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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2026

Wenn die Vergangenheit nicht schweigt…

DARKROOMS
4

Eine Tragödie erschüttert ein ruhiges, idyllisches Dorf an der irischen Küste: Die neunjährige Roisin verschwindet spurlos im Wald. Auch zwanzig Jahre später lässt dieses Ereignis die Menschen nicht los ...

Eine Tragödie erschüttert ein ruhiges, idyllisches Dorf an der irischen Küste: Die neunjährige Roisin verschwindet spurlos im Wald. Auch zwanzig Jahre später lässt dieses Ereignis die Menschen nicht los - vor allem Caitlin, die an jenem verhängnisvollen Sommertag mit ihr im Wald war, und Deedee, Roisins Schwester, die die Suche nie aufgegeben hat und inzwischen als Polizistin arbeitet. Doch nicht nur sie werden von der Vergangenheit eingeholt, auch das Dorf selbst scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten…

Es gibt Bücher, die einen leise einfangen und dann immer tiefer hineinziehen, bis man sich ihnen kaum noch entziehen kann. Genau so war es hier für mich.
Zu Beginn habe ich ein wenig gebraucht, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen und wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Doch mit jeder Seite wurde die Atmosphäre dichter, düsterer und eindringlicher. Spätestens ab der zweiten Hälfte war ich vollkommen gefesselt und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Besonders beeindruckt haben mich die Figuren: vielschichtig, widersprüchlich und alles andere als leicht zugänglich. Niemand ist eindeutig gut oder böse, stattdessen bewegen sich alle in einem Graubereich aus Schuld, Verdrängung und unausgesprochenen Wahrheiten. Genau das macht die Geschichte so intensiv und glaubwürdig.
Die beklemmende, düstere Stimmung zieht sich durch das gesamte Buch. Ständig begleitet einen dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt, dass hinter Erinnerungen mehr verborgen liegt, als man zunächst erkennt. Mit jeder Seite wachsen die Zweifel, die Fragen werden drängender und die Spannung steigert sich spürbar.
Nach und nach fügen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen, bis sich ein Gesamtbild ergibt, das lange nachhallt. Ohne laut zu werden, entwickelt das Buch eine Sogwirkung, die einen bis zum Schluss nicht mehr loslässt.

Ein intensiver, düsterer und emotional aufwühlender Thriller, der unter die Haut geht und noch lange nachwirkt. Kein leichtes Buch, aber definitiv eines, das man so schnell nicht vergisst.

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  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 05.05.2026

Ein Traumwochenende, das im Albtraum endet...

Bachelorette Party
1

Vier Freundinnen treffen sich jedes Jahr zu einem gemeinsamen Wochenende, zum Abschalten, Lachen und Feiern. Doch nach ihrer letzten Reise auf die abgelegene Insel Isle Blind kehrt keine von ihnen zurück. ...

Vier Freundinnen treffen sich jedes Jahr zu einem gemeinsamen Wochenende, zum Abschalten, Lachen und Feiern. Doch nach ihrer letzten Reise auf die abgelegene Insel Isle Blind kehrt keine von ihnen zurück. Sie verschwinden spurlos, als hätte die Insel sie verschluckt.
Zehn Jahre später plant Annelise mit ihren engsten Freundinnen eine unvergessliche Junggesellinnenparty – ausgerechnet auf eben jener Insel. Was als ausgelassenes Wochenende beginnt, kippt schnell in eine beklemmende, bedrohliche Stimmung. Als schließlich eine der Frauen brutal ermordet aufgefunden wird, wird aus der Feier ein Albtraum, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint…

Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist geschickt aufgebaut und steigert die Spannung kontinuierlich. Stück für Stück setzt sich das düstere Gesamtbild zusammen, während die Vergangenheit ihre Schatten immer tiefer in die Gegenwart wirft.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zugänglich, zugleich aber unglaublich fesselnd, intensiv und atmosphärisch dicht. Man wird regelrecht in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Besonders hervorzuheben ist das Setting: eine einsame schwedische Schäreninsel, rau, still und unheimlich. Die bedrückende Isolation ist förmlich spürbar und verleiht der Handlung eine konstant lauernde Bedrohung. Immer wieder sorgen unerwartete Wendungen und schockierende Momente für Gänsehaut.
Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet. Die Autorin wirft einen schonungslosen Blick auf menschliche Abgründe: auf Angst, Schuld, Verrat und die zerstörerische Kraft von Geheimnissen. Sie zeigt, wie zerbrechlich Vertrauen ist und wie schnell Liebe und Freundschaft in Misstrauen, Hass und Rache umschlagen können, und wie alltägliche Konflikte eskalieren und in Gewalt münden können.

Diese Geschichte ist weit mehr als ein Thriller: sie ist ein intensives Spiel mit der menschlichen Psyche, voller Dunkelheit, Emotionen und beklemmender Wahrheiten über das, was Menschen einander antun können.
Es ist mein erstes Buch der Autorin, aber ganz sicher nicht mein letztes. Sie hat mich mit dieser düsteren, packenden Geschichte vollkommen überzeugt.
Eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein packender, nachdenklich stimmender Kriminalroman, der zeigt, wie nah Realität und Fiktion manchmal beieinanderliegen...

Am helllichten Tag
1

Ein trauriger Anlass zwingt die junge Journalistin Toni Papin, in ihre Heimatstadt Pirmasens zurückzukehren. Im Arbeitszimmer findet sie einen rätselhaften, unvollendeten Brief, den ihr verstorbener Vater ...

