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Veröffentlicht am 01.10.2016

Der Feind, den ich liebte

Der Feind, den ich liebte
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Inhaltsangabe
Hawaii, 1914: Die junge Lani Elkart träumt seit jeher davon, eines Tages das alte Europa, die Heimat ihrer Mutter Clara, kennenzulernen. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, rückt dieser ...

Inhaltsangabe
Hawaii, 1914: Die junge Lani Elkart träumt seit jeher davon, eines Tages das alte Europa, die Heimat ihrer Mutter Clara, kennenzulernen. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, rückt dieser Wunsch in weite Ferne. Auch auf Hawaii wird die Gefahr bald spürbar, als das deutsche Kriegsschiff Geier in der Bucht von Honolulu vor Anker geht. Aber Lanis Neugier auf den Marineoffizier Paul ist stärker als ihre Furcht vor den Wirren des Krieges. Der ge-heimnisvolle Draufgänger hebt ihr Leben aus den Angeln. Dennoch verliebt sie sich in ihn - auch wenn die Zeichen der Zeit gegen ihre Liebe sprechen...

Der Feind, den ich liebte ist der neuste Roman von Tara Haigh und der zweite Teil über die Familie Elkart. In diesem Band dreht sich alles um die Tochter von Clara und Komo: Lani Elkart.

De Schreibstil der Autorin ist flüssig. Ab der ersten Seite findet sich der Leser auf Hawaii im Jahr 1914 wieder und damit beginnt die spannende und interessante Geschichte über Lani Elkart, die im ersten Weltkrieg stattfinden darf. Tara Haigh hat es wieder einmal geschafft, die perfekte Mischung zwischen Liebes- und historischer Geschichte brillant miteinander zu verknüpfen. Die Protagonisten sind allesamt sehr authentisch und lebensecht wiedergegeben worden und somit kann man sich hier sehr gut in die jeweiligen Personen hineinversetzen. Während des Lesens spürt man die Ängste und Sorgen der Ein- und Bewohner Hawaii, die sie während des Kriegsbeginns haben. So entsteht das Gefühl, dass man diese Zeit hautnah miterleben darf. Auch wenn es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt, so sind alle geschichtlichen Ereignisse gut recherchiert und wieder gespiegelt worden. Langweile oder langatmig? Keine Spur. Eher ist es sehr informativ und lehrreich einige Zeitgeschehnisse zu erfahren, die man so nie erfahren hätte. Es ist beängstigend zu erfahren, wie aus Freunden Feinde werden. Die Geschichte um Lani und Paul fand ich ebenfalls sehr gut ausgearbeitet und umgesetzt. Leider wirkte das Ende dieses Buches einfach zu perfekt und dadurch ent-steht ein sehr gehetzter Eindruck.

Nichts desto trotz war es für mich wieder eine sehr unterhaltsame und interessante Zeitreise, die mir wieder sehr viele schöne Lesemomente beschert hat. Ich hoffe, dass es bald eine Fortsetzung geben wird.

5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 27.09.2016

Eine bewegende und spannende Familiegeschichte

Die Kirschvilla
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Inhaltsangabe
Isabell und ihre Großmutter Pauline treten ein Erbe in Köln an – Paulines Geburtshaus. Doch die alte Villa am Rheinufer birgt dunkle Geheimnisse. Bald sieht sich Isabell mit der Frage konfrontiert, ...

Inhaltsangabe
Isabell und ihre Großmutter Pauline treten ein Erbe in Köln an – Paulines Geburtshaus. Doch die alte Villa am Rheinufer birgt dunkle Geheimnisse. Bald sieht sich Isabell mit der Frage konfrontiert, ob ihr Liebesglück mit den Geheimnissen ihrer Familie zusammenhängt. Denn ausgerechnet Julius, Isabells neue Liebe, scheint tief in die schmerzliche Familientragödie verstrickt. Doch schließlich geben zwei Tagebücher aus den 1920er-Jahren, die die Zeit überdauert haben, Auskunft über die schockierenden Geschehnisse am Rheinufer – und über Wahrheiten, die niemand gerne über seine Familie erfährt.

Die Kirschvilla ist der neuste Roman von Hanna Caspian.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Ab der ersten Seite merkt der Leser die Liebe zum Detail, denn sowohl die Protagonisten sowie auch die Kulisse sind so wunderbar beschrieben worden. Hier entstand das Gefühl, man wäre hautnah dabei. Die Ge-schichte spielt sich in zwei Zeitzonen ab. Zum einen ist da die Gegenwart in der Isabell und Oma Pauline die Familiengeschichte ergründen und zum anderen die Vergangenheit, aus denen die Tagebücher von Clementine stammen. Beide Handlungsstränge sind so perfekt miteinander verknüpft worden, so dass es eine stimmige und spannende Familiengeschichte wurde. Zu keinem Zeitpunkt wurde es langatmig oder langweilig. Eher das Gegenteil trat ein. Dieses Buch konnte man nicht ohne weiteres aus den Händen legen, denn man musste wissen, wie es mit Isabell und Co weitergeht. Das Ende war stimmig und machte dieses Buch einfach perfekt.

