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Veröffentlicht am 03.01.2017

Rotkäppchen und der böse Wolf mal ganz anders

Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot
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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Carlsen (24. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551582874
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: The Lunar Chronicles 02. Scarlet
Preis: ...

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Carlsen (24. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551582874
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: The Lunar Chronicles 02. Scarlet
Preis: 19,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

ACHTUNG: Dies ist der 2. Band der Luna-Chroniken. Meine Rezension kann SPOILER zum 1. Band enthalten.

Rotkäppchen und der böse Wolf mal ganz anders

Inhalt:

Scarlett lebt mit ihrer Großmutter Michelle auf einem Bauernhof in Südfrankreich. Doch Michelle ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Zusammen mit dem geheimnisvollen, aber faszinierenden Straßenkämpfer Wolf macht Scarlett sich auf die Suche.

Unterdessen bricht Cinderella aus dem Gefängnis in Neu-Peking aus. An ihrer Seite ist Kapitän Thorne, mit dessen Raumschiff sie fliehen. Doch Königin Levana macht Imperator Kai die Hölle heiß und die Erde ist in großer Gefahr …

Meine Meinung:
Nachdem der 1. Band recht offen endete und ich doch unbedingt wissen wollte, wie es mit Cinder weitergeht, war ich erst mal etwas enttäuscht, dass in diesem 2. Band nicht Cinder, sondern Scarlett die Hauptrolle spielt. Doch schnell konnte ich mich mit dieser Tatsache versöhnen, denn erstens ist Scarlett auch eine tolle Protagonistin, die man schnell ins Herz schließen kann, und außerdem ist Cinder nicht ganz vom Bildschirm verschwunden, sondern die Erzählung wechselt ständig zwischen zwei Handlungssträngen hin und her. Das finde ich eine tolle Lösung.

Ich kann dabei gar nicht sagen, welcher Handlungsstrang mir besser gefallen hat. Sie sind beide toll. Actionreich, spannend, witzig und gefühlvoll. Eine geniale Mischung, die das Lesen zu einem großartigen Vergnügen macht. Mit Scarlett bangt man um ihre Großmutter und versucht zu ergründen, was Wolf wohl verbirgt. Kann Scarlett ihm überhaupt vertrauen? Mit Cinder ist man auf der Flucht, muss sich mit allerlei Vorurteilen herumschlagen und nebenbei mehr über ihre lunarische Gabe herausfinden, die ihr schwere Gewissensbisse verursacht. Manchmal. Manchmal auch nicht, denn dann muss es einfach sein.

Nicht nur die vielschichtigen Charaktere, sondern auch das ganze Setting konnten mich begeistern. Die beschriebene Technik hat mich viele Jahre in die Zukunft entführt. Implantierte Chips, Portscreens, Raumschiffe, Hovers usw. haben vor meinem inneren Auge Gestalt angenommen. Marissa Meyer versteht es ausgezeichnet, mit ihrem fesselnden und eingängigen Schreibstil, das Kopfkino anzukurbeln.

Fazit:
Eine geniale Fortsetzung der Reihe. Den ersten Band sollte man aber davor unbedingt gelesen haben. Die Mischung aus Action, Spannung, Humor und Romantik ist absolut gelungen und kann junge und jung gebliebene Leser ab ca. 12 Jahren begeistern.

Die Reihe:
1. Wie Monde so silbern
2. Wie Blut so rot
3. Wie Sterne so golden
4. Wie Schnee so weiß

★★★★★

Veröffentlicht am 30.12.2016

Nicht wirklich ein Thriller, aber trotzdem gut

Totenfang
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Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Wunderlich (14. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3805250016
Originaltitel: The Restless Dead
Preis: 22,95€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich ...