Ein trauriger Anlass zwingt die junge Journalistin Toni Papin, in ihre Heimatstadt Pirmasens zurückzukehren. Im Arbeitszimmer findet sie einen rätselhaften, unvollendeten Brief, den ihr verstorbener Vater ihr hinterlassen hat: Etwas scheint ihn seit seiner Kindheit schwer belastet zu haben…
Toni begibt sich auf die Suche nach Antworten und stellt schon bald fest, dass das Geheimnis ihres Vaters mit Verbrechen zusammenhängt, die viele Jahre zurückliegen…

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an tief hineingezogen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist intensiv, atmosphärisch dicht und schafft es, eine unterschwellige Anspannung aufzubauen, die sich Kapitel für Kapitel steigert.
Besonders berührt hat mich die eindrucksvolle Verbindung von realen Begebenheiten mit einer fiktiven Geschichte. Gerade diese Mischung macht den Roman so beklemmend nahbar, weil man immer wieder spürt, dass hinter der Fiktion ein Stück Realität steckt. Das verleiht der Handlung eine Tiefe, die unter die Haut geht und noch lange nachwirkt.
Die Figuren wirken dabei unglaublich lebendig und greifbar. Ihre Gedanken, ihre Zweifel und ihr Handeln haben mich oft innehalten lassen, und mehr als einmal hat mich die Geschichte emotional richtig getroffen.

Dieser Kriminalroman ist düster, aufwühlend und geht tief unter die Haut. Der zeigt, wie nah Realität und Fiktion manchmal beieinander liegen, wie zerbrechlich Sicherheit ist und wie nah das Unvorstellbare sein kann – selbst am helllichten Tag.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Emotional, fesselnd und absolut bewegend...

Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
6

Nach erschütternden Ereignissen in Bremen zieht die Ärztin Dr. Eva Mares mit ihrer Familie aufs Land, in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Eines Nachts steht ein unbekannter Mann vor ihrer Tür und bittet ...

Nach erschütternden Ereignissen in Bremen zieht die Ärztin Dr. Eva Mares mit ihrer Familie aufs Land, in der Hoffnung auf einen Neuanfang. Eines Nachts steht ein unbekannter Mann vor ihrer Tür und bittet verzweifelt um Hilfe für seine schwangere Tochter Nina. Zunächst wirkt alles unauffällig, doch Eva möchte auf Nummer sicher gehen und bittet die junge Frau, sich am nächsten Tag im Krankenhaus untersuchen zu lassen. Doch Nina erscheint nicht, sie verschwindet spurlos. Von Schuldgefühlen getrieben beginnt Eva, nach ihr und ihrem Vater zu suchen. Was als besorgte Nachforschung beginnt, entwickelt sich schnell zu einer gefährlichen Spurensuche und bald wird klar, dass Eva sich in etwas hineinbegibt, das lebensgefährlich werden kann…

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist unglaublich angenehm und gleichzeitig so fesselnd, dass man völlig in der Geschichte versinkt und gar nicht merkt, wie schnell man Seite um Seite liest.
Besonders beeindruckt hat mich, wie intensiv und realitätsnah die Autorin schwierige Themen verarbeitet. Es geht um Angst, Abhängigkeit, traumatische Erlebnisse und deren Folgen, und das auf eine Weise, die unter die Haut geht und noch lange nachwirkt. Gleichzeitig schafft es die Geschichte, trotz aller Schwere auch Hoffnung, Mut und Zusammenhalt zu vermitteln.
Die Figuren sind sehr vielschichtig und authentisch. Vor allem die starken Frauencharaktere haben mich tief berührt: sie sind mutig, einfühlsam und wachsen in schwierigen Situationen über sich hinaus. Gerade diese Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit macht sie so besonders und greifbar.
Für mich war das Buch eine emotionale Achterbahnfahrt, spannend, erschütternd und gleichzeitig voller Menschlichkeit. Es ist eine Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und im Herzen bleibt.

Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die intensive und bewegende Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zwiespältiger Leseeindruck ...

Meine tote Schwester: Psychothriller
1

Ich habe dieses Buch mit großer Erwartung begonnen – und bin ehrlich gesagt ziemlich zwiegespalten zurückgeblieben 😕

Am Anfang war ich noch richtig drin: Der Schreibstil ist leicht, flüssig und zieht ...

Ich habe dieses Buch mit großer Erwartung begonnen – und bin ehrlich gesagt ziemlich zwiegespalten zurückgeblieben 😕

Am Anfang war ich noch richtig drin: Der Schreibstil ist leicht, flüssig und zieht einen schnell in die Geschichte hinein. Die Grundidee hat mich neugierig gemacht, und ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt. Auch optisch ist das Buch ein echtes Highlight! Das Cover passt perfekt zur düsteren Stimmung.
Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich bei mir ein Gefühl von Enttäuschung eingeschlichen. Ich hatte einen Psychothriller erwartet – etwas Düsteres, Tiefgehendes, etwas, das unter die Haut geht. Stattdessen fühlte es sich für mich immer mehr wie ein Jugendroman an. Die Dialoge wirkten auf mich oft zu einfach, teilweise sogar unrealistisch, und ich konnte emotional nicht richtig eintauchen.
Und genau das ist der Punkt: Als Jugendbuch funktioniert die Geschichte wahrscheinlich richtig gut - spannend, leicht zugänglich und mit Wendungen, die fesseln. Aber für mich als erwachsene Leserin hat es einfach nicht die Tiefe erreicht, die ich mir erhofft hatte.
Vielleicht liegt es also gar nicht nur am Buch selbst, sondern auch an der Erwartung, mit der ich hineingegangen bin. Trotzdem bleibt bei mir dieses Gefühl, dass hier etwas anderes versprochen wurde, als ich letztlich bekommen habe.
Deshalb vergebe ich am Ende 2 von 5 Sternen – eine Bewertung, die mir nicht leichtfällt, aber meine persönliche Leseerfahrung widerspiegelt.

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