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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Emotionale Spannungen einer dysfunktionalen Familie

Summer Storms
1

Im Zentrum dieses Buches steht eine große Familienzusammenkunft nach dem Tod des Familienpatriarchen, bei der längst verdrängte Konflikte, Loyalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Gerade ...

Im Zentrum dieses Buches steht eine große Familienzusammenkunft nach dem Tod des Familienpatriarchen, bei der längst verdrängte Konflikte, Loyalitäten und Geheimnisse an die Oberfläche kommen.
Gerade die Dynamiken zwischen den Geschwistern, die unter dem Einfluss des Vater doch ganz unterschiedlich erwachsen geworden sind bzw. wie Alice ( die Hauptprotagonistin), die sich dem frühstmöglich entzogen hat, mit dem anderen agiert, sind sehr schön ausformuliert. Die Charaktere sind allesamt sehr interessant angelegt, auch wenn ich so Einiges nicht ganz nachvollziehen konnte. Und so ginges mir auch mit der Atmosphäre, die auf der abgeschiedenen Insel aufgebaut wurde, sie war super interessant, hätte für mich aber noch mehr Potential gehabt.
Und damit komme ich auch schon dazu, warum mir dieses Familiendrama zwar grundsätzlich schon gefallen hat, es mich aber dennoch nicht ganz überzeugen konnte.
Denn so hübsch die sommerliche Atmosphäre auch ist, dem angekündigten Romance-Strang konnte ich nicht wirklich folgen, es wirkten an manchen Stellen doch sehr gezwungen/konstruiert. Und auch die "Auflösung" des Erbschaftsdramas fand ich eher mittelmäßig befriedigend. Ohne zu viel zu verraten, hätte ich nach einfach nach dem "Aufwand" , der für die Neuauflage der "Storms-Olympiade" betrieben wurde, einfach ein schlüssigeres Ende erwartet.

Alles in allem ein Familiendrama, das durchaus lesenswert ist und auch eine sommerliche Atmosphäre mit sich bringt. Dabei aber leider den Romance-Strang zu konstruiert verarbeitet, an manchen Stellen einfach zu gezwungen wird und auch am Ende nicht ganz zufriedenstellend abschließt.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Intensiver Roman, bei dessen Umsetzung es aber leider hapert

Die Dinner Party
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Die Covergestaltung und auch der Klappentext hatten mich wirklich sehr angesprochen, weswegen ich super gespannt auf diese Geschichte war, vielleicht war auch das eins der "Probleme", dass ich einfach ...

Die Covergestaltung und auch der Klappentext hatten mich wirklich sehr angesprochen, weswegen ich super gespannt auf diese Geschichte war, vielleicht war auch das eins der "Probleme", dass ich einfach sehr hohe Erwartungen hatte.
Denn die angekündigte Themensetzung rund um Beziehungen, Macht und die Verdrängung von Gewalt haben mich auf einen eindrücklichen und nachhallenden Roman vorbereitet, was leider nur teilweise zutraf.

Während die beklemmende Atmosphäre, die immer mehr aufgebaut wurde und auch die psychologische Grundidee mir wirklich sehr zusagte, wurde ich mit den Charakteren, insbesonders Fran nie wirklich warm.
Denn auch wenn durch die Ich-Perspektive ihrerseits eine gewisse Nähe erzeugt werden sollte, war die Erzählweise meiner Meinung anch an einigen Stellen doch sehr konstruiert und auch etwas sprunghaft zwischen den (zeitlichen) Ebenen. Dadurch wirkte es einfach nicht mehr natürlich, sondern zunehmend immer gekünstelter und verkrampfter.
Und leider waren auch Passagen dabei, die mich zwischenzeitlich wirklich viel Überwindung gekostet haben überhaupt noch weiter zu lesen. Dieser ganze "Arbeits-Smalltalk", der z.B. seitenweise ausgebreitet wurde hatte für mich einfach nicht wirklich einen Mehrwert.

Alles in allem ein Buch, das durchaus einiges an wichtigen Thematiken aufgreift und verarbeitet, dabei aber leider nicht durchgängig spannend bzw. fesselnd ist.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Sports Romance mit guter Balance

The Knock Out Contract
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Die Autorin verbindet in diesem Auftakt der Terms of Attraction Reihe echt viele gute Aspekte. Denn auch wenn die Grundstruktur der Handlung natürlich eher weniger überraschend ist, sie folgt dem, was ...

Die Autorin verbindet in diesem Auftakt der Terms of Attraction Reihe echt viele gute Aspekte. Denn auch wenn die Grundstruktur der Handlung natürlich eher weniger überraschend ist, sie folgt dem, was von einem Buch dieser Art erwartet wird, handelt es sich dennoch um ein sehr hübsch geschriebenes und amüsantes Buch.

Gerade die Mischung aus unterschiedlichen Elementen aus den Leben beider Hauptprotagonisten, macht nochmal eine ganz besondere Dynamik aus. Denn die Charakterzeichnungen sind nicht nur bei Parker und Lainey sehr gelungen, sondern auch die Nebenfiguren, wie Jemma ( von der der nächste Band ja auch noch mehr bringen wird) und Arthur habe ich gleich ins Herz geschlossen. Und auch wenn ich mir an manchen Punkten gedacht habe, dass ich persönlich wahrscheinlich anders gehandelt hätte, waren die Geschehnisse stets super authentisch.

