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Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine Familiensaga geht zu Ende

Das Versprechen der australischen Schwestern
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Inhaltsangabe
Zwei Kontinente – und das bewegende Schicksal dreier junger Frauen Drei Schwestern, zwei verschiedene Kontinente: Jede der drei ist ihren Weg gegangen. Elsa studiert in Sydney, Mina hat ...

Inhaltsangabe
Zwei Kontinente – und das bewegende Schicksal dreier junger Frauen Drei Schwestern, zwei verschiedene Kontinente: Jede der drei ist ihren Weg gegangen. Elsa studiert in Sydney, Mina hat nach Jahren endlich ihren heimlichen Verlobten William geheiratet, und Carola lebt glücklich mit Werner und ihren zwei Kindern in Krefeld. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und ihr aller Glück ist in Gefahr. Denn William und Otto, Elsas große Liebe, treten freiwillig der Armee bei. Auch Werner ist beim Militär, und plötzlich kämpft ein Teil der Familie gegen den anderen. Wird das Band, das die drei Schwestern vereint, stärker sein als die Schatten des Krieges? Eine wahre, hochemotionale Geschichte

Das Versprechen der australischen Frauen von Ulrike Renk ist der dritte und letzte Band der Australischen Familiensaga. Die vorherigen Bände habe ich bisher noch nicht gelesen, aber der Klapptext versprach mir eine sehr emotional und spannende Geschichte. Ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und angenehm zu lesen. Leider ist die Schriftgröße ziemlich klein und ich fand das Lesen recht anstrengend. Die Protagonisten wirkten allesamt authentisch und menschlich. Was dazu führte, dass man sich zu jeden Zeitpunkt in die jeweiligen Personen hineinversetzen konnte und dies rundete das Bild perfekt ab. Während des Lesens entstand der Eindruck ein Teil dieser Familie zu sein. Die Kulisse beider Kontinente wurden brillant eingefangen und wieder gegeben. Die Handlung dieser Geschichte wird detailliert erzählt und wahrheitsgemäß wiedergegeben. Streckenweise waren es mir zu viele Details und dadurch wurde es ein wenig zu langatmig. Was zum Nachteil hatte, dass der Platz für die eigenen Fantasien weg fiel und das finde ich ein wenig schade. Die Geschichte über Familie Lessing wurde aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Eher das Gegenteil war der Fall, denn hier musste man wissen, wie das Leben und die Schicksale um diese Familie weiter gehen werden. Die Emotionen und die immer wieder kehrenden Ereignisse lassen den Leser nicht vorher aufhören, bevor das Buch nicht beendet ist. Wer hier die klassische Spannung erwartet, den muss ich enttäuschen. Es ist eher interessant , lesen zu dürfen, wie es in dieser Zeit zwischen 1905 und 1931 in Australien und Deutschland zu ging.

Eine sehr abwechslungsreiche und emotionale australische Familiensaga, die mir sehr gut gefallen hat. Die Reise hat sich vollkommen gelohnt. Band 1 und 2 werden demnächst auch noch gelesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine nervende Protagonistin

Suche Mann zum Renovieren
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Inhaltsangabe
Eine Villa, zwei Handwerker plus drei Freundinnen ergeben jede Menge Chaos Lotte – charmant, verpeilt und unangepasst – erbt unverhofft eine Villa. Und als eine Renovierung ansteht und ihr ...

Inhaltsangabe
Eine Villa, zwei Handwerker plus drei Freundinnen ergeben jede Menge Chaos Lotte – charmant, verpeilt und unangepasst – erbt unverhofft eine Villa. Und als eine Renovierung ansteht und ihr die Handwerker ins Haus schneien, fangen die Verwicklungen erst an. Gottseidank gibt es ihre beiden besten Freundinnen, die mit Lotte durch dick und dünn gehen, Liebeskummer und Liebesfreuden inbegriffen.

Suche Mann zum Renovieren ist der neuste Roman von Manuela Lewentz.