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: Wunderlich (14. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3805250016
Originaltitel: The Restless Dead
Preis: 22,95€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Nicht wirklich ein Thriller, aber trotzdem gut

Inhalt:

Der forensische Anthropologe Dr. David Hunter wird in die Backwaters in Essex gerufen. Hier, wo man kaum zwischen Wasser und Land unterscheiden kann, wird eine Leiche angespült, bei deren Bergung Hunter behilflich sein soll. Die Polizei vermutet, dass es sich um die Leiche des seit einigen Wochen verschwundenen Leo Villiers handelt. Doch Hunter äußert schon bald Zweifel an dieser Theorie, denn es taucht eine zweite Leiche auf …

Meine Meinung:
„Totenfang“ ist der 5. Band der David Hunter-Reihe. Simon Beckett hat mehrere Anläufe gebraucht, bis er es schaffte, diesen Roman zu beenden. Dies schreibt er selbst in seinem Dankeswort in „Totenfang“. Dadurch erklärt sich auch die lange Zeit, die zwischen dem 4. und diesem Band liegt, nämlich fast 6 Jahre, während die vorherigen Bände im Abstand von 1 bis 2 Jahren erschienen sind.

Doch nicht nur in der Zeit unterscheidet sich dieser Roman von seinen Vorgängern, sondern auch im Tempo. Fast könnte man meinen, Beckett sei etwas müde geworden. Während ich die David Hunter-Reihe als hochspannend und atemberaubend in Erinnerung habe, musste ich hier meine Erwartungen drastisch zurückschrauben. Statt eines Thrillers bekommt man eher einen soliden Kriminalroman zu lesen. Ich persönlich finde das nicht tragisch, denn ich brauche nicht unbedingt den Thrill beim Lesen, aber man sollte ein Buch dann eben auch nicht als Thriller vermarkten. Eine gut ausgearbeitete Handlung hat dieser Roman aber allemal.

Simon Beckett nimmt sich sehr viel Zeit, um das Setting zu beschreiben und die beteiligten Charaktere einzuführen. Dies geschieht so detailliert, dass man sich wirklich alles gut vorstellen kann. Es passiert erst mal nicht allzu viel bzw. vieles ist schon passiert, bevor David Hunter überhaupt auf den Plan tritt. Dadurch lässt die Spannung ein wenig zu wünschen übrig, und zwar etwa die ersten 350 Seiten lang. Ab da geht es dann aber stramm aufwärts. Es kommt richtig Fahrt ins Geschehen und die Ereignisse überschlagen sich fast. Nun gibt es auch einige hochspannende Situationen, die unser Held meistern muss.

Dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, ist bei Beckett schon fast selbstverständlich. So kann er den Leser mit der ein oder anderen unvorhergesehenen Wendung immer wieder überraschen. Nachdem es eine ganze Reihe von losen Fäden in der Geschichte gab, hatte ich schon die Befürchtung, dass einiges davon vielleicht offen bleiben könnte. Aber nein! Beckett löst alles haarklein auf, sodass am Ende keine Frage unbeantwortet bleibt. So muss es sein!

Fazit:
Nicht wirklich Simon Becketts Meisterwerk, kein atemberaubender Thriller, aber doch ein solider Kriminalroman und eine ganz gut gelungene Fortsetzung der Reihe um den forensischen Anthropologen David Hunter. Ich bin gespannt auf den nächsten Band.

Die David Hunter-Reihe:
1. Die Chemie des Todes
2. Kalte Asche
3. Leichenblässe
4. Verwesung
5. Totenfang

★★★★☆

Veröffentlicht am 28.12.2016

Eine tolle Aschenputtel-Adaptation

Die Luna-Chroniken 1: Wie Monde so silbern
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Inhalt:
Cinder lebt mit ihren zwei Stiefschwestern und ihrer Stiefmutter in Neu-Peking. Ganz gemäß dem Märchen ist sie für die Drecksarbeit zuständig, während die Schwestern von der Mutter nach Strich ...

Inhalt:
Cinder lebt mit ihren zwei Stiefschwestern und ihrer Stiefmutter in Neu-Peking. Ganz gemäß dem Märchen ist sie für die Drecksarbeit zuständig, während die Schwestern von der Mutter nach Strich und Faden verwöhnt werden. Cinder verdient als Mechanikerin den Lebensunterhalt für die Familie. An ihrem Marktstand lernt sie eines Tages Prinz Kaito kennen. Und wieder angelehnt an das Märchen steht ein kaiserlicher Ball an, zu dem nur die Schwestern gehen sollen, nicht aber Cinder. Denn Cinder ist kein gewöhnliches Mädchen, sie ist ein Cyborg und damit aus der Gesellschaft ausgegrenzt, was Prinz Kai aber nicht weiß …

Meine Meinung:
Melissa Meyer ist es hervorragend gelungen, das Märchen von Aschenputtel (engl. Cinderella —> Cinder) umzuschreiben und zu erweitern. Cinder ist einem sofort sympathisch. Sie hat das Herz am rechten Fleck und setzt sich auch mal für andere ein. Ihre beste Freundin ist Iko, eine Androidin, also eine Art Roboter. Allerdings haben hier die Androiden zum Teil auch Gefühle, sodass man zu ihnen eine Beziehung aufbauen kann. Mir hat das Miteinander von Mensch und Technik hier sehr gut gefallen. Es wirkte richtig natürlich.

