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Veröffentlicht am 15.09.2016

Mieses Karma, die Zweite

Mieses Karma hoch 2
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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Kindler; Auflage: 2 (30. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463406237
Preis: 18,99 €

Mieses Karma, die Zweite

Inhalt:
Die junge Schauspielerin Daisy Becker ...

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Kindler; Auflage: 2 (30. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463406237
Preis: 18,99 €

Mieses Karma, die Zweite

Inhalt:

Die junge Schauspielerin Daisy Becker lebt gern in den Tag hinein und kriegt ihr Leben nicht besonders gut auf die Reihe. Da bekommt sie eine riesige Chance – und vermasselt sie. Sie hätte an der Seite des Weltstars Marc Barton eine Rolle im neuen James Bond-Film übernehmen sollen. Über einige Umwege kommt es schließlich, wie es kommen muss: Daisy und Marc sterben bei einem Autounfall und werden dank ihres miesen Karmas als Ameisen wiedergeboren. Sie müssen sich zusammenraufen, um eine Beziehung zwischen Daisys großer Liebe Jannis und Marcs Ehefrau Nicole zu verhindern. Gar nicht so einfach, wenn man sich gegenseitig nicht ausstehen kann.

Meine Meinung:
Als ich hörte, dass es von „Mieses Karma“ eine Fortsetzung bzw. einen 2. Band geben soll, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss, denn „Mieses Karma“ war mein erstes Buch von David Safier und bis heute mein liebster von seinen humorvollen Romanen. Ich hatte zwar leichte Bedenken, dass ein zweiter Aufguss etwas dünner werden könnte als der erste, aber für ein nettes Lesevergnügen sollte es trotzdem reichen.

In der Tat habe ich es beim Lesen dann auch genau so empfunden. Dadurch dass mir das Konzept der Wiedergeburt schon gut bekannt war, konnte mich der neue Roman leider nicht mehr ganz so sehr überraschen. Witzig war allerdings, dass wir hier zwei Protagonisten haben, die aufeinander angewiesen sind, sich aber überhaupt nicht mögen. Die Sticheleien zwischen den beiden waren herzallerliebst.

Überhaupt hat mir der Humor und Wortwitz auch in diesem Roman wieder sehr gut gefallen. Ich musste einige Male lachen und sehr oft schmunzeln, obwohl es natürlich auch ein paar ziemlich platte Witze gibt.

Für einen richtigen Job war ich irgendwie nicht gemacht. Hatte ich mal ausprobiert. Hatte mir keinen Spaß gemacht. (S. 9)

Das Ende hat mich nicht ganz überzeugt. Hier ging mir die Entwicklung etwas zu schnell und war daher für mich nicht ganz nachvollziehbar. Ein paar Sätze mehr hätten nicht geschadet. Doch als besonders schlimm habe ich das auch nicht empfunden.

Der Roman ist so herzerfrischend locker geschrieben, bietet aber doch auch einigen Stoff zum Nachdenken über das eigene Leben – wenn man will. Ansonsten kann man sich einfach unterhalten lassen, wofür das Buch bestens geeignet ist. Vorkenntnisse sind nicht nötig, im Gegenteil: Wer den 1. Band nicht kennt, hat hier womöglich noch mehr Spaß beim Lesen.

★★★★☆

Ich habe dieses Buch in einer Leserunde auf wasliestdu.de gelesen und bedanke mich ganz herzlich bei Kindler für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Thommie Bayer konnte mich wieder mal überzeugen

Seltene Affären
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Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Piper (1. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492056113
Preis: 18,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Thommie Bayer konnte mich wieder mal überzeugen

Im ...

Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Piper (1. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492056113
Preis: 18,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


Thommie Bayer konnte mich wieder mal überzeugen

Im letzten Roman von Thommie Bayer, „Weißer Zug nach Süden“, war die Putzfrau Chiara die Hauptfigur. Sie war u.a. für die Wohnung von Peter Vorden zuständig, den sie aber nie zu Gesicht bekam. Trotzdem entwickelte sich eine Art Kommunikation zwischen den beiden. „Seltene Affären“ ist nun der geniale Gegenband zum „Weißen Zug“ aus der Sicht von Peter Vorden. Zwar wird immer wieder Bezug auf die Ereignisse des Vorgängerbandes genommen, diesmal eben aus der anderen Sicht, aber Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Man kann dieses Buch auch für sich allein lesen und genießen. Allerdings machen die entsprechenden Anspielungen halt auch einen gewissen Reiz aus, und lesenswert ist der „Weiße Zug“ allemal. Wer ihn also noch nicht kennt, sollte ihn nach Möglichkeit zuerst lesen.

Ich fand es toll, dass Thommie Bayer Peter Vorden, den ich bisher nur als Wohnungsbesitzer kannte, Leben eingehaucht hat. Er ist Mitbesitzer eines Restaurants in Frankreich, wo er sich von Montag bis Donnerstag aufhält, während er von Freitag bis Sonntag in besagter Wohnung im Südbadischen lebt und für seinen Zwillingsbruder Kurzgeschichten schreibt.

