Unbedingt das Nachwort lesen!
Die Hoteldetektivin"Die Hoteldetektivin" von Alexander Eden ist ein historischer Krimi, der im Jahr 1913 spielt.
Emma Stein arbeitet gemeinsam mit ihrem Vater als Hoteldetektivin im noblen Hotel Imperial in Berlin. Da ihr ...
"Die Hoteldetektivin" von Alexander Eden ist ein historischer Krimi, der im Jahr 1913 spielt.
Emma Stein arbeitet gemeinsam mit ihrem Vater als Hoteldetektivin im noblen Hotel Imperial in Berlin. Da ihr Vater immer vergesslicher wird, übernimmt sie immermehr seiner Aufgaben, damit er seine Arbeit nicht verliert. Eines Tages wird ein Hotelgast in seinem Zimmer tot aufgefunden. Die Polizei geht von Suizid aus, Emma hat Zweifel und rmittelt auf eigene Faust und bringt sich dabei selbst in Gefahr.
Teils fiktiv, teils an Realitäten angelehnt, schidert uns Alexander Eden das Geschehen in Berlin im Jahr 1913. Die Sprache ist leicht lesbar, die Charaktere werden bildhaft beschrieben. Emma, ihr Vater und auch Emil sind sehr sympathisch, der ermittelnde Kommissar ein Ekelpaket. Emma ist eine starke Frau, obwohl ihr ein strenger Wind entgegenweht. Die Story wird in der dritten Person aus der Sicht von Emma erzählt und lässt sich gut lesen, auch aufgrund der kurzen Kapitel. Die Spannung steigt langsam an, am Ende überschlagen sich dann die Ereignisse.
Die historischen Gegebenheiten erläutert Eden in einem sehr umfangreichen Nachwort, insgesamt ist der Krimi aber etwas zu sehr auf Kulinarik und ein wenig Wissenschaft reduziert. Ein Jahr vor Ausbruch des 1. Weltkriegs hätte von einem historischen Roman etwas mehr politische Hintergründe erwartet. Und: Gab es in Berlin 1913 tatsächlich schon soviel Staus von Autos, dass man sich ähnlich wie heute auf dem Rad nur gefährlich durchschlängeln konnte?
Wer einen leichten Krimi mit etwas historischem Hintergrund ohne allzu viel Politik sucht, wird diesen Krimi mögen. Für mich war es eine gute Abwechslung zwischen vom Inhalt eher schweren Büchern, daher gute 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung je nach Erwartungshaltung!