Dramatisch wird die Geschichte dadurch, dass auf der Erde eine Seuche grassiert, die Blaue Pest, auch Letumose genannt. Bald sieht es so aus, als könnte Cinder bei der Bekämpfung als Testperson mitwirken. Doch hat die Autorin immer wieder neue Ideen und Überraschungen auf Lager, wenn auch das große Ganze früh zu erahnen ist. Das tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch.

Fazit:
Das Buch bietet Neues und Altes und verbindet beides auf charmante Weise. Ich kann dieses Buch für Leser ab 12 Jahren wärmstens empfehlen.

Die Reihe:
1. Wie Monde so silbern
2. Wie Blut so rot
3. Wie Sterne so golden
4. Wie Schnee so weiß

Veröffentlicht am 26.12.2016

Eine fesselnde und bewegende Geschichte vor aktuellem Hintergrund

Grenzlandtage
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Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (9. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841504692
Empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Preis: 13,99€
auch als E-Book erhältlich

Eine ...

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (9. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841504692
Empfohlenes Alter: ab 15 Jahren
Preis: 13,99€
auch als E-Book erhältlich

Eine fesselnde und bewegende Geschichte vor aktuellem Hintergrund

Inhalt:

Auf einer winzigen griechischen Insel will die siebzehnjährige Jule sich aufs Abi vorbereiten und dabei ein bisschen entspannen. Aber es kommt ganz anders. Jule trifft auf den verletzten Asman, der sich illegal auf der Insel aufhält, ein Flüchtling, der nach Schweden weiter will. Anfangs ist Jule neugierig, will helfen, doch schon bald wird sie immer mehr in Asmans Leben hineingezogen, bis die beiden sich schließlich verlieben und alles immer komplizierter wird …

Meine Meinung:
Peer Martin konnte mich schon mit „Sommer unter schwarzen Flügeln“ und „Winter so weit“ von seinen Fähigkeiten überzeugen. Auch dort geht es um syrische Flüchtlinge, und es wird deutlich, dass Martin weiß, wovon er schreibt – alles ist gut recherchiert. Es steckt viel Herzblut in den Werken dieses Autors, was das Lesen zu einem besonders ergreifenden Ereignis macht.

Antonia Michaelis lese ich schon lange sehr gerne. Ich mag es, dass sie immer wieder unbequeme Themen aufgreift und über nicht alltägliche Menschen schreibt. Mit „Die Attentäter“ hat sie sich vor kurzem schon einmal mit dem Themenkomplex Flüchtlinge und Islamischer Staat beschäftigt.

Nun war ich sehr gespannt auf das gemeinsame Werk dieser zwei beeindruckenden Autoren, an das ich mit hohen Erwartungen heranging. Ich wurde nicht enttäuscht! Beide können mit einem wunderschönen Schreibstil punkten, und ihre Zusammenarbeit wirkt sehr harmonisch.

Sehr detaillierte Beschreibungen lassen einen gedanklich schnell mit Jule ans Mittelmeer reisen, das Meer spüren, die Kräuter riechen. Man hat diese malerische Kulisse vor dem inneren Auge und bekommt erst mal Fernweh. Doch genauso tief empfindet man später auch die anderen Szenen, die nicht ganz so friedlich sind, die schockieren. Die fesselnde Erzählweise und die zum Teil recht außergewöhnliche Sprache halten den Leser fest, ziehen ihn tief in die Geschichte hinein.

Der größte Teil der Geschichte ist aus Jules Sicht in der 3. Person geschrieben. Kürzere Abschnitte gibt es aber auch aus Asmans Perspektive, sodass man beiden Protagonisten sehr nahe kommt und in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen kann. So entsteht ein umfassendes Bild des Geschehens und man kann die Handlungen der jeweiligen Personen sehr leicht nachvollziehen und verstehen.