Man gerät einfach super schnell in einen schönen Lesefluss, weil man wissen möchte, wann was jetzt wie rauskommen wird, welche Entwicklungen sich noch so ergeben und vor allem wie es nach diesem ( ich weiß nicht konkret, ob es diesen Trope tatsächlich gibt...) "Forced Proximity-Fake Dating" Trope weitergeht.

Insgesamt ein gelungener Auftakt, ich bin super gespannt auf Jemmas Geschichte und kann einfach nur hoffen, dass es genauso gefühlvoll weitergehen wird. ( Auch wenn ich gestehen muss, dass es mir an manchen Stellen doch schon fast etwas zu langsam voranging, ich hätte sie zwischendrin echt mal gern etwas in die richtige Richtung geschubst 😅) Und was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass das Boxen als Sport eher Rahmenbedingung und weniger stark Fokuselement war. Eher ungewöhnlicher für eine Sports Romance, meiner Meinung nach aber super angenehm.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Spannende, aber teils auch etwas zähe Themen

Die Liebeshungrigen
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Themen wie die Auswirkungen von Medien, von Machtgeflechten, der Einfluss von Beziehungen ( sowohl amourös als auch familiär, freundschaftlich oder beruflich) und damit häufig auch verbundene (emotionale) ...

Themen wie die Auswirkungen von Medien, von Machtgeflechten, der Einfluss von Beziehungen ( sowohl amourös als auch familiär, freundschaftlich oder beruflich) und damit häufig auch verbundene (emotionale) Abhängigkeiten empfinde ich als super interessant, weswegen mich dieses Buch sehr gereizt hat.
Die Autorin schafft es insgesamt diese Themen ist ein durchaus lesenswertes Buch zu verpacken, gerade die Verbindung von Privatem und Politischem ist gelungen. Ich muss aber tatsächlich sagen, dass ich trotz der wirklich guten Beobachtungen der Autorin, nicht völlig in die Geschehnisse eintauchen konnte. Es lag vermutlich an einer Mischung verschiedener Faktoren. Da wäre zum einen Mal der Schreibstil, der zwar in seiner Abgeklärtheit an einigen Stellen wirklich passend ist, so aber durchgehend auch eine Distanz erzeugt, die leider auch nicht durch die Charakterzeichnungen wieder etwas aufgehoben werden kann. Zu oft saß ich da und habe versucht die Entscheidungen der Figuren rational und auch emotional nachzuvollziehen und bin leider gescheitert, zu gestelzt wirkt es zeitweise. Zusätzlich blickte ich auch nicht immer ganz durch, wer jetzt wann in welcher Schriftart erzählte und wann zwischendrin auch von "Außen" erzählt wurde.

Alles in Allem ein durchaus interessantes Buch über sehr spannende Dynamiken, die für mich aber leider zu sehr in der Analyse, der Abgeklärtheit verschwunden sind und so etwas von ihrer erzählerischen Spannung verloren haben.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Macht Nähe glücklich ?

Weißer Sommer
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Eine Frage, die für mich einen zentralen Aspekt dieses Buches abdeckt. Denn neben dem großen Thema der ersten große Liebe und wie schnell sie kaputt gehen kann, schwingt über all die Seiten auch immer ...

Eine Frage, die für mich einen zentralen Aspekt dieses Buches abdeckt. Denn neben dem großen Thema der ersten große Liebe und wie schnell sie kaputt gehen kann, schwingt über all die Seiten auch immer der Aspekt der Nähe mit. Kann die alleinige Nähe zu einem bestimmten Menschen uns glücklich(er) machen ? Oder ist manchmal auch gerade die Distanz, das was zu einem späteren Zeitpunkt zu umso mehr Glück führen kann ?
Im Zentrum dieses Debütromans stehen Theo und Alma und ihre Beziehung, die zwischen unterschiedlichen Lebenswegen, Zweifel und der doch immer irgendwie mitschwingenden Zuneigung zueinander, zeitweise immer mehr an Halt verliert.
Eva Pramschüfer entfaltet all die inneren Spannungen und die Gefühle, die bei Beiden mal mehr und mal weniger auch verbal zum Vorschein kommen, sprachlich sehr schön. Gerade diese kleinen Veränderungen im Verhältnis zueinander, die unausgesprochenen Erwartungen und Hoffnungen und stets auch der Versuch sich bei all den Dingen trotzdem noch selbst treu zu bleiben, wurden für mich sehr eindrücklich.
Ein Buch, das mich wirklich sehr mitreißen konnte, gerade in seiner Konzentration auf die Wahrnehmungen der Beiden und die Fragen, die mal konkret ausgesprochen werden, mal nur mitschwingen. Denn es sind genau dieses Fragen, die ( so zumindest mein Gefühl) eigentlich jeder sich irgendwann mal stellt; hält man an einer Beziehung/ einer Person fest oder lässt man sie los ? Versucht man eher gemeinsam an Herausforderungen zu wachsen oder entscheidet man sich doch irgendwann dazu einen eigenen Weg ein zuschlagen ? Die Geschichte hallt für mich eindeutig nach...

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