Cover-Bild Die Liebeshungrigen
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 15.05.2026
  • ISBN: 9783423285223
Karine Tuil

Die Liebeshungrigen

Roman | »Eine Art Oper der modernen Zeit, in der die Liebe überall ist.« La Grande Librairie
Maja Ueberle-Pfaff (Übersetzer), Alexandra Baisch (Übersetzer)

»Eine Art Oper der modernen Zeit, in der die Liebe überall ist.« La Grande Librairie

Ein Jahr nachdem er den Élysée-Palast verlassen hat, ist der ehemalige Präsident Dan Lehman ein Schatten seiner selbst. Seine Ehe mit einer Schauspielerin ist nur noch Fassade. Er trinkt, wird in Gerichtsverfahren verwickelt und versucht mit einem Buch in die Medien zurückzukehren, während seine Frau die Rolle ihres Lebens spielt. Ihr Film ist ein Erfolg, wird für die Goldene Palme in Cannes nominiert. Und dort, in diesem Tempel des Kinos, in dem alles Illusion ist, vermischen sich Realität und Fiktion auf verheerende Weise.

Ein mitreißender Roman über die zerstörerischen Auswirkungen der Medienwelt auf Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen – aber vor allem über die Liebe.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein sehr interessantes Buch

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Die Liebeshungrigen ist ein sehr interessantes Buch mnit einem gut zu lesendem schreibstil, das mich durchaus beeindruckt hat. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand es spannend zu lesen, mal ...

Die Liebeshungrigen ist ein sehr interessantes Buch mnit einem gut zu lesendem schreibstil, das mich durchaus beeindruckt hat. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand es spannend zu lesen, mal in diese Welt aus Leidenschaft und gesellschaftlichen Zwängen einzutauchen.
Das Cover wirkt auf mich sehr elegant und intensiv. Es fängt diese spannungsgeladene, fast schon fiebrige Stimmung der Erzählung gut ein und macht neugierig auf die Abgründe der Charaktere.
Den Schreibstil finde ich sehr präzise und direkt. Karine Tuil schreibt fast schon analytisch, sodass man die Zerrissenheit der Figuren deutlich spürt. Die Sätze sind klar und treffen meist genau ins Schwarze, ohne dabei unnötig kompliziert zu wirken. Insgesamt ein intensives Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt und einen guten Einblick in Tuils Art zu schreiben gibt.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Die immense Macht der Medien

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Die Liebeshungrigen ist ein Liebesroman von Karine Tuil. Das 400-seitige Buch erzählt die Geschichte eines ehemaligen Präsidenten, dessen Leben nach dem Ausscheiden aus dem Amt turbulent verläuft.

Dan ...

Die Liebeshungrigen ist ein Liebesroman von Karine Tuil. Das 400-seitige Buch erzählt die Geschichte eines ehemaligen Präsidenten, dessen Leben nach dem Ausscheiden aus dem Amt turbulent verläuft.

Dan Lehman, ein jüdischer Ex-Präsident des Élysée-Palastes, kehrt nach seiner gescheiterten Wiederwahl in den Alltag zurück. Auch sein Liebesleben gerät aus den Fugen: Seine Ehe mit Hilde Müller, einer deutschen Schauspielerin, die für einen Film in Cannes nominiert wurde, steht in starkem Kontrast zu ihrem unbekannten Ehemann. Was Dan zusätzlich frustriert, ist, dass dieser Film auf einem Roman seiner Ex-Frau Marianne basiert.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, da ich die Grundidee originell fand. Es ist nicht nur ein Liebesroman, sondern behandelt auch tiefgründige Themen wie Politik, Ehe, Massenmedien und Feminismus. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass die Leser die Schicksale der einzelnen Charaktere nachvollziehen können. Obwohl sich manche Passagen etwas in die Länge ziehen, ist der Roman insgesamt sehr fesselnd. Ich glaube, die Darstellung der Macht der Medien durch die Autorin ist sehr realistisch; die immense Macht der Medien, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu formen oder das Leben anderer Menschen zu zerstören, sollte nicht unterschätzt werden.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Wenn Liebe zur Sehnsucht nach Anerkennung wird

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Karine Tuil schreibt in "Die Liebeshungrigen" mit einer Kälte, die nicht gefühllos ist, sondern hellwach. Ihr Roman seziert Menschen, die nach Liebe suchen und doch oft etwas anderes meinen: ...

Karine Tuil schreibt in "Die Liebeshungrigen" mit einer Kälte, die nicht gefühllos ist, sondern hellwach. Ihr Roman seziert Menschen, die nach Liebe suchen und doch oft etwas anderes meinen: Bestätigung, Einfluss, Bewunderung, einen Platz im Licht. Genau darin liegt seine Stärke. Tuil zeigt nicht das große Gefühl als romantische Erlösung, sondern als etwas Unruhiges, Hungriges, manchmal Beschämendes.

Besonders beeindruckt hat mich, wie sicher sie die Mechanik zwischen Innenleben und Außenwirkung beherrscht. Ihre Figuren wirken nie einfach sympathisch oder unsympathisch. Sie sind eitel, verletzt, klug, bedürftig, selbstgerecht, manchmal geradezu verloren — und dadurch erstaunlich glaubwürdig. Man erkennt in ihnen keine Helden, sondern Menschen, die sich vor anderen inszenieren und dabei sich selbst immer weniger entkommen.

Der Roman hat eine elegante Härte. Tuil schreibt präzise, ohne trocken zu werden, und sie vertraut auf Zwischentöne: auf Gesten, kleine Verschiebungen, Blicke, Machtverhältnisse, die nicht ausgesprochen werden müssen, um spürbar zu sein. Gerade diese Genauigkeit macht die Lektüre so intensiv. Nichts wirkt zufällig, und doch bleibt genug Luft für Ambivalenz.

