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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Charmant, klug und überraschend – ein großartiger Jugendkrimi

Fräulein Renée und das kartografische Komplott
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„Fräulein Renée und das kartografische Komplott“ ist das erste Jugendbuch der Autorin Kaja Grimme. Schon das Cover des hochwertig gestalteten Buches mit Lesebändchen ist ein echter Hingucker und lässt ...

„Fräulein Renée und das kartografische Komplott“ ist das erste Jugendbuch der Autorin Kaja Grimme. Schon das Cover des hochwertig gestalteten Buches mit Lesebändchen ist ein echter Hingucker und lässt erahnen, dass die Geschichte in eine frühere Zeit entführt.
Der junge Dichter Caspar Schütze meldet sich auf eine ungewöhnliche Annonce bei der 17-jährigen Renée Graf als Chronist. Seine Aufgabe soll es sein, die Abenteuer aufzuschreiben, die Renée zu erleben gedenkt. Da Caspar selbst ein kleines Geheimnis mit sich trägt, lässt er sich auf ihre eigenartigen Bedingungen ein.
Das erste Abenteuer lässt nicht lange auf sich warten: In einem Forsthaus entdecken die beiden eine Leiche. Als sie jedoch wenig später ein dort liegen gebliebenes Notizbuch holen möchten, ist der Körper spurlos verschwunden. Mangels Leiche beschließen Renée und Caspar, auf eigene Faust zu ermitteln. Die Spuren führen sie schließlich zur ehrwürdigen Geographischen Gesellschaft Württemberg.
Kaja Grimme ist eine wunderbare, humorvolle Kriminalgeschichte mit äußerst liebenswerten Protagonisten gelungen, die beide ihre ganz eigenen Sorgen haben. Caspar ist ein introvertierter Dichter und Aromantiker, während Renée nur so vor Lebensfreude und Selbstbewusstsein sprüht. Gleichzeitig ist sie zum ersten Mal richtig verliebt und weiß nicht, ob ihre Gefühle erwidert werden.
Die unkonventionellen Ermittlungsmethoden und die humorvollen Dialoge sorgen immer wieder für witzige Momente, und die Handlung überrascht mit zahlreichen unerwarteten Wendungen. Die Auflösung kam für mich überraschend, wirkte im Nachhinein jedoch absolut schlüssig.
Von mir gibt es eine klare Empfehlung für diesen ungewöhnlichen Jugendkrimi, der zum Miträtseln einlädt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Detektive auf dem Birkenhof

Die Langohrbande
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Das Buch „Die Langohrbande“ von Traudl Bünger ist ein Kinderkrimi mit starkem Fokus auf das Thema Tierwohl.
Ella darf ihre Ferien gemeinsam mit ihren Freundinnen auf dem Birkenhof verbringen. Der Birkenhof ...

Das Buch „Die Langohrbande“ von Traudl Bünger ist ein Kinderkrimi mit starkem Fokus auf das Thema Tierwohl.
Ella darf ihre Ferien gemeinsam mit ihren Freundinnen auf dem Birkenhof verbringen. Der Birkenhof ist ein Gnadenhof, der von Claudine betrieben wird. Dort werden Tiere aufgenommen, aufgepäppelt und bekommen ein liebevolles Zuhause. Für Ella gibt es kaum etwas Schöneres, als beim Füttern und Versorgen der Tiere zu helfen.
Eines Tages wird eine schwer verletzte Henne auf Claudines Hof gebracht und damit beginnen die Probleme. Schon bald finden die Kinder heraus, woher die Henne stammt, denn ihr Besitzer fordert sie zurück. Claudine zahlt ihm schließlich einen ungewöhnlich hohen Preis, sodass die Henne vorerst gerettet ist. Doch kurz darauf verschwindet Claudines gesamtes Geld, das sie in einem Glas aufbewahrt hat. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Ella und ihre Freundinnen beginnen selbst zu ermitteln. Mit viel detektivischer Kleinarbeit machen sie sich auf die Suche nach dem Täter – und kommen ihm schließlich auf die Spur.
Das Buch erzählt eine warmherzige Geschichte, die Kinder behutsam an wichtige Themen wie Tierwohl, Freundschaft und Zusammenhalt heranführt. Auch wird deutlich, dass auf dem Birkenhof das Geld immer knapp ist. Gemeinsam mit ihren Eltern entwickeln die Kinder schließlich eine Idee: Für die Tiere sollen Patenschaften übernommen werden.
In die spannende Suche nach dem Täter werden diese Themen ganz nebenbei und sehr natürlich eingebunden. Besonders schön fand ich, wie engagiert sich die Mädchen für die Tiere einsetzen und mit wie viel Freude sie bei der Arbeit auf dem Birkenhof helfen.
Für mich ist „Die Langohrbande“ eine nette Geschichte, die Kindern wichtige Werte vermitteln kann. Zudem lässt sich das Buch leicht lesen und wird durch liebevolle Illustrationen aufgelockert.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

