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Veröffentlicht am 12.02.2025

Unbedingt lesen - ein Wohlfühlbuch

Luzie in den Wolken
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Der Roman Luzie in den Wolken von Charlotte Lucas hat mich von der ersten Seite an abgeholt.
Die Geschichte beginnt eigentlich sehr traurig. Die siebenjährige Luzie schickt einen Ballon mit ihrem Herzenswunsch ...

Der Roman Luzie in den Wolken von Charlotte Lucas hat mich von der ersten Seite an abgeholt.
Die Geschichte beginnt eigentlich sehr traurig. Die siebenjährige Luzie schickt einen Ballon mit ihrem Herzenswunsch ab, sie wünscht sich einen Papa, da ihr Vater vor drei Jahren tödlich verunglückt ist.
Diese Ballonbotschaft landet ausgerechnet bei Gabriel, einem eigentlich erfolgreichen Schriftsteller, der jedoch gerade eine Schaffens- und Sinneskrise durchlebt. Erst wirft er den Ballon mitsamt der Nachricht weg, um ihn dann schließlich doch zu beantworten und dafür zu sorgen, dass Luzie bei der Challenge mit der am weitest zurückgelegten Strecke des Ballons gewinnt.
Natürlich entdeckt er bei der Veranstaltung zur Preisvergabe auch Miriam, Luzies Mutter und er ist sofort von ihr angetan.
Da Gabriel eigentlich nur Zaungast im Leben der beiden sein möchte, stellt er sich unter falschem Namen vor und er strickt sein Lügenkonstrukt immer fester. Schließlich gibt er sich als Buchhalter aus und mietet sich in einem Zimmer neben Miriams Second Hand Laden ein, der eher schlecht als recht läuft und wird immer mehr Teil dieser kleinen Familie.
Miriam, Luzie und Gabriel waren mir von Beginn an sympathisch und die wohl witzigste Figur war Rebecca, Miriams beste Freundin, die viel Wert auf die richtige Sternenkonstellation legt.
Es war schön mitzuerleben, wie Luzie und Gabriel einen besonderen Draht zueinander finden und natürlich auch Miriam und Gabriel sich ineinander verlieben. Ob Gabriel nach all seinen Lügen eine Chance auf Miriams Liebe verdient hat, das muss man selbst rauslesen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung – ein wunderschönes Wohlfühlbuch, bei dem auch mal ein Tränchen fließen darf, aber im Grunde überwiegt der positive und durchaus humorvolle Tenor.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2025

Unglaublich rasant und spannend

Yoko
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Der Triller Yoko von Bernard Aichner nimmt den Leser von der ersten Seite an in Beschlag.
Damit, dass Yoko einem Hund helfen möchte, der von seinen Peinigern zu Tode geprügelt wird, stellt sich ihr Leben, ...

Der Triller Yoko von Bernard Aichner nimmt den Leser von der ersten Seite an in Beschlag.
Damit, dass Yoko einem Hund helfen möchte, der von seinen Peinigern zu Tode geprügelt wird, stellt sich ihr Leben, wie sie es gewohnt war, vollkommen auf den Kopf. Schnell stellt sich heraus, dass diese Männer, die sie grausam vergewaltigen, der Chinesenmafia angehören, mit der man sich besser nicht anlegen sollte – was Yoko jedoch nicht davon abhält.
Als sie ihren Rachefeldzug beginnt, ahnt sie noch nicht, dass diese Leute vor nichts zurückschrecken und ihr alles nehmen, was ist ihr lieb und teuer ist. Die ehemalige Fleischerin hat die Fleischerei nach dem Tod ihres Vaters zu einer Glückskeksmanufaktur umfunktioniert. – Das Glück scheint ihr jedoch gerade nicht hold zu sein. Bald weiß sie nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann.
Die Geschichte ist sehr rasant und actiongeladen, Aichner spart nicht mit grausigen Details und sein Schreibstil ist faszinierend. Kurze, prägnante Sätze steigern die Dramatik.
Ich habe diesen Thriller kaum aus der Hand legen können und war über die vielen unvorhergesehenen Wendungen überrascht.
Es ist ein Pageturner, wie man ihn sich nur wünschen kann – absolute Empfehlung für Fans von Nervenkitzel bis ins Mark!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Atmosphärische Lektüre mit überraschenden Wendungen

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Das wunderschöne Cover von „Middletide – Was die Gezeiten verbergen“ von Sarah Crouch ist ein wahrer Eyecatcher.
Der Roman selbst ist sehr atmosphärisch verfasst, die Naturbeschreibungen und auch die ...