Auch über die Vergangenheit und die große Liebe von Peter Vorden erfahren wir einiges. So spielen neben der gedanklichen Beziehung zu Chiara auch die Beziehungen zu seinem Bruder und dessen Frau Anne eine sehr große Rolle. In Träumen vermischt der Protagonist auch schon mal das Eine mit dem anderen.

Sprachlich ist dieser Roman wieder sehr gut gelungen. Der Autor erzählt mit einer phänomenalen Leichtigkeit, kurz und knackig, und packt so viele Informationen in wenige Seiten, oftmals zwischen den Zeilen, dass ich immer wieder nur staunen kann. Dabei zeichnet er ein dichtes Bild seines Protagonisten, der in vieler Hinsicht immer nur der Zweite ist und im Schatten steht. Dies alles schafft Thommie Bayer mit sorgfältigen, treffsicheren Formulierungen, die das Lesen zu einem wundervollen Vergnügen machen.

Wie man es von Thommie Bayer gewohnt ist, gibt es auch wieder viele Erwähnungen von Musikern und Musiktiteln. Hier hat man es als älteres Semester einfacher, sich einzufühlen.

Fazit:
„Seltene Affären“ ist zwar der Gegenpart zu „Weißer Zug nach Süden“, kann aber ohne Weiteres auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wer einen feinsinnigen Roman der leisen Töne sucht, der ab und zu auch zu überraschen weiß, ist hier genau richtig.

★★★★★

Herzlichen Dank an den Piper Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar für die Leserunde auf leserunden.de zur Verfügung stellte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Selbstjustiz in New York

Die Unantastbaren
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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3100024169
Originaltitel: The Whites
Preis: 24,99 €

Selbstjustiz in New York

Nach „Cash“ ...

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3100024169
Originaltitel: The Whites
Preis: 24,99 €

Selbstjustiz in New York

Nach „Cash“ ist „Die Unantastbaren“ mein zweiter Roman von Richard Price. Und obwohl er mich nicht wirklich begeistern konnte, konnte ich mich einem gewissen Sog doch nicht entziehen. Richard Price versteht es wie kein Zweiter, das Leben eines New Yorker Cops zu vermitteln. Dicht an der Seite des Protagonisten Billy Graves erleben wir den Alltag zwischen Verbrechen und Familie.


Dabei ist der vorliegende Roman kein Kriminalroman im herkömmlichen Sinn. Ich würde ihn eher als Spannungsroman bezeichnen. Es geht nicht vordergründig darum, ein Verbrechen aufzuklären, sondern über weite Strecken einfach um den authentisch dargestellten Berufsalltag eines Cops der New Yorker Polizei. Daneben haben wir es allerdings auch noch mit einer Bedrohung von Billys Familie zu tun, wobei der Leser mehr weiß als Billy selbst. Dies tut der Spannung jedoch keinen Abbruch – im Gegenteil. Zuzusehen, wie Billy blind im Dunkeln stochert und selbst die Gefahr zu kennen, macht einen als Leser sogar noch nervöser.

Und auch die Jagd auf die „Unantastbaren“ spielt eine Rolle. Die Unantastbaren sind Verbrecher, denen man bisher nichts nachweisen konnte, obwohl man genau weiß, in was sie alles verstrickt sind. Für einen Polizisten muss es ganz schön frustrierend sein, wenn diese Leute immer wieder davonkommen. Kein Wunder, dass der ein oder andere auf die Idee kommt, das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen.

Gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil, vor allem die Dialoge. Sie sind nämlich recht umgangssprachlich gehalten, wobei auch die Satzzeichen nicht regelrecht gesetzt werden. Aber das kommt ja auch im realen Dialog vor, dass jemand zum Beispiel eine Aussage wie eine Frage klingen lässt oder umgekehrt.

„Und wo kamen sie her.“
„Jaunting Car.“
„Was ist das.“ (S. 252)


Richard Price schreibt nicht nur Romane, sondern auch Drehbücher. So ist es kaum verwunderlich, dass auch beim Lesen seiner Romane das Kopfkino anspringt und man die Szenen direkt vor sich sieht. Aufgewachsen in der Bronx, weiß Price genau, worüber er schreibt. Deshalb wirkt alles so realistisch.

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine schmerzliche Liebe

Love and Confess
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Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (20. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423740128
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre
Originaltitel: Confess
Preis: 12,99 ...

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (20. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423740128
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 16 Jahre
Originaltitel: Confess
Preis: 12,99 €

Eine schmerzliche Liebe

Inhalt:

Vor fünf Jahren hat Auburn ihre große Liebe Adam verloren. Sie war damals erst fünfzehn. Nun ist sie von Portland nach Dallas gezogen und muss ihr Leben neu anfangen. Als sie dem Künstler Owen begegnet, fühlen sich beide wie magisch zueinander hingezogen. Doch jeder von ihnen trägt Geheimnisse mit sich herum, die ihrer Liebe im Wege stehen.

