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Veröffentlicht am 13.09.2017

Vorgeschichte zu "Kleine große Schritte", macht Lust auf mehr

Das Mädchen mit den roten Schuhen
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Format: E-Book
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 70 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (4. September 2017)
Preis: 0,00€

Vorgeschichte zu „Kleine große Schritte“, macht Lust auf mehr

Inhalt:
1979. Die achtjährige ...

Format: E-Book
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 70 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (4. September 2017)
Preis: 0,00€

Vorgeschichte zu „Kleine große Schritte“, macht Lust auf mehr

Inhalt:
1979. Die achtjährige Ruth Brooks fängt auf einer neuen Schule an – als einzige Schwarze. Zwar ist sie mit Christina befreundet, dem Mädchen, für dessen Familie Ruths Mutter arbeitet, doch in der Schule distanziert sich Christina von der schwarzen Freundin. Trotz ihrer freundlichen Bemühungen, sich zu integrieren, wird Ruth das Leben von manchen Mitschülern schwergemacht.

Meine Meinung:
Da die Geschichte aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird, ist auch die Sprache recht kindlich. Es sind größtenteils sehr kurze, einfache Sätze. Einerseits hat mich das etwas genervt, andererseits kann man sich so gut in die kindliche Seele hineindenken. Allerdings wirkt Ruth manchmal auch schon recht reif für ihr Alter. Zuweilen habe ich das als Diskrepanz empfunden.

„Das Mädchen mit den roten Schuhen“ ist die Vorgeschichte von Jodi Picoults neuem Roman „Kleine große Schritte“, der am 2. Oktober 2017 erscheint. Als Appetitanreger ist diese kurze Geschichte gut geeignet, als Stand alone fände ich sie etwas zu mager. So wird man aber gut in die Geschichte von Ruth eingeführt, die zeigt, dass auch heute noch zwischen Schwarz und Weiß Welten liegen können.

★★★★☆

Veröffentlicht am 10.09.2017

Ein fesselndes Verwirrspiel

Aquila
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Broschiertes Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Loewe (14. August 2017)
ISBN-13: 978-3785586136
empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis: 16,95€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Ein fesselndes Verwirrspiel

Inhalt:
Als ...

Broschiertes Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Loewe (14. August 2017)
ISBN-13: 978-3785586136
empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis: 16,95€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Ein fesselndes Verwirrspiel

Inhalt:
Als Nika aufwacht, ist sie allein in ihrer Wohnung in Siena. Ihre Mitbewohnerin Jenny ist weg, ebenso ihr Schlüsselbund, ihr Pass und ihr Handy. Und die Wohnungstür ist abgeschlossen – Nika ist eingesperrt. Am Badezimmerspiegel findet sie eine bedrohliche Nachricht, in ihrer Hosentasche einen Zettel mit kryptischen Notizen. Was hat das alles zu bedeuten?

Der Schock ist noch größer, als Nika erkennt, dass sie nicht eine Nacht lang geschlafen hat, sondern dass ganze zwei Tage vergangen sind, an die sie sich kein bisschen erinnern kann …

Meine Meinung:
Ich liebe die Bücher von Ursula Poznanski, egal ob es sich um Jugendbücher handelt oder Krimis für Erwachsene. Bisher wurde ich noch nie enttäuscht. Auch das neueste Werk „Aquila“ hat mir sehr gut gefallen, nachdem die Geschichte an Fahrt aufgenommen hatte.

Den Anfang fand ich ein bisschen nervig, weil Nika sich immer wieder im Kreis dreht, sich immer wieder dasselbe fragt, immer wieder diesen Zettel mit den seltsamen Notizen liest und bei der Lösung des Rätsels nicht weiterkommt.

Doch dann kommt Schwung in die Handlung. Nika entschlüsselt die Notizen nach und nach und kommt unglaublichen Ereignissen auf die Spur. Doch ist das nicht ganz ungefährlich, denn sie wird von einem jungen Mann verfolgt, und auch die Polizei interessiert sich mehr für sie, als ihr lieb sein kann. Keine einfache Situation, noch dazu wenn man sich in einem Land befindet, dessen Sprache man nicht wirklich beherrscht. Da tut es ganz gut, dass der sympathische Stefano sich ihrer annimmt und dolmetscht. Doch Nika kann sich nicht sicher sein, ob sie ihm oder auch jeder anderen Person vertrauen kann. Denn in den zwei Tagen ihres Blackouts muss etwas Schlimmes passiert sein. In was ist Nika da nur hineingeraten?

Ursula Poznanski versteht es prächtig, eine unheilvolle Atmosphäre zu erschaffen, sodass es einem beim Lesen eiskalt über den Rücken läuft und man wie gebannt an den Seiten hängt. Die zweite Hälfte des Buches musste ich in einem Rutsch durchlesen, ich konnte einfach nicht mehr aufhören.

Mir hat es viel Spaß gemacht, zu spekulieren, wie die einzelnen Puzzlestücke, die Poznanski dem Leser hinwirft, zusammenpassen. Allerdings bin ich gnadenlos gescheitert. Viele meiner Vermutungen lagen meilenweit oder auch nur knapp daneben. Die Autorin konnte mich so immer wieder überraschen. Das ist genau das, was ich gerne mag.