Jules Entwicklung fand ich absolut plausibel und sehr gut dargestellt. Anfangs ist sie ein ganz normaler deutscher Teenager, vom Bürgerkrieg in Syrien hat sie wohl schon gehört, auch dass es viele Flüchtlinge gibt und viele davon auf der Flucht umkommen. Doch das ist alles weit weg von ihr und betrifft sie nicht wirklich. Bis sie auf dieser kleinen Mittelmeerinsel direkt damit konfrontiert wird. Jule hat das Herz am rechten Fleck und will helfen, fühlt sich dabei aber bisweilen auch recht hilflos, weiß nicht, was das Beste für die Flüchtlinge ist, weiß nicht, ob sie ihnen überhaupt vertrauen kann. Sie muss einige Entscheidungen treffen, die ihr nicht leichtfallen. Sie muss Verantwortung übernehmen und wächst dabei über sich selbst hinaus.

Fazit:
„Grenzlandtage“ ist ein sehr bewegender Jugendroman vor dem aktuellen Hintergrund der Flüchtlings“krise“. Er verschafft einen Blick auf die Menschen, die auf der Flucht sind, auf ihre jeweiligen Schicksale, aber auch auf die Menschen, die ihnen helfen wollen. Es ist ein nachhaltiges Buch, das zum Nachdenken anregt und dazu, sich zu informieren. Trotz aller Probleme ist es aber auch eine wunderschöne Liebesgeschichte

★★★★★

Herzlichen Dank an den Oetinger Verlag und Literaturschock für das Testleseexemplar.

Veröffentlicht am 21.12.2016

Diät in der Variante Low Carb High Fat

Easy. Überraschend. Low Carb.
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Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Becker Joest Volk Verlag; Auflage: 1 (2. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3954531127
Größe: 24 x 2,5 x 28,7 cm
Gewicht: 1225g
Preis: 29,95€

Diät in der ...

Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Becker Joest Volk Verlag; Auflage: 1 (2. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3954531127
Größe: 24 x 2,5 x 28,7 cm
Gewicht: 1225g
Preis: 29,95€

Diät in der Variante Low Carb High Fat

Nach einer mehrseitigen Einführung in Low Carb im Allgemeinen und dieses Kochbuch im Speziellen, findet man schon den Rezeptteil, der untergliedert ist in
– Aufstriche und Brote
– Fleisch
– Fisch
– Vegetarisch
– Schnelle Gerichte
– Frühstücksideen und Desserts
Das Buch schließt mit einem Index, wo alle Rezepte alphabetisch mit Seitenzahl aufgeführt sind, und einem Beilagenregister ab. Damit findet man seine Lieblingsrezepte sehr schnell wieder.

Alle Rezepte sind Low Carb High Fat und glutenfrei. Mit dem Mengenrechner des Verlags kann man alle Rezepte für den eigenen Kalorienbedarf anpassen. Auch die Einkaufslisten kann man dort anpassen und sich aufs Smartphone schicken oder ausdrucken.

Die Rezepte sind sehr ansprechend gestaltet, die Speisen jeweils auf einem ganzseitigen Foto abgebildet. Es werden sowohl die Zubereitungszeit als auch die Nährwerte angegeben. Zwar bestehen die Hauptgerichte meist aus Fleisch oder Fisch und Beilage, aber da die Zutaten für die Beilage extra angegeben sind, kann man leicht neue Kombinationen kreieren.

Die Zubereitung ist gut beschrieben, sodass das Nachkochen kein Problem darstellt. Ganz so hübsch wie auf den Fotos sieht es bei mir zwar nicht aus, aber geschmacklich ist an den Rezepten nichts auszusetzen. Alles, was ich bisher probiert habe, hat mir wirklich sehr gut geschmeckt.

Mein Problem ist eher, dass einige „exotische“ Zutaten bei uns im Dorf nicht zu bekommen sind und dass der Preis für etliche Zutaten einfach mein Budget übersteigt. Diät war eben schon immer etwas teurer.

★★★★☆

Herzlichen Dank an den Becker Joest Volk Verlag und vorablesen für das Rezensionsexemplar.