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Veröffentlicht am 24.11.2018

Ein Hamburger Drama

Hamburg Schulterblatt
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Fee erzählt von der Geschichte

Die Freunde John, Tarek, Nils und Max erleben noch ein letztes gemeinsames Wochenende. In dem sie IHR Hamburg noch mal „erleben“. Ihre Lieblingsstätten und auch was Neues. ...

Fee erzählt von der Geschichte

Die Freunde John, Tarek, Nils und Max erleben noch ein letztes gemeinsames Wochenende. In dem sie IHR Hamburg noch mal „erleben“. Ihre Lieblingsstätten und auch was Neues. Es geht um viele Wahrheiten. Nichts ist nicht so, wie es scheint. Alles wird an diesem Wochenende schonungslos auf den Tisch gelegt.

Fee`s Meinung

Also ich habe das Buch relativ zügig ausgelesen. Wobei ich immer ein paar Tage Pause dazwischen hatte. Das Buch ist schonungslos brutal und teilweise sehr realitätsnah. Der Schreibstil ist so dass man es gut lesen kann. Ich bin auch sicher, dass ich andere Bücher des Autors – wenn ich sie kennen würde – schätzen würde.

Der Inhalt hier ist, nun ja, wie soll ich das sagen? Ein von „Tiefen“ geprägtes Buch. Die Stadt Hamburg bzw. ihre Politik wird heftigst kritisiert. Was ja auch ok, ist, denn nicht alles ist gut im schönen Hamburg! Linda erscheint mir als eine Märchenfigur, während alles andere, meiner Meinung nach, total real sein könnte.

Es ist nicht mein Buch. Leider. Ich lese gerne über Hamburg, auch die Kritik ist nicht das, was mich gestört hat. Es war einfach zu heftig, es kam auch zu viel und alles so geballt. Blöde ist vielleicht auch, dass es „einen Toten“ gibt und es war kein Krimi. Eher ein Drama. Eine Verfilmung würde ich mir nie ansehen, aber ich glaube, die wäre ein Erfolg. Das ganze Buch ist geprägt von Dramatik. Und wieder einmal bewahrheitet sich: Geld macht nicht glücklich.

Was auch noch gestört hat, vieles wurde dann nur umrissen und ging dann nicht tiefer. So nach dem Motto: Früher war alles besser. Auch gab es einige Klischees, die mir nicht gefielen. Und die Charaktere im Buch fand ich total unsympathisch, teilweise sogar abstoßend und manchmal „dumm“. Die Protagonisten haben alle eine gute Schulbildung und benehmen sich teilweise so daneben. Der Leser konnte auch kein „Verhältnis“ zu den vier Freunden aufbauen, sie blieben einem fremd. Ich hatte kein Mitleid, ich fand es einfach nur schrecklich, brutal und abstoßend. Und daher war es nicht mein Buch. Bei diesem Buch würde ich denken, es ist eher ein „Männer“-Buch. Was nicht heißt, dass ich „Frauen“-Bücher liebe! Natürlich gab es in diesem Buch auch Ironie, nur war sie nicht immer ersichtlich. Und es war sprunghaft und ging immer wieder in die Vergangenheit. Es dauerte ein Weilchen, bis man die Protagonisten erkannte und wusste, ah ja, das ist der und der.

Es gab zwei – für mich total überraschende – Highlights in dem Buch, wenn man das so benennen möchte. Leider kann ich sie hier nicht hinschreiben, weil ich nicht den Inhalt verraten möchte. Ich sage nur, die Begegnung von John und seinem – für mich – irren Vater und dann noch der, der gestorben ist.

