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Veröffentlicht am 15.09.2016

Verzwickter Thriller aus Mannheim

Spiegelmord
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Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596030354
Preis: 9,99 €

Verzwickter Thriller aus Mannheim

Inhalt:
Ein Mann wird grausam ...

Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (22. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596030354
Preis: 9,99 €

Verzwickter Thriller aus Mannheim

Inhalt:

Ein Mann wird grausam ermordet. Er hatte seine Tochter Karen jahrelang misshandelt. Die Ausführung der Tat erforderte Insiderwissen, sodass als Täter nur die Mitglieder von Karens Therapiegruppe bzw. deren Therapeutin in Frage kommen. Die Mannheimer Polizei zieht die Fallanalytikerin Lena Böll vom LKA Stuttgart hinzu. Sie hatte vor vier Jahren schon in Mannheim gearbeitet, was nicht ganz reibungslos abgegangen war.


Meine Meinung:
„Spiegelmord“ ist der 2. Band einer Reihe um die Fallanalytikerin Lena Böll. Den ersten Band kenne ich leider nicht. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass ich anfangs ganz leichte Schwierigkeiten mit den Personen und der Erzählweise hatte. Doch schon nach wenigen Seiten waren diese überwunden, und ich habe mich in den verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen zurechtgefunden. Sobald dieser Schritt einmal geschafft war, fand ich diese Wechsel in der Erzählung sehr gelungen.

Zwar sind die Personen, allen voran Lena Böll mit ihrem Knacks, etwas klischeebelastet, doch störte mich das nicht sehr. Dadurch konnte ich mich beim Lesen mehr auf den Fall an sich konzentrieren und mit rätseln, wie wohl die Zusammenhänge sind und wer nun tatsächlich der Mörder war. Claus Probst hat ein komplexes Netz von Beziehungen geknüpft, und ich muss zugeben, dass ich lange Zeit die falsche Person im Verdacht hatte. Dabei war die Auflösung des Falls absolut logisch und nachvollziehbar.

Es gelingt dem Autor, die Spannung stetig ansteigen zu lassen. Am Schluss wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich nun wirklich wissen wollte, wer es war, und auch, wie es nun mit Lena Böll weitergeht. Denn ihre nicht immer regelkonformen Methoden werden nicht von allen gerne gesehen und mancher Kollege oder Vorgesetzte würde sie wohl lieber heute als morgen suspendiert sehen. Besonders gut haben mir die philosophischen Überlegungen gefallen. Hat ein Verbrecher einen so grausamen Tod verdient? Müsste man dem Mörder womöglich sogar dankbar sein, dass er die Bestrafung übernommen hat? Ist es gerechtfertigt, einen in diesem Fall Unschuldigen einzubuchten, nur weil man ihm in früheren Fällen nichts nachweisen konnte, er damals aber zu 99,99 % schuldig war?

Fazit:
Ein wirklich lesenswerter Thriller. Diesen Autor werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

Die Reihe:
1. Nummer Zwei
2. Spiegelmord

★★★★★

Veröffentlicht am 15.09.2016

Attila Hildmann zeigt Italien, wie vegan geht

Vegan Italian Style
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Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Becker Joest Volk Verlag; Auflage: 1. (2. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3954531110
Preis: 29,99 €

Attila Hildmann zeigt Italien, wie vegan geht

Ich ...

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Becker Joest Volk Verlag; Auflage: 1. (2. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3954531110
Preis: 29,99 €

Attila Hildmann zeigt Italien, wie vegan geht

Ich ernähre mich nicht vegan, bin aber immer auf der Suche nach neuen gesunden Rezepten. Wenn ich dabei noch etwas für die Umwelt bzw. für Tiere tun kann, umso besser.

„Vegan Italian Style“ besticht durch eine hochwertige Ausstattung: gutes Papier, Schutzumschlag, ansprechende ganzseitige Fotos zu allen Rezepten. Wie bei den Kochbüchern von Attila Hildmann üblich, findet man auch hier viele Fotos von ihm selbst oder von seiner Mutter und Freunden beim Kochen oder Schlemmen, was aus dem Kochbuch eine Attila-Hildmann-Bibel macht. Ehrlich gesagt, könnte ich persönlich ja auf diese privaten Fotos verzichten, mir geht es schlicht um die Rezepte.

