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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

fesselnd

Giftiger Grund
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Das Buch ist hauptsächlich aus 3 Perspektiven geschrieben. Charu, Joran und Edda. Drei Menschen aus verschiedenen Leben, die sich zufällig kennenlernen, deren Geheimnisse sie miteinander verbinden und ...

Das Buch ist hauptsächlich aus 3 Perspektiven geschrieben. Charu, Joran und Edda. Drei Menschen aus verschiedenen Leben, die sich zufällig kennenlernen, deren Geheimnisse sie miteinander verbinden und die sich gegenseitig Halt geben, bis jeder wieder bereit für sein eigenes Leben ist.

Das Buch hat einen guten Schreibstil, flüssig, der Situation und Person angepasst.
Ich wurde direkt in die Geschichte hineingezogen und nach dem letzten Wort wieder ausgespuckt.

Veröffentlicht am 26.02.2026

Feminismus

Funkenschwestern
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Mit "Funkenschwestern" ist Autorin Barbara Blaha ein leidenschaftliches Werk für den Feminismus gelungen. Sie zeigt, warum Gleichberechtigung nicht nur Frauen, sondern der gesamten Gesellschaft ...

Mit "Funkenschwestern" ist Autorin Barbara Blaha ein leidenschaftliches Werk für den Feminismus gelungen. Sie zeigt, warum Gleichberechtigung nicht nur Frauen, sondern der gesamten Gesellschaft zugutekommt.
Das Buch verbindet persönliche Beobachtungen mit politischen Analysen und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, und ist daher sehr vielschichtig und zeigt viele Blickwinkel auf das Thema, welche alle sehr leicht verständlich aufbereitet sind - inklusive vieler Beispiele.

Der Schreibstil ist wie erwähnt sehr verständlich, aber hat auch eine klare kämpferische Note, die gut zur Geltung kommt.

Kritisch könnte man anmerken, dass manche Argumente zugespitzt formuliert sind - es gibt keine neutrale Darstellung. In meinen Augen ist das aber durchaus so gewollt.

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt - von mir gibt es eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 24.02.2026

nicht überzeugend

Schwarzer September
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"Schwarzer September" von Sandro Veronesi konnte mich leider nicht überzeugen - auf Grund der Inhaltsangabe hatte ich eine komplett andere Erwartungshaltung an das Buch.

Sommer 1972 in Fiumetto ...

"Schwarzer September" von Sandro Veronesi konnte mich leider nicht überzeugen - auf Grund der Inhaltsangabe hatte ich eine komplett andere Erwartungshaltung an das Buch.

Sommer 1972 in Fiumetto an der ligurischen Küste. Der zwölfjährige Gigio interessiert sich vor allem für Spielzüge, Sport und die ersten Regungen des Erwachsenwerdens. Mit dem Einzug der dreizehnjährigen Astel in die benachbarte Strandkabine verschiebt sich Gigios Welt.

Das Buch wird vom Ich-Erzähler Gigio erzählt.

Die sportlichen Ereignisse der 1970er (Olypmische Spiele in München, Tour de France, Segel Wettkämpfe) nehmen einen leider viel zu großen Teil des Buches ein - wer interessiert sich für diese vielen Details heute noch? Ich zumindest nicht, aber das war auch vor meiner Zeit. Die eigentliche Geschichte, die ich mir erwartet hätte, hatte viel zu wenig Platz im Buch.
Auch sind mir die Protagonisten nicht wirklich sympathisch geworden.

Von mir gibt es daher keine Empfehlung - ich bin nicht überzeugt.

Veröffentlicht am 24.02.2026

Neustart im Alter

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
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Der Roman erzählt von Erika, einer Frau, etwas älter wie 60 Jahre. Erika und Jan sind seit Jahrzehnten verheiratet, ihre Ehe steckt im Alltagstrott. Während eines gemeinsamen Italienurlaubs gesteht ...

Der Roman erzählt von Erika, einer Frau, etwas älter wie 60 Jahre. Erika und Jan sind seit Jahrzehnten verheiratet, ihre Ehe steckt im Alltagstrott. Während eines gemeinsamen Italienurlaubs gesteht er, dass er eine Affäre mit einer deutlich jüngeren Frau hat. Dieses Ereignis erschüttert ihr bisheriges Leben - sie fällt aus allen Wolken. Sie überdenkt Beziehung, Alter, Begehren und Selbstwert.
"Was ist in meinem Alter noch üblich" - diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.

Der Einstieg in das Buch und die Thematik ist absolut gelungen. Jedoch verläuft sich das im Laufe des Buches etwas. Es wirkte immer mehr undurchdacht und verwirrend. Auch kam es zu zahlreichen Wiederholungen. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugend. Auch sind mir die beiden Protagonisten irgendwie fremd geblieben.

Mich konnte das Buch nicht so packen, wie ich es mir erwartet hätte.

Veröffentlicht am 13.02.2026

hat mich tief berührt

Zugwind
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"Zugwind" von Autorin Iryna Fingerova ist ein sehr eindringliches und tiefgreifendes Buch, welches mich vollkommen eingenommen hat beim Lesen. Der Titel ist absolut passend gewählt für das Buch, ...

"Zugwind" von Autorin Iryna Fingerova ist ein sehr eindringliches und tiefgreifendes Buch, welches mich vollkommen eingenommen hat beim Lesen. Der Titel ist absolut passend gewählt für das Buch, so auch das Cover.
Identität, Verlust, Entfremdung und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit werden in diesem Roman thematisiert. Auf eine sehr ehrliche, emotionale und warme Art und Weise werden diese Themen angesprochen, und dadurch berühren sie einem gleich noch mehr.
Mira Zehmann, Hausärztin in Deutschland ist die Protagonistin - eine Frau und Mutter, die einst Odessa verlassen hat. Der Kriegsbeginn in der Ukraine hat dann Spuren bei ihr hinterlassen. Sie ist zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen innerem Rückzug und äußerem Druck gefangen.

Von mir gibt es eine Empfehlung - der Schreibstil macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem - sehr ergreifend.