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Veröffentlicht am 23.05.2017

Tolle Geschichte mit kleinen Längen

Die Flüsse von London
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Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft; Auflage: 2012 (1. Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423213417
Originaltitel: Rivers of London
Preis: 9,95€
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft; Auflage: 2012 (1. Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423213417
Originaltitel: Rivers of London
Preis: 9,95€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Tolle Geschichte mit kleinen Längen

Inhalt:
Peter Grant hat gerade seine Ausbildung zum Polizisten abgeschlossen - nicht gerade als Bester. Da wird er in eine ganz spezielle Abteilung versetzt, die bisher nur aus einem Mann besteht, dem Zauberer Thomas Nightingale. Zusammen gehen die beiden übernatürlichen Verbrechen nach.

Meine Meinung:
Der Einstieg in dieses Buch fiel mir etwas schwer. Es passiert zuerst nicht so wahnsinnig viel. Stattdessen lernt man Peter, seine Kollegin Lesley, Nightingale und andere Figuren kennen. Erst als die Magie langsam Formen annimmt und Peter immer weiter in diese Materie eintaucht und Zauberlehrling wird, wird es interessanter. Nun sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wir bekommen es mit Geistern, Besessenheit und Wiedergängern zu tun. Außerdem spielen der Gott der Themse und die entsprechende Göttin sowie deren Kinder - sprich Nebenflüsse - eine große Rolle. Die Handlung ist recht komplex und eins greift ins andere.

Erzählt wird aus der Perspektive von Peter Grant in der Ich-Form. Das fand ich sehr gelungen, da man sich so gut in diesen außergewöhnlich begabten Polizisten hineinversetzen kann.

Den Schreibstil fand ich nicht besonders fesselnd, aber auch nicht langweilig. Einiges hätte man sicher etwas verkürzt erzählen können. Aber es gibt auch sehr viele humorvolle Stellen, wo man einfach grinsen muss. Dabei steckt hinter allem ein Kriminalfall, der nach Aufklärung ruft.

Ben Aaronovitch hat unter anderem Drehbücher zu der englischen TV-Kultserie „Doctor Who“ verfasst, deren Fans von der Peter Grant-Reihe sicher begeistert sein werden.

Die Reihe:
1. Die Flüsse von London
2. Schwarzer Mond über Soho
3. Ein Wispern unter Baker Street
4. Der böse Ort
5. Fingerhut-Sommer
6. Der Galgen von Tyburn

★★★★☆

Veröffentlicht am 18.05.2017

Die Wirren der ersten Liebe

Will & Will
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Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: cbt (9. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570308851
empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: Will Grayson, Will Grayson
Preis: 8,99€
auch als E-Book erhältlich


Die ...

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: cbt (9. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570308851
empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: Will Grayson, Will Grayson
Preis: 8,99€
auch als E-Book erhältlich


Die Wirren der ersten Liebe

Inhalt:
Will Grayson lebt nach seinen beiden Regeln: Mund halten und nicht auffallen. Er hat nur einen richtigen Freund, Tiny Cooper. Tiny ist entgegen seinem Namen sehr groß, sehr laut, sehr extrovertiert, sehr homosexuell, jeden Tag sehr in einen anderen verliebt. Und dann ist da noch Jane, die Will mag, aber mehr ist da nicht, oder doch?

Durch einen blöden Zufall trifft Will Grayson eines Abends auf einen anderen Jungen, der ebenfalls Will Grayson heißt. Dieser ist in der Stadt, um endlich seinen Internetfreund Isaac zu treffen, nachdem sie ein Jahr lang nur gechattet haben.

Beide Wills sind siebzehn und leben in Chicago. Doch ansonsten sind sie grundverschieden. Trotzdem beeinflussen sie sich ab jetzt gegenseitig.

Meine Meinung:
„Will & Will“ ist ein gelungenes Gemeinschaftswerk des Autorenduos. Sowohl John Green als auch David Levithan konnten mich schon jeder für sich von ihrem Können überzeugen. Im vorliegenden Roman übernimmt jeder der Autoren die Perspektive eines Wills, wobei sie sich kapitelweise abwechseln. Schon anhand des Schreibstils erkennt man sofort, von welchem Will man gerade liest, obwohl beide in der Ich-Form erzählen. Während der erste Will einen ganz normalen fortlaufenden Text hat, sind beim zweiten die Dialoge in Chatform aufgebaut. Außerdem benutzt er keinerlei Großbuchstaben. Das war für mich schon sehr gewöhnungsbedürftig und hat meinen Lesefluss öfter unterbrochen, weil ich unwillkürlich dachte: Schon wieder ein Rechtschreibfehler, das schreibt man doch groß! Von der Idee her ist es aber natürlich gut nachzuvollziehen.