Am Ende kann man das Buch zufrieden zuklappen. Alle offenen Fragen werden zufriedenstellend geklärt.

Fazit:
Ein fesselnder und spannender Jugendthriller, auch wenn die Protagonistin nicht ganz überzeugen kann.

★★★★☆

Herzlichen Dank an den Loewe Verlag, der mir freundlicherweise für die Leserunde im Leser-Welt-Forum ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Veröffentlicht am 10.09.2017

ein ruhiger Roman, aber beeindruckend

Ermordung des Glücks
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Gebundene Ausgabe: 317 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag (11. September 2017)
ISBN-13: 978-3518427552
Preis: 20,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein ruhiger Roman, aber beeindruckend

Inhalt:
Jakob ...

Gebundene Ausgabe: 317 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag (11. September 2017)
ISBN-13: 978-3518427552
Preis: 20,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Ein ruhiger Roman, aber beeindruckend

Inhalt:
Jakob Franck ist der ehemalige Chef der Mordkommission der Kripo München. Doch auch im Ruhestand lässt sein Beruf ihn nicht los. Noch immer übernimmt er die Aufgabe, Angehörige vom Tod ihrer Lieben zu unterrichten und die aktiven Ermittler zu unterstützen. So auch im Fall des seit Wochen verschwundenen elfjährigen Lennard Grabbe. Als seine Leiche gefunden wird, bricht für die Familie alles zusammen.

Meine Meinung:
Aus gutem Grund wird dieses Buch vom Verlag nicht als Kriminalroman, sondern als Roman eingeordnet, obwohl ein Kriminalfall und seine Aufklärung sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen. Friedrich Ani rückt den Fall aber etwas in den Hintergrund und gibt den beteiligten Personen mehr Raum, als das sonst in einem Kriminalroman üblich ist.

Da ist zum einen die Mutter des Jungen, die sich komplett zurückzieht und mit niemandem mehr reden will. Nur mit ihrem geliebten Sohn hält sie weiterhin Zwiesprache. Lennards Vater versucht auf seine Weise, mit dem unermesslichen Verlust fertig zu werden. Und beim Onkel kommt mit Lennards Tod eine alte Geschichte wieder hoch.

Ani lässt uns intensiv an den Gedanken und Gefühlen dieser Menschen teilhaben. Dabei beweist er eine enorme Beobachtungsgabe und Empathie. Die Protagonisten erscheinen äußerst plastisch und lebensecht. Der Autor brachte sie mir so nahe, dass ich das Gefühl hatte, sie schon ewig zu kennen.

„Ermordung des Glücks“ ist der 2. Band der Reihe um Jakob Franck, kann aber ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Fazit:
Ein etwas anderer (Kriminal-) Roman, der durch seine unaufgeregte Erzählweise besticht und mit wenig Blut und wenig Hochspannung auskommt, aber trotzdem unglaublich fesselnd ist.

Die Reihe:
Der namenlose Tag
Ermordung des Glücks

★★★★★

Herzlichen Dank an den Suhrkamp Verlag und vorablesen für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 08.09.2017

Spannender Politthriller

Oxen. Das erste Opfer
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Broschiert: 464 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (8. September 2017)
ISBN-13: 978-3423261586
Originaltitel: De Hængte Hunde
Preis: 16,90€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Spannender Politthriller

Inhalt:
Niels ...

Broschiert: 464 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (8. September 2017)
ISBN-13: 978-3423261586
Originaltitel: De Hængte Hunde
Preis: 16,90€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Spannender Politthriller

Inhalt:
Niels Oxen, ein schwer traumatisierter ehemaliger Elitesoldat, will eigentlich nur seine Ruhe. Mit seinem Hund Mr White zieht er sich in die Wälder Dänemarks zurück. Dummerweise befindet er sich bald zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine Mordermittlung. Das Angebot, den Geheimdienst zu unterstützen, kann er nicht ablehnen, wenn er heil aus der Sache herauskommen will. Zusammen mit der Geheimdienstmitarbeiterin Margarethe Franck sucht er nach Geheimnissen, die nie ans Tageslicht kommen sollten …

Meine Meinung:
„Das erste Opfer“ ist der Auftakt einer Trilogie um den Ex-Soldaten Oxen. Er bzw. seine psychischen Traumata spielen eine zentrale Rolle. Sein Misstrauen gegenüber anderen Menschen ist wirklich außergewöhnlich, erklärt sich im Lauf des Buches allerdings, denn ihm wurde in seinem Leben schon übel mitgespielt.

Das Zusammenspiel mit der Geheimdienstmitarbeiterin Margarethe Franck hat mir gut gefallen. Die beiden sind ein tolles Team, wenn sie sich auch erst langsam zusammenraufen müssen. Auch Franck hat einen interessanten Hintergrund, der erst allmählich zutage tritt. Da die zwei Protagonisten sich nie sicher sein können, wer in der Verschwörung mit drin hängt, stehen sie immer wieder vor der Herausforderung, zu entscheiden, wem sie Informationen zukommen lassen und wem besser nicht.

