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Veröffentlicht am 19.02.2026

Magie durch Traumstaub und mittendrin eine junge Frau ohne Erinnerung

Tale of Sun and Night (Tale of Sun and Night 1)
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Seit 5 Jahren ist Lio eine Sklavin. An ihr vorheriges Leben hat sie keinerlei Erinnerungen mehr, nur Albträume die sie plagen. Sie wurde trainiert ihre Käufer zu töten, um so an deren Besitz zu kommen ...

Seit 5 Jahren ist Lio eine Sklavin. An ihr vorheriges Leben hat sie keinerlei Erinnerungen mehr, nur Albträume die sie plagen. Sie wurde trainiert ihre Käufer zu töten, um so an deren Besitz zu kommen und soll sich nun beweisen. Leider geht alles ganz schön schief und als sie an einen rätselhaften jungen Mann verkauft wird, ändert sich ihr Leben grundlegend.
Sie gerät zwischen die Fronten eines seit Jahren andauernden Konflikts zwischen Traumwebern und Sandmännern, die in der Lage sind durch Traumstaub Magie zu wirken.
Wer ist ihr Käufer Izan, warum werden beide von Sandmänner verfolgt? Wer ist Lio?


Mir hat der Start der Reihe gefallen.
Ich mag die Sprache sehr, es gibt für mich einige wirklich tolle Zitate, aber auch die geschaffenen Welt und die Charaktere können mich überzeugen.

Die Idee, das durch die Verbindung zu unserer Seele es Traumstaub gibt fand ich spannend. Durch Konsumieren dieses Traumstaubes kann man zum einen langsamer altern, aber vor allem das man durch Formen von Mandalas die Energie leiten, bestimmen und festigen kann fand ich toll.
Was man bisher darüber schon erfahren hat sorgt dafür, dass man sich gut in dieser Welter zurechtfindet.
Verschwundene Propheten, Krieg zwischen Nord und Süd, magische Wesen, Geheimnisse sorgen für einen gelungene Mischung hier.

Lio ist ein spannender Charakter, da sie keine Erinnerung mehr hat, nur Albträume und die Zeit ihrer Gefangenschaft alles andere als einfach war. Wie trotzdem anfängt sich wieder zu öffnen, vertrauen möchte fand ich gut geschrieben.
Izan finde ich einen tolle Hauptfigur, sehr mysteriös, der sehr verantwortungsbewusst und stark ist und um die er liebt kämpft.
Auch alle anderen Charaktere finde ich sehr gelungen.

Abzug gibt es, da mich gestört hat, das Lio ihre Kräfte per Mandalas in Kämpfen nicht immer von Anfang an einsetzt um
sich und andere zu beschützen. Dadurch geschehen Dinge, die für die Handlung so gewollt sind, wo ich mir aber eine andere Lösung gewünscht hätte.
Teilweise zieht es sich auch ab und an etwas, aber alles in allem hab ich den Roman gerne gelesen und nach dem Cliffhanger bin ich nun gespannt, wie es weiter geht.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Eine Schneiderin mit der zweiten Sicht und ihre Kundinnen

Das unglaubliche Talent der Bailey Dowery
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Bailey ist eine talentierte Schneiderin die davon träumt auch eigene Entwürfe anzufertigen. Als schwarze Schneiderin, 1954 in Oklahoma ist das nicht gerade einfach.
Sie arbeitet im lokalen Braut- & Abendmodegeschäft. ...