Von Anfang bis zum Ende war es eine sehr bewegende Geschichte, die einen mitfiebern und mitleiden lies. Unterhaltung pur!
5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 25.09.2016

Bine ermittelt wieder

Liebe vertagen, Mörder jagen
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Inhaltsangabe
Eigentlich hat sich Biene auf eine heiße Liebesnacht in Paris gefreut. Die kommt aber nicht. Dafür erreicht sie eine folgenschwere Nachricht: In ihrer Heimat wurde ein Mann ermordet. Ausgerechnet ...

Inhaltsangabe
Eigentlich hat sich Biene auf eine heiße Liebesnacht in Paris gefreut. Die kommt aber nicht. Dafür erreicht sie eine folgenschwere Nachricht: In ihrer Heimat wurde ein Mann ermordet. Ausgerechnet Jochen, ihr Ex-Freund und überkorrekter Polizist, soll in den Mord verwickelt sein. Das kann Biene nicht glauben und sie entschließt sich zur Rückkehr. Schließlich pri-ckelt eine Mörderjagd doch mindestens so sehr wie eine Liebesnacht. Auf eigene Faust stürzt sie sich in die Ermittlungen und steckt nicht nur bald mittendrin in einem Netz aus Vorurteilen und Vorlieben, sondern erfährt auch Dinge; die sie lieber nicht erfahren hätte. Wird Biene den wahren Mörder finden und damit Jochen entlasten? Kann Biene eine wichti-ge Entscheidung für ihre eigene Zukunft treffen? Und was ist eigentlich mit der Liebe?

Liebe vertagen, Mörder jagen ist der neuste Krimi von Vera Netwich. Nachdem ich schon Tote Models nerven nicht von ihr gelesen habe, war ich auf den neuen Fall um Bine sehr gespannt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und sehr gut zu lesen. Ab der ersten Seite hat mich dieser Grefrather Krimi wieder in seinen Sog gezogen, so dass ich dieses Buch an ei-nem Tag durchgelesen habe. Dieser Krimi lebt von dem humorvollen Erzählstil, der durch den Grefrather Dialekt bereichert wurde und von der bildhaften Kulisse dieses Ortes. Wer sich hier auskennt, bei dem laufen unweigerlich die Straßenbilder vor Augen ab. Wieder einmal hat Vera Nentwich gezeigt, dass sie eine kriminalistische Ader hat. Bines neuer Fall ist wieder so perfekt ausgedacht und umgesetzt worden, so dass der Leser immer wieder auf neue Wendungen stößt. Während des Lesens versucht man diesen Fall zu lösen, aber das gelingt nicht. Neue Verdächtige und Verdachtsmomente machen dies einfach unmöglich. Von Seite zu Seite merkt man wie sich der Spannungsbogen steigert und man muss wissen, wie es mit Bine und Co weitergeht. Langatmig oder gar langweilig? Davon ist hier absolut keine Spur. Das Ende ist ein wenig aktionsreich, aber es macht die Geschichte stimmig und rund. So muss ein brillanter Krimi sein! Spannung pur und das bis zum letzten Wort.

Auch wenn es sich hierbei um einen humorvollen Krimi handelt, geht es in diesem Buch doch um mehr: nämlich um Vorurteile und Toleranz! Es ist sehr interessant, wie die Autorin dieses immer noch aktuelle Thema so präsent in diese Geschichte verstrickt hat. Während des Lesens merkt man selber, dass man über viele Sachen nachdenkt und sein Gewissen überprüft. Wie verhält man sich selber und wie schnell hat man Vorurteile, obwohl man den anderen gar nicht kennt. Großes Kompliment an Vera Nentwich!


Ein witziger, etwas nachdenklicher und auf 286 Seiten spannungsgeladener Regionalkrimi, denn man besser nicht hätte machen können. Perfekt und grandios!
Würde mich freuen, wenn ich demnächst wieder mit Bine auf Verbrechertour gehen dürfte.

5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Dein perfektes Jahr

Dein perfektes Jahr
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Inhaltsangabe

Die Kindergärtnerin Hannah scheint glücklich zu sein, denn sie hat einen Freund namens Simon und leitet mit ihrer besten Freundin Lisa einen eigenen Kindergarten. Doch der Schein trügt, ...

Inhaltsangabe

Die Kindergärtnerin Hannah scheint glücklich zu sein, denn sie hat einen Freund namens Simon und leitet mit ihrer besten Freundin Lisa einen eigenen Kindergarten. Doch der Schein trügt, denn Simon ist seit geraumer Zeit arbeitslos und wird dadurch immer depressiver. Als er dann auch noch eine niederschmetternde Diagnose erhält, gerät sein Leben völlig Kontrolle. Hannah versucht ihm eine Lebensaufgabe zu geben und schreibt ich ein Filofax für das kommende Jahr. Dieses Buch „verschenkt“ er an einen unbekannten Menschen namens Jonathan. Was dann passiert ist für Hannah und auch eine Jonathan eine sehr interessante Reise, die beide auf ihrer eigenen Art und Weise erleben.