Liebe, Welpen und ein mutiger Neuanfang

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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Die Liebe trägt Gummistiefel, Band 2 der Lakeland-Love-Reihe von Alexandra Zöbeli, war mein erstes Buch dieser Autorin. Obwohl es sich um den zweiten Band handelt, fand ich problemlos in die Geschichte ...

Die Liebe trägt Gummistiefel, Band 2 der Lakeland-Love-Reihe von Alexandra Zöbeli, war mein erstes Buch dieser Autorin. Obwohl es sich um den zweiten Band handelt, fand ich problemlos in die Geschichte hinein. Alles, was man an Vorwissen benötigt, ist gut in die Handlung eingewoben.
Die Investmentbankerin Tess ist sehr erfolgreich in ihrem Job, bis sie sich bei einem Großkunden verspekuliert. Zusätzlich hat sie mit einem gesundheitlichen Problem zu kämpfen, und ein Kollege spielt ihr einen grausamen Streich. All das bringt sie dazu, einen Teil des Pennine Way zu wandern, obwohl sie vom Wandern eigentlich keine Ahnung hat.
Unterwegs trifft sie auf eine Mitwanderin, die in eine Notsituation gerät. Die Hilfe, die Tess anfordert, kommt ausgerechnet von Gregg, einem äußerst attraktiven Mann, der ihr außerdem dabei hilft, eine Unterkunft zu finden, nachdem wegen einer Messe sämtliche Zimmer ausgebucht sind. Schließlich kann Tess in einem alten Cottage unterkommen, das ihr die hochschwangere Fran vermietet.
Als Fran plötzlich ins Krankenhaus muss, verspricht Tess ihr, sich um ihre Tiere zu kümmern. Besonders die Welpen wachsen ihr schnell ans Herz. Und dann ist da natürlich noch Gregg, der nette Nachbar.
Zwischen den beiden beginnt es bald zu knistern. Doch Tess scheut eine Beziehung, da sie nicht weiß, wie es um ihre Gesundheit steht.
Die Geschichte ist eine wunderbare Lektüre für zwischendurch, in der Gefühle, Ängste und das Füreinander-Dasein eine große Rolle spielen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und überzeugen durch ihre Authentizität.
Wer romantische Geschichten mit Tieren mag, wird hier bestens unterhalten.
Von mir gibt es eine klare Empfehlung für gemütliche Lesestunden!

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 13.03.2026

Hexenchaos im Museum

Henriette Huckepack – Hokus Pokus Fidibus, was ist da im Museum los?
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Henriette Huckepack – Hokus Pokus Fidibus, was ist da im Museum los? von Andrea Lienesch ist der fünfte Band der humorvollen und wunderbar verhexten Reihe.
Henriette Huckepack besucht gemeinsam mit ihrer ...

