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Veröffentlicht am 25.05.2018

Hochspannend, wirkt aber etwas konstruiert

Zorn - Lodernder Hass
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Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (26. Oktober 2017)
ISBN-13: 978-3596297757
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Hochspannend, wirkt aber etwas konstruiert

Inhalt:
Die ...

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (26. Oktober 2017)
ISBN-13: 978-3596297757
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Hochspannend, wirkt aber etwas konstruiert

Inhalt:
Die Kommissare Zorn und Schröder ermitteln im Umfeld einer psychologischen Therapiegruppe. Erstaunlich viele Mitglieder dieser Gruppe fallen der Polizei aus den unterschiedlichsten Gründen auf. Schröder schleicht sich in die Gruppe ein und begibt sich damit in Lebensgefahr …

Meine Meinung:
Dies ist zwar schon der 7. Band der Reihe um die Kommissare Zorn und Schröder, kann aber auch unabhängig von den Vorgängern gelesen werden. Der Kriminalfall ist abgeschlossen. Allerdings ist es ganz nett, die Entwicklungen im Berufs- und Privatleben vom 1. Band an zu verfolgen, da man nur so den Charme der Dialoge zwischen Zorn und Schröder erkennen kann.

Zorn, der es ansonsten gern mit der Faulheit übertreibt, zeigt hier auch mal Initiative und trägt seinen Teil zur Polizeiarbeit bei. Auch im Privatleben beim Umgang mit seinem Sohn Edgar, mit Schröder und der Staatsanwältin Frieda Borck gefiel er mir dieses Mal ziemlich gut. Er ist nicht mehr der unsympathische Typ, der er noch am Anfang war.

Der Kriminalfall entwickelt sich sehr spannend und dramatisch auf mehreren Ebenen. Das gefiel mir sehr gut, obwohl es insgesamt doch ein wenig konstruiert wirkt.

Stephan Ludwigs lebendiger Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten fliegen. Es macht einfach Spaß, die kauzigen Protagonisten zu begleiten und ihren witzigen Dialogen zu folgen.

Fazit:
Für Fans der Reihe ein Muss, aber auch allen anderen Thrillerfans kann ich den Roman empfehlen.

Ich schwanke zwischen 4 und 5 Sternen und runde wohlwollend nach oben auf.

★★★★★

Veröffentlicht am 24.05.2018

Braucht ein Jugendbuch so viel Brutalität?

Cat & Cole 1: Die letzte Generation
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Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Planet! (19. Juni 2018)
ISBN-13: 978-3522505598
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: This Mortal Coil
Übersetzung: Vanessa Lamatsch
Preis: 17,00€
auch ...

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Planet! (19. Juni 2018)
ISBN-13: 978-3522505598
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Originaltitel: This Mortal Coil
Übersetzung: Vanessa Lamatsch
Preis: 17,00€
auch als E-Book erhältlich

Braucht ein Jugendbuch so viel Brutalität?

Inhalt:
Mensch und Technik sind verschmolzen. Mittels eines Panels im Unterarm und entsprechender Apps könnten sich die Menschen das Leben so angenehm machen, wie sie wollen, wäre nicht eine tödliche Seuche ausgebrochen.

Catarina arbeitet mit ihrem Vater Lachlan und seinem Assistenten Dax zusammen an der Programmierung eines Impfstoffs gegen den Hydra-Virus, bis Lachlan und Dax von der Firma Cartaxus entführt werden. Als eines Tages Cole bei Cat auftaucht, hat er von Lachlan den Auftrag bekommen, mit Cat zusammen den Code für den Impfstoff zu entschlüsseln, denn das ist nur diesen beiden jungen Menschen möglich.

Meine Meinung:
Die Idee zu diesem Buch fand ich sehr interessant, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Tatsächlich gelang es mir auch leicht, mir diese technisch stark veränderte Welt vorzustellen. Trotzdem wollte mich der Roman nicht so recht begeistern. Ich bin nun wirklich nicht empfindlich, aber die Beschreibung der Seuche bzw. ihrer Auswirkungen ist einfach nur ekelerregend, und das in aller Ausführlichkeit. Auch viele weitere Szenen sind nichts für Menschen mit empfindlichen Mägen oder für solche, die gerne Albträume bekommen. Hier wird brutal mit den Körpern umgegangen, das Blut fließt in Strömen, und Haut und Muskeln hängen in Fetzen davon. Für 14-Jährige, wie vom Verlag empfohlen, ist das meiner Meinung nach viel zu brutal und blutig.

Anfangs gibt es noch hin und wieder ein paar Längen, aber je weiter die Handlung fortschreitet, desto rasanter wird es auch. Emily Suvada schreibt sehr fesselnd. Auch wenn die Sätze manchmal etwas holprig sind, fällt das kaum auf, weil man einfach nur so durch die Seiten fliegt und mit den Protagonisten mit fiebert.

