Emotionale Spannungen einer dysfunktionalen Familie
Summer StormsIm Zentrum dieses Buches steht eine große Familienzusammenkunft nach dem Tod des Familienpatriarchen, bei der längst verdrängte Konflikte, Loyalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Gerade ...
Im Zentrum dieses Buches steht eine große Familienzusammenkunft nach dem Tod des Familienpatriarchen, bei der längst verdrängte Konflikte, Loyalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Gerade die Dynamiken zwischen den Geschwistern, die unter dem Einfluss des Vater doch ganz unterschiedlich erwachsen geworden sind bzw. wie Alice ( die Hauptprotagonistin), die sich dem frühstmöglich entzogen hat, mit dem anderen agiert, sind sehr schön ausformuliert. Die Charaktere sind allesamt sehr interessant angelegt, auch wenn ich so Einiges nicht ganz nachvollziehen konnte. Und so ginges mir auch mit der Atmosphäre, die auf der abgeschiedenen Insel aufgebaut wurde, sie war super interessant, hätte für mich aber noch mehr Potential gehabt.
Und damit komme ich auch schon dazu, warum mir dieses Familiendrama zwar grundsätzlich schon gefallen hat, es mich aber dennoch nicht ganz überzeugen konnte.
Denn so hübsch die sommerliche Atmosphäre auch ist, dem angekündigten Romance-Strang konnte ich nicht wirklich folgen, es wirkten an manchen Stellen doch sehr gezwungen/konstruiert. Und auch die "Auflösung" des Erbschaftsdramas fand ich eher mittelmäßig befriedigend. Ohne zu viel zu verraten, hätte ich nach einfach nach dem "Aufwand" , der für die Neuauflage der "Storms-Olympiade" betrieben wurde, einfach ein schlüssigeres Ende erwartet.
Alles in allem ein Familiendrama, das durchaus lesenswert ist und auch eine sommerliche Atmosphäre mit sich bringt. Dabei aber leider den Romance-Strang zu konstruiert verarbeitet, an manchen Stellen einfach zu gezwungen wird und auch am Ende nicht ganz zufriedenstellend abschließt.