Bailey ist eine talentierte Schneiderin die davon träumt auch eigene Entwürfe anzufertigen. Als schwarze Schneiderin, 1954 in Oklahoma ist das nicht gerade einfach.
Sie arbeitet im lokalen Braut- & Abendmodegeschäft. Da sie die Gabe der zweiten Sicht besitzt, sieht sie deren Wünsche und Ängste, Dinge aus der Vergangenheit und der Zukunft, sobald sie jemanden berührt. Als sie eine der Bräute ansprach und diese Gabe offenbarte, kommt nun manch eine Dame der besseren Gesellschaft in den Laden und bittet Bailey um Rat.
So auch die Tochter des reichsten Ölbarons der Stadt. Bei Elsa offenbart sich ein Geheimnis mit dem Bailey nicht gerechnet hätte und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen diesen jungen Frauen.
Als ein Mann ermordet wird und Elsa verhaftet wird ringt Bailey mit sich, ob sie offenbaren muss, was sie sah und wie sie Elsa helfen kann.


Für mich ein wirklich toller Roman! Mir gefallen sowohl der Schreibstil und die Erzählweise der Autorin, wie auch die Handlung, die ich gut umgesetzt finde.

Den Zeitgeist der 50er, finde ich sehr gut umgesetzt. Die Rolle der Frauen damals aber auch immer noch die Klassenunterschiede zwischen Hautfarben finde ich gut umgesetzt.
All die Geheimnisse, die wahren Gefühle, die hinter den Masken vom falschen Lächeln hier zur Schau getragen werden, fand ich toll beschrieben.

Bailey hat mir unglaublich gut gefallen. Wie sie sich selbst auch Couturiére nennt und ihr bewusst ist wie begabt sie ist fand ich sehr schön erzählt. Ihr ist bewusst, wie schwer man es mit ihrer Hautfarbe hat, trotzdem versucht sie ihren Weg zu gehen. Wie hilfsbereit sie ist, wie sehr sie sich um andere Menschen sorgt und ihnen durch ihre Gabe zur Seite steht fand ich wunderbar geschrieben.
Auch wie sie mit der Gabe und was sie sieht teilweise hadert ist für mich verständlich. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Gabe haben wollte.
Elsa ist so wunderbar anders, als die Damen der weißen Oberschicht. Daher hat sie es aber auch unglaublich schwer und was wir im Laufe der Geschichte erfahren hätte ich so anfangs nicht erwartet.
Auch alle anderen Charaktere finde ich unglaublich gelungen.

Mir gefällt, wie sich manch eine weibliche Figur hier im Laufe der Handlung ändert, ihre Stimme findet und für sich einsteht.
Der Mord ist nicht das Fokusthema hier. Langsam bewegen wir uns auf diese Ereignis zu, erfahren wie die Protagonisten in den unterschiedlichsten Beziehungen zueinander stehen und wie es dazu kam.

Etwas Abzug gibt es von mir, da mir das Ende dann doch zu vorhersehbar war, unterschiedliche Themen dann ohne Probleme ihren Weg gefunden haben. Egal wie schön das ist und man sich es auch wünscht, ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der damaligen Zeit dann doch so einfach war.

Für mich eine Geschichte mit viel mehr Tiefe, als ich dachte.
Wen diese Themen interessieren bzw. nicht abschrecken, sollte sich den Roman auf jeden Fall mal anschauen.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Dystopie mit Spice

To Cage a Wild Bird
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Die Idee für diese Dystopie hat sich spannend angehört, leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

Spannend, dass es zu einem Bürgerkrieg kam, der durch nuklearen Einsatz beendet wurde und so ...

Die Idee für diese Dystopie hat sich spannend angehört, leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

Spannend, dass es zu einem Bürgerkrieg kam, der durch nuklearen Einsatz beendet wurde und so Dividium mit seinen 3 Sektoren gegründet wurde mit unterschiedlichen Klassensystem. Jedes Verbrechen, das der Rat als solches ansieht, führt zur Inhaftierung im brutalen Gefängnis Endlock. Das darin die „gesetzestreuen“ Bürger dafür bezahlen können Jagd auf die „Verbrecher“ zu machen war eine spannende Idee.