Es wird aus der Ich-Perspektive der 18-jährigen Cat erzählt, deren Gedanken man so natürlich intensiv mitbekommt. Ihre Gefühle und Handlungsweisen sind so gut nachvollziehbar. Allerdings fand ich, dass ihr vieles viel zu leicht gelingt. Komplizierteste Programmierungen schreibt sie in Sekunden und penibel gesicherte Anlagen kann sie locker austricksen.

Sehr gut haben mir die vielen unerwarteten Wendungen gefallen. Gerade wenn man meint, man hat jetzt de Durchblick, ändert sich die Richtung, in die die Geschichte läuft, komplett. Das macht es sehr spannend und aufregend.

„Cat & Cole. Die letzte Generation“ ist der Auftakt einer dystopischen Reihe. Ob ich die weiteren Bände lesen will, kann ich noch nicht sagen. Ich fürchte, bis der nächste Band erscheint, wird die Geschichte in meinem Kopf schon wieder ziemlich verblasst sein.

Fazit:
Der Roman ist sehr spannend, aber auch sehr brutal und ekelerregend. Eine kleine Liebesgeschichte rundet die Handlung schön ab, drängt sich aber nicht in den Vordergrund.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 17.05.2018

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Der letzte Stern
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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (3. Oktober 2016)
ISBN-13: 978-3442313365
Originaltitel: Thomas Bauer
Preis: 16,99€
auch Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Konnte ...

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (3. Oktober 2016)
ISBN-13: 978-3442313365
Originaltitel: Thomas Bauer
Preis: 16,99€
auch Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Inhalt:
Cassie, Sam, Evan, Zombie, Dumbo und Megan haben Unterschlupf in einem sicheren Haus gefunden. Ringer ist auf dem Weg zurück zu Vosch, was die anderen jedoch nicht wissen. Als Silencer hat Evan die Information, dass nur noch 5 Tage bleiben bis zur endgültigen Zerstörung der Menschheit. Die Zeit drängt also. Die jungen Leute müssen etwas unternehmen …

Meine Meinung:
Bis auf die viele Gewalt haben mir die ersten beiden Bände sehr gut gefallen. Leider hatte ich beim dritten Teil nun erhebliche Schwierigkeiten, wieder in die Handlung hineinzufinden. Es wird praktisch nichts wiederholt, was bisher geschah. So hatte ich dann doch Probleme, die einzelnen Figuren und ihre Vergangenheit zu sortieren.

Wie schon im zweiten Band wechselt die Erzählperspektive zwischen mehreren Personen. Dies ist auch notwendig, weil nicht immer alle an einem Ort sind und doch alles wichtig ist. Teilweise wird dabei in der Ich-Form erzählt, teilweise in der 3. Person. Da aber über den einzelnen Kapiteln der entsprechende Name steht, weiß man natürlich immer, um wen es gerade geht.

Ich finde Rick Yanceys Schreibstil recht gelungen. Er kann damit die beunruhigende Atmosphäre sehr gut darstellen. Die erste Hälfte des Romans fand ich nicht besonders spannend. Hier geht es eher ruhig zu, obwohl es auch nicht ganz ohne Tote ausgeht. Richtig Spannung kommt dann aber wieder in der zweiten Hälfte auf. Hier gibt es einige brenzlige Situationen und man sollte sich auf den Tod lieb gewonnener Figuren gefasst machen.

Fazit:
Wer die ersten beiden Bände mochte, wird nicht umhin kommen, auch den dritten Teil zu lesen. Auch wenn er mit den Vorgängern nicht ganz mithalten kann, bietet er doch einen Abschluss der Geschichte.

Die Trilogie:
1. Die 5. Welle
2. Das unendliche Meer
3. Der letzte Stern

★★★☆☆

Veröffentlicht am 16.05.2018

Hat mich sehr berührt

Herzflüstern
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Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Ullstein Forever (8. Juni 2018)
ISBN-13: 978-3958189713
Preis: 15,00€
auch als E-Book erhältlich

Hier findet ihr eine Leseprobe.
Kaufen könnt ihr das Buch hier oder in ...

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Ullstein Forever (8. Juni 2018)
ISBN-13: 978-3958189713
Preis: 15,00€
auch als E-Book erhältlich

Hier findet ihr eine Leseprobe.
Kaufen könnt ihr das Buch hier oder in jeder Buchhandlung eures Vertrauens.

Hat mich sehr berührt

Inhalt:
Als Julian und Markus sich zufällig begegnen, ist Julian komplett verwirrt. Warum geht der andere Mann ihm nicht mehr aus dem Kopf? Warum wünscht er sich sehnlich, ihn wiederzusehen, in seiner Nähe zu sein? Er, der noch nie verliebt war, kann dieses Gefühl nicht richtig einordnen. Denn er ist doch auf keinen Fall schwul, oder etwa doch?

