Cover-Bild Einstein im Bade
(5)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Kein & Aber
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Ersterscheinung: 09.02.2026
  • ISBN: 9783036995410
Daniel Mellem

Einstein im Bade

In Bad Nauheim führt Direktor Kleeberger sein Hotel Rastender Kranich seit Jahrzehnten als Refugium vor den Turbulenzen der Zeit. Die Ruhe droht gestört zu werden, als im Jahr 1920 im beschaulichen Kurort die Versammlung Deutscher Naturforscher mit über zweitausend Teilnehmenden ansteht. Die neue Relativitätstheorie hat die wissenschaftliche Gemeinde gespalten, und die beiden ärgsten Kontrahenten Albert Einstein und Philipp Lenard sind ausgerechnet im Rastenden Kranich einquartiert.

Kleeberger wittert eine Chance: Wäre es nicht die beste Werbung für sein veraltetes Hotel, wenn er den Streit dort schlichten würde? Doch hinter fachlichen Differenzen lauern ungeahnte Abgründe, und der Tee, der im Rastenden Kranich einst Bismarck in den Schlaf wiegte, wird kaum ausreichen, um die Gemüter zu besänftigen. Zwischen Schlichtungsversuchen und dem Bemühen, es allen Gästen recht zu machen, entgleitet Kleeberger nach und nach die Kontrolle über sein Hotel.

Mit Humor und erzählerischer Leichtigkeit lässt Daniel Mellem in einem ruheversprechenden Hotel Stammgäste und bedeutende Wissenschaftler aufeinanderprallen. Schnappen Sie sich ein Handtuch, und versuchen Sie, gemeinsam mit Einstein im Badehaus 3 zu entspannen!

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Wissenschaftliche Kontroverse trifft auf Kurort-Ruhe

0

Im Jahr 1920 steht Bad Nauheim im Zeichen der Versammlung Deutscher Naturforscher. Über zweitausend Wissenschaftler reisen an – darunter Albert Einstein und sein schärfster Kontrahent Philipp Lenard. Ausgerechnet ...

Im Jahr 1920 steht Bad Nauheim im Zeichen der Versammlung Deutscher Naturforscher. Über zweitausend Wissenschaftler reisen an – darunter Albert Einstein und sein schärfster Kontrahent Philipp Lenard. Ausgerechnet im traditionsreichen, etwas in die Jahre gekommenen Hotel „Rastender Kranich“ treffen die beiden aufeinander. Hoteldirektor Kleeberger wittert eine einmalige Gelegenheit für sein Haus – und verliert dabei zunehmend die Kontrolle über die Ereignisse.

Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich auch deshalb, weil mich der fachliche Hintergrund des Autors, den ich teile, neugierig gemacht hat. Besonders überzeugt hat mich jedoch die Atmosphäre: Der Roman fängt die Spannungen der Zeit ebenso ein wie die eigentümliche Mischung aus Kurort-Ruhe und wissenschaftlicher Aufbruchsstimmung. Zwischen Badehaus, Hotelflur und hitzigen Debatten entsteht ein lebendiges Bild einer Epoche im Umbruch.

Mit feinem Humor und erzählerischer Leichtigkeit verbindet Daniel Mellem historische Konstellation und literarische Freiheit. Die Figuren wirken plastisch, die Dialoge pointiert, und die wissenschaftlichen Kontroversen bleiben stets eingebettet in das menschliche Miteinander.

Ein klug komponierter, unterhaltsamer Roman, der historische Persönlichkeiten in einer dichten und zugleich augenzwinkernden Atmosphäre lebendig werden lässt – und mir sehr gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 10.02.2026

Interessant und unterhaltsam

0

Das Treffen deutscher Naturforscher in dem beschaulichen Kurort Bad Nauheim im Jahr 1920 ist für den Direktor des Hotels Rastender Kranich eine Chance, sein Hotel in aller Munde wiederzufinden. Im Streit ...