Was "Die Liebeshungrigen" für mich besonders lesenswert macht, ist seine Gegenwärtigkeit. Das Buch erzählt nicht einfach von Beziehungen, sondern von einer Welt, in der Liebe, Ruhm, Jugend, Körper, Erfolg und moralische Haltung ständig miteinander verrechnet werden. Tuil hält dieser Welt keinen erhobenen Zeigefinger vor, sondern einen Spiegel — und der ist stellenweise unangenehm klar.

Ein kluger, scharf beobachteter und stilistisch sehr souveräner Roman. Nicht bequem, nicht gefällig, aber genau deshalb so stark. Für mich volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Machtkämpfe überall

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Ein Jahr, nachdem Dan Lehman, der fiktive linke Präsident mit jüdischen Wurzeln, nicht wiedergewählt wurde und gegen die Kandidatin der extremen Rechten verloren hat, kämpft er nach dem plötzlichen totalen ...

Ein Jahr, nachdem Dan Lehman, der fiktive linke Präsident mit jüdischen Wurzeln, nicht wiedergewählt wurde und gegen die Kandidatin der extremen Rechten verloren hat, kämpft er nach dem plötzlichen totalen Absturz noch immer ums Überleben. Seine zweite Ehe mit der deutschen Schauspielerin Hilda ist nach fünf Jahren nur noch Fassade, die Scheidung eine Frage der Zeit, zumal die attraktive Schauspielerin mit ihrem neuen Film auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angekommen ist. Kurioserweise beruht der Film auf dem neuen Roman von Marianne, Lehmans erster Frau, mit der er viele Jahre verheiratet war und drei Kinder hat. Er liebt seine Kinder sehr, auch die kleine taubstumme Tochter aus der Ehe mit Hilda. Er hat auch nie aufgehört, Marianne zu lieben und hofft, da wieder anknüpfen zu können, wo er die Beziehung einst beendet hat. Dan ist jedoch Alkoholiker, was einen Neuanfang zusätzlich erschwert und muss sich gegen diverse Anzeigen vor Gericht wehren.
Aus wechselnder Perspektive erzählt der Roman die Geschichte verschiedener Figuren und behandelt dabei nicht nur das Thema Liebe in all ihren Facetten, sondern vor allem auch die Machtkämpfe in allen Bereichen: in der Politik, in der Ehe und allen Beziehungen, in der Filmindustrie und im Literaturbetrieb. Die Autorin zeigt, dass sich Frauen in der Filmbranche besonders häufig gegen dominante übergriffige Männer wehren müssen. Sie macht außerdem deutlich, welche Macht die Medien ausüben, wenn sie Personen im Rampenlicht aufbauen oder Existenzen zerstören. So muss sich Dan Lehman nach seiner Wahlniederlage üble antisemitische Beschimpfungen gefallen lassen und hinnehmen, dass die von ihm geleistete Arbeit nichts mehr gilt. Angesichts dieser Thematik finde ich den deutschen Titel nicht besonders passend gewählt für einen Roman, der im Original “La guerre par d´autres moyens“ (Krieg mit anderen Mitteln) betitelt ist.
Ich kenne die Autorin schon seit vielen Jahren und habe auch ihren neuen Roman sehr gern gelesen. Ich empfehle ihn ohne Einschränkung.

Veröffentlicht am 22.04.2026

Die Liebeshungrigen

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Ein Buch, das mich total in den Bann gezogen hat, haben doch irgendwie die fiktiven Haupt-Protagonisten irgendwie eine Parallele mit der Realität. Dan Lehmann ist nicht mehr als Präsident von Frankreich ...

Ein Buch, das mich total in den Bann gezogen hat, haben doch irgendwie die fiktiven Haupt-Protagonisten irgendwie eine Parallele mit der Realität. Dan Lehmann ist nicht mehr als Präsident von Frankreich gewählt worden. Er fühlt sich leer und verloren an, betäubt sich in seiner vielen Freizeit mit Alkohol. Seine wesentlich jüngere zweite Ehefrau Hilda beginnt wieder mit ihrer liegengelassenen Filmkarriere und spielt die Hauptrolle in einem Film nach einem Buch, das Dans erste Ehefrau Marianne geschrieben hat. Seine kleine Tochter Anna, taubstumm, hängt sehr an ihrem Vater. Zu allem Unglück ist Dan auch noch in ein Gerichtsverfahren verwickelt. Seine Ehe besteht nur noch auf dem Papier und Hilda beginnt eine Affäre mit dem Regisseur des Films. Nun sucht Dan immer wieder den Kontakt zu Marianne und seinen drei Kindern aus dieser Ehe. Hier wird uns ganz klar und deutlich geschildert, was mit Menschen passiert, die die Macht hatten, voll in der Öffentlichkeit standen und das Sagen über eine ganze Nation hatten. Dan wird immer mehr zum Alkoholiker, schon in der Früh fängt er an zu trinken. Hilda feiert große Erfolge, aber auch ihr Glück scheint nicht vollkommen, denn de Regisseur ist ein bestimmender Mann, auch am Set hat er die Leute beschimpft und erniedrigt. Hier wird auch das Thema eheliche Gewalt, von der der Film handelt, angesprochen. Die Autorin versteht es total, die Emotionen der einzelnen Personen darzustellen, von Gewalt, Sucht, Gier, Ruhm, Übergriffigkeit aber auch vermeintlicher Liebe. Die Übersetzung aus dem Französischen ist sehr gut gelungen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kapitel aus der Sichtweise verschiedener Personen geschrieben sind und so dem Leser einiges offenbaren. Das Cover zeigt ein elegantes Paar. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

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