Das Cover ist sehr interessant. Es macht neugierig. Vor allem, weil die Augen nicht mehr zu sehen sind. (Und jetzt – nach dem Lesen des Buches – finde ich es noch passender! Denn ich wurde mit den Protagonisten nicht warm, sie blieben mir fremd und unerklärlich.) Und so dunkel und im Hintergrund der Stadtplan von HH und das Gebäude (das ich irgendwie nicht wiedererkenne, menno!!) Innen 2 mal das Wappen von HH, schön. Praktisch finde ich, dass man es so in die Tasche stecken kann. Es ist klein genug und nicht zu schwer, um es überall mit hinzunehmen. Kann man ideal in der Bahn lesen oder beim Arzt im Wartezimmer. Leider etwas klein geschrieben, so dass man seine Lesebrille mitnehmen sollte. So, die düstere Stimmung kommt wirklich gut rüber. Eins der besten Cover von 2018!

Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Orte. Ich habe vieles in Hamburg wieder erkannt. Also der Lokalkolorit war auf jeden Fall da und das fand ich das Highlight des Buches. Auch das nächtliche Hamburg finde ich sehr gut getroffen und das Kopfkino kann sich das vorstellen. Und wenn ich so darüber nachdenke, wenn der Autor einen Krimi schreiben würde, mit so viel Lokalkolorit wäre ich – zumindest – total begeistert.

Fees Fazit

Lange habe ich überlegt, wie ich das Buch bewerten soll. Dann habe ich mir angesehen, wie ich die Sternevergabe dieses Jahr gestaltet habe und habe es mit ein, zwei und drei Sterne Rezis verglichen. Also ich hab dieses Jahr schon deutlich schlechteres gelesen, aber auch deutlich besseres. Daher ist das Buch absolutes Mittelfeld. Von daher gebe ich zwar keine Fee-Empfehlung, aber 3 Sterne. Ich bin sicher, es gibt durchaus Leser, die dieses Buch schätzen werden, daher möchte ich diese nicht abschrecken mit meiner Bewertung.

Veröffentlicht am 18.11.2018

Jetzt durfte ich es auch verstehen

Mit Ayurveda gegen Stress
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Fee zum Buchinhalt

Die Autoren erklären in dem Buch „Mit Ayurveda gegen Stress“ die Grundlagen des Ayurveda, so dass man die indische Gesundheitslehre auch versteht. Es gibt einen Fragebogen, sehr viele ...

Fee zum Buchinhalt

Die Autoren erklären in dem Buch „Mit Ayurveda gegen Stress“ die Grundlagen des Ayurveda, so dass man die indische Gesundheitslehre auch versteht. Es gibt einen Fragebogen, sehr viele hilfreiche Tipps, Yogaübungen, Rezepte und vieles mehr.

Fee zum Buch

Also ich finde, das ist ein rundum gelungenes Buch. Als ich nämlich das Buch gelesen habe, fiel mir wieder ein, dass ich schon viele Bücher über Ayurveda gelesen habe, aber irgendwie nicht verstanden habe! Das ist nämlich das große Problem, dass man oft zugeknallt wird, mit allem möglichen und steht dann vor einem Berg und hört dann auf zu lesen oder vergisst es wieder (wie in meinem Fall) oder sagt, das ist nichts für mich.

Bei „Mit Ayurveda gegen Stress“ habe ich endlich verstanden, was Ayurveda ist und was man gegen Stress und die Unbilden des Lebens tun kann. Ich finde die Tipps sehr hilfreich. Das mit dem warmen Wasser habe ich schon des Öfteren gemacht und das wirkt auch sehr gut. Nun weiß ich, dass ich schon ein kleines bisschen Ayurveda praktiziert habe.

Ich habe auch viel Neues gelernt, unter anderem, dass man sich erst mit „warmem“ Öl einreiben soll und dann erst duschen. Das finde ich ein guter Ansatz und werde ich natürlich ausprobieren. Die Idee ist wirklich so gaaaaaaaaanz anders, wie ich das kenne. Auch sonst sind einige Tipps drin, die ich nun so beherzigen werde.