Ich fand die Charaktere sehr gut ausgearbeitet, vor allem die beiden Wills und Tiny. Am Schluss hatte ich das Gefühl, diese drei schon ewig zu kennen, so intensiv haben sich die Autoren mit ihnen befasst. Manchmal hätte ich sie alle drei gerne einfach in den Arm genommen, manchmal wollte ich sie in den Hintern treten. Aber verstanden, warum sie so handeln, wie sie es nun mal tun, habe ich immer.

Ein großes Thema dieses Romans ist die Homosexualität. Hier ist der Umgang damit erfrischend normal. Zwar werden Probleme des Coming out erwähnt oder Mobbing, aber es wird auch gezeigt, dass es eben auch ganz anders geht.

Fazit:
Ein sehr empfehlenswertes Jugendbuch über die erste (homo- und heterosexuelle) Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden.

★★★★☆

Veröffentlicht am 14.05.2017

Schöner Abschluss der Caster-Chroniken

Nineteen Moons
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Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbj (20. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570151334
empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Beautiful Redemption
im Buchhandel nur noch als Taschenbuch ...

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbj (20. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570151334
empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Beautiful Redemption
im Buchhandel nur noch als Taschenbuch und als E-Book erhältlich

Schöner Abschluss der Caster-Chroniken

Inhalt:
Um die Welt zu retten, hat Ethan sein Leben geopfert. Er landet in der Anderwelt. Hier erfährt er von einer Möglichkeit, wie er seinen Tod ausradieren könnte, aber der Weg ist nicht einfach und das Risiko groß. Doch für seine große Liebe, Lena, nimmt Ethan alles auf sich.

Meine Meinung:
Mir haben schon die ersten drei Bände der Caster-Chroniken gut gefallen. Ich habe sie als spannende und gefühlvolle Unterhaltung empfunden, kein absolutes Highlight, aber doch lesenswert. Und genauso ging es mir auch mit dem vierten und damit letzten Band dieser magischen Reihe.

Über weite Strecken ist die Handlung sehr spannend und wirklich außergewöhnlich. Ab und zu plätschert es ein kurzes Stück vor sich hin, aber eigentlich ist es immer irgendwie interessant zu lesen. Da Ethan und Lena getrennt sind, ist der erste Teil des Buches aus Ethans Sicht, der zweite aus Lenas und der dritte wieder aus Ethans, jeweils in der 1. Person erzählt. So bekommt man die Gedanken und die Gefühle dieser zwei extrem sympathischen Protagonisten hautnah mit. Ich habe mit den beiden gelitten und gehofft, dass Ethan es wieder zurückschafft, obwohl es schier aussichtslos schien. Ein bisschen schade fand ich es allerdings schon, dass sie nicht zusammen waren.

Viele Charaktere, die aus den vorherigen Bänden bekannt sind, treten auch hier wieder auf und konnten mich zum Teil begeistern oder zum Schmunzeln bringen. So fand ich Amma, aber auch Link und Ridley ganz klasse. Es kommen auch neue Figuren dazu, die ich sehr interessant fand.

Schließlich findet die Geschichte der Caster ein rundes Ende. Angefangene Handlungsfäden werden zusammengeführt, alle wichtigen Fragen beantwortet. Man kann das Buch also am Schluss zufrieden zuklappen.

Die Reihe:
Sixteen Moons: Eine unsterbliche Liebe
Seventeen Moons: Eine unheilvolle Liebe
Eighteen Moons: Eine grenzenlose Liebe
Nineteen Moons: Eine ewige Liebe

★★★★☆

Veröffentlicht am 11.05.2017

Solider deutscher Thriller

Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe
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Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (26. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596296163
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Solider deutscher Thriller

Inhalt:
Max ...

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch (26. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596296163
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Solider deutscher Thriller

Inhalt:
Max Bischoff ist neu beim KK11 in Düsseldorf. Der 32-Jährige muss sich gegen seinen älteren und erfahreneren Team-Partner Böhmer behaupten. Schon gleich der erste Fall hat es in sich: Ein bekannter investigativer Journalist kommt morgens blutbesudelt ins Polizeipräsidium. An die vergangene Nacht kann er sich nicht erinnern. Das Blut stammt von einer seit über zwei Jahren vermissten jungen Schauspielerin. Doch ihre Leiche fehlt. Bald darauf findet man die Leiche einer anderen Frau, die ganz offensichtlich bestialisch gefoltert worden war. Hängen die beiden Fälle zusammen?

Meine Meinung:
Zugegeben, der Plot ist nicht unbedingt vollkommen neu, wurde aber von Arno Strobel sehr ordentlich ausgearbeitet. Überwiegend wird aus der Perspektive des jungen Kommissars Max Bischoff erzählt, ab und zu gibt es kurze Einschübe in der 1. Person aus Sicht des Täters. Hier ist man auch bei den Morden “live“ dabei. Durch diese Darstellung aus Tätersicht erhält man einen guten Einblick, worum es diesem geht, ohne dass man allerdings einen Hinweis auf seine Person erhält.

