Spanende Idee, die für mich Schwächen hatte
Blossom Chill: Verrat & SühneKikona und Demore befinden sich seit langer Zeit im Krieg. Um ihren kränklichen kleinen Bruder zu retten, entscheidet sich Eina zu einer lebensgefährlichen Mission. Anstelle Heilerin zu werden, soll sie ...
Kikona und Demore befinden sich seit langer Zeit im Krieg. Um ihren kränklichen kleinen Bruder zu retten, entscheidet sich Eina zu einer lebensgefährlichen Mission. Anstelle Heilerin zu werden, soll sie sich den Rebellen anschließen, an deren Blossom Chill Akademie sich ausbilden lassen und ein Attentat auf deren Prinzessin verüben.
So schließt sie sich einigen Flüchtlingen aus ihrem Land an, um die gefährliche Reise ins verfeindete Domore anzutreten. Von ihrem Hass getrieben die Domore endlich zu vernichten und die Ermordung ihres älteren Bruders zu rächen schafft sie es in die Akademie und muss erkennen, dass Jaxon, der Mörder ihres Bruders, kein anderer ist, als der Leiter der Akademie.
Bald schon muss sie nicht nur um Überleben zu kämpfen, sondern auch mit ihren Gefühlen für Jaxon und dem Wunsch eins der magischen Wesen der Demore, die Animan, würde sich an sie binden. Die magischen Wesen sind den Demore eine große Hilfe im Kampf gegen Kikona.
Mir gefällt die Grundidee gut, dass die Länder verfeindet sind, ein Attentat verübt werden soll und vor allem finde ich die Idee mit den Animan sehr gut.
So ganz konnte mich die Umsetzung dann aber nicht überzeugen.
Eina will ihren kleinen Bruder retten. Das ist verständlich. Ansonsten hat sie aber keinerlei Kampferfahrung und wie sie so eine Akademie überleben soll um es in die Nähe der Prinzessin zu schaffen und daher hat es mich verwundert, dass sie diesen wichtigen Auftrag ausführen soll. Ihre Gefühlsentwicklung konnte ich teilweise auch nicht ganz verstehen. Auf der einen Seite soll sie Jaxon hassen, als Mörder ihres Bruders, auf der anderen steht sie eigentlich von Anfang an auf ihn.
Gegen Ende kommt mir alles fast überstürzt vor, kommen sehr viele Ereignisse zu schnell hintereinander und auch da kann ich Eina und ihr Verhalten nur teilweise verstehen.
Mir gefällt unglaublich gut, wie hart sich Eina an der Akademie durchschlagen muss, wie sie für sich und andere Kikona einsteht. Ihre Familie ist bekannt und hat im Krieg hohen ansehen, vor allem ihr Vater als Kämpfer. Dadurch trachten ihr so einige nach dem Leben. Wie sie lernt zu vertrauen, Allianzen zu schmieden hat mir sehr gut gefallen. Auch das bei ihren Kämpfen für sie die Zeit stillzustehen scheint, sie die Bewegung ihrer Gegner in Zeitlupe sieht fand ich spannend und gut umgesetzt.
Wer ist Freund, wer ist Feind ist hier sehr undurchschaubar, da ja auch Eina jeden um sich herum belügt.
Jaxon ist sehr undurchschaubar. Das macht ihn zu einem spannenden Charakter.
Die Nebencharakter finde ich auch gut gelungen.
Die Animan, welche Verbindung sie zu ihren Auserwählten haben, welche magischen Fähigkeiten die Menschen durch sie bekommen, das sie in Gedanken teilen können, finde ich spannend in die Geschichte eingearbeitet.
Wie sich die Geschichte entwickelt, wer welches Spiel hier spielt, was Wahrheit und Lüge ist hat so viele Wendungen und Entwicklungen, dass es spannend ist.
Ich möchte nicht spoilern, daher nur grob, dass mich am Ende irritiert hat, wie ein Zusammentreffen zwischen Eina und einem Familienmitglied sich entwickelt. Da haben sich die Dinge für mich zu sehr überschlagen und mich auch irritiert.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, wo man sich fragt, was und wie geht es denn weiter?