Der Klapptext und das Cover des Buches versprachen mir eine humorvolle Geschichte um Lotte, doch leider blieb diese hinter meinen Erwartungen.
Der Schreibstil der Autorin ist schon etwas gewöhnungsbedürftig und dies gilt auch für den Erzählstil. Die Geschichte wird aus der Sicht von Lotte ( Ich-Form) erzählt, aber das blieb leider nicht so. Fast jeder der Protagonisten durfte aus seiner Sicht die Dinge erzählen und das war schon ziemlich anstrengend und stört den Lesefluss. Ich musste mich fast zwingen dieses Buch nicht abzubrechen und weiter zu lesen. Zudem fehlte mir der Wortwitz in dieser Geschichte. Streckenweise fand ich es ziemlich langweilig oder gar langatmig. Die Protagonisten fand ich recht unsympathisch und zu keinem Zeitpunkt hatte ich in irgendeiner Form Zugang zu ihnen. Die Hauptfigur Lotte wirkte auf mich nicht wie eine über 40jährige. Manchmal kam sie mir wie eine 13jährige rüber. Am Anfang kann man hier noch darüber hinweg sehen, aber im weiteren Verlauf der Geschichte nervt es nur noch. Die Handlung empfand ich als sehr chaotisch und unstrukturiert und warum das Buch Suche Mann zum renovieren heißt, erfährt der Leser leider erst nach knapp 200 Seiten. Ich finde, aus dieser Geschichte hätte man mehr machen können. Schade, dass es hier komplett an der Umsetzung hapert.


Ich fühlte mich leider nicht unterhalten, da mir die Leichtigkeit, Spritzigkeit und der Humor fehlte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein unterhaltsamer und gefühlvoller Roman

Ist das jetzt schon Liebe?
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Inhaltsangabe

Das Leben will riskiert werden! Juli hat von ihrer Mutter Ria ein altes Haus geerbt und einen Brief. In dem wirft Ria ihr vor, sich vor dem Leben zu verstecken und ihre Träume zu verraten. ...

Inhaltsangabe

Das Leben will riskiert werden! Juli hat von ihrer Mutter Ria ein altes Haus geerbt und einen Brief. In dem wirft Ria ihr vor, sich vor dem Leben zu verstecken und ihre Träume zu verraten. Juli ist erschüttert: Auch wenn ihre Mutter oft nicht für sie da war, kennt sie sie wirklich so wenig? Schließlich ist Juli doch glücklich! Oder etwa nicht? Wütend und trotzig macht sie sich gemeinsam mit Freundin Mo, ihrem stoffeligen Nachbarn und dem obdachlosen Jugendlichen Sami auf Spurensuche. Dabei entdeckt sie nicht nur verborgene Talente, sondern auch, dass ihre Mutter ihr immer viel näher war, als sie ahnte – und, dass ihr verhasster Schulfreund Jan doch gar nicht so schlimm ist, wie sie früher immer glaubte.

Ist das jetzt schon Liebe? Ist der zweite Roman von Christina Beuther.

Der bildliche Schreibstil der Autorin ist leicht und locker und ab der ersten Seiten kann der Leser in die Geschichte um Juliane genannt Juli ab– und eintauchen. Die Protagonisten sind durchweg sympathisch und mit Ecken und Kanten versehen worden und dadurch wirken sie sehr menschlich. Bei der Erzählung merkt man die Liebe zum Detail, denn es fehlte an nichts. Angefangen vom Dorfklatsch und Tratsch, über die Eigensinnigkeit der Einwohner über die Traditionsfeste. Alles wurde perfekt eingefangen und wieder gegeben. Das Dorf- bzw. Landleben, wie es liebt und lebt. Die Geschichte war gut ausgedacht und umgesetzt worden. Das Buch beinhaltet genau einen Monat und jedes Kapitel ist ein Tag. Der Aufgrund der Ereignisse mal kürzer oder länger ausfällt. In dieser Zeit darf der Leser sich mit Julis Leben auseinandersetzten. Es ist nicht nur eine Reise in die Gegenwart, sondern auch in Julis Vergangenheit. Während dieser Zeit lernt man Juli von allen Seiten kennen, aber ab einen gewissen Zeitpunkt nervt sie ein wenig. Sie steht sich selbst im Weg und dadurch sieht sie nicht mehr das, was sie hat. Manchmal möchte man sie an der Hand nehmen und sie auf den rechten Weg schicken. An manchen Stellen wirkt sie auf mich wie ein kleines störrisches Kind, dass nicht weiß was es will. Zum Glück gibt es ihre Familie und Freunde, die ihr ein wenig helfen. Was ich so wunderschön fand, war, dass Julis Kochkünste so detailliert erzählt worden sind, dass man Lust und Laune zum nach kochen bekam. Was man im übrigen auch kann, denn die beschriebenen Rezepte findet man auf den letzten Seiten des Buches.
Das Ende dieser Geschichte ist zwar vorhersehbar, aber das schmälert den Lesegenuss auf keinen Fall. Es macht Spaß mit Juli die Zeit in ihrer Heimat Beekelsen zu verbringen und Land und Leute kennenlernen zu dürfen.

