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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2025

Wenn das Grün zurückkommt

Dämmernachtstraum
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Lilimott will nicht auffallen, lebt leise und introvertiert. Doch eine elektrische Maus lockt sie in den Park und damit mitten hinein in ein fantastisches Abenteuer zwischen Licht und Schatten.
Als große ...

Lilimott will nicht auffallen, lebt leise und introvertiert. Doch eine elektrische Maus lockt sie in den Park und damit mitten hinein in ein fantastisches Abenteuer zwischen Licht und Schatten.
Als große Retterin gerät sie zwischen die Fronten der Tagholde und Nachtspinste, Geister des Tages und der Nacht.
Ein uralter Konflikt flammt erneut auf, seit sie den versteinerten Faun, Herrscher der Tagholde, und sein Gefolge befreit hat. Die Streitereien haben weitreichende Folgen, Lilimott übernimmt eine Schlichtungsrolle und hat allerlei zu tun.
Die Geschichte spielt zwar in einem kleinen Umkreis, wirkt aber sehr dynamisch. Es gibt viel Bewegung zwischen den Orten und viele neue Begegnungen. Die unterschiedlichen Geister sind sehr sympathisch und vielschichtig. Sie bereichern die Handlung und machen die magische Welt inmitten der Realität spürbar lebendig.
Lilimott entwickelt sich gut im Laufe der Geschichte: Anfangs zögerlich und voller Fragen, trifft sie doch immer wieder intuitiv die richtigen Entscheidungen und wächst schließlich zu einer starken Heldin heran.
Es ist ein schöne Geschichte mit tollen Charakteren, gelungener Umsetzung und einer wichtigen Botschaft. Etwas lang, ja, aber es lohnt sich.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Hase haut ab

Jim Salabim und der Mogel-Strauß
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Einen Hase aus dem Hut zaubern, der älteste Trick der Welt. Doch wie lebt es sich eigentlich in so einem Zauberhut? Ganz schön eng…nix für den bewegungsfreudigen Jim, also heißt es jetzt raus in die Freiheit.
An ...

Einen Hase aus dem Hut zaubern, der älteste Trick der Welt. Doch wie lebt es sich eigentlich in so einem Zauberhut? Ganz schön eng…nix für den bewegungsfreudigen Jim, also heißt es jetzt raus in die Freiheit.
An seiner Seite ist ein Haufen Küken. Sie haben Zeit und Lust, der Akku ihres Laptops ist nämlich alle. Nun wartet das echte Abenteuer: Flucht vor den schusseligen Tauben des Zaubers oder dem listigen Fuchs. Besonders clever: Jim tarnt sich als Hase. Wer würde da schon Verdacht schöpfen?
Durch einen Biss in den Zauberstab hat er plötzlich auch magische Fähigkeiten, ohne genau zu wissen wie, das bringt so manchen Chaos und Schwung mit.
Die Geschichte ist unterhaltsam und abwechslungsreich erzählt, mit einigen Reimen und lustigen Momenten. Ob die Witze bei Kindern ankommen ist unklar, bei uns jedenfalls nicht immer.
Kapitelüberschriften fand ich nicht notwendig und für Kind nicht unbedingt verständlich (z.B. Blaubär). Die Erwähnung der sozialen Medien ist auch Geschmacksache.
Illustration sind ok, viele Bilder mit einem gewissen Blau - bzw. Lilastich.
Also insgesamt ist es ein witzig-schräger Ausflug mit Magie und Unsinn, 3-4 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Ein scharfer Blick in einer kalten Welt

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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Historisches Stockholm, geprägt von Armut, Gewalt und polizeilicher Autorität. Mika hat einen scharfen Blick für Details und gerät in einen spannenden Kriminalfall. Ein totgeglaubter Mörder treibt wieder ...

Historisches Stockholm, geprägt von Armut, Gewalt und polizeilicher Autorität. Mika hat einen scharfen Blick für Details und gerät in einen spannenden Kriminalfall. Ein totgeglaubter Mörder treibt wieder sein Unwesen. An der Seite von Kommissar Vall setzt sie wichtige Puzzlestückchen zusammen und bringt die Ermittlungen entscheidend voran. Je näher sie der Wahrheit kommen, desto größer wird die Lebensgefahr.
Der düstere Ton der Geschichte passt zu Mikas harter Lebensrealität. Als Waisenkind besitzt sie kaum Rechte oder Schutz und ist häufig der Willkür anderer ausgeliefert. Dennoch zeigt sie Reife und Verantwortungsinn, kümmert sich fürsorglich um die anderen Kinder im Heim und weiß genau, wann sie schweigen und wann sie sich äußern kann.
Die Polizei wirkt übermächtig und herrisch, so sind auch die ersten Begegnungen mit Kommissar Vall sehr kühl und distanziert.
Im Verlauf wird ihre Beziehung vertrauensvoller, fast schon freundschaftlich. Mika wird nicht nur ernster genommen, sondern wächst auch über sich hinaus.
Die Spannung ist von Beginn an spürbar. Dem Leser bleibt einiges verborgen, doch Mika kombiniert Hinweise früh und ist den Entwicklungen oft einen Schritt voraus.
Der Schreibstil ist direkt, ohne viel Ausschmückung, aber dennoch sehr wirkungsvoll. Die Charaktere gewinnen schnell an Tiefe. Ohne viel Umweg kommt die Handlung auf den Punkt. Nur das Lesealter würde ich eher auf 12+ ansetzten, da bestimmte Themen wie Tod und Gewalt öfter vorkommen.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Ein Strauß aus Romantik, Witz und Spannung