Das Buch ist wirklich sehr schön aufgemacht. Es gibt viele unterlegte Tipps, dazu die Seiten mit dem Stresstest, schöne, beruhigende Bilder, alles wunderbar gegliedert und erklärt. Es liest sich auch sehr gut, der Schreibstil ist wunderbar erzählend und so habe ich das an mehreren Abenden abends im Bett gelesen und konnte danach gut einschlafen. Und falls ich mal nicht schlafen kann, mache ich mir die Ayurvedische Milch.

Natürlich werde ich das Buch jetzt nicht zur Seite legen, aber ich werde so nach und nach einige Tipps weiter ausprobieren und testen, was mir gut tut. Ich habe sehr, sehr viel Neues gelernt. Mir haben z. B. auch die Atemübungen besonders gut gefallen. Einige der Yogaübungen habe ich auch schon probiert und man kann sie sehr gut mit dieser Buchanleitung zuhause machen.

Das Cover

Dieses Buchcover gefällt mir sehr gut. Stress ist eigentlich rot, aber hier in Pink und das stresst dann doch weniger. Auch der Softcover Einband und die ganze Aufmachung gefällt mir sehr gut. Inzwischen habe ich den Verlag Königsfurt-Urania auf meiner Lieblingsliste der Verlage. Denn ich bin sooooooo begeistert von den Themen und Aufmachungen. Das Buch selber ist so toll gegliedert, dass man auch wenn man Sachen nachlesen möchte, alles wieder findet. Das Cover bekommt eine 1 mit Sternchen.

Fees Fazit

Ein rundum gelungenes Gesundheitsbuch. Jeder sollte das vorbeugend ausprobieren, bevor er Burnout oder sonstige stressbedingte Krankheiten bekommt. Aber auch wenn man schon krank ist, ist dieses Buch sehr hilfreich. Leider kann man nur 5 Sterne geben, hier würde ich gerne 10 Sterne vergeben und natürlich meine Empfehlung.

Veröffentlicht am 18.11.2018

Klaudia macht das!

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Fee erzählt von der Geschichte

Erst mal dürfen alle helfen beim Wurst machen. Klaudia Wagner gefällt dies nicht, aber glücklich ist sie auch nicht, als es dann einen neuen Fall gibt. Ein Verletzter und ...

Fee erzählt von der Geschichte

Erst mal dürfen alle helfen beim Wurst machen. Klaudia Wagner gefällt dies nicht, aber glücklich ist sie auch nicht, als es dann einen neuen Fall gibt. Ein Verletzter und dann noch ein Toter.

Es ist der 3. Fall der Serie um Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner. Man kann das Buch ohne Vorgängerromane lesen, da die einzelnen Bände abgeschlossen sind. Allerdings gibt’s einiges zu Klaudia, das man erst erfährt, wenn man die Vorgängerbände liest. Ich kannte den 2. Fall schon.

Fees Meinung

Schreibstil

Wie immer gefällt mir der Schreibstil sehr gut und ich bin gleich in der Geschichte drin. Ich möchte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, da geht es mir wie bei Band 2.

Charakter

Zumal ich einige der Charaktere kenne und auch gut leiden kann. Es ist immer ein schönes Wiedersehen. Schade finde ich nur, dass Klaudia irgendwie immer leiden muss und auch in diesem Band kommt sie nicht ganz glimpflich davon.

Cover

Das Cover passt wunderbar zu den zwei Vorgängerbänden und ist sehr passend für das Buch, denn es spielt um eine Brücke herum. Auch der Wald und die Landschaft ist irgendwie schön, allerdings auch etwas mysteriös. Der Titel mit der Rache passt auch zum Roman. Der Rückentext verrät nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich würde dem Cover eine 1 geben.

Spannend

Das ganze ist von Anfang an sehr spannend und ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Mörder oder die Mörderin war. Christiane Dieckerhoff hat das sehr geschickt gemacht und so war das echt ein superspannender Krimi, der sehr aufregend war und keine Langeweile zu ließ.