Dass die mediterrane Küche gesund ist, hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Folgerichtig beginnt Attila Hildmann sein neues Kochbuch nach einer kurzen Einführung in die italienische Lebensweise mit der Betrachtung verschiedener Zutaten, die in Italien häufig verwendet werden, vom medizinischen Standpunkt aus. Er erklärt die Inhaltsstoffe und pharmazeutische Wirkung von Olivenöl, verschiedenen Kräutern sowie Tomaten, Knoblauch und Rotwein.

Weiter geht es mit der „richtigen“ Zubereitung von Pasta, also Nudeln. Dieses dürfte in keinem normalen Haushalt eine große Herausforderung darstellen. Anders sieht es bei der empfohlenen Backart von Pizza aus. Hier fordert Attila Hildmann Zubehör, das angeschafft werden muss, um in einem normalen Backofen ein „geniales“ Ergebnis zu erhalten, nämlich einen sogenannten Pizzastein. Denn einen echten Pizzaofen werden wohl die wenigsten von uns zu Hause haben.

Kommen wir zum Rezeptteil. Er gliedert sich in die folgenden Bereiche mit insgesamt über hundert Rezepten, wobei der Hauptteil bei den Nudelgerichten liegt:

– Antipasti e pane – Leichtes zu Beginn
– Insalate – Vegan, frisch, italienisch
– Pasta e pesto – Köstliche Nudelgerichte
– Pizze – Kross und herzhaft freisch aus dem Ofen
– Secondi piatti – Der italienische Hauptgang
– Dolci – Der süße Abschluss

Jedem Rezept ist eine Doppelseite gewidmet, eine Seite für die Zutatenliste und die Zubereitung, gegenüber ein ganzseitiges Foto, das die Speisen wirklich sehr appetitlich darstellt. Man möchte am liebsten alles gleichzeitig probieren.

Es gibt Rezepte, die wenig Zeit in Anspruch nehmen, und welche, für die man länger braucht. Die Zeiten sind jeweils angegeben. Zu den meisten Rezepten gibt es wie auch schon in den bisher erschienen AH-Büchern spezielle Anmerkungen und Tipps von Attila Hildmann. Manche Rezepte sind recht einfach, und ich verstehe sie eher als Anregung, manche sind aber auch etwas ausgefeilter. Die Zutaten zu besorgen, dürfte in den wenigsten Fällen ein Problem sein. Im gut sortierten Supermarkt sollte man das meiste bekommen.

Fazit:
Insgesamt hat mich das 6. AH-Kochbuch weitgehend überzeugen können.

★★★★☆

Herzlichen Dank an vorablesen.de und den Becker Joest Volk Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spannendes Gemeinschaftswerk zweier großer Autoren

Fremd
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Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Wunderlich (30. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3805250849
Preis: 16,99 €

Spannendes Gemeinschaftswerk zweier großer Autoren

Inhalt:
Die Australierin Joanne ...

Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Wunderlich (30. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3805250849
Preis: 16,99 €

Spannendes Gemeinschaftswerk zweier großer Autoren

Inhalt:

Die Australierin Joanne lebt seit etwa einem Jahr in Deutschland. Eines Abends muss sie erleben, wie ein Fremder in ihr Haus eindringt. Was will er von ihr? Er behauptet, er sei ihr Verlobter. Aber das wüsste sie doch, oder?

Erik kommt eines Abends nach einem anstrengenden Bürotag nach Hause und freut sich auf seine Verlobte Joanna. Doch diese erkennt ihn plötzlich nicht mehr, und all seine Sachen sind aus dem Haus verschwunden. Nichts deutet darauf hin, dass er mit Joanna zusammenwohnt außer seiner Erinnerung.

Zwei Menschen, eine abstruse Situation und bald auch tödliche Gefahr, der sie nur gemeinsam entrinnen können …


Meine Meinung:
Ich habe alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen und seit „Der Trakt“ auch alle von Arno Strobel, und ich habe sie alle geliebt oder doch zumindest sehr gern gelesen. So war natürlich auch gleich klar, dass dieses Gemeinschaftswerk bei mir einziehen muss. Und es hat sich wirklich gelohnt.

Das Buch konnte mich von der ersten Seite an fesseln, und zwar bis zum Schluss. Ich konnte mir die üble Situation, in der sich die Protagonisten aufgrund der atmosphärischen Beschreibungen problemlos vorstellen. Sicher war es dabei von Vorteil, dass kapitelweise abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten erzählt wird, und zwar in der Ich-Form und im Präsens. Dadurch bekommt man das Gefühl, direkt mit der jeweiligen Person zusammen alles zu erleben und kann auch die zum Teil paranoiden Gedankengänge gut nachvollziehen. Anfangs erleben wir dieselbe Szene aus beiden Perspektiven, lesen dieselben Dialoge und Geräusche noch einmal in der Wahrnehmung der anderen Person, was mir gut gefallen hat. Später schreitet allerdings die Handlung mit jedem Kapitel weiter voran.