Für mich ergab sich ein Großteil der Spannung aus eben dieser Ungewissheit, wer was zu verbergen hat. Aber es gibt auch einige Actionszenen mit großem Nervenkitzel, wie ich es bei einem Thriller erwarte. Dennoch geht es für einen Thriller fast gemächlich zu, da einfach auch eine große Menge Überlegungen angestellt werden und die Action etwas im Hintergrund steht. Und obwohl es sehr viele Tote gibt, hält sich die Brutalität noch in Grenzen.

Fazit:
Ein fesselnder Auftakt eines dänischen Autors, der mich zwar nicht atemlos, aber doch zufrieden zurücklässt. Auf die weiteren Bände um die interessante Figur Oxen bin ich schon neugierig.

Die Reihe:
1. Das erste Opfer
2. Der dunkle Mann (voraussichtl. ET: 09. März 2018)
3. Gefrorene Flammen (voraussichtl. ET: 20. Juli 2018)

★★★★☆

Herzlichen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 25.08.2017

Rasanter und runder Abschluss der Trilogie

These Broken Stars. Sofia und Gideon (Band 3)
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Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Carlsen (28. Juli 2017)
ISBN-13: 978-3551583710
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 19,99€
auch als E-Book erhältlich

Rasanter und runder Abschluss der Trilogie

ACHTUNG: ...

Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Carlsen (28. Juli 2017)
ISBN-13: 978-3551583710
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 19,99€
auch als E-Book erhältlich

Rasanter und runder Abschluss der Trilogie

ACHTUNG: Dies ist der 3. Band der Trilogie. Daher kann meine Rezension SPOILER zu den ersten beiden Bänden enthalten. Diese sollte man zuvor gelesen haben, um die Handlung zu verstehen. Obwohl sie an anderen Orten spielen und andere Protagonisten beteiligt sind, baut die Handlung auf den Vorgängern auf.

Inhalt:
Flynns Freundin Sofia von Avon ist schließlich auf Corinth gestrandet. Ihr Ziel ist Rache. Sie plant, Roderick LaRoux zu töten. Auch der Hacker Gideon kämpft gegen LaRoux, wenn auch mit anderen Mitteln. Und auch Tarver und Lilac sowie Jubilee und Flynn haben etwas vor. Bei einer Feier kommt es schließlich zur Katastrophe. Ist die Menschheit noch zu retten?

Meine Meinung:
Um es gleich vorweg zu sagen, dieser 3. Band der Reihe konnte mich am meisten begeistern. Schon der Einstieg war einfach genial. Ähnlich wie in den Vorgängerbänden lernen sich die Protagonisten bei einer geselligen Gelegenheit kennen, aber bei Weitem nicht sofort lieben, obwohl ein gewisses Interesse auf den ersten Blick schon da ist. Doch beiden fällt es schwer, jemandem zu vertrauen, leben und agieren sie doch aus gutem Grund jeweils im Verborgenen bzw. mit gefälschten Identitäten. Und dann steht da auch noch ein großes Hindernis zwischen ihnen, das es der Liebe sehr schwer macht.

Wie schon in den Vorgängerbänden wechselt die Perspektive zwischen den beiden Protagonisten, hier also zwischen Sofia und Gideon, wodurch man sich in diese beiden sehr gut hineinversetzen kann, da man ihre Gedanken, ihre Zweifel und Wünsche aus erster Hand mitbekommt. Dazwischen gibt es kurze Sequenzen aus der Sicht der Stimmen, die sehr aufschlussreich sind. Sofia und Gideon sind mir beide schnell ans Herz gewachsen. Ich freute mich aber auch sehr, als dann Jubilee, Flynn, Lilac und Tarver zu ihnen stießen.

Die Handlung verläuft ziemlich rasant. Weder die Protagonisten noch die Leser kommen groß zum Verschnaufen. Hier wird geflohen, verfolgt und sich versteckt, was das Zeug hält, und unsere Helden befinden sich mehr als ein Mal in höchster Gefahr. Ich war so gefesselt, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit beendet hatte. Natürlich war ich auch neugierig, was es nun genau mit LaRouxs Experimenten auf sich hatte und ob das Ganze für die Menschheit noch glücklich ausgehen konnte.

Immer wieder konnten mich die beiden Autorinnen mit unerwarteten Wendungen überraschen. So war es ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen.

Mit dem Ende bin ich voll und ganz zufrieden. Es bleiben praktisch keine Fragen mehr offen, alles wird zu einem runden Schluss gebracht. Von mir gibt es für die ganze spannende und fesselnde Trilogie eine klare Leseempfehlung.

Die Reihe:
1. These Broken Stars. Lilac und Tarver
2. These Broken Stars. Jubilee und Flynn
3. These Broken Stars. Sofia und Gideon

★★★★★

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Carlsen Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar für die Leserunde auf wasliestdu zur Verfügung stellte.