Henriette Huckepack – Hokus Pokus Fidibus, was ist da im Museum los? von Andrea Lienesch ist der fünfte Band der humorvollen und wunderbar verhexten Reihe.
Henriette Huckepack besucht gemeinsam mit ihrer Tante Martha ein Museum, sehr zum Leidwesen von Martha, die diesen Ausflug sterbenslangweilig findet. Doch als sie eine Steintafel mit alten Hexenrunen entdeckt, werden plötzlich ihre Hexengeister geweckt. Schließlich hat sie diese Schriftzeichen einst selbst in der Hexenschule gelernt. Kaum hat sie die geheimnisvolle Inschrift entziffert, geschieht jedoch etwas Unerwartetes: Martha wird in eine Steinstatue verwandelt.
Wie soll Henriette diesen Bann nur wieder lösen? In Marthas Büchern findet sie schließlich einen Hinweis auf einen möglichen Zauber. Doch bei dem Versuch geht etwas schief. Statt Martha zu erlösen, erweckt sie die falsche Statue. Plötzlich steht die Junghexe Barbara vor ihr, eine Hexe aus dem Mittelalter, die seit 500 Jahren zu Stein erstarrt war.
Gemeinsam machen sich die beiden auf die Suche nach Barbaras Zauberstab und hoffen, dass sie Martha befreien können. Ob ihnen das gelingt? Zum Glück bekommen sie Unterstützung von einem kleinen Eichhörnchen und einer Fledermaus, die ihnen zur Seite stehen.
Die Geschichte ist wunderbar witzig und spannend erzählt. Besonders Henriettes lustige Wortverdreher sorgen immer wieder für ein Schmunzeln. Außerdem ist Henriette eine ausgesprochen technikaffine Hexe. Sie fliegt mit einem Flugstaubsauger und baut sogar ein Periskop, für das sich im Anhang eine Bastelanleitung findet.
Das Tüpfelchen auf dem i sind die liebevollen Illustrationen von Sabine Sauter, die die Geschichte durchgehend begleiten. Auch das Cover ist ein echter Hingucker: Figuren und Elemente sind glänzend hervorgehoben und erzeugen beim Bewegen des Buches einen tollen Effekt.
Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen, kann dank der angenehm großen Schrift aber auch wunderbar selbst gelesen werden.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Empfehlung für dieses zauberhaft-magische und herrlich lustige Hexenabenteuer!

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Wenn lila die Lösung aller Probleme ist

#PurpleVibes
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Nicole Mahne zeichnet in ihrem Jugendbuch #PurpleVibes das Porträt der fünfzehnjährigen Lynn. Seit einem traumatischen Erlebnis in der Straßenbahn kann sie enge Räume und Menschenmengen kaum noch ertragen. ...

Nicole Mahne zeichnet in ihrem Jugendbuch #PurpleVibes das Porträt der fünfzehnjährigen Lynn. Seit einem traumatischen Erlebnis in der Straßenbahn kann sie enge Räume und Menschenmengen kaum noch ertragen. Auf Anraten ihrer Therapeutin versucht sie jedoch, die Situation zumindest an der Haltestelle auszuhalten. Dort begegnet sie der coolen, vor Energie sprühenden Purple. Diese trägt ihre Persönlichkeit auch äußerlich nach außen: lila Haare, ein oversized T-Shirt und eine offene, mitreißende Art, die Lynn sofort in ihren Bann zieht.
Schon bald treffen sich die beiden Mädchen täglich an der Haltestelle und entwickeln eine Freundschaft, die für Lynn immer wichtiger wird. Mit viel Feingefühl und einer guten Portion Humor, sprachlich angehalten an Jugendsprache, begleitet die Autorin ihre Protagonistin auf dem Weg, über sich hinauszuwachsen und sich Schritt für Schritt ihren Ängsten zu stellen.
Das Buch liest sich fesselnd und kurzweilig; man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Themen sind klar auf die Zielgruppe zugeschnitten: Freundschaft, Herausforderungen und Ängste, der Mut, den eigenen Weg zu finden, sowie das Gefühlschaos, das viele Jugendliche kennen. All das wird authentisch und einfühlsam aufgegriffen.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

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