Das wunderschöne Cover von „Middletide – Was die Gezeiten verbergen“ von Sarah Crouch ist ein wahrer Eyecatcher.
Der Roman selbst ist sehr atmosphärisch verfasst, die Naturbeschreibungen und auch die Zeichnung der Charaktere ist der Autorin sehr gut gelungen, besonders Elijah hat für mich eine großartige Wandlung durchgemacht und ist an seiner Herausforderung gewachsen, erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen, was teilweise ein wenig beschwerlich war.
Hauptprotagonisten dieses Romans sind Elijah und Nakita. Elijah ist der kleingeistige Ort Point Ochards zu eng und er beschließt, sein Glück in der Stadt zu versuchen und seinen Traum Schriftsteller zu werden, zu leben. Er stellt dadurch auch seine Liebe zu Nakita in den Hintergrund.
Nach Jahren kehrt er mittellos in sein Elternhaus zurück, ein einziges Buch hat er geschrieben, das jedoch nur 47 mal verkauft wurde, dieses Buch, so unbedeutend es auch gewesen sein mag, könnte ihm jedoch zum Verhängnis werden. Elijas Vater ist mittlerweile verstorben, das Haus ist in schlechtem Zustand. Elijah beginnt das Haus zu reparieren und sich selbst mit dem Pflanzen von Obst und Gemüse über die Runden zu bringen, ein treuer Begleiter ist ein Freund seines Vaters, Chitto, der ihm hilft, sich wieder unter die Menschen zu wagen.
Naktita ist mittlerweile verwitwet, Elijah beginnt, sich ihr wieder anzunähern.
Als die Ärztin des Ortes hängend an einem Baum gefunden wird und sich die Hinweise verdichten, dass sie keinen Selbstmord verübt hat, gerät plötzlich Elijah unter Verdacht.
Dieser Roman, der durch seine realitätsnahen Naturbetrachtungen besticht, wächst sich zu einem Krimi gepaart mit einer zarten Liebesgeschichte aus und fesselt den Leser bis zum Schluss.
Ich kann diese mitreißende Lektüre nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Ein ziemlich realer Albtraum

Sweet Nightmare
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Das Cover zu „Sweet Nightmare“ von Tracy Wolff ist ein sehr edel und wunderschön gestaltet, der Farbschnitt dazu ist ohnehin ein Eyecatcher.
Wir checken ein in der Calder Academy, einer familiengeführten ...

Das Cover zu „Sweet Nightmare“ von Tracy Wolff ist ein sehr edel und wunderschön gestaltet, der Farbschnitt dazu ist ohnehin ein Eyecatcher.
Wir checken ein in der Calder Academy, einer familiengeführten Academy für paranormale Jugendliche, deren magische Fähigkeiten während ihrer Zeit auf der Academy geblockt sind. Hauptprotagonistin ist Clementine Calder, die Tochter der Direktorin. Sie träumt davon, irgendwann einmal die Insel, auf der die Academy ansässig ist, zu verlassen, was jedoch außer Reichweite zu liegen scheint, ihre Mutter ist strikt dagegen.
Als sie bei einem Literaturprojekt ausgerechnet mit Jude Abernathy-Lee eingeteilt wird, muss sie sich dem Jungen stellen, der einst ihr bester Freund war, bis er sie geküsst und seither geghostet hat.
Warum ist er nur so abweisend, andererseits versucht er immer wieder Clementine zu helfen und sie vor den Monstern zu beschützen, die im Keller der Academy gehalten werden.
Nachdem sich ein Sturm ankündigt, den selbst die Hexen mit ihrer Magie nicht bannen können, wird beschlossen, die Insel zu evakuieren und es bricht allgemeines Chaos aus.
Tracy Wolff schafft es, eine düstere Atmosphäre mit dunklen Wesen und Monstern zu erschaffen, tragische Elemente einzubinden, aber trotz allem auch witzige Dialoge zwischen den Protagonisten zu konstruieren, die das Buch auflockern und ihm ein wenig die Krallen stutzen.
Die Charaktere werden je nachdem vielschichtig dargestellt, Clementine ist die Tochter der Direktorin, die darunter leidet, dass sie oft härter bestraft wird als ihre Mitschüler, sie hat nur sehr wenige Freunde, was sich aber im Laufe des Buchs zum Positiven verändert.
Jude ist ein mysteriöser, undurchsichtiger Charakter, der trotz allem was Clementine über ihn zu wissen scheint, ein gutes Herz hat und der Clementine schützen möchte.
Das Ende des Buchs war toll gelöst und es macht natürlich schon Lust auf den zweiten Teil dieser Reihe – freue mich schon darauf.
Ich kann das Buch all jenen empfehlen, die düstere, magische, kämpferische Elemente mögen und in eine faszinierend konstruierte Welt eintauchen möchten!

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Manchmal muss man über seinen eigenen Schatten springen

Widder Willi will aber!
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Das Bilderbuch „Widder Willi will aber!“ von Romy Pohl besticht durch einen besonderen Wortwitz und ist gekrönt mit unglaublich tollen Illustrationen von Marta Balmaseda.
Der kleine Widder Willi ist manchmal ...

Das Bilderbuch „Widder Willi will aber!“ von Romy Pohl besticht durch einen besonderen Wortwitz und ist gekrönt mit unglaublich tollen Illustrationen von Marta Balmaseda.
Der kleine Widder Willi ist manchmal ganz schön widderwilli(g) – ganz besonders dann, wenn seine Hörner wieder zu wachsen beginnen und das ist scheinbar oft. Stur und egoistisch wie er ist, macht er es seiner Familie oft wirklich schwer.
Als er dann den kleinen Steinbock Hörnchen kennenlernt, trifft er quasi auf einen Gleichgesinnten. Die beiden haben ähnliche Probleme und verstehen sich gleich recht gut, sie sind kompromissbereit und versuchen „über ihren Schatten zu springen“.
Diese Geschichte eignet sich hervorragend als Lektüre für Kinder in der Trotzphase. Es hilft Kindern zu verstehen, dass es nicht nur ihnen so geht und auch so mancher Erwachsene kann überlegen, ob die vorgeschlagen Strategien zur Konfliktbewältigung so wirklich ausgeklügelt sind.
Auf jeden Fall ist das Ende genial!
Das Buch regt zum Schmunzeln an und ist einmalig grandios illustriert.
Unbedingt vorlesenswert!

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