Das Treffen deutscher Naturforscher in dem beschaulichen Kurort Bad Nauheim im Jahr 1920 ist für den Direktor des Hotels Rastender Kranich eine Chance, sein Hotel in aller Munde wiederzufinden. Im Streit rund um die Relativitätstheorie von Albert Einstein, nimmt der Hoteldirekttor sich vor, die Kontrahenten Einstein und Philipp Lenard zu versöhnen, zumindest aber zu schlichten. So hofft er auf den besseren Stand seines in die Jahre gekommenen Hotels. Es geht turbulent zu in dem sonst für seine Ruhe bekannten und beliebten Erholungsort. Wir begegnen neben den Wissenschaftlern auch den Stammgästen mit ihren Macken. Und die Badeanstalten spielen eine nicht unwichtige Rolle in seinen Bemühungen.

Das Buch aus mir ausgesprochen gut gefallen. Das Treffen von rund 2000 Naturwissenschaftlerin hat tatsächlich stattgefunden und auch der Zwist um die Einsteinsche Relativitätstheorie ist real. Die Geschichte rund um den authentisch dargestellten Zeitgeist ist unterhaltsam und interessant aufgebaut. Die Örtlichkeiten in Bad Nauheim scheinen mir ebenfalls realistisch beschrieben. Mit seinem humorvollen Erzählstil und einer beeindruckenden Leichtigkeit hat der Autor mich überzeugen können. Gerne habe ich das Buch vorab gelesen und empfehle ihn Lesern, die an einem unterhaltsamen Buch mit historischem Bezug interessiert sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2026

Ein kluger Roman mit universeller Aussage

0

Als Naturwissenschaftlerin hat die Ausgangslage dieses Buch sofort mein Interesse geweckt: Die historische Bad-Nauheim-Debatte zwischen Albert Einstein und Philipp Lenard vom 23. September 1920 im Rahmen ...

Als Naturwissenschaftlerin hat die Ausgangslage dieses Buch sofort mein Interesse geweckt: Die historische Bad-Nauheim-Debatte zwischen Albert Einstein und Philipp Lenard vom 23. September 1920 im Rahmen der Versammlung der Deutschen Naturforscher bietet die Grundlage für eine fiktive Geschichte, erzählt aus der Sicht des Chefs des „Rastenden Kranichs“, eines bereits in die Jahre gekommenen Hotels, in dem neben den beiden Kontrahenten noch weitere Wissenschaftler untergekommen sind. Der „Rastende Kranich“ kann mit den modernen Hotels am Ort technisch nicht mithalten und sieht sich vor allem der Ruhe und dem Stil der alten Zeit verpflichtet, so dass Direktor Kleeberger mit sinkenden Buchungszahlen zu kämpfen hat. Da er sich dadurch Reklame für sein Haus verspricht, nimmt er sich vor, zwischen Einstein und Lenard zu vermitteln und diese dazu zu bringen, ihren seit längerem öffentlich ausgetragenen Streit beizulegen. Eher zweifelhafte Hilfe bekommt er hierbei vom langjährigen Stammgast Madame Hunderbrock, die ebenso exzentrisch wie scharfzüngig ist und für herrliche Momente sorgt.

Den Bemühungen Kleebergs zu folgen, hat mir beim Lesen großen Spaß gemacht: Kleeberger klammert sich an den alten Zeiten, in denen sein Hotel zu den ersten am Platz gehörte, fest, und übersieht die Zeichen des Niedergangs. Er verschließt die Augen vor der Beschwerden der Gäste über Küche und Zimmer, die er als Schrullen abtut. Das wirkt gleichzeitig rührend, traurig und unfreiwillig komisch. Geradezu Slapstick-Charakter haben die denkwürdigen Szenen im Badehaus 3, die ich mir ganz wunderbar bildlich vorstellen konnte. Wenn Kleeberger sich als Laie herausnimmt, mit den Nobelpreisträgern Einstein und Lenard über Physik zu debattierten, ertappte ich mich teilweise dabei, etwas Fremdscham für ihn zu empfinden. Aber möglicherweise war damals Physik noch etwas, was als allgemein greifbar und verständlich empfunden wurde. Heute würde sich wohl kein Laie mehr anmaßen, mit einem Nobelpreisträger in Physik fachlich diskutieren zu können.

