Amüsantes Kammerspiel - genial
Bad Nauheim im Jahr 1920. Die Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte führt zu vollen Hotels und prominenten Gästen. So weilen Max Planck und Philipp Lenard im „Rastenden Kranich“, auch Albert Einstein ...
Bad Nauheim im Jahr 1920. Die Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte führt zu vollen Hotels und prominenten Gästen. So weilen Max Planck und Philipp Lenard im „Rastenden Kranich“, auch Albert Einstein wird später Gast sein. Eine kleine Verwechslung zu Beginn treibt Hoteldirektor Kleeberger die Schweißperlen auf die Stirn und es kommt eins ums andere dazu, so dass sich der ehrwürdige Hoteldirektor, dessen oberstes Ziel es ist, dem Gast „Ruhe“ zu bieten. immer mehr verstrickt in Unannehmlichkeiten. Der Streit der Herren Einstein und Lenard um die Relativitätstheorie ist dann das I-Tüpfelchen.
„Einstein im Bade“ ist ein von Wortwitz geprägtes Kammerspiel, welches zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht. Der Roman ist unterhaltsam, geistreich und absolut lesenswert. Es war erstaunlich zu lesen, wie sich Hotelier Kleeberger immer wieder aus den unmöglichsten Situationen herauswindet, sich aber gleichfalls in neue hinein manövriert. Ein Hotelier der alten Schule, interessante Gäste und Physik - das alles vor der wunderbaren Kulisse der Kurstadt Bad Nauheim.