Die Erzählweisen von Joanna und Erik unterscheiden sich ein klein wenig, aber das Gesamtwerk wirkt trotz der Beteiligung von zwei Autoren wie aus einem Guss.

Beide Protagonisten waren mir gleichermaßen sympathisch, und ich habe mit beiden gebangt. Allerdings kam es immer wieder vor, dass sich meine Sympathien ein bisschen mal in die eine Richtung, mal in die andere verschoben, je nachdem, wer gerade mit Erzählen dran war und den anderen als verrückt, böse oder sonst irgendwie schlecht dargestellt hat. Hier ist es dem Autorenduo wirklich gut gelungen, mich zu manipulieren.

Obwohl ich mir über einen Teil der Hintergründe schon recht früh im Klaren war, fand ich die Erzählung wahnsinnig spannend. Denn für Joanna und Erik wird es immer gefährlicher, und sie wissen genauso wenig wie der Leser, wem sie trauen können, womöglich noch nicht mal sich selbst. Das ganze Szenario wirkt so verworren, und das meine ich jetzt im positiven Sinn. Denn es machte mir wirklich Spaß, die Knoten mit jedem Kapitel ein kleines bisschen zu entwirren.

Die Spannung steigt immer weiter an, bis es kurz vor Schluss zum Show down kommt. Bis dahin war ich mir sicher, dass ich diesem Buch guten Gewissens 5 Sterne geben würde. Doch dann kam noch die Auflösung der Hintergründe der ganzen Geschichte, und die konnte ich nur zur Hälfte nachvollziehen. Die andere Hälfte ergab für mich einfach keinen Sinn.

Trotzdem empfehle ich das Buch gerne weiter, denn das Lesevergnügen war schon sehr groß, und konnte auch durch den einen Kritikpunkt nicht wirklich zerstört werden.

★★★★☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ziemlich vorhersehbar

Der Horizont in deinen Augen
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Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (23. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032983
Preis: 9,99€
auch als E-Book erhältlich


Ziemlich vorhersehbar

Inhalt:
Ylvi ist ...

Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (23. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032983
Preis: 9,99€
auch als E-Book erhältlich


Ziemlich vorhersehbar

Inhalt:

Ylvi ist auch mit vierzig noch immer auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt. Nach dem Tod ihrer Eltern findet sie einen Brief ihres Vaters. Es ist ein Geständnis und er bittet sie darin, nach Ahrenshoop zu fahren.

Meine Meinung:
Dies ist der 3. und letzte Teil der Ostsee-Trilogie von Patricia Koelle. Man kann ihn zwar ohne Vorkenntnisse lesen, die Geschichte verliert dadurch aber doch ziemlich viele Aha-Momente.

Mir hat dieser letzte Teil leider nicht so gut gefallen wie die ersten beiden. Es geht hier vor allem um Ylvi aus Berlin und Myra aus Ahrenshoop, die man ja schon aus den ersten beiden Bänden kennt. Wie gewohnt, wechselt die Erzählperspektive zwischen den Protagonistinnen und auch die Zeitebene ist immer wieder eine andere. Wir sind einmal bei Ylvi ab der Zeit des Mauerfalls in Berlin und bei Myra in Ahrenshoop in den 1940er Jahren. Dieses Hin- und Herspringen hat mir eigentlich ganz gut gefallen, macht es die Erzählung doch etwas kurzweiliger. Leider gibt es aber auch viele Wiederholungen und endlos lange Beschreibungen, die ich schlichtweg langweilig fand.

Dabei ist die Geschichte ziemlich vorhersehbar. Ich kann mich im Nachhinein an keine einzige Stelle erinnern, die mich wirklich überrascht hat. Meist wusste ich schon im Kapitel vorher oder noch früher, was passieren würde oder wie alles zusammenhängt. Da trugen auch gelegentliche Cliffhanger nicht zur Steigerung der Spannung bei.