Für mich war es eine unterhaltsame Geschichte, die von einer jungen Frau namens Juli erzählt, die ihren Platz im Leben sucht. Warmherzig und gefühlvoll!

4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine emotionale und spannende Reise in Charlottes Familiengeschichte

Wiedersehen in Barfleur
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Inhaltsangabe
Seit ihrer Jugend sehnt sich Charlotte in den malerischen Ferienort Barfleur zurück — mit gemischten Gefühlen: Vor Jahren ist dort während eines Familienurlaubs ihr geliebter Vater verschwunden. ...

Inhaltsangabe
Seit ihrer Jugend sehnt sich Charlotte in den malerischen Ferienort Barfleur zurück — mit gemischten Gefühlen: Vor Jahren ist dort während eines Familienurlaubs ihr geliebter Vater verschwunden. Den Verlust hat Charlotte nie verarbeitet. Endlich zurück in dem kleinen französischen Fischerdorf erfährt sie von einer Frau, der sie sich sehr verbunden fühlt: Mathilde hieß die Französin, mit der Charlottes Großvater während der Besatzungszeit eine verbotene Liebesbeziehung führte. Stück für Stück ergründet Charlotte Mathildes tragisches Schicksal — und kommt dabei den Rätseln ihres eigenen Lebens immer näher ...

Wiedersehen in Barfleur ist ein Roman von Claire Bonamy. Claire Bonamy ist allerdings ein Pseudonym, hinter dem sich die zwei Autorinnen Andrea Russo und Eva Philippon verbergen.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen liest sich sehr angenehm und flüssig, so dass man dieses Buch in einem weg lesen könnte. Die bildlichen und sehr detaillierten Beschreibung der Kulisse und Protagonisten lassen den Leser in die Geschichte ein- und abtauchen. Man spürt den französischen Flair, aber auch die Grausamkeit des 2. Weltkrieges. Es ist alles so wunderschön, aber auch so erschreckend realitätsnah. Irgendwie entstand das Gefühl, man wäre als Zeitzeuge live vor Ort. Charlottes Reise entführt den Leser nicht nur in die heutige Zeit sondern auch in eine Zeit, in der die Welt von Gewalt und Grausamkeit beherrscht wurde: in den 2. Weltkrieg. Der historische Teil über Mathilde und Johann ist so anschaulich, emotional und authentisch wieder gegeben worden, so dass beim Lesen immer wieder die Fragen auftauchten: Warum konnte so was passieren und wieso können Menschen so grausam sein? Leider werden diese Fragen wohl immer unbeantwortet bleiben! Der fiktive und historische Teil wurden so perfekt ausgearbeitet, recherchiert und umgesetzt, dass beide Teile ein harmonisches Bild abgeben. Hier entstand das Gefühl, dass sich irgendwo genau diese Geschichte so abgespielt haben könnte.
Ab und an geht die Reise auch in die Kunstgeschichte, der genauso spannend ist, wie der Rest dieses Romans. Zu keinem Zeitpunkt wurde es langatmig oder gar langweilig. Eher das Gegenteil war der Fall: man musste wissen, wie es mit Charlotte und Co weiter gehen wird.
Eine rundum stimmige Geschichte, die nicht besser hätte sein können. Das Ende gefiel mir, leider blieben aber auch ein paar Fragen offen.
Wer weiß, vielleicht gibt es mal ein Wiedersehen mit Charlotte...

