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Veröffentlicht am 09.09.2023

Ein besonderer Liebesroman

Liebe mit zwei Unbekannten
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Antoine Laurain Liebe mit zwei Unbekannten Atlantikverlag 2014/2015 Übersetzt von Claudia Kalscheuer


Laure wird abends überfallen und ihrer schönen, lilafarbenen Tasche beraubt. Ohne Schlüssel kommt ...

Antoine Laurain Liebe mit zwei Unbekannten Atlantikverlag 2014/2015 Übersetzt von Claudia Kalscheuer


Laure wird abends überfallen und ihrer schönen, lilafarbenen Tasche beraubt. Ohne Schlüssel kommt sie nicht in ihre Wohnung. Mitten in der Nacht möchte sie niemanden wecken, so beschließt sie, im Hotel gegenüber zu nächtigen. Da sie am nächsten Morgen das Hotel nicht verlassen kann, weil sie ohnmächtig im Bett liegt, kommt sie in ein Krankenhaus, wo sie zunächst ins künstlichen Koma versetzt wird. Laurent, ein Buchhändler, findet ihre Tasche. Er möchte diese bei der Polizei abgeben, da er aber eine Stunde warten müsste und seinen Buchladen nicht rechtzeitig öffnen kann, weil der Zug seiner Angestellten Verspätung hat, bringt er die Tasche nach Hause. Er versucht dann später mit seiner Tochter die Besitzerin der Tasche zu finden.

Ich liebe die Geschichten von Antoine Laurain. Sie sind alle so – besonders.
Kurz, knackig und so, dass man sich in sie verliebt. Schon bei dem ersten Buch, das ich durch Vorablesen bekam, hatte ich einen neuen Lieblingsautor. Die Geschichten sind relativ einfach, aber so liebevoll und so unterhaltsam geschrieben, dass man per Kopfkino in der Geschichte ist und mitfiebert. Man leidet mit und steht staunend da, was da alles passiert. Vor allem der Tascheninhalt und wie der Buchhändler sich dann in Laure verliebt. Wie Laure, Laurent sucht und ihn ohne die Hilfe seiner Tochter nicht findet. Mich begeistern der Schreibstil und vor allem die Ideen zum Inhalt der Geschichte und die Umsetzung. Einfach perfekt. Vor allem, da das nicht mein bevorzugtes Genre ist und ich mich sonst oft schnell langweile in Geschichten. Das ist aber hier nicht der Fall. Ich finde die Geschichte genial. Vor allem mit dem Autogramm das Laure vom Autor bekommen hat, die Geschichte in der Geschichte, so wunderbar.

Gewöhnungsbedürftig sind allerdings die sehr ähnlichen Namen der Protagonisten in Verbindung mit dem Autor. Laure, Laurent und Laurain klingen einfach zu ähnlich und verwirren den Leser.

Glücklicherweise hat das Buch auch eine tolle Übersetzerin: Claudia Kalscheuer. Und ich beneide sie um ihren Beruf.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Eine ausgefeilte, unterhaltsame, wunderbare – etwas andere – Liebesgeschichte, die ich mit 10 Feensternchen empfehlen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2023

Ein besonderer Liebesroman

Liebe mit zwei Unbekannten
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Antoine Laurain Liebe mit zwei Unbekannten Atlantikverlag 2014/2015 Übersetzt von Claudia Kalscheuer


Laure wird abends überfallen und ihrer schönen, lilafarbenen Tasche beraubt. Ohne Schlüssel kommt ...

Antoine Laurain Liebe mit zwei Unbekannten Atlantikverlag 2014/2015 Übersetzt von Claudia Kalscheuer


Laure wird abends überfallen und ihrer schönen, lilafarbenen Tasche beraubt. Ohne Schlüssel kommt sie nicht in ihre Wohnung. Mitten in der Nacht möchte sie niemanden wecken, so beschließt sie, im Hotel gegenüber zu nächtigen. Da sie am nächsten Morgen das Hotel nicht verlassen kann, weil sie ohnmächtig im Bett liegt, kommt sie in ein Krankenhaus, wo sie zunächst ins künstlichen Koma versetzt wird. Laurent, ein Buchhändler, findet ihre Tasche. Er möchte diese bei der Polizei abgeben, da er aber eine Stunde warten müsste und seinen Buchladen nicht rechtzeitig öffnen kann, weil der Zug seiner Angestellten Verspätung hat, bringt er die Tasche nach Hause. Er versucht dann später mit seiner Tochter die Besitzerin der Tasche zu finden.

Ich liebe die Geschichten von Antoine Laurain. Sie sind alle so – besonders.
Kurz, knackig und so, dass man sich in sie verliebt. Schon bei dem ersten Buch, das ich durch Vorablesen bekam, hatte ich einen neuen Lieblingsautor. Die Geschichten sind relativ einfach, aber so liebevoll und so unterhaltsam geschrieben, dass man per Kopfkino in der Geschichte ist und mitfiebert. Man leidet mit und steht staunend da, was da alles passiert. Vor allem der Tascheninhalt und wie der Buchhändler sich dann in Laure verliebt. Wie Laure, Laurent sucht und ihn ohne die Hilfe seiner Tochter nicht findet. Mich begeistern der Schreibstil und vor allem die Ideen zum Inhalt der Geschichte und die Umsetzung. Einfach perfekt. Vor allem, da das nicht mein bevorzugtes Genre ist und ich mich sonst oft schnell langweile in Geschichten. Das ist aber hier nicht der Fall. Ich finde die Geschichte genial. Vor allem mit dem Autogramm das Laure vom Autor bekommen hat, die Geschichte in der Geschichte, so wunderbar.

Gewöhnungsbedürftig sind allerdings die sehr ähnlichen Namen der Protagonisten in Verbindung mit dem Autor. Laure, Laurent und Laurain klingen einfach zu ähnlich und verwirren den Leser.

Glücklicherweise hat das Buch auch eine tolle Übersetzerin: Claudia Kalscheuer. Und ich beneide sie um ihren Beruf.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Eine ausgefeilte, unterhaltsame, wunderbare – etwas andere – Liebesgeschichte, die ich mit 10 Feensternchen empfehlen möchte.

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Arme Maria: über Zipfel *lachweg* und andere Probleme ;-)

Elenas Schweigen
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Marlene Bach Elenas Schweigen Emons 2009


Hauptkommissarin Maria Moser hat es nicht leicht. Sie ist in den Wechseljahren, hat einen harten Fall und einen Assistenten, den sie nicht will und hasst. Ausgerechnet ...

Marlene Bach Elenas Schweigen Emons 2009


Hauptkommissarin Maria Moser hat es nicht leicht. Sie ist in den Wechseljahren, hat einen harten Fall und einen Assistenten, den sie nicht will und hasst. Ausgerechnet der bändelt mit ihrer Tochter an, weil sie Termine mit ihr vergisst oder nicht einhalten kann.

Ich kenne ja die letzten 4 Bände der Serie und freue mich, dass ich nun die ersten 4 Bände lesen darf. Nun verstehe ich noch besser, was für Probleme Maria mit ihrem Assistenten hat bzw. wie das ganze anfing. Ich bemitleide die Hauptprotagonistin und freue mich, dass sie später noch eine „Freundin“ bekommt.

Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, so dass ich sie mir alle gut vorstellen kann. Der Krimi ist sehr spannend und ich kam eigentlich schon früh auf die Spur des Mörders. Wobei es eigentlich nicht ganz sicher ist, wer jetzt der Mörder ist. Es können zwei Mörder sein. Und wenn es nur einer ist, hat der andere ihn „beauftragt“. Mehr möchte ich auch nicht verraten. Die Geschichte ist auf jeden Fall spannend, vielschichtig, humorvoll und sehr unterhaltsam.

In diesem Band finde ich, dass der Lokalkolorit ein wenig in den Hintergrund gedrängt wird, aber bei 190 Seiten (was ich immer sehr begrüße! Ich liebe Bücher, die nicht so dick sind und die ich in ein, zwei Abenden auslesen kann.) geht das auch wahrscheinlich nicht anders. Es ist auch der Debütroman der Serie und von daher, ist das alles ok.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein tolles Debüt für die Heidelberger-Emons-Krimiserie. Ich bin sehr begeistert.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.09.2023

Dramatisch, tragisch, melodramatisch und dann noch unsympathische Charaktere, das war zu viel

Wellenkinder
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Liv Marie Barow Wellenkinder Ullstein 2023


Nach der Leseprobe wollte ich unbedingt das Buch lesen. Ich mag historische Romane und fand es eine gute Idee, aus der Perspektive von drei Protas die Vergangenheit ...

Liv Marie Barow Wellenkinder Ullstein 2023


Nach der Leseprobe wollte ich unbedingt das Buch lesen. Ich mag historische Romane und fand es eine gute Idee, aus der Perspektive von drei Protas die Vergangenheit und Gegenwart zu erfahren, vor allem, weil es ja überwiegend in Ostdeutschland spielt.

Margit findet ein neues Zuhause in Ostdeutschland. Sie war auch zu Anfang mein favorisierter Charakter, weil sie es schwer hatte und sich irgendwie durchboxte. Und sich zudem noch ein Kind aufgehalst hatte, was sie gar nicht hätte tun müssen.

Oda möchte aus der DDR fliehen und kommt ins Gefängnis, weil sie dabei erwischt wird. Aber ihr Leben war ja vorher nicht wirklich schön und die Aussicht, dass sie mit ihrem Freund eine Zukunft in der Freiheit hat, gefällt ihr.

Jan, der gerade seine Ehe in trümmern sieht und um Zeit mit seinem Sohn kämpft, wird von einem ehemaligen Schulkameraden angerufen, weil sein Vater große Probleme hat. Er hat keinen Kontakt mehr mit seinem Vater und so ist er nicht begeistert, zumal die beiden sich nicht mögen. Und dann findet er noch den Koffer seiner verschollenen Mama.

Die Idee zu der Geschichte bzw. den Geschichten gefiel mir sehr gut. Aber ich mochte Jans Vater und seine blöde Frau Gesa überhaupt nicht. Sie ist – in meinen Augen - ein Kotzbrocken. Eigentlich dachte ich, Jan wäre schuld, aber für ihn hab ich dann Verständnis entwickelt, weil ich festgestellt habe, dass Gesa eine Hexe ist, die Jan völlig fertig macht. Jan versucht alles zu tun, um SIE zufrieden zu stellen und sie ist immer unzufrieden. Aber Jan stellt sich dann auch als unangenehmer Prota da. Wie er seine leibliche Mutter behandelt, das geht gar nicht, total respektlos.

Es sind Wutgeschichten, weil die Protas sehr viel Wut in sich tragen, blöde nur, dass es dann immer die falschen trifft.

Ich finde, das ganze ist zwar wirklich gut erzählt, hat aber Längen, die am Anfang und gegen Schluß nicht mehr zu spüren sind.

Für das Buch hab ich sehr lange benötigt zu lesen. Manchmal hab ich auch nur noch quergelesen, weil ich von einigen Charakteren dermaßen angewidert war, zudem fand ich die Geschichten zwischendurch langweilig. Außerdem habe ich zu früh geahnt, wie das ganze ausgeht. Dramatisch, tragisch, melodramatisch, fand ich echt schade. Das hat mir dann auch nicht mehr gefallen.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Schade, ich hab mir was anderes vorgestellt und ich hätte mir was anderes gewünscht. Den Schluss, den ich vorhergesehen hatte, hätte ich mir auch anders ersehnt. Das war leider nicht wirklich mein Buch, aber falls ich auf ein weiteres Buch der Autorin stoße, werde ich es wieder lesen, denn die Grundidee fand ich sehr gut. Nur die Charaktere waren teilweise echt mies. Bedauerlicherweise kann ich das Buch nicht empfehlen.


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Veröffentlicht am 05.09.2023

Ausgelesen, ach wie schön :-)

Schwarzvogel
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Frida Skybäck Schwarzvogel erster Fall Fredrika Storm dtv 2023



Fredrika Storm war in Stockholm als Ermittlerin tätig. Doch nach dem Vorfall geht sie zurück in ihre Heimat. Dort ermittelt sie in einem ...

Frida Skybäck Schwarzvogel erster Fall Fredrika Storm dtv 2023



Fredrika Storm war in Stockholm als Ermittlerin tätig. Doch nach dem Vorfall geht sie zurück in ihre Heimat. Dort ermittelt sie in einem Todesfall mit ihrem Partner Henry Calment.

Ein schwedischer Krimi, der nicht so blutrünstig ist? Muss ich lesen. ABER:

Also der Schreibstil war ok, sonst hätte ich das Buch nicht ausgelesen. Den Krimi selbst fand ich ziemlich langweilig. Es war ein Gewirr von Spuren und Fredrika ist sicher jeder Spur nachgegangen. Dadurch, dass sie dort aufgewachsen ist, kennt sie auch gefühlt jeden und so kommt ihre dramatische Geschichte und Familie auch ständig vor. Dabei macht sie auch nicht vor ihrer Familie und Freunden halt. Es ist schon doof, wenn man die Hauptpersonen nicht mag. Mit Henry bin ich nicht warmgeworden. Von der Großmutter hab ich irgendwie zu wenig gelesen. Fredrika und ihr Vater sind mir höchst unsympathisch. Am schlimmsten fand ich dass ich den „Mörder“ mochte und ihn bemitleidet habe.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Unsympathische Hauptprotas, dazu eine doch etwas langatmige Geschichte. Da der Krimi nicht blutrünstig war und der Schreibstil gut ist, gebe ich drei Sterne.

PS: Seite 50 und Seite 339: Da steht Hafermilch. Für mich ist der Begriff Hafermilch irreführend, denn es ist keine Milch. Milch ist von Tieren und ist nicht vegan, während ein Hafer“drink“ nicht tierischen Ursprungs ist.

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