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Veröffentlicht am 06.06.2026

Wonach riecht Sommer ?

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Eine Frage, die jeder irgendwie ein bisschen anders für sich beantwortet und doch schwebt meiner Meinung nach immer auch so ein bisschen der "klischeehafte" Duft von Lavendel in der Provance mit.
Gerade ...

Eine Frage, die jeder irgendwie ein bisschen anders für sich beantwortet und doch schwebt meiner Meinung nach immer auch so ein bisschen der "klischeehafte" Duft von Lavendel in der Provance mit.
Gerade dieses Buch zeigt aber mMn. auch, dass Düfte noch so viel mehr als nur z.B. das Gefühl von Sommer transportieren können.
Denn Timothee, einer der beiden Hauptprotagonisten hier entstammt einer Parfümdynastie und auch wenn er zum Anfang des Buches durch seine Abschlussprüfung fällt ( eine Szene, bei der ich mich zunächst noch etwas schwergetan habe in die Geschichte hineinzukommen) kann er das Thema auch nach seiner "Flucht" nach Cannes nicht ganz hinter sich lassen.
Denn da wäre auch noch Amber, eine aufstrebende Schauspielerin, die gerade zu den Filmfestspielen in der Stadt ist und ich verrate nicht zu viel ( es steht ja sogar schon im Klappentext) wenn ich sage, dass er durch sie wieder etwas mehr seine Leidenschaft für dieses Handwerk findet. Die beiden sind super sympathisch gezeichnet, auch wenn ich sie mir anfangs irgendwie noch etwas jünger vorgestellt hätte, aber manches wäre dann auch nicht mehr ganz realistisch gewesen. Auch das kleine Spannungselement, dass Ambers Exfreund sie nach wie vor nicht gehen lassen möchte und sie zeitweise richtig stalkt ist durchaus gelungen. Die "Nebenstränge" sind allesamt gut ausgearbeitet und geben einfach noch mal etwas mehr (atmosphärische) Tiefe. Und so ein paar Hinweise auf Dinge, die im zweiten Band noch wichtig werden könnten haben wir da ja auch schon...

Insgesamt eine schöne, sommerliche Lektüre in einem traumhaften Setting, das auch gut transportiert wird. Über das Cover und den Farbschnitt bin ich mit mir selbst zwar noch unentschlossen; es ist schon ein Eyecatcher, aber gleichzeitig für mich einfach schon fast zu rosa und das Wort ( auch mit dem Wissen, dass es sich mit dem zweiten Band ergänzen wird) auf der Seite wirkt etwas deplatziert, aber gut sowas ist ja auch ganz stark Geschmackssache.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Roman oder Sachbuch ? Auf alle Fälle nachhallend

Feine Risse
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Gleich vorne weg, bei diesem Buch handelt es sich um ein Werk, dass einen meiner Meinung nach nicht so schnell wieder loslässt, das mit seinen Gedankenansätzen und Fragen, die es aufwirft durchaus nachhallt.
Aber ...