Regionalkolorit

Die Landschaft ist wie immer sehr schön beschrieben und macht Lust auf Urlaub im Spreewald.

Fees Fazit

Ich finde, auch in diesem Krimi hat Christiane Dieckerhoff alles richtig gemacht. Auch Teil 3 dieser Serie ist sehr empfehlenswert und macht schon wieder Lust auf Teil 4. Wie auch bei Teil 2 kann ich den Krimi sehr empfehlen. 5 Sterne und ich freu mich, wenn es mit der Serie weiter geht.

Veröffentlicht am 08.11.2018

Sylter Frangiflutti

Wellenbrecher
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Fee erzählt von der Geschichte

Mamma Carlotta trifft eine gute Freundin wieder. Diese Freundin hat mit ihrem Mann auf Sylt ein Hotel aufgemacht. Das Frangiflutti. Ihre Enkelin macht dort eine Ausbildung. ...

Fee erzählt von der Geschichte

Mamma Carlotta trifft eine gute Freundin wieder. Diese Freundin hat mit ihrem Mann auf Sylt ein Hotel aufgemacht. Das Frangiflutti. Ihre Enkelin macht dort eine Ausbildung. Leider gibt es in dem Zusammenhang mit dem Hotel einige Tote. Daher darf Mamma Carlotta mit der Staatsanwältin nach Italien fliegen.

Fees Meinung

Also momentan ist eine meiner Lieblingsserien Mama Carlotta von Gisa Pauly. Dazu muss ich sagen, ich hätte sie nicht entdeckt und mich näher mit ihr befasst, wenn sie nicht aus Gronau wäre. Das hat mich neugierig gemacht. Und nun bin ich Fan der Serie, kenne bisher wohl alle Teile, die meisten als Hörbuch, weil mein Mann mithört und warte nach jedem neuen gelesenen Band ungeduldig auf das Nächste Buch und hoffe, dass weder Gisa Pauly noch Mamma Carlotta in Rente gehen.

Cover

Irgendwie finde ich das Cover echt schön. So das Meer, die Nordsee, die Riesen-Möwen. Der Rettungsring und die Welle, die da gebrochen wird. ? Ich finde, der Titel passt wunderbar zum Buch. Das Cover bekommt von mir eine 1.

Schreibstil

Wie immer schreibt Gisa Pauly sehr unterhaltsam. Das Buch wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es gibt immer wieder was Neues. Und klar man freut sich immer, wenn man mehr über die Charaktere erfährt.

Charaktere

Die meisten Charaktere kennt man ja schon, dank der ganzen vorhergehenden Bücher. Natürlich mag ich Mamma Carlotta am Liebsten, aber die anderen Sylter sind natürlich auch sehr charmant. ? Na ja, man findet sie halt sympathisch, auch mit ihren ganzen Eigenheiten. Oder gerade wegen den ganzen Eigenheiten. Tove und Fietje sind auch Lieblingscharaktere von mir und Kükeltje.

Vor allem freue ich mich, dass ein gewisser Charakter (wer möchte ich nicht verraten!) wohl nicht mehr so oft auftaucht und von Mamma Carlotta nicht mehr vegan oder vegetarisch bekocht werden muss. Allerdings hoffe ich, dass ich wieder was von Wiebke höre. Irgendwie mag ich sie. Aber sie sollte doch ein bisschen weniger egoistisch sein. Denn eigentlich ist sie sympathisch.