Als Täter kommen verschiedene Beteiligte in Betracht. Immer wieder wirkt jemand anders am verdächtigsten, vorhersagen lässt es sich aber kaum. So tappt man als Leser mit den Ermittlern im Dunkeln, bis Max am Ende über ein Puzzleteilchen stolpert, das schließlich den entscheidenden Hinweis liefert.

Die Kommissare Max Bischoff und Horst Böhmer sind erstaunlich normal, ohne langweilig oder blass zu wirken. Max ist eine sympathische Figur, ehrgeizig und loyal, gewillt, sich in seiner neuen Position zu behaupten. Er arbeitet gerne mit den neuen Medien und Techniken, führt immer wieder Hochschulwissen an. Dagegen ist Böhmer schon etwas älter, erfahrener und eher ein Freund von Intuition. Sie sind schon etwas gegensätzlich, aber einander nicht feind. Im Gegenteil, sie ergänzen sich recht gut und lernen sich auch bald gegenseitig zu schätzen. Es macht Spaß, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Der Thriller lässt sich recht locker lesen, sprachlich ist er nicht besonders anspruchsvoll. Auch die Handlung ist nicht besonders komplex, sodass man sich ohne viel Nachdenken durch den Roman treiben lassen kann. Spannung ist von Anfang an vorhanden und ebbt immer nur für kurze Zeit ab. Gegen Ende steigert sie sich sogar noch und sorgt dafür, dass man das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen will.

Eine Nebenhandlung ist für mich noch nicht abgeschlossen, was mich etwas gestört hat. Aber vielleicht baut darauf ja der nächste Fall für Max auf? Denn „Tiefe Narbe“ ist der Auftakt einer Trilogie mit Max Bischoff. Ich freue mich darauf, bald schon mehr von diesem Ermittler lesen zu dürfen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 10.05.2017

Interessante Story, aber mit Längen

Der Mann, der zu träumen wagte
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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger (23. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3810530318
Originaltitel: The Best of Adam Sharp
Preis: 19,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich ...

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger (23. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3810530318
Originaltitel: The Best of Adam Sharp
Preis: 19,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Interessante Story, aber mit Längen

Inhalt:
Als 26-Jähriger arbeitete Adam Sharp für einige Monate in Australien und verliebte sich in die junge Schauspielerin Angelina. Doch ihre Beziehung sollte keine Zukunft haben. Nun lebt er schon seit vielen Jahren mehr oder weniger glücklich mit seiner Lebensgefährtin Claire in Norwich, England.

Nach 22 Jahren Funkstille erreicht Adam eine E-Mail von Angelina: „Hi.“ Was erwartet Angelina als Antwort? Was will sie nach so langer Zeit von Adam? Bedeutet Angelina ihm noch irgendwas? Dies sind die Fragen, denen sich Adam im Folgenden stellen muss.

Meine Meinung:
Ich hatte mich sehr auf den neuen Roman von Graeme Simsion gefreut, denn die Rosie-Dilogie hat mich restlos begeistert. Natürlich habe ich hier nicht dasselbe in Grün erwartet, aber auch nicht diesen krassen Gegensatz. Die Rosie-Bücher sprühen vor Witz und Charme – beides sucht man hier vergeblich.

Der Protagonist Adam Sharp erzählt in der Ich-Form, und das kommt recht trocken rüber, so nach dem Motto: Ich machte dies, dann machte ich das. Obwohl man dem Protagonisten ganz nahe und die Story eigentlich sehr von Gefühlen geprägt sein sollte, vermisste ich hier ebendiese Gefühle. Da kam einfach nichts bei mir an. Hier muss ich anmerken, dass mir weder Adam noch Angelina und auch nicht die Partner der beiden wirklich sympathisch waren. Auf eine gewisse Weise wirkten alle Beteiligten irgendwie berechnend auf mich und nicht offen und ehrlich.

So konnte mich der Autor also leider nicht durch seinen Schreibstil fesseln. Die Handlung ist da schon besser. Die Beziehungskonstellationen sind nicht gerade alltäglich. Und auch wenn ich mit einigen unmoralischen Handlungsweisen nicht einverstanden bin, konnte ich sie doch nachvollziehen. Interessant waren diese Interaktionen auf jeden Fall, und mit der ein oder anderen Wendung konnte Simsion mich auch kurz überraschen.

Musik spielt eine große Rolle in diesem Roman, und der Autor empfiehlt, die im Anhang aufgelisteten Songs beim Lesen zu hören. Es sind Songs, die zur jeweiligen Situation passen und die Emotionen widerspiegeln sollen. Da mir die meisten der Lieder bekannt sind, habe ich meinen Lesefluss lieber nicht ständig unterbrechen wollen. Im Nachhinein denke ich, ich hätte es vielleicht doch besser gemacht, um die Gefühle, die ich beim puren Lesen vermisste, an mich herankommen zu lassen.

★★★☆☆