Patricia Koelle hat es meines Erachtens auch etwas zu gut gemeint. Es ist halt ein wirkliches Wohlfühlbuch. Bei allen Problemen und Zweifeln sind doch alle Charaktere so was von stark und talentiert und schön, dass ich manchmal schon gar nicht mehr weiterlesen wollte, weil mir das einfach zu viel und zu kitschig war. Vor allem Myra ist so eine Heldin, die sich rührend um alle kümmert und ihre eigenen Bedürfnisse hintenan stellt. Selbst in Kriegszeiten, wenn die Menschen nicht mal etwas zu essen haben, gelingt es ihr, die tollsten Geschenke für ihre Freunde aufzutreiben, wobei natürlich nicht gesagt wird, wie sie das anstellt. Auch viele andere Dinge gingen mir einfach zu leicht für die Protagonisten. Da lässt man sich mal ein halbes Jahr in einer Gärtnerei alles zeigen und schwuppdiewupp hat man eine Gärtnerlehre absolviert.

Am meisten haben mich aber die Liebesbeziehungen gestört. Hier ging mir die Entwicklung viel zu schnell und sprunghaft. Das konnte ich bei dem ein oder anderen überhaupt nicht nachvollziehen.

Nun ja, ich wollte wissen, wie diese große Familiengeschichte mit den mystischen Elementen ausgeht. Nun weiß ich es und kann dieses Kapitel abschließen.

Die Ostsee-Trilogie:
1. Das Meer in deinem Namen
2. Das Licht in deiner Stimme
3. Der Horizont in deinen Augen

★★★☆☆

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hat mir besser als der 1. Teil gefallen

Jetzt kriegt jeder was ab
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Broschiert: 384 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3651022294
Originaltitel: Lana är silver, rana är guld
Preis: 14,99 €

Hat mir besser als der 1. Teil ...

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3651022294
Originaltitel: Lana är silver, rana är guld
Preis: 14,99 €

Hat mir besser als der 1. Teil gefallen

Inhalt:

Die Senioren Märtha, Snille, Stina, Kratze und Anna-Greta sind nach ihrer Flucht aus Schweden schließlich in Las Vegas gelandet. Hier sind sie der Schrecken des Casinos. Selbst schuld, wenn die die Spielchips unbewacht lassen. Für das eingespielte Team ist dieser Coup kein Problem, zumal niemand den Alten etwas Böses zutraut.

Wieder in Schweden legen sich die fünf mit einer Rockerbande an, Kratze geht fremd, und auch das Nationalgold ist nicht sicher. Dabei hat die Rentnergang nur ein Ziel: das ganze Geld denen zukommen zu lassen, die es wirklich brauchen, vor allem den Alten und Pflegebedürftigen des Landes.

Meine Meinung:
„Jetzt kriegt jeder was ab“ ist der 2. Band einer Reihe um die fünf rüstigen und abenteuerlustigen Senioren. Man muss den 1. Band aber nicht gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen. In der Innenklappe findet man kurze Steckbriefe der Protagonisten, sodass man gleich weiß, mit wem man es zu tun bekommt. Ab und zu wird auf die Ereignisse des 1. Bandes verwiesen, daher würde ich nicht unbedingt empfehlen, diesen erst im Anschluss zu lesen.

Ich muss sagen, der 2. Band hat mir um einiges besser gefallen als der 1. Hier ist einfach mehr Spannung drin, nicht so viele Längen wie im 1. Herrlich fand ich die Zusammentreffen zwischen den Alten und den Rockern. Einerseits wirken die fünf dabei sehr ängstlich, gewinnen aber in ihrer Naivität doch immer wieder die Oberhand.

Apropos Naivität. Dieser Punkt hat mich etwas gestört. Als Leser identifiziert man sich ja ein wenig mit den Protagonisten. Da gefiel mir das natürlich nicht so sehr, dass sie als naiv dargestellt werden. Es gab mir das Gefühl, dass die Autorin auch mich als Leser nicht für voll nimmt.

Im Großen und Ganzen ist es aber eine kurzweilige Geschichte. Es machte mir Spaß zu verfolgen, wie die Senioren in Robin-Hood-Manier ihre Verbrechen durchzogen, um den Erlös den Armen zu geben. Witzig dabei ist, dass ihnen manches Vermögen quasi in den Schoß fällt, während ihnen ihr sauer erarbeitetes, äh geklautes, von anderen Ganoven wieder abgeluchst wird. Hier gibt es so manche unerwartete Wendung.

Fazit:
Ein ganz amüsanter Roman mit leichter Gesellschaftskritik und recht sympathischen Protagonisten. Je älter der Leser, umso eher wird man dieses Buch genießen können.

Die Reihe:
1. Wir fangen gerade erst an
2. Jetzt kriegt jeder was ab

★★★★☆