Ein historischer Roman, der als Familiengeheimnis eine wunderbare Liebesgeschichte verbirgt. Für mich war es ein unterhaltsamer, emotionaler und spannender Roman, der mir sehr gut gefiel.

5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 15.09.2016

War nicht meins

Septembermeer
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Inhaltsangabe
Ein Segelboot im Sturm. Skeptisch beobachten die Bewohner der kleinen Ostseeinsel den Kampf der beiden Segler gegen die Wellen. Wieder irgendwelche unerfahrenen Landratten, die sich bei ...

Inhaltsangabe
Ein Segelboot im Sturm. Skeptisch beobachten die Bewohner der kleinen Ostseeinsel den Kampf der beiden Segler gegen die Wellen. Wieder irgendwelche unerfahrenen Landratten, die sich bei einem solchen Unwetter aufs Meer hinauswagen! Sie ahnen nicht, dass ihre verschworene Gemeinschaft durch die zwei Schiffbrüchigen bald gehörig aufgemischt wird: Die umtriebige Svea und der stets zögerliche Daniel wollen auf der Insel einen Neuanfang wagen – und Teil dieses neuen Lebensglücks soll eine Buchhandlung sein. Eine Buchhandlung? Hier? Überhaupt stellt die Neue viel zu viele Fragen, und er fotografiert alles und jeden, der ihm vor die Linse kommt. Doch die Neugier siegt! Es kommt zu ersten zögerlichen Annäherungen und ersten Freundschaften. Alles scheint sich zu fügen, bis etwas geschieht, womit niemand jemals gerechnet hätte …

Septembermeer ist das zweite Buch von Gabriela Jaskulla. Der Klapptext hat mich neugierig gemacht und ich versprach mir einen schönen leichten Roman, der auf einer bezaubernden Ostseeinsel spielt. Leider blieb es dabei, denn dieses Buch ist alles andere als leicht und locker. Der Schreibstil der Autorin ist sehr detailliert und dadurch wurde die Inselatmosphäre samt ihren Insulanern perfekt eingefangen. Beim Lesen merkt man sofort, dass dieses Buch nur so von Schwermut und Tragik lebt. Es fällt einem richtig schwer , dieses Buch einfach so weg zu lesen. Mir fehlte die Lockerheit und Leichtigkeit, die ich mir von diesem Inselroman erhofft hatte. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es einem aufs Gemüt schlägt. Die Charaktere waren mir zu keinem Zeitpunkt sympathisch, eher das Gegenteil war der Fall. Sie wirkten auf mich hölzern und unmenschlich. Einen Bezug konnte ich zu ihnen nie herstellen und das finde ich sehr wichtig. Die Geschichte plätscherte nur vor sich so hin. Es gab einige Passagen, die wirklich interessant waren, aber das reichte leider nicht, um dieses Buch zu Ende zu lesen. Was mich am meisten störte, war, dass dieser Roman nur von Beschreibungen lebt. Ganz egal, ob es um die Insel ging oder um die Einwohner....alles wurde akribisch genau beschrieben. Das war mir ein wenig zu viel des Guten. Auf dem Buch selber steht: Ein spannender Roman über eine Frau, die entschlossen alles über Bord wirft und einen kompletten Neuanfang wagt.
Ich habe es bis zur Seite 270 geschafft, aber von Spannung nicht die geringste Spur. Schade...

Wie die Geschichte zu Ende geht, kann ich leider nicht schreiben, da ich diese vorzeitig abgebrochen habe. Ich mache dies zwar nicht oft, aber hier war mir die Zeit doch zu schade.

Meiner Meinung nach passenden Klapptext und Cover nicht zu dieser tragischen Geschichte. Es ist sehr irreführend...