Während der Dispute zwischen Lenard und Einstein wird klar, wie sehr in der wissenschaftlichen Grundsatzdiskussion zwischen klassischer Physik und Relativitätstheorie auch politische und rassenideologische Aspekte eine Rolle spielen. Die Wissenschaftswelt ist gespalten, ergreift Partei für die eine oder andere Seite. Philipp Lenard, Johannes Stark und ihre Anhänger treten vehement für eine „Deutsche Physik“ ein und wehrten sich entschieden gegen „jüdische“ Einflüsse. Kleeberger gerät zwischen die Fronten und in ihm reift eine wichtige Erkenntnis, die auch ein Appell an jeden Einzelnen verstanden werden kann. Damit ist „Einstein im Bade“ nicht nur ein sehr gelungener Roman, der mit feinem Humor Historisches und Fiktion vermischt, sondern besitzt auch eine sehr ernste, nachdenkliche Komponente, die leider aktueller denn je ist.

Ganz klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2026

Einstein vs. Lenard

0

Physik hat mir in der Schule nie Spaß gemacht, der Roman "Einstein im Bade" von Daniel Mellem dagegen schon!

Es war einmal in Bad Nauheim, dem Kurort im Wetteraukreis. Dort führt seit Generationen Familie ...

Physik hat mir in der Schule nie Spaß gemacht, der Roman "Einstein im Bade" von Daniel Mellem dagegen schon!

Es war einmal in Bad Nauheim, dem Kurort im Wetteraukreis. Dort führt seit Generationen Familie Kleeberger das Hotel Zum rastenden Kranich. Es ist beschaulich dort, das Hotel ist in die Zeit gekommen. Die Gästezahlen lassen spürbar nach. Doch dann findet in Bad Nauheim die Versammlung Deutscher Naturforscher mit über zweitausend Teilnehmenden statt. Alle Hotels müssen unentgeltlich Gäste aufnehmen. Unter anderen Gästen werden im Rastenden Kranich sowohl Albert Einstein als auch sein Konkurrent Philipp Lenard einquartiert. Kleeberger sieht als seine Aufgabe und Chance, den Streit zwischen den beiden zu schlichten. Seine Stammgäste darf er dabei natürlich nicht vernachlässigen.

Kleeberger ist schon ein besonderer Typ! In seinem Eifer um den Ruf seines Hotels als Oase der Ruhe stolpert er von einem Missgeschick in das nächste. Teilweise richtig komisch lässt uns der Autor an seinen Bemühungen teilhaben. Nebenbei erfahren wir auch einiges über das bisherige Leben des jetzt 68-jährigen Kleeberger. Seine Versuche, es allen recht zu machen sind wirklich gut beschrieben. Dazu bedient ich der Autor einer Sprache, die genauso aus der Zeit gefallen ist wie Kleeberger und sein Hotel. Er geht nicht durch das Foyer, nein ergeht durch das Vestibül! Allein diese Sprache macht den Roman zum Lesevergnügen! Dazu lernt nicht nur Kleeberger einiges über die Realivitätstheorie.

Den Kongress der Physiker hat es tatsächlich gegeben, die Handlung um die Personen ist Fiktion. Mir hat der Roman Spaß gemacht!

Eine Leseempfehlung auch für Nichtphysiker und 5 Sterne gibt es von mir für diesen unterhaltsamen Roman!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2026

Einstein

0

Einstein im Bade ist aus Sicht eines Hoteldirektors geschrieben, dessen Hotel im Schatten der großen Häuser in Bad Nauheim steht. Das mag am Namen liegen, der nicht gerade ein Grandhotel verspricht, oder ...

Einstein im Bade ist aus Sicht eines Hoteldirektors geschrieben, dessen Hotel im Schatten der großen Häuser in Bad Nauheim steht. Das mag am Namen liegen, der nicht gerade ein Grandhotel verspricht, oder auch daran das andere Häuser glamourösen sind. Nun gibt es aber eine Woche in der berühmte Wissenschaftler wie Einstein bei ihm zu Gast sind und von dieser Woche erzählt er uns.

Mit viel Humor berichtet er von den Eigenheiten seiner Gäste und gleichzeitig auch von der Geschichte seines Hauses. Die Sprache des Romans ist humorvoll und obwohl es keine spannende Geschichte gibt, schafft es der Autor uns mitzureißen, denn seine großartigen Figuren sprechen für sich selbst und machen dieses Buch zu einem reinen Lesevergnügen.

Ein wunderbarer Ausflug in die Welt von vor einhundert Jahren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere