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Veröffentlicht am 21.05.2018

*** Butzeles Biografie samt offenes Buchende ***

Kluftinger (Ein Kluftinger-Krimi 10)
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Fee zur Geschichte

Kluftinger ist Opa geworden. Es findet sich ein Kreuz mit seinem Namen. Jemand möchte ihn umbringen, wohl wegen eines früheren Falles. War es der Schutzpatron?

Fee`s Meinung und ...

Fee zur Geschichte

Kluftinger ist Opa geworden. Es findet sich ein Kreuz mit seinem Namen. Jemand möchte ihn umbringen, wohl wegen eines früheren Falles. War es der Schutzpatron?

Fee`s Meinung und weiteres zum Krimiinhalt

Der Krimi ist zwar sehr spannend, doch an einigen Stellen wird es langatmig, zum Beispiel beim Autokauf. Zwar sind die Seiten, die die Familie Kluftinger, seine Eltern!, das Enkelkind und der Hund von Langhammers sehr interessant, aber manchmal möchte man doch dann wissen, wie der Krimi weitergeht.

Seine Vornamen werden preisgegeben. (Nein, ich will sie hier nicht verraten, das geschieht ziemlich schnell im Hörbuch, ich glaub CD 3 wars.) Wen es interessiert, der guckt bei Wikipedia. Sein beruflicher Werdegang wird so ziemlich aufgerollt, manche Tage minütlich und dazu noch ein Teil seiner Teenijugend. Man erfährt also recht viel aus dem Leben des Kommissars, dazu noch ein paar exakte Stunden aus dem Leben mit seinem Enkel, mit dem Hund von Langhammer…. Einiges gehört ja zum Krimi, aber vieles artet dann eher in einer Biografie aus, denn in einem Regionalkrimi.

Der Running Gag ist mit dem Hundenamen. Der Metzger hieß ja auch so und dazu noch der Philosoph, aber zum Schluss war es dann doch der Metzger. Nee, der war nicht der Mörder. Sehr lustig und wirklich auflockernd!

Das Cover der CD ist wirklich passend zum Krimi, mit Kreuz, düsterem Himmel, Wolken, den Bäumen. Und hinten die Bilder der Autoren und des Hauptlesers. Die Box ist wenigstens nicht halbleer, wie bei anderen Autoren. Wobei 1 oder 2 CDs wären da noch reingegangen. Aber nach 11 war ich dann trotzdem dankbar, dass ich wieder für ein Weilchen Abschied nehmen konnte. Denn manchmal fand ich es dann doch langatmig. Beispielsweise beim Autokauf, wo ich doch wissen wollte, wie es weiterging.

Die Sprecher: Also die Autoren haben ihre Sache eigentlich gut gemacht, denn so schwäbisch-bayrisch, das ist schon schön. Allerdings glaube ich, hat jeder in einem eigenen Raum das gesprochen und das hat viel von der Spannung/Atmosphäre weggenommen. Das fand ich sehr schade. So einzelne Sachen passten von der Situation nicht so recht zusammen. Man sollte dann doch seine Stimmlage anpassen! Wäre es ein hochdeutsches Hörbuch, dann wäre der engagierte Sprecher auch perfekt, denn er liest wirklich gut. Aber für so ein Allgäuer Lokalkolorit fand ich ihn dann doch nicht die perfekte Besetzung!

Ja also, mit dem Lokalkolorit war das so eine Sache. Das hatte nun etwas weniger Platz bei den ganzen Ausschweifungen. Obwohl das natürlich auch eingearbeitet war und die Autoren ja auch bayrisch-schwäbisch ihre Vorleseteile gehalten haben.

Kluftinger ist dann gegen Ende irgendwie aus der direkten Lebensgefahr, trotzdem, das Open End (so ähnlich wie bei Jutta Mehler, (3 Bücher und keine wirkliche Aufklärung!) deshalb hat sie sich bei mir disqualifiziert!) und dass zwei Todesfälle im näheren Umkreis (möchte ich jetzt nicht ausführen, denn sonst verrate ich zu viel) wie bei Jo Nesbo passieren, finde ich nicht so wirklich gut. Natürlich brauch ich den nächsten Klufti, aber wenn das dann auch nicht gelöst wird, dann endet mein Klufti-Fieber abrupt!

Fees Fazit

Wer Krimis liebt, mit möglichst viel Beiwerk (das Leben von Klufti und seiner Familie z. b. beim Autokauf, der ja nicht wirklich mit dem Krimi zu tun hat), der ist hier gut aufgehoben. Aber Vorsicht, da es ein Open End gibt, wäre es vielleicht klüger, abzuwarten, bis der nächste Krimi da ist und dann die Rezis zu lesen. Denn wenn hier auch nicht alles geklärt wird, wie bei Jutta Mehler, dann sollte man lieber auf weitere Kluftis verzichten! Trotz vielem Negativen, nur 2 Sterne Abzug und die wegen des offenen Endes!

Veröffentlicht am 08.05.2018

****Abruptes Ende****

Eine Liebe in Apulien
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Fee erzählt von der Geschichte

Violas Großmutter ist gestorben. Sie reist mit ihren Eltern nach Italien. Dort erfährt sie, dass sie das Haus mit allem drum und dran geerbt hat und ein bisschen Geld, ...

Fee erzählt von der Geschichte

Violas Großmutter ist gestorben. Sie reist mit ihren Eltern nach Italien. Dort erfährt sie, dass sie das Haus mit allem drum und dran geerbt hat und ein bisschen Geld, um alles wieder Instand zu setzen. Eigentlich hat sie nichts zu verlieren, denn sie hat keinen Job und keinen Freund mehr. In Süditalien lernt sie einen tollen Mann kennen, der verschlossen und versprochen ist.

Fee meint zur Geschichte

Eine süße Liebesgeschichte, bei der man schön mitleiden kann. Man gewöhnt sich schnell an die Charaktere und der Schreibstil ist leicht und flockig. Dazu der Flair von Süditalien, einfach schön. Spannend macht es, dass sie verschiedene Probleme bekommt und die Verlobte von ihrem angebeten Mann sie hasst. Dazu ist sie verwirrt, wegen eines reichen Menschen, der ihr das Grundstück mit allem für einen horrenden Preis abkaufen möchte. Sie weiß nie, wie ihr in seiner Gegenwart geschieht und er kann ihr nichts böses tun, obwohl sie für seinen Ruin verantwortlich ist. Er will auch nicht seinen Sohn anerkennen.

Also es gibt jetzt kein so locker, flockiges Happy End und der Schluss ist doch etwas „grausam“. Es wird zwar einiges wieder gut, aber man hat den Eindruck, dass hier ein Kapitel fehlt. Mir zumindest fehlt es. Weil Laura kommt irgendwie nicht mehr persönlich zu Wort. So ein halbes Jahr später auf dem Gutshof, wo alle zusammen feiern, das fehlt irgendwie.
Und was hat Nico zum Sparbuch gesagt?

Ach ja, es wäre so schön, wenn da noch ein Kapitel dabei wäre. So ist die Geschichte einfach zu schnell aus und es bleibt vieles offen. Oder gibt es noch eine Fortsetzung? Wenn ja, dann wäre es ok, wenn nein, finde ich das echt total schade.

Und das Buchcover ist wirklich schön. So blaues Meer. Leider nicht so gaaaaaanz passend, weil der Gutshof ja ein Stück entfernt ist. Aber das mit dem Segeln passt dann schon.

Fees Fazit
Ein locker, lockig, leichter Roman, der an Dramatik gewinnt und dann einfach so zu Ende ist und die Leserin mit Fragen zurücklässt.

Veröffentlicht am 02.05.2018

*****Mein Wohlfühlkrimi :-)*****

Lost in Fuseta - Spur der Schatten
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Gil Ribeiro Lost in Fuseta Spur der Schatten Ein Portugal Krimi Buch
Kiepenheuer & Witsch 2018


Fee erzählt von der Geschichte

Hauptkommissar Leander Lost ist in Fuseta angekommen. Seine Deutschen ...

Gil Ribeiro Lost in Fuseta Spur der Schatten Ein Portugal Krimi Buch
Kiepenheuer & Witsch 2018


Fee erzählt von der Geschichte

Hauptkommissar Leander Lost ist in Fuseta angekommen. Seine Deutschen Kollegen haben den Asperger-Autist im Rahmen eines Austauschprogramms versetzt. Er fühlt sich wohl und auch seine Kollegen Graciana Rosado und Carlos Esteves haben ihn akzeptiert.

Als Teresa, eine andere Kollegin, nicht pünktlich zum Dienst erscheint, geht Graciana Rosado in die Wohnung der Kollegin, dort findet sie ihr Handy. Graciana weiß, dass was passiert ist, denn nicht zum Dienst erscheinen und das Handy zuhause lassen, kam noch nie vor. Sofort leitet die Kommissarin eine Fahndung nach ihrer Kollegin ein.

Fee zur Geschichte

Ich hab mit allen Charakteren ein Wiedersehen gefeiert und mich total gefreut, von allen wieder zu lesen.

Leander Lost: der mit der Autistin Eva, die wie „seine Art“ ist, ein Kind bekommen will und mit seinen Kollegen klar kommt und geschätzt wird. Glücklicherweise merkt er dann aber dass Soraia, wohl eher die Richtige ist, weil da ist was anderes, als das Rationale mit Eva. Man musste bei diesem Buch laaaaaaaange warten, bis er zum Einsatz kam, aber es ist ja eigentlich auch ein Krimi, es muss ja etwas passieren, dass Spannung bringt. Er ist immer in schwarzem Anzug gekleidet, müffelt aber nie!

Graciana Rosada: die das Kommissariat erst mal ersatzweise leitet und dann doch nicht den Posten annehmen will und die sich für Soraia bei Leander einsetzt.

Carlos Esteves: der immer etwas zu Essen braucht und der einen freundschaftlichen, respektvollen Umgang mit seiner Jugendliebe pflegt.

Leider gab es mir zu wenig Szenen mit Zara, Soraia und Gracianas Eltern. Na ja, es sind ja alles „alte Freunde“ aus Band 1, da freut man sich total über ein Wiederlesen.

Der Krimi war etwas im Hintergrund, für meinen Geschmack. Aber es gab genug Flair und Regionalitäten mit Essen und Landschaftsbeschreibungen, so dass es wirklich schön war und man sich wie „zuhause“ im Buch fühlte.

Es war nie langweilig zu lesen, es war immer spannend oder/und unterhaltsam. Nicht so schrecklich blutrünstig, wie manche anderen Krimis.

Man muss jetzt auch nicht Band 1 kennen, um hier bei diesem Krimi und den Charakteren mitzukommen. Glücklicherweise (na ja, wenn so viel Zeit und so viele andere Bücher dazwischen waren, kann man sich nicht mehr an alles erinnern) wird ja noch mal alles beschrieben.

Zum Buch selbst wäre zu sagen, dass es mir sehr gefällt, von Größe, Einband und auch die Softcoverteile, die ich oft als Lesezeichen nehme. Auch die Karten drin von Lagos und Faro gefallen mir sehr gut. Auch das Blau und die Ähnlichkeit mit Band 1, das passt so wunderbar ins Bücherregal. Ja, es ist ein Behaltebuch.

Natürlich wird einem Fan, wie mir, auch weiteren Appetit gemacht, denn die deutschen Kollegen wollen ihn ja nicht zurück haben, sondern weiter irgendwohin verleihen. Einerseits wäre das interessant, aber andererseits möchte ich ihn lieber weiter in Fuseta haben, wo er mit Soraia eine Familie gründen sollte. Mir gefällt die ganze Familie von Graciana und das drumherum macht einfach noch mehr den Flair und die Regionalität der Serie aus an der Algarve aus.

Am allerbesten gefiel mir die Serie, als der Kollege die Plastikscheibe nicht kaputt bekommen hat. Es war einfach zu witzig. Es gibt einige witzige, humorvolle Szenen in der Geschichte, vor allem Leander Losts Zitate aus einem leider nicht existierenden Buch. Das wäre doch mal eine Anregung für den Autor Gil Ribeiro.

Jedenfalls kam mir Lost vor wie Monk. Er erinnert mich immer an eine meiner Lieblingskrimiserien.

Fees Fazit

Ich bin nach wie vor total begeistert von dieser Serie und kann es kaum erwarten, bis das nächste Buch der Serie auf den Markt kommt. Wer gerne Krimis liest, mit tollen Charakteren und atmosphärischem Lokalkolorit, der ist hier sehr gut aufgehoben. In diesem Fall habe ich eindeutig das Buch vorgezogen.

Veröffentlicht am 02.05.2018

~~Der mörderische Wasserkrimi~~

Lost in Fuseta
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Fee erzählt vom Inhalt
Die Polizei in Hamburg und die Policia Judiciaria in Fuseta tauschen für 1 Jahr einen Kriminalkommissar. Leander Lost, ein Autist, wird nach Fuseta abgeschoben. Seine neuen Kollegen ...

Fee erzählt vom Inhalt
Die Polizei in Hamburg und die Policia Judiciaria in Fuseta tauschen für 1 Jahr einen Kriminalkommissar. Leander Lost, ein Autist, wird nach Fuseta abgeschoben. Seine neuen Kollegen sind erst mal gar nicht begeistert, als er seinen Kollegen anschießt. Es geht um Wasser.

Fees Meinung und Inhalt

Das Cover (ums Buch herum)

Mir gefällt das Cover, es spiegelt den portugiesischen Flair wieder und man beneidet Leander Lost erst mal, dass er dort sein darf. Mir gefällt, dass das Buch in Softcover ist und innen zwei Umschläge hat, auf denen mehr zum Buch und Autor steht, auch kann man diese als Lesezeichen nutzen, wenn man nichts anderes hat. Innen gibt es noch 2 Karten von der Region in der der Krimi spielt, das finde ich besonders toll, weil man sich das ganze dann besser vorstellen und sich auch in Erdkunde weiterbilden kann. Mir gefällt die ganze liebevolle Gestaltung im Buch und außen und überall.

Der Schreibstil und die Geschichte

Es dauerte ein bisschen, bis ich in die Geschichte reingefunden habe. Ich tat mich schwer, mit einem „Deutschen“, der schwarze Anzüge trägt, wo es heiß ist und dazu Leander Lost heißt. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und fand es gut.

Die Geschichte ist sehr spannend erzählt, auch wenn sie hin und wieder Längen aufweist. Zudem könnte ich mir sehr wohl vorstellen, dass es sich genau so abgespielt hat.

Der Schreibstil ist einfach, erzählend, spannend und mit viel Witz und Humor gespickt.

Die Charaktere
Leander Lost war mir lange fremd, aber plötzlich, wurde er mir sympathisch und zwar in dem Moment, als im Buch festgestellt wurde, dass er ein Autist ist. Vorher dachte ich, so ein doofer Autor, bestimmt ist er Portugiese und so stellt man sich in Portugal Deutsche vor. Daher war ich erst mal ein wenig genervt.

Die Charaktere sind alle gut gezeichnet, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Schade, fand ich, dass Leander keinen schweizer Wurstsalat essen durfte. gg Die „Guten“ sind total liebenswert und man möchte da sofort einziehen und dort wohnen. Die „Bösen“ werden auf Abstand gehalten und somit mag man sie nicht. Somit war ich irgendwie immer auf der „richtigen“ Fährte.

Besonders gefallen hat mir, wie der Autor die autistischen Seiten des Kommissars eingefangen und beschrieben hat. Man fängt an, ihn zu verstehen. Während man zuerst wie gegen eine Wand läuft und nicht versteht, was da abgeht. Total liebenswert und dazu passt auch der Schluss. WOW! Der Autor hat die „Stärken“ und „Schwächen“ des Autismus aufgezeigt. Es ist wahnsinnig interessant mit Lerneffekt. Fasziniert und überrascht war ich davon, wie der Schweizer sehr schnell bemerkte, was mit Leander Lost los ist. Das war irgendwie nicht so ganz logisch für mich, aber warum nicht?

Regionalkrimi (bzw. Urlaubsregion)
Also noch ein bisschen mehr könnte es schon sein. Aber die Stimmungen (Wetter, Sonne, Meer) wurden gut eingefangen. Auch sonst fand ich es schön mit dem was es zu Essen gab (ich hätte mir Rezepte gewünscht und hätte am Liebsten angefangen zu kochen, es klang sooooooo lecker). Es war auch schön, wie sympathisch die Mentalität der Portugiesen dargestellt wurde. Irgendwie möchte man da sofort hin in Urlaub fahren.

Die Seitenanzahl
Ich mache es kurz: Genau die richtige Anzahl. Denn so stand nicht zu viel Füllzeug im Buch.

Fees Fazit

Gil Ribeiro alias Holger Karsten Schmidt hat einen neuen Fan und ich warte sehnsüchtig auf den nächsten Band. Ich bin rundum zufrieden. Klar, dass von der Lesezeichenfee eine Empfehlung kommt und ich dem Buch 5 Sterne spendiere.

Veröffentlicht am 02.05.2018

*****Mein Wohlfühlkrimi :-)*****

Spur der Schatten
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Gil Ribeiro Lost in Fuseta Spur der Schatten Ein Portugal Krimi Hörbuch
argon Hörbuch Sprecher Andreas Pietschmann 2018

Fee erzählt von der Geschichte

Hauptkommissar Leander Lost ist in Fuseta angekommen. ...

Gil Ribeiro Lost in Fuseta Spur der Schatten Ein Portugal Krimi Hörbuch
argon Hörbuch Sprecher Andreas Pietschmann 2018

Fee erzählt von der Geschichte

Hauptkommissar Leander Lost ist in Fuseta angekommen. Seine Deutschen Kollegen haben den Asperger-Autist im Rahmen eines Austauschprogramms versetzt. Er fühlt sich wohl und auch seine Kollegen Graciana Rosado und Carlos Esteves haben ihn akzeptiert.

Als Teresa, eine andere Kollegin, nicht pünktlich zum Dienst erscheint, geht Graciana Rosado in die Wohnung der Kollegin, dort findet sie ihr Handy. Graciana weiß, dass was passiert ist, denn nicht zum Dienst erscheinen und das Handy zuhause lassen, kam noch nie vor. Sofort leitet die Kommissarin eine Fahndung nach ihrer Kollegin ein.

Fee zur Geschichte

Ich hab mit allen Charakteren ein Wiedersehen gefeiert und mich total gefreut, von allen wieder zu hören.

Leander Lost: der mit der Autistin Eva, die wie „seine Art“ ist, ein Kind bekommen will und mit seinen Kollegen klar kommt und geschätzt wird. Glücklicherweise merkt er dann aber dass Soraia, wohl eher die Richtige ist, weil da ist was anderes, als das Rationale mit Eva. Man musste bei diesem Hörbuch laaaaaaaange warten, bis er zum Einsatz kam, aber es ist ja eigentlich auch ein Krimi, es muss ja etwas passieren, dass Spannung bringt. Er ist immer in schwarzem Anzug gekleidet, müffelt aber nie!

Graciana Rosada: die das Kommissariat erst mal ersatzweise leitet und dann doch nicht den Posten annehmen will und die sich für Soraia bei Leander einsetzt.

Carlos Esteves: der immer etwas zu Essen braucht und der einen freundschaftlichen, respektvollen Umgang mit seiner Jugendliebe pflegt.

Leider gab es mir zu wenig Szenen mit Zara, Soraia und Gracianas Eltern. Na ja, es sind ja alles „alte Freunde“ aus Band 1, da freut man sich total über ein Wiederhören.

Der Krimi war etwas im Hintergrund, weil es wohl zu viele Kürzungen gab, für meinen Geschmack. Aber es gab genug Flair und Regionalitäten mit Essen und Landschaftsbeschreibungen, so dass es wirklich schön war und man sich wie „zuhause“ im Buch fühlte.

Es war nie langweilig zum hören, es war immer spannend oder/und unterhaltsam. Nicht so schrecklich blutrünstig, wie manche anderen Krimis.

Man muss jetzt auch nicht Band 1 kennen, um hier bei diesem Krimi und den Charakteren mitzukommen. Glücklicherweise (na ja, wenn so viel Zeit und so viele andere Hörbücher dazwischen waren, kann man sich nicht mehr an alles erinnern) wird ja noch mal alles beschrieben.

Zum Sprecher Andreas Pietschmann kann ich nur sagen, dass er sein Vorlesen gut macht und gut gestaltet hat. Es gefiel mir sehr gut. Natürlich nicht so gut, wie Franziska Pigulla, aber auch nicht viel schlechter. Es klingt auch alles portugiesisch in meinen Ohren. Er nervt nicht, es ist angenehm, ihm zuzuhören. Und er ist auch nicht langweilig, so dass ich hier auf jeden Fall nicht einschlafe.

Zum Hörbuch selber, Gestaltung usw. kann ich nur sagen, es ist schön, in freundlichem blau, mit Urlaubs- und Regionalfeeling, auch die CDs sind liebevoll dekoriert. Es fehlt nur noch ein Booklet mit den Namen der wichtigsten Charaktere (gut und böse) und Auflistung der Orte.

Natürlich wird einem Fan, wie mir, auch weiteren Appetit gemacht, denn die deutschen Kollegen wollen ihn ja nicht zurück haben, sondern weiter verleihen. Irgendwohin. Einerseits wäre das interessant, aber andererseits möchte ich ihn lieber weiter in Fuseta haben, wo er mit Soraia eine Familie gründen sollte. Mir gefällt die ganze Familie von Graciana und das Drumherum macht einfach noch mehr den Flair und die Regionalität der Serie aus an der Algarve aus.

Am allerbesten gefiel mir die Serie, als der Kollege die Plastikscheibe nicht kaputt bekommen hat. Es war einfach zu witzig. Es gibt einige witzige, humorvolle Szenen in der Geschichte, vor allem Leander Losts Zitate aus einem leider nicht existierenden Buch. Das wäre doch mal eine Anregung für den Autor Gil Ribeiro.

Jedenfalls kam mir Lost vor wie Monk. Er erinnert mich immer an eine meiner Lieblingskrimiserien.

Nachdem ich das Hörbuch gehört habe, kann ich nur sagen, dass ich einfach ungekürzte Hörbücher vorziehe und dann – in diesem Fall - Bücher lieber lese, als Hörbücher höre. Allerdings mag mein Mann auch einige Krimiserien, von daher ziehe ich immer öfter Hörbücher vor.


Fees Fazit

Ich bin nach wie vor total begeistert von dieser Serie und kann es kaum erwarten, bis das nächste Hörbuch der Serie auf den Markt kommt. Wer gerne Krimis hört, mit tollen Charakteren und atmosphärischem Lokalkolorit, der ist hier sehr gut aufgehoben.

Am Hörbuch hätte ich nur die klitzekleinen Kritikpunkte bzw. Wünsche: Ein Booklet mit den Namen der Charaktere und der Orte und ein vollständiges ungekürztes Hörbuch. Dann wäre da auch kein so großer Unterschied mehr zwischen Buch und Hörbuch.