Denkanstöße und klare Haltung
Das, was da ist„Das, was da ist“ von Konrad Staisch richtet den Blick auf den Wert bereits vorhandener Materialien. Statt Neues zu kaufen, geht es darum, Bestehendes weiterzuverwenden – praktisch und als Haltung.
Das ...
„Das, was da ist“ von Konrad Staisch richtet den Blick auf den Wert bereits vorhandener Materialien. Statt Neues zu kaufen, geht es darum, Bestehendes weiterzuverwenden – praktisch und als Haltung.
Das Buch verbindet persönliche Beobachtungen mit grundsätzlichen Überlegungen zu Konsum und Ressourcen. Kapitel 3 widmet sich Materialien und Werkzeugen, Kapitel 4 enthält konkrete Anleitungen für Projekte. Die übrigen Kapitel sind stärker einordnend und reflektierend.
Gestalterisch setzt das Buch überwiegend auf einfache Zeichnungen und Schrittfolgen, die an einen comicartigen Stil erinnern. Die textlastigeren Kapitel sind entsprechend zurückhaltender umgesetzt.
Die Grundidee des Buches ist in sich schlüssig und gut nachvollziehbar. Für mich wirkte sie jedoch stellenweise sehr weit gedacht. Ich hatte eher alltagsnahe Upcycling-Ideen erwartet, während hier ein für mich ungewohnter Umgang mit teils bereits entsorgten Materialien im Mittelpunkt steht.
Gerade darin liegt sicher auch die Stärke des Buches: Es führt den Ansatz konsequent zu Ende und regt zum Nachdenken an. Gleichzeitig blieb es für mich persönlich auf Distanz, weil ich mich mit dieser Herangehensweise nicht wirklich identifizieren konnte.
Insgesamt ist „Das, was da ist“ ein Sachbuch mit klarer Haltung, das interessante Denkanstöße liefert – auch wenn es mich nicht vollständig abgeholt hat.