Raven macht alles, um ihren kleinen Bruder zu schützen, selbst als Kopfgeldjägerin arbeiten. Ich konnte nicht verstehen wie sie, oder die Rebellen der Meinung waren sie kann sich und weitere Personen aus Endlock rausholen. Für mich hat sie keinerlei hilfreiche Daten zu dem Gefängnis erhalten, die ihr im Vorfeld geholfen hätten sich einen Plan zu überlegen.
Vale hat seine Geheimnisse, aber ansonsten ist er von Anfang an von Raven angetan, macht alles, um sie zu schützen.
Bei beiden fehlen mir Ecken und Kanten. Der enemies to lovers Plot der beiden konnte mich leider nicht überzeugen. Irgendwie fahren sie von Anfang an aufeinander ab, obwohl man sich misstraut.
Spice kommt vor, fand ich aber ehr unpassend, in diesem Setting.
Auch die anderen Charaktere fand ich vielversprechend, mir hat aber oft Tiefe gefehlt.

Einiges in dieser Welt wird aufgedeckt, was ein schreckliches Bild zeichnet, wie hier Macht missbraucht wird.
Natürlich haben es die Jagten und das Ermorden in sich, aber trotzdem hat sich für mich die Handlung oft einfach gezogen.
Zu viel an diesem gefährlichen Gefängnis war verwunderlich, hat dafür gesorgt das Probleme leicht gelöst werden konnten ( z.B. Kameras, Zaun, … werden zum Stromsparen abgestellt). Wie man in diesem Gefängnis so offen über Flucht redet, obwohl man doch immer damit rechnen muss belauscht zu werden, vor allem da man sich den Zorn des Aufsehers so zugezogen hat, konnte ich nicht begreifen.

Ich sehe sehr viel Potential hier, aber überzeugen konnte mich dieser Band nicht, da mir die Handlung zu vorhersehbar war.
Leider ist mir alles zu einfach, zu oberflächlich gehalten. Da hatte ich mir mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Unausgesprochenes, Schuld und gibt es eine zweite Chance?

Die Reise der verlorenen Worte
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Janne ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der Post in der intern bezeichneten Abteilung für die Entschlüsselung magischer Briefgeheimnisse. Deren Job ist es unzustellbare Briefe versuchen an den Empfänger ...

Janne ist 33 Jahre alt und arbeitet bei der Post in der intern bezeichneten Abteilung für die Entschlüsselung magischer Briefgeheimnisse. Deren Job ist es unzustellbare Briefe versuchen an den Empfänger weiterzuleiten auch indem das Briefgeheimnis nicht für sie gilt und sie die Briefe öffnen und nach Hinweisen prüfen. Sie liebt diesen Job und geht darin auf. Das ist ihr Lichtblick in einem ansonsten einsamen Leben.
Ihr Leben ändert sich, als eines Tages ein Brief auf ihrem Tisch landet, der für ihren Großvater gedacht ist mit dem Hinweis er sei unbekannt verzogen. So muss sich Janne ihrer Vergangenheit stellen. Nach dem Tod ihrer Eltern kam sie zu ihrem Großvater und jahrelang lebten sie zusammen. Bis es zu einem Streit vor vielen Jahren kam und sie seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm hat. Nun begibt sie sich auf die Suche nach ihm und ist bereit sich ihrer Vergangenheit und hoffentlich auch ihrer Zukunft zu stellen.


Eine tolle Idee, die nett geschrieben ist und die ich gerne gelesen habe.
Wir wechseln zwischen der Gegenwart in der wir Janne begleiten und Rückblicken in ihre Vergangenheit.

Die Briefe die hier eingebaut wurden und die Schicksale dahinter haben mir sehr gefallen.