Gleich vorne weg, bei diesem Buch handelt es sich um ein Werk, dass einen meiner Meinung nach nicht so schnell wieder loslässt, das mit seinen Gedankenansätzen und Fragen, die es aufwirft durchaus nachhallt.
Aber zunächst von ganz Anfang an. Die Schlichtheit des Cover hat mich gleich näher interessiert; gerade in einer Zeit, in der die Cover immer farbenfroher und ( so zumindest mein Empfinden) leider auch immer überladener sind, einfach eine tolle Abwechslung. Und auch das grundsätzliche Konzept des Buches; mehrere Kurzgeschichten bzw. Fälle aus Eva´s vergangenen Jahren als Strafverteidigerin hintereinander gegeschaltet und doch immer durch eine grobe Rahmenhandlung zusammengehalten, finde ich echt gut umgesetzt. Auch wenn ich nach wie vor nicht ganz einordnen kann, in welchem Genre wir uns befinden. Es fehlen irgendwie so richtige "Roman-Elemente", aber für ein Sachbuch ist es dann schon wieder zu erzählend...
Auf alle Fälle werden ganz unterschiedliche Facetten, die die Grenzen ( und auch Grauzonen) zwischen Moral, Recht und Wahrheit ausloten hier miteinander verwoben. Ich muss aber tatsächlich zugeben ( inwieweit das jetzt mit meiner allgemeinen [True-]Crime-Affinität zusammenhängt ist noch fraglich), dass mir manche Sachverhalte mal etwas zu vorhersehbar ( weil doch recht nah an bekannten Fällen) oder vereinzelt auch etwas sehr konstruiert vorkamen. Aber bei näherem Drübernachdenken und im Verlauf der Geschichte merkt man immer mehr, dass das ja auch gar nicht ausschließlich der Mittelpunkt der Handlung ist. Denn eigentlich geht es ja um Eva´s Reflexion und auch all die tiefgründigen Fragen nach Gerechtigkeit, Schuld, Verantwortung, Entscheidungen, die Strafverteidiger manchmal in Grauzonen operieren lassen. Eva als Hauptperson ist dabei wirklich toll herausgearbeitet, vielleicht hängt das auch mit dem Hintergrund der Autorin zusammen, aber insgesamt wirklich eine Protagonistin, die sehr gut gelungen ist ( auch wenn ich manche Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen kann) Allgemein werden so einige Punkte angesprochen, die sowohl Diskussions- als auch gesellschaftliches/öffentliches "Eskalationspotential" haben, was ich sehr fesselnd fand.
Eine Lektüre, die mich nicht so schnell wieder loslassen wird und mir auch einmal mehr gezeigt hat, dass ich all diese Themen zwar super interessant finde, charakterlich aber absolut nicht für einen Job wie Eva ihn hat geeignet wäre.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Idee gut, Umsetzung naja

Just Watch Me
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Der Klappentext hat mich hier sehr angesprochen und gerade auch die Erwähnung von "Black Mirror", das ich wirklich super interessant fand, hat mich dann noch etwas mehr dazu gebracht diese Geschichte lesen ...

Der Klappentext hat mich hier sehr angesprochen und gerade auch die Erwähnung von "Black Mirror", das ich wirklich super interessant fand, hat mich dann noch etwas mehr dazu gebracht diese Geschichte lesen zu wollen.
Atmosphärisch ist sie, zumindest zu Beginn auch noch super fesselnd, es erinnert tatsächlich ein wenig an "Black Mirror" und man fühlt sich in seiner "Beobachterrolle" teilweise echt schon ein bisschen unwohl. Leider verläuft sich das mit dem Fortschreiten der Geschichte weitestgehend.
Irgendwann fühlt man sich dann nur noch unwohl und auch das Verhalten der Hauptfigur wird mMn. immer unnachvollziehbarer. Anfangs trug mich noch die Hoffnung, dass ich in weiteren Verlauf noch verstehen würde, warum sie manches auf die eine oder andere Weise tut/ sagt, aber leider stellte sich der Punkt der Verständnis nicht wirklich ein. Und gerade bei so einem Buch hätte das für mich schon nochmal gewonnen, wenn es einfach tiefgreifender (und) emotional gewesen wäre. Ich verstehe, dass man in so einer Situation wie sie sie gerade durchlebt nicht immer rational und überlegt handelt, aber mit diesem Umstand alles rechtfertigen zu wollen ist meiner Ansicht nach falsch. Denn es wären ja Menschen um sie herum, die ihr helfen wollen würden, sie stößt sie aber (für mich weitestgehend grundlos) weg.
Und auch leider wirkt die insgesamte Handlung ab einem gewissen Punkt eher repetativ und nur noch "höher, schneller, weiter, absurder".

Alles in allem eine Idee und Stimmung aus der mal super viel machen hätte können, leider aber eine Hauptfigur geschaffen hat, deren Verhalten nur schwer nachvollziehbar ist und deren insgesamte Handlung für mich auch nur über die ersten Kapitel gut getragen hat.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Fassade fällt ? Eher schwebt.

Seven Rules For A Perfect Marriage
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Das Coverdesign hat mich in seiner Farbgestaltung gleich angesprochen und auch die Vögel, die mMn. so ein wenig an (Aas)Geier auf Kakteen in der Wüste erinnern ( besonders auch von den Gesichtszügn), fand ...

