Cover-Bild Die Probe
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 22.07.2025
  • ISBN: 9783446285200
Katie Kitamura

Die Probe

Roman
Henning Ahrens (Übersetzer)

Wer wir füreinander sind und sein wollen – »Ein unheimliches Buch, so kühl, dass es heiß erscheint. Es hat sich in meinen Hirnwindungen festgesetzt wie eine Klette.« Lauren Groff

Zwei Menschen treffen sich zum Mittagessen in einem Restaurant in Manhattan. Sie ist eine gefeierte Schauspielerin, die für eine bevorstehende Premiere probt. Er ist attraktiv und beunruhigend jung. Was die Schauspielerin anfangs für den Annäherungsversuch eines Fans hält, nimmt bald eine erstaunliche Wendung: Xavier behauptet nämlich, er sei ihr Sohn – dabei hat sie nie Kinder bekommen. Als im selben Moment auch noch ihr Mann Tomas, ein erfolgloser Schriftsteller, im Restaurant auftaucht, wird ihr klar, dass Xavier ihr Leben aus den Angeln heben kann.
Katie Kitamuras psychologisch brillanter Roman stellt die Frage, wer wir füreinander sind. Ein Vexierspiel über den schmalen Grat zwischen Dichtung und Wahrheit.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2025

Leies, irritierend und sehr besonders

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Der Klappentext hat bei mir sofort Interesse geweckt: Eine Schauspielerin trifft auf einen jungen Mann, der behauptet, ihr Sohn zu sein. Das ist unmöglich – sie hat nie ein Kind zur Welt gebracht. Und ...

Der Klappentext hat bei mir sofort Interesse geweckt: Eine Schauspielerin trifft auf einen jungen Mann, der behauptet, ihr Sohn zu sein. Das ist unmöglich – sie hat nie ein Kind zur Welt gebracht. Und trotzdem beginnt diese Begegnung, in ihr etwas in Bewegung zu setzen.

Katie Kitamura erzählt in einem reduzierten, klaren Stil, ohne Anführungszeichen, mit viel Raum für Zwischentöne. Die Figuren bleiben oft auf Distanz, vieles wird nur angedeutet, verschoben oder umkreist. Als Leserin war ich immer wieder unsicher: Ist das, was ich lese, tatsächlich passiert? Oder nur gedacht, inszeniert, imaginiert?

Vor allem im zweiten Teil verschiebt sich die Realität spürbar. Man hat das Gefühl, in eine andere Welt geworfen zu werden – ohne Erklärung, ohne Rückblick. Das irritiert, aber es hat auch etwas sehr Reizvolles.

Ob mir das Buch gefallen hat? Ich bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher. Es hat mich nicht auf eine klassische Art berührt oder begeistert, aber es hat mich beschäftigt – und tut es noch immer. Es ist ein Buch, das sich nicht leicht einordnen oder abhaken lässt. Vielleicht ist genau das seine Stärke.

Die Probe ist ein leiser, irritierender und sehr besonderer Roman – einer, der sich konventionellen Erwartungen entzieht und gerade dadurch lange nachhallt. Lesenswert!

Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein eindrücklicher Roman, der teilweise etwas verwirrend wirkt.

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Katie Kitamuras Roman „Die Probe“ erzählt von einer berühmten Schauspielerin mittleren Alters, deren Alltag durch die Begegnung mit dem jungen Schauspielschüler Xavier aus den Fugen gerät. Xavier behauptet, ...

Katie Kitamuras Roman „Die Probe“ erzählt von einer berühmten Schauspielerin mittleren Alters, deren Alltag durch die Begegnung mit dem jungen Schauspielschüler Xavier aus den Fugen gerät. Xavier behauptet, ihr Sohn zu sein, obwohl die Protagonistin sicher ist, nie ein Kind bekommen zu haben. Diese verstörende Behauptung wirft sie aus der Bahn und zwingt sie, ihre Vergangenheit, ihre Ehe mit dem erfolglosen Schriftsteller Tomas und ihr Selbstbild zu hinterfragen. Kitamura inszeniert ein zunächst etwas seltsam anmutendes Kammerspiel, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Schein und Sein verschwimmen. Die Autorin legt dabei besonderen Wert auf die Ambivalenz und Offenheit der Erzählung: Was ist Interpretation, was Realität? Wer sind wir füreinander, und wie sehr bestimmen Erwartungen von außen unser Selbstbild. Die Atmosphäre ist von subtiler Spannung geprägt, die Figuren agieren wie auf einer Bühne, stets auf der Suche nach Authentizität und Wahrheit. Insgesamt ist Kitamuras Stil präzise und eindringlich, die Figurenzeichnung nuanciert, auch wenn die Atmosphäre teilweise etwas verwirrend wirkt. 