Janne ist ein spannender Charakter, der schon so unglaublich viel durchgemacht hat. Trotzdem konnte ich keine richtige Nähe zu ihr aufbauen, habe sie als außenstehende auf ihrer Reise begleitet. Toll hat mir gefallen, wie sie bei jedem Brief versucht ihn an den Empfänger zu bringen und nicht aufgeben möchte, wie sie teilweise die Schicksale berührt haben.
Den Großvater fand ich sehr spannend, da er sehr wenig gesprochen hat, man ihm aber seine Gefühle angemerkt hat. Diesen Auszug aus dem Roman finde ich sehr passend: „Der alte Mann, der schweigsam war, aber mit kleinen Gesten all das sagte, was er mit Worten nicht vermochte. Der alte Mann, der von Trauer und Schicksalsschlägen gezeichnet war, doch nicht von Gram und Verbitterung.“

Ein schöner Roman, der sich teilweise vielleicht etwas gezogen hat, der für mich aber eine schöne Geschichte über Verlust, Schuld, ungesagtes und hoffentlich eine zweite Chance erzählt.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Ein geplanter Diebstahl und dann kommen Gefühle ins Spiel

Royal Heist
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Darcy und ihr Bruder hatten es in ihrer Kindheit/Jugend alles andere als leicht. Ihre Mutter hat die Familie verlassen, nachdem es Anfeindungen wegen einem Ereignis mit den britischen Royals gab, und kurz ...

Darcy und ihr Bruder hatten es in ihrer Kindheit/Jugend alles andere als leicht. Ihre Mutter hat die Familie verlassen, nachdem es Anfeindungen wegen einem Ereignis mit den britischen Royals gab, und kurz danach verstarb auch noch ihr Vater.
So hatten es die Geschwister alles andere als leicht und zählen nun mit zu den besten Trickbetrügern der Welt. Gemeinsam mit ihrer Crew begehen sie Raubzüge, um so für Gerechtigkeit zu sorgen.
Als sie erfahren, dass Kronprinz Spencer auf der Suche nach einer Braut ist, um den Ruf der Monarchie zu retten, sehen sie ihre Chance gekommen. Endlich können sie sich rächen, dass die Royals ihre Familie zerstört haben.
Darcy nimmt eine andere Identität an und versucht das Rennen für sich zu gewinnen, um den Plan umsetzen zu können. Wäre da nur nicht sein Bruder Tristan, für den sie Gefühle entwickelt, die alles in Gefahr bringen können.


Dieser erste Band der Reihe hat mich sehr gut unterhalten und ich habe ihn gerne gelesen.
Leider endet er mit einem fiesen Cliffhanger.

Mir gefällt die Idee unglaublich gut und ich finde sie auch wirklich gelungen umgesetzt, dass wir hier eine Crew junger Leute haben, die sich für Gerechtigkeit einsetzen. Die modernen Robin Hoods finde ich ganz wunderbar beschrieben und ihr Zusammenhalt und ihre gemeinsame Arbeit finde ich toll umgesetzt. Die Spannung bei den Einbrüchen finde ich sehr gelungen und spannend erzählt.

Das mit der Royal family von England zu verbinden, die selbst so unglaublich viele Geheimnisse hat, hat mir gut gefallen.
Warum sich Darcy und ihr Bruder rächen wollen ist verständlich. Mir gefällt gut, das man im Laufe der Geschichte immer mehr erfährt was damals passierte, und wie die unterschiedlichen Protagonisten von einst mit den Geschehnissen umgehen.

Darcy finde ich toll, unterhaltsam und überzeugend angelegt.
Die Royal family, wie die Dynamik innerhalb der Familie ist und auch all die Geheimnisse fand ich toll und glaubhaft umgesetzt.
Vor allem gefällt mir Prinz Tristan unglaublich gut. Was er alles für seine Familie macht, was er alles auf sich nimmt, womit er lebt, was er als seine Pflicht ansieht, … Ein toll ausgearbeitet Charakter.
Wie sich Darcy und Tristan treffen, ihr Umgang miteinander und wie sich Gefühle die es nicht geben soll entwickeln fand ich toll geschrieben. Die Liebesgeschichte fand ich glaubhaft und gut geschrieben.

Für mich eine toller Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.
Tolle Idee und für mich eine gelungene Umsetzung mit tollen Charakteren, Spannung und einer schönen Liebesgeschichte.

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