Lokalkolorit

Schon alleine Mamma Carlotta bringt sehr viel – italienischen – Lokalkolorit in das Buch. Aber ja, auch die Sylter Charaktere und die Landschaft, die ab und zu erwähnt wird, (waren sie dieses Mal nur 1 x am Meer? Als die Reporter auf eine „Erscheinung“ im Meer warten. (fg). Ach egal. Es werden so viele Orte und Plätze genannt. Und ich glaube Gosch spendiert jedes Mal, wenn er Gisa Pauly nur von weitem sieht ein komplettes Menu. (lachweg)

Krimi

Oh ja, der Krimi war wie immer spannend und verwickelt. Klar, Mamma Carlotta kommt auch immer zuerst dahinter und es dauert, bis ihr Schwiegersohn dieselben Sachen rausbekommt, wenn auch nie so ganz alles. Er muss ja auch nicht wissen, wer die Scheibe bei Tove eingeschlagen hat. (lach) Schön war, dass der Krimi in Italien und Sylt gespielt hat. Es war auch total spannend. Teilweise sehr raffiniert. Mehr möchte ich gar nicht verraten.

Seltsam

fand ich jetzt nur, warum ist die Staatsanwältin alleine nach HH gefahren? Sie wohnt/arbeitet doch in Flensburg, wenn ich das richtig verstanden habe. Sie ist nicht mit dem Auto gefahren, denn sonst wäre sie ja mit diesem wieder zurück gefahren. Aber nein, sie fährt mit dem Kommissar und seiner Schwiegermutter zurück. Dann fuhr sie mit dem Zug? Da hätte doch der Kommissar sie auch dann von Niebüll oder so mitnehmen können? Auch wenn sie den Kommissar nicht leiden kann, aber sie fliegt ja mit Mamma Carlotta. Also daran nage ich gerade ein bisschen.

Sonstiges

Ja, die einzelnen Krimimalfälle sind in jedem Buch abgeschlossen. Man kann jederzeit einsteigen oder nur einen einzelnen Roman lesen. So auch dieses Mal.

Da es aber kein Inhaltsverzeichnis der Mitwirkenden gibt, könnte es am Anfang ein bisschen kompliziert werden. Aber da es nicht so megaviele sind, wie bei manch einem anderen Krimi geht das hier.

Fees Fazit

5 Sterne, was auch sonst, weil man LEIDER nicht mehr vergeben kann. Und wann kommt der nächste Mamma Carlotta Krimi?

Veröffentlicht am 08.11.2018

K(l)eine Anleitung pro Gehen

Gehen. Weiter Gehen
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Fee zum Inhalt und Meinung

Das ganze soll eine Anleitung fürs Gehen sein. Ich habe erwartet, dass das ganze ein Sachbuch ist. Aber die Anleitung habe ich irgendwie nirgends gefunden. Es ist eine Teilbiografie ...

Fee zum Inhalt und Meinung

Das ganze soll eine Anleitung fürs Gehen sein. Ich habe erwartet, dass das ganze ein Sachbuch ist. Aber die Anleitung habe ich irgendwie nirgends gefunden. Es ist eine Teilbiografie zum Thema laufen, wo der Autor überall war z. B. zu Fuß in Los Angeles (wo alle fahren und es nicht überall Gehwege gibt) und in der Kanalisation in New York. Dazu gibt es noch philosophische Betrachtungen und Verweise auf andere Autoren. Auch Familiengeschichten. Es waren eigentlich viele kurze Geschichten, Gedanken, Anmerkungen und einiges mehr.

Also um es vorweg zu nehmen, es war nie langweilig, sondern immer spannend, unterhaltsam und eben ein wenig anders. Daher bin ich eher überrascht, wie enttäuscht.