Das Coverdesign hat mich in seiner Farbgestaltung gleich angesprochen und auch die Vögel, die mMn. so ein wenig an (Aas)Geier auf Kakteen in der Wüste erinnern ( besonders auch von den Gesichtszügn), fand ich super witzig. Der Klappentext klang auch wie ein schönes Buch für zwischendrin, das die interessanten Fragen aufwirft: "Wie sieht die perfekte Influencer-Ehe hinter der Fassade aus ?" und "Beherzigen bzw. glauben und wenden Autor:innen von Ratgebern ihre Tipps eigentlich auch selbst an ?"
Eine Ausgangssituation, die also eindeutig Potential hat. Das wird zunächst auch echt ganz nett ausgenutzt, gerade auch durch die unterschiedlichen Kapitel aus beiden Perspektiven bekommt man (mehr oder weniger) einen guten Gesamteindruck und der Schreibstil trägt auch dazu bei, dass die Geschehnisse so vor sich hin plätschern, eine Geschichte also die zum auf der Terrasse sitzen und schmökern einlädt.
Und da sitzt glaub ich mein "Problem" mit diesem Buch. Ich finde irgendwie keinen richtigen Zugang zu den Charakteren, zu wenig tiefergreifende Konversation bzw. Emotion, dabei hätte man z.B. gerade aus dem Thema "Unerfüllter Kinderwunsch" so viel noch machen können.
Und auch der Abschluss kam mir dann irgendwie etwas zu sanft, zu unaufgeregt und auch etwas zu plötzlich vor. Ich freue mich natürlich, dass beide irgendwie ihre (berufliche) Erfüllung gefunden haben, aber ich hätte mir noch etwas mehr gewunschen. Ein bisschen mehr emotionales, aufarbeitendes Drama und weniger seichtes Drumherum Drucksen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Ausbaufähiger Auftakt einer Reihe

Strandopfer
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Die Stimmung, die schon vom Cover her ausging, diese düstere, (be-)drückende Atmosphäre hat mich gleich gepackt. Auch der Klappentext mit seiner Aussicht auf eine grenzübergreifende Ermittlungsarbeit, ...

Die Stimmung, die schon vom Cover her ausging, diese düstere, (be-)drückende Atmosphäre hat mich gleich gepackt. Auch der Klappentext mit seiner Aussicht auf eine grenzübergreifende Ermittlungsarbeit, (mindestens) zwei mysteriöse Todesfälle und eine Entführung, hat meine Neugierde noch mehr geschürt.
Leider habe ich mich dann aber sehr schwer getan in das Hörbuch hineinzufinden. Das lag glaub ich zunächst am Sprecher, dessen Sprachstil mir einfach nicht ganz zusagte, was sich dann im weiteren Verlauf soweit legte. Der viel größere Faktor war dann aber leider die Tatsache, dass mir die beiden Ermittlercharaktere über die gesamte Geschichte hinweg leider immer unsympathisch und unnahbar erschienen. Lena hält mit ihren Vorurteilen gegenüber das Land Polen und seine Bewohner mal gar nicht hinter dem Berg ( ich dachte ich hätte herausgelesen, dass sie auch in der Grenzregion aufgewachsen ist,...) und gibt sich auch scheinbar nicht wirklich Mühe diese Vorurteile zu widerlegen. Und sie jammert ständig, was ich als nicht wirklich angenehm zu hören empfunden haben, irgendwann wird dann das x-ten Wehklagen über ihre Herkunft und ihre Kindheit echt anstrengend. Aber Adam ist auch nicht wirklich besser; er wirkt auf mich schon etwas sehr bemüht darauf immer die Nase vorne zu haben ( Zusammenarbeit kenn ich irgendwie anders) und teils auch echt etwas verkrampft in seinem Verhalten, etwas mehr Empathie hätte sicher nicht geschadet.
Die Geschichte, die grundsätzlich erstmal spannend gestartet ist, gewinnt dadurch leider durch die grenzübergreifende Zusammenarbeit eher nicht, auch weil ab einem gewissen Punkt, das Gefühl aufkommt, dass sich die Ermittlungen sehr im Kreis drehen, einfach nur um noch Zeit zu schinden. Ich hab mich dann auch immer einfach nur berieseln lassen ohne wirklich noch mitzurätseln.
Abschließend ist die Auflösung dann einigermaßen okay, das Motiv kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, aber naja.

Ein Reihenauftakt, der alles in allem nicht wirklich meine Neugierde auf weitere Bände gelockt hat. Ich kann nur hoffe, dass die beiden Ermittlercharaktere sich vielleicht noch etwas mehr aneinander annähern und so besser zusammenarbeiten, dann drehen sich die Ermittlungen vielleicht auch nicht mehr so viel im Kreis bis es endlich zur Auflösung kommt.

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