Meine Meinung:
Herzflüstern ist eine tolle Geschichte über die erste Liebe. Themen wie Probleme mit den Eltern, Mobbing, Freundschaft, Coming-out, Akzeptanz und Toleranz spielen auch eine große Rolle. Mich konnte Katharina B. Gross mit ihrem Roman stark berühren. Julians anfängliche Verwirrung nimmt man ihm voll ab. Auch Markus’ Reaktion ist nachvollziehbar. Und obwohl so einige Probleme zwischen den beiden Helden stehen, spürt man fast in jedem Satz eine geballte Ladung von allersüßestem Gefühl. Hier kann man beim Lesen durchaus selbst Herzklopfen und Bauchkribbeln bekommen. Ich fand das so schön, dass ich mir das Buch auf mehrere Tage aufgeteilt habe, um länger etwas davon zu haben

War ich anfangs noch absolut begeistert, merkte ich aber schließlich doch, dass die Autorin noch ein bisschen Luft nach oben hat. Der Schreibstil ist auf Dauer doch etwas zu einfach, es gibt etliche Wiederholungen. Zum Beispiel hätte Julian nicht gefühlt auf jeder Seite zwei Mal erröten müssen. Außerdem waren es mir ein paar Zufälle und Übertreibungen zu viel. Müssen da wirklich gleich „einige Infusionsnadeln in seiner Armbeuge“ stecken?

Trotz der kleinen Kritikpunkte habe ich dieses Buch sehr genossen. Es war einfach wunderschön, Julian und Markus auf ihrem Weg zu begleiten und zu sehen, wie aus der anfänglichen Verwirrung eine starke Liebe wird - allen widrigen Umständen zum Trotz.

★★★★☆

Ich bedanke mich bei Netgalley und beim Verlag Forever für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.05.2018

Porträt einer bemerkenswerten Frau

Die Farben des Himmels
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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (14. Mai 2018)
ISBN-13: 978-3442314157
Originaltitel: A Piece Of The World
Übersetzung: Anne Fröhlich
Preis: 20,00€
auch als E-Book erhältlich


Porträt ...

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (14. Mai 2018)
ISBN-13: 978-3442314157
Originaltitel: A Piece Of The World
Übersetzung: Anne Fröhlich
Preis: 20,00€
auch als E-Book erhältlich


Porträt einer bemerkenswerten Frau

Inhalt:
Christina Olson lebte mit ihrem Bruder in Cushing im US-Bundesstaat Maine. Die abgeschiedene elterliche Farm war ihr kleiner Kosmos, den sie nur selten verlassen konnte, denn Christina war in ihren körperlichen Bewegungen stark eingeschränkt - wahrscheinlich ein Symptom einer neurologischen Erkrankung, des Morbus Charcot-Marie-Tooth. Als sie den Maler Andrew Wyeth kennenlernte, der sich in ihrem Haus ein Atelier einrichtete, diente sie ihm als Muse. Sein berühmtestes Werk mit dem Titel „Christina’s World“ gehört heute zur Sammlung des Museum of Modern Art in New York.

Meine Meinung:
Nicht nur der Maler Andrew Wyeth zeichnet ein Porträt dieser bemerkenswerten, starken Frau, sondern auch die Autorin Christina Baker Kline, nur eben mit den Mitteln einer Schriftstellerin. Die Sprache ist der beschriebenen Zeit angepasst, sodass man sich sehr gut einfühlen kann. 

Christina Olson erzählt in der Ich-Form von ihrem Leben, von ihrer Familie, von ihrer großen Liebe und von ihrem Leiden, von dem sie sich nicht unterkriegen lässt, obwohl es sich ständig verschlechtert und sie große Schwierigkeiten mit den einfachsten Verrichtungen hat. Mit eisernem Willen erledigt sie die ihr zugeteilten Aufgaben im Haushalt und weigert sich meistens Hilfe anzunehmen. Dieser starke Wille hat mich sehr beeindruckt.

Natürlich macht es ihr auch schwer zu schaffen, dass sie nicht wie andere ist, dass sie ihrer Familie und ihren Freunden immer wieder zur Last fällt. Nur der Maler Andrew Wyeth scheint sie mit ganz anderen Augen zu sehen. Gerne hätte ich noch mehr von Christinas Gedanken und Gefühlen gelesen, die in der Erzählung der Ereignisse manchmal etwas zu kurz kommen.

Durch die Rückblenden in Christinas Kindheit und Jugend wird praktisch ein ganzes Leben abgedeckt und die Entwicklung vom kleinen wissenshungrigen Mädchen zur reifen Frau beschrieben. Es sind einige Enttäuschungen, die Christina erleben muss und die sie mal mehr, mal weniger schnell überwinden kann.

Ich fand die Geschichte sehr interessant. Auch wenn es sich bei diesem Buch um einen fiktionalen Roman handelt, so beruht er doch auf wahren Begebenheiten. Im Nachwort geht Christina Baker Kline näher darauf ein.