Das Cover
Das ist eher schlicht gehalten, nicht ganz so schlicht wie bei Stille, spiegelt aber genau das Laufen, die Ruhe und die Gedanken“stille“ wider. Mir gefällt es wirklich gut, auch – in meinem Fall – das Hörbuch. Da das Hörbuch, das ich gehört habe bei Amazon ca. 13 Euro kostet, ziehe ich keinen Stern ab. Aber 16 Euro für das Hardcoverbüchlein mit gerade mal 160 Seiten und wenn es dann auch so dünn ist, wie Stille, mit nur 140 Seiten. Eigentlich sind Stille etwa 110 Seiten, weil es da viele Bilder gibt. Und ich gehe davon aus, dass beide wohl ähnlich sind… Nee, dann finde ich – persönlich – den Preis zu teuer. Zumal Stille nicht mal ein Lesebändchen hat. Ob wohl Gehen eins hat? Beim Hörbuch ist kein Booklet oder so dabei. Falls es also Bilder geben würde, wäre das schade. Da ich das Buch jetzt nicht live und in Farbe vor mir habe, nur das Buch Stille und das Hörbuch „Gehen“, sind das einfach nur meine Gedanken und Vermutungen.

Der Sprecher
Wolfram Koch hat mich 166 Minuten gut unterhalten. Seine Stimme ist schön, so dass man nicht einschläft, sondern interessiert zuhört. Also die richtige Mischung für dieses Buch.

Einige der interessantesten Sätze gibt es auch im Buch:

Das Paradies ist hier – genau hier!

Die Zeit wird aufgehoben und beides kann zusammen erlebt werden. Zukunft und Gegenwart.

Ich werde zu einem Teil des Grases, der Blumen, .. des Horizonts…

Das ist unmöglich, unmöglich… unmöglich… Na ja, eher unwahrscheinlich. Kluft zwischen unmöglich und unwahrscheinlich.

Meine Gedanken zum Buch

In dem Buch wird eine blinde Mutter plötzlich sehend, was mich sehr berührt hat. Sie hat den Heimweg nicht mehr gefunden, weil sie ja Augenlicht hatte und sich gar nicht auskannte. Sie hat ihre Kinder und ihren Mann zum ersten Mal gesehen. Das war für mich eins der Highlights der Erzählungen.

Dass Tiere anders laufen, wenn sie krank sind, weiß ich von Katzen. Auch ihre Körpersprache ist für mich eindeutig. Das war jetzt nichts Neues.


Das Buch ist nun – für mich – sehr überraschend und plötzlich aus. Es gab auch hier nichts Neues, zu Teil 1 oder 2. Ich sitze hier und frage mich: War das alles? Das gibt’s doch nicht! Ich hätte noch Stunden den Erzählungen und dem philosophieren zuhören können.

Wo war jetzt die Anleitung? Hab ich irgendwas verpasst? Bin ich traurig? Ja, weil das Hörbuch zu Ende ist.

Allerdings möchte ich jetzt weder zum Nord- oder Südpol „gehen“, genauso wenig wie auf den Mount Everest. So Sachen wie Jakobsweg gehen ja noch, aber sonst? Na ja, ich glaube nicht wirklich, dass der Autor das möchte. Wäre ja schlimm, Horden von Menschen am Nord- und Südpol und auf dem Mount Everest. Letzterer ist schon genug „befüllt“.

Was hab ich mitgenommen? Nun ja, ich fühle mich bestätigt, das Laufen – für mich - richtig und gut ist. Hier fahren alle mit dem Fahrrad. Mein Mann und ich laufen und sind in der Minderheit. Die Leute gucken uns an und denken wir sind doof!! Aber wir werden weiter laufen! Und sollte jemand mal sagen, wir sind doof, werde ich sie an Erling Kagges Buch verweisen.

Fees Fazit
Ich hab mich aber sehr gut unterhalten gefühlt. Ich fühlte mich mit "Gehen" wieder bestätigt. Eine Anleitung war es jetzt nicht gerade. Das ist ein wenig missverständlich. Bei Amazon ist es als Geschenkbuch gelistet und ich denke, dafür ist es gut. Es ist mehr Buch, das aus vielen Erzählungen besteht und einer Biografie „light“. Der Sprecher ist auch sehr gut. Mein Mann und ich geben dem Buch volle 5 Sterne und nun freue ich mich auf „Stille“, das ich lesen werde.