ich musste wissen, wie es mit Hölzle und seinem Team weitergeht. Ab und an schleicht sich der erste Verdächtige in den Kopf, aber irgendwann stellt sich heraus, dass diese Vermutung falsch war. Ein sehr kniffliger Fall, der bis zum letzten Detail gut ausgearbeitet und umgesetzt worden ist. Bis zum Schluss bleibt die Spannung erhalten und das sollte ein sehr guter Krimiroman auch ausmachen.

Für mich war es zwar ein kurzweiliger, aber sehr spannender Kriminalroman und ich bleibe diesem Autorinnenduo weiterhin treu. Freue mich schon auf den nächsten Fall mit Hölzle und Co.

Veröffentlicht am 04.10.2017

Die Party

Die Party
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Klapptext:
Martin Gilmour ist ein Einzelgänger. Aufgewachsen in trostlosen Verhältnissen, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Seine Mutter hasst er bis zum heutigen Tag und meidet den Kontakt mit ihr, ...

Klapptext:
Martin Gilmour ist ein Einzelgänger. Aufgewachsen in trostlosen Verhältnissen, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Seine Mutter hasst er bis zum heutigen Tag und meidet den Kontakt mit ihr, wo es nur geht. Es gibt nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben. »Mein bester Freund Ben«, sagt Martin. Wenn er es sich auch nicht eingesteht, so dreht sich in seinem Leben doch alles darum, Ben zu gefallen und ähnlich zu sein. Ben ist das genaue Gegenteil von Martin: attraktiv, beliebt, reich. Durch seinen Freund lernt er eine andere Welt kennen: die Welt der Oberschicht, der Privilegierten. Martin genießt es, dazuzugehören. Und so tut er alles für Ben – wirklich alles. Nach Jahren des Selbstbetrugs hat auch Lucy das begriffen. Ihr Ehemann Martin mag sie und braucht sie, aber Liebe? Liebe empfindet er nur für den Freund. Längst hat Martin, in scheinbarer Selbstlosigkeit, dafür gesorgt, dass dieser sich nie von ihm lösen kann. »Bens kleiner Schatten«, nennt ihn Bens Ehefrau Serena. Doch grenzenlose Hingabe kann lästig werden – so wie eine gemeinsame dunkle Vergangenheit.

Die Party ist der neue Roman von Elizabeth Day, die ein Thema hier aufgreift das nie aktueller sein konnte. Dan man mit den richtigen Freunden und dem großen Geld fast alles kaufen und bekommen kann.


Auch wenn das Buch Die Party heißt, so ist diese nicht der Mittelpunkt der Geschichte. Hier geht es um die Entstehung der Freundschaft zwischen Ben und Martin und die weitere Entwicklung dieser. Der aus wohlhabenden Haus stammende Ben, der es sehr gut verstand seine Mitmenschen mit seiner Art und Weise in den Bann zu ziehen und dem scheinbar alles nur so zuflog. Martin hingegen wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater starb und seine Mutter gab ihm die benötigte Liebe und Geborgenheit nicht. Im Internat lernte er Ben kennen und alles was Martin will, ist, dazu zugehören. Je mehr Martin Ben kopierte, desto mehr gab er sein eigenes Leben auf. Auch seine Ehefrau Lucy konnte er nicht lieben. Sein ganzes Handeln und Tun dreht sich um Ben. Im weiteren Verlauf merkt man wie einsam und verloren Martin in dieser Welt dasteht. Auch die Zurückweisungen von Ben lässt Martin nicht an sich ran. Immer wieder redet er sich alles schön, bis er auf dem Polizeirevier landet. Das scheint ihm die Augen zu öffnen….

Die Geschichte wird aus dreierlei Perspektiven erzählt. Zum einen von Martin selbst, zum anderen gibt es Episoden auf dem Polizeirevier und zu guter Letzt Lucys Tagebucheintragungen und dadurch gelingt es der Autorin eine Spannung zu erzielen, die einen daran hindert, dass man dieses Buch einfach zur Seiten lege kann. Während des Lesens werden immer mehr Fragen um Martin und Co aufgeworfen und zu keinem Zeitpunkt weiß der Leser wie Martins Geschichte weitergeht bzw. enden wird.

Die Charaktere wurden sehr vielschichtig dargestellt, aber sympathisch waren sie alle nicht. Am allerbesten gefiel mir die Entwicklung von Lucy, denn diese hat ihr Leben neu geordnet.

Für mich war es ein interessanter Einblick in das Leben von Martin und in dessen Psyche, der einem nachdenklich zurücklässt.