Dein perfektes Jahr ist der neuste Roman von Charlotte Lucas, die uns als Bestsellerautorin Wiebke Lorenz bekannt ist.

Der Schreibstil dieser Autorin ist so flüssig, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Ab der ersten Seite kann der Leser in das Leben der Hauptprotagonisten Jonathan und Hannah ab- und eintauchen. Der ständige Gedankenwechsel der beiden macht die Geschichte sehr lebendig und dadurch entsteht ein perfektes Bild ihrer Gefühle. Was dazu führt, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Alle Protagonisten sind allesamt sehr authentisch und lebensnah wiedergegeben worden und hier meint man, sie schon jahrelang zu kennen. Dieser Roman lebt von vielen Emotionen, die sehr gut ausgearbeitet und auch wiedergegeben worden sind. Einige Handlungen sind zwar vorhersehbar, aber das schmälert die Leselust in keinsterweise. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn es macht sehr viel Spaß zu zusehen wie die einzelnen Personen ihren Weg gehen bzw. neu finden und sich dadurch verändern. Leopold hat mir am besten gefallen, wie er seine Obdachlosigkeit gegen ein geregeltes Leben eingetauscht hat. Das stimmige Ende runden diesen Roman perfekt ab.



Für mich war es ein sehr guter Roman, der mich aber immer wieder zum Nachdenken gebracht hat.

4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung kommt hinzu!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 15.09.2016

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Ausgerechnet wir
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Inhaltsangabe
Tom ist 29 und Unternehmensberater. Um genau zu sein: Er ist ein Zahlennerd. Aber ein sympathischer. Auf der Suche nach der perfekten Partnerin begibt er sich in die algorith-musgetriebenen ...

Inhaltsangabe
Tom ist 29 und Unternehmensberater. Um genau zu sein: Er ist ein Zahlennerd. Aber ein sympathischer. Auf der Suche nach der perfekten Partnerin begibt er sich in die algorith-musgetriebenen Fänge einer Datingseite, die ihm tatsächlich die perfekte Frau präsentiert: 94 Prozent Übereinstimmung – Lisa ist die Richtige. Leider erscheint zum ersten Date nur ihre exzentrische Mutter. Lisa lernt er andernorts kennen. Und diese erste Begegnung läuft mitnichten so, wie er es sich ausgemalt hatte. Tom will sich gerade mit seinem schlechten Karma abfinden, da belehrt ihn sein Freund Joshi eines Besseren: »Warum sollte das Leben dir Geschenke machen, wenn du nie etwas für andere tust?« Tom nimmt sich vor, Joshis Glücksformel anzuwenden und 28 Tage lang Freunde und Fremde zu beglücken. Mit jedem Geschenk gerät Toms Leben weiter aus den Fugen. Ob er Lisa wirklich von der geheimen Magie der Prozentzahlen überzeugen kann? Oder kommt alles ganz anders?

Ausgerechnet wir ist der neuste Roman von Monika Peetz. Da ich ein großer Fan von ihrer Reihe Die Dienstagsfrauen bin, war ich auf das neuste Buch gespannt und natürlich musste es auch sofort gelesen werden.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und angenehm zu lesen, so, dass man sich in Toms Geschichte sofort wiederfindet. Mit den Protagonisten tat ich mich ein wenig schwer, denn zu keinem Zeitpunkt fand ich einen Zugang zu ihnen. Zwar waren sie sehr detailliert beschrieben worden, aber sympathischer wurden sie dadurch leider nicht. Irgendwie fehlte mir der Charme und Witz, denn Monika Peetz ihren Figuren immer mit auf den Weg gibt. Die Handlung, die aus der Sicht von Tom erzählt wird, war gut durchdacht und umgesetzt worden, aber streckenweise wurde es sehr langatmig. Hier waren es gerade die Teile, die sich um den Bäckereibetrieb drehten. Da wäre weniger mehr gewesen. Auch bei der Handlung fehlte mir der typische Humor, denn ihre Bücher immer ausgemacht haben. An einigen Stellen blitzte er zwar auf, aber das war es dann auch wieder. Das war mir ein bisschen zu wenig. Am Ende dieses Buches erwartet den Leser eine Überraschung, aber sie rundet perfekt diese Geschichte ab.


Es war zwar ein unterhaltsamer Roman, denn man sehr gut lesen kann und ein paar schöne Lesestunden bereitet. Meiner Meinung nach kann es Monika Peetz aber besser, das hat sie leider hier nicht gezeigt. Schade…
Trotzdem gibt es noch 3 von 5 Sternen!