Überlebenskampf
Die RettungSo düster wie das Cover ist auch die Stimmung, in der man auf der einsamen Insel strandet. Sie passt aber zu der ganzen Geschichte. Dominic lebt schon seit 8 Jahren mit den Kindern auf der Insel und nun ...
So düster wie das Cover ist auch die Stimmung, in der man auf der einsamen Insel strandet. Sie passt aber zu der ganzen Geschichte. Dominic lebt schon seit 8 Jahren mit den Kindern auf der Insel und nun sollen sie aufs Festland umziehen. Vorher soll er noch aus dem Saatgutbunker ausgewählte Samen retten, die dort für den Katastrophenfall gelagert wurden. Für alle ist das Leben so weit draußen, zwischen Australien und der Antarktis, nicht leicht. Außerdem sind einige Dinge auf der Insel geschehen, von denen man erst im Verlauf der Geschichte erfährt, die für die Beteiligten belastend sind. In diese belastete Stimmung gerät dann die gestrandete Rowan. Die Charaktere sind sehr geheimnisvoll angelegt. Man hat von Beginn an das Gefühl, jeder hat was zu verbergen und man kann niemandem trauen. Dadurch, dass die Autorin immer nur ganz kleine Details auflöst, bleibt die Spannung von Anfang bis Ende erhalten. Sie schafft es sehr gut, die schroffe See, die dortige Tierwelt, das karge Eiland und das Leben darauf zu beschreiben. Dafür hat sie eine Recherchereise unternommen, denn für die fiktive Insel gibt es ein Vorbild. Mir hat sehr gut gefallen, dass am Anfang sehr viele Fragen aufgeworfen werden, die dann nach und nach beantwortet werden. Das Ende ist unvorhersehbar und es passiert dann ein bisschen zu viel auf einmal. Das Buch soll auf das Steigen des Meeresspiegel aufmerksam machen und dies wird hier plausibel dargestellt. Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, die Charaktere hätten noch etwas zugänglicher sein können, mir blieben sie ein bisschen zu unterkühlt, passt aber wieder zur Grundstimmung.