Meine Meinung:
Wer die vorherigen Romane von Colleen Hoover kennt und liebt, Will und Layken oder Hope, wird auch „Love and Confess“ lieben. Die Autorin versteht es wie keine zweite, die überschäumenden Gefühle von Jugendlichen in Worte zu fassen und sich dazu ein Szenario auszudenken, das reichlich dramatisch ist und nicht ohne Tränen auskommt.

Sie schreibt so wunderbar authentisch und gefühlvoll. Beim Lesen erwachen direkt Schmetterlinge im Bauch. Von Szenen, bei denen sich die Protagonisten einfach nur tief in die Augen schauen und von ihren eigenen Gefühlen übermannt werden, kann ich gar nicht genug bekommen. Taschentücher sollte man auf jeden Fall in Reichweite haben.

Die Protagonisten Auburn und Owen erzählen abwechselnd in der Ich-Form. Dabei bekommen wir manche Szenen aus beiden Perspektiven zu lesen, während an anderen Stellen die Handlung auch beim Perspektivwechsel voranschreitet. Ich kann gar nicht sagen, wer von den beiden mir sympathischer war. Sie sind beide ganz wundervolle Menschen, die eine unheimliche Stärke in sich tragen und voll von Liebe füreinander, aber auch für andere Personen, sind. Es tat mir in der Seele weh, diese beiden jungen Menschen so leiden zu sehen.

Bemerkenswert ist auch die Aufmachung des Buches. Owen ist Maler, und einige seiner Gemälde sind als kleine Schwarz-weiß-Bilder im Innenteil des Buches eingestreut, einige davon sind aber auch auf den Innenseiten der Coverklappen in Farbe abgebildet. Auch wenn sie zum Teil verstörend wirken, lohnt es sich doch, sie genauer zu betrachten.

Fazit:
Wer Colleen Hoovers Romane über Layken und Will und Hope mag, wird sich auch mit „Love and Confess“ wohlfühlen. Es ist im gleichen Stil wie die anderen Bücher geschrieben und ist wunderbar berührend und fesselnd.

★★★★★

Herzlichen Dank an vorablesen und dtv für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine nette Geschichte, aber nicht wirklich spektakulär

Der Glasmurmelsammler
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Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 1 (18. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3810501523
Originaltitel: The Marble Collector
Preis: 19,99 €

Eine nette Geschichte, ...

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 1 (18. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3810501523
Originaltitel: The Marble Collector
Preis: 19,99 €

Eine nette Geschichte, aber nicht wirklich spektakulär

Inhalt:

Sabrinas Vater Fergus lebt seit einem Schlaganfall, bei dem er einen Teil seines Gedächtnisses verloren hat, in einem Pflegeheim. Als die junge Frau eines Tages Kartons mit Fergus’ persönlichen Dingen in die Hände fallen, muss sie erkennen, dass ihr Vater Geheimnisse vor seiner Familie gehabt hat …

Meine Meinung:
Ich mag die meisten Bücher der Autorin, und auch der vorliegende Roman ließ sich gut lesen. Die Geschichte hat viel Potenzial, das Cecelia Ahern meiner Meinung nach aber leider nicht voll genutzt hat. Geheimnisse können ein hochexplosives Gemisch bilden – hier werden sie innerhalb eines Tages aufgedeckt, und das war’s. Es macht nicht „peng“, sondern „pfffff“.

Die Perspektive wechselt zwischen den beiden Ich-Erzählern Fergus und Sabrina, wobei man die beiden Schreibstile problemlos unterscheiden kann, sodass immer sofort klar ist, wer gerade erzählt, auch wenn man nicht auf die Überschrift achtet. Eigentlich mag ich Romane mit mehreren Perspektiven sehr gerne. Hier spielt aber Sabrina gegenüber Fergus eine untergeordnete Rolle. Sie blieb als Charakter sehr blass und war mir auch nicht besonders sympathisch. Auch Fergus konnte mich nur eingeschränkt für sich einnehmen. Beide machen Dinge, die ich einfach nicht verstehen kann und die sie nicht gerade in ein positives Licht rücken.

Am besten haben mir noch die Szenen aus Fergus’ Kindheit gefallen. Sie geben einen Einblick in das Leben einer großen Patchwork-Familie und zeigen die rauen Sitten einer längst vergangenen Zeit auf.

Was ich an Ahern mag, ist, dass sie so wunderbar gefühlvoll schreiben kann. Doch hier konnten mich nur relativ wenige Szenen berühren, Taschentücher braucht man beim Lesen dieses Buches wahrhaftig nicht. Mich hat zwar schon stets interessiert, wie die Geschichte weitergeht, aber da vieles auch vorhersehbar war, fand ich es zwar fesselnd, aber nicht unbedingt spannend. Mir hat einfach das gewisse Etwas gefehlt.

Da ich zwischen 3 und 4 Sternen schwanke, runde ich wohlwollend auf 4 auf.

★★★★☆