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Veröffentlicht am 20.07.2025

ein ruhiges, aber starkes Buch

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Das Buch „Die Probe“ wurde von Katie Kitamura geschrieben. Es geht um eine Schauspielerin, die sich auf ein neues Theaterstück vorbereitet. Dabei lernt sie einen jungen Mann kennen, der sagt: ...

Das Buch „Die Probe“ wurde von Katie Kitamura geschrieben. Es geht um eine Schauspielerin, die sich auf ein neues Theaterstück vorbereitet. Dabei lernt sie einen jungen Mann kennen, der sagt: „Ich bin dein Sohn.“ Doch sie weiß: Sie hat nie ein Kind bekommen.
Dieses Treffen bringt vieles durcheinander. Auch ihr Mann taucht wieder auf. Was ist echt? Was ist nur gespielt?

Das Buch ist ruhig geschrieben, aber trotzdem spannend. Man weiß nie genau, was wirklich passiert. Die Sprache ist einfach, aber mit viel Tiefgang. Es geht viel um Identität, also wer man ist, wie man sich vor anderen zeigt.
Das Buch lässt aber auch sehr viel Interpretationsspielraum zwischen den Zeilen offen - manchmal eine Spur zu viel für meinen Geschmack.

„Die Probe“ ist ein besonderes Buch. Es ist nicht laut oder voller Action. Aber es bringt einen zum Nachdenken. Von mir gibt es eine Empfehlung für das Buch.

Veröffentlicht am 25.09.2025

Verwirrend

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In Die Probe wird die Geschichte einer Schauspielerin mittleren Alters erzählt, die von dem jungen Schauspielschüler Xavier kontaktiert wird. Er glaubt, sie sei seine Mutter. Einige Hinweise scheinen das ...

In Die Probe wird die Geschichte einer Schauspielerin mittleren Alters erzählt, die von dem jungen Schauspielschüler Xavier kontaktiert wird. Er glaubt, sie sei seine Mutter. Einige Hinweise scheinen das zu bestätigen, doch die Schauspielerin weiß mit Sicherheit, dass sie nie ein Kind hatte. Trotz dieses Irrtums entsteht eine ungewöhnliche Verbindung zwischen den beiden, beruflich und zeitweise auch persönlich.



Die namenlose Hauptfigur bleibt bis zum Ende anonym, was irritiert, da alle anderen Figuren klar benannt werden. Besonders im Fokus stehen ihre Arbeit auf der Bühne sowie die ambivalente, aber von Zuneigung geprägte Beziehung zu ihrem Mann Tomas.



Der Schreibstil ist anspruchsvoll und erfordert etwas Geduld, entfaltet aber eine gewisse Sogwirkung. Insbrsondere fällt es oft schwer zuzuordnen wer gerade spricht. Leider verliert der Roman im zweiten Teil deutlich an Klarheit. Er wird zunehmend abstrakt, wodurch sich vieles nicht mehr erschließt.



Ein Buch mit spannendem Ansatz und atmosphärischer Dichte, dessen Potenzial sich letztlich jedoch nicht vollständig entfaltet.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Verwirrende Geschichte

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Zum Inhalt:
In einem Restaurant in New York begegnet eine berühmte Schauspielerin einem jungen Mann. Xavier, seines Zeichens Schauspielschüler, eröffnet der Schauspielerin, dass er ihr Sohn sein. Sie ist ...

Zum Inhalt:
In einem Restaurant in New York begegnet eine berühmte Schauspielerin einem jungen Mann. Xavier, seines Zeichens Schauspielschüler, eröffnet der Schauspielerin, dass er ihr Sohn sein. Sie ist sich aber sicher, dass sie nie ein Kind bekommen hat. Dann taucht auch noch ihr Mann in dem Restaurant auf und ihr wird klar, dass Xavier ihr gesamtes, bisheriges Leben aus den Angeln heben könnte.
Meine Meinung:
Durch die Begegnung mit Xavier beginnt die berühmte Schauspielerin ihr Leben zu hinterfragen, was ist wahr, was glaubt sie nur von ihrem Leben. Sie zeichnet ein Bild von ihrer Arbeit und Ehe, wirkt sehr präzise in der Erzählung, dennoch hat man immer wieder das Gefühl, dass man nicht weiß, was wirklich stimmt, denn die Wahrnehmung ihrer Familie und ihre eigene Wahrnehmung weichen von einander ab und es scheint so, als ob sie bei ihrer ganzen Schauspielerei sich selbst verloren hat. Das Buch ist nicht einfach zu lesen, denn man weiß oft selbst nicht, was denn jetzt gerade die Realität ist, aber es übt auch einen gewissen Reiz aus immer weiter zu lesen, obwohl man oft verwirrt ist.
Fazit:
Verwirrende Geschichte