Season for Scandal
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London in der viktorianischen Zeit, mit all seinen gesellschaftlichen Zwängen und Ungerechtigkeiten, vor allem für Frauen. Doch zum Glück gibt es das Finkennest, eine geheime Organisation von Frauen für ...

London in der viktorianischen Zeit, mit all seinen gesellschaftlichen Zwängen und Ungerechtigkeiten, vor allem für Frauen. Doch zum Glück gibt es das Finkennest, eine geheime Organisation von Frauen für Frauen, die sich mit Mut, Cleverness und Herz für ihre Mitstreiterinnen einsetzen.
Im Mittelpunkt steht diesmal Mari, eine leidenschaftliche Floristin, deren Wesen genauso farbenfroh ist wie ihre Blumenarrangements. Sie ist ausgefallen, stolz, mutig, selbstsicher und dabei herzlich und voller Lebensfreude. Kein Wunder, dass sie mit ihrer unkonventionellen Art aneckt und ihrem Ex-Verlobten „nicht damenhaft genug“ ist.
Oliver ist ein enger Verbündeter des Finkennests und braucht dringend Hilfe. Er zählt zwar nicht zu der üblichen Kundschaft, aber Freunde in Not lässt man nicht hängen: Seine lang verschwundene Schwester ist plötzlich wieder aufgetaucht – doch ist sie wirklich, wer sie vorgibt zu sein? Als neuestes Mutglied schlüpft Mari in die Rolle von Olivers Verlobter, um gemeinsam mit dem Schwarm Nachforschungen anzustellen. Doch je länger sie mit Oliver zusammenarbeitet, desto schwerer fällt es ihr, sich auf den Auftrag zu konzentrieren …
Besonders schön ist auch das Wiedersehen mit dem ganzen Team aus Band 1 und Izzy, jetzt mit Max verheiratet, hat ihre Auftritte.
Der Schreibstil ist herrlich modern und flüssig, ohne dabei aus dem Setting des 19. Jahrhunderts zu fallen. Die Seiten fliegen nur so dahin. Es ist ein schöne Mischung aus Feelgood-Roman, Spannung, Romantik und einer Prise Drama.

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Stark trotz Hindernissen

Cosima und das Phantom von London
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Nachdem die schreckliche Heimleiterin endlich weg ist, kehrt die Harmonie ins Mädchenheim ein. Die Mädchen dürfen gemeinsam einen Ausflug auf den Jahrmarkt machen, es ist ein riesiges Ereignis, inklusive ...

Nachdem die schreckliche Heimleiterin endlich weg ist, kehrt die Harmonie ins Mädchenheim ein. Die Mädchen dürfen gemeinsam einen Ausflug auf den Jahrmarkt machen, es ist ein riesiges Ereignis, inklusive berühmtem Gemälde und spektakulären Attraktionen. Doch wie so oft erleben Cosima und ihre Freundinnen Diskriminierung und Ausschluss wegen ihrer Behinderungen. Doch mit Mut, Stärke und Einfallsreichtum verschaffen sie sich auf ihre eigene Weise Zugang.
Kurze Zeit später ist das wertvolle Gemälde verschwunden und Cosimas Vater unter Verdacht. Gleichzeitig droht dem Heim eine strenge Inspektion und die neue Heimleiterin ist verschwunden. Viel Verantwortung lastet nun auf den Mädchen, es muss alles gut überlegt sein.
Die Geschichten mit eine jungen Detektivgruppe, jeder mit seinen eigenen Stärken (erfinden, merken, planen etc.) sind oft beliebt, so auch hier. Nun kommt hier eine besondere Komponente hinzu: Das Leben und die Ermittlungen sind für Cosima und Co. mit besonderen Herausforderungen verbunden. Was für andere Kinder eine einfache Verfolgungsjagd oder eine Spurensuche wäre, wird für sie zu einer echten körperlichen oder emotionalen Belastung.
Ihre Mühe, Kraft und Entschlossenheit kommt dabei gut rüber. Cosima ist manchmal jedoch zu ungeduldig, zu aufgewühlt und zieht auch öfter alleine los. Zum Glück sind die Freundinnen stets zu Stelle.
Ein spannender, emotionaler und kurzweiliger Kinderkrimi, der das Thema Inklusion feinfühlig mit einbindet.
Kann auch relativ unabhängig von Band 1 gelesen werden.

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