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Veröffentlicht am 20.09.2022

Situationskomik und Wortwitz

Es gibt ein Sterben nach dem Tod
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Gebundene Ausgabe: 220 Seiten
Verlag: Haymon Verlag (20. September 2022)
ISBN-13: 978-3709981726
Preis: 19,90 €
auch als E-Book erhältlich

Situationskomik und Wortwitz

Inhalt:
Karrierefrau Börnie kann ...

Gebundene Ausgabe: 220 Seiten
Verlag: Haymon Verlag (20. September 2022)
ISBN-13: 978-3709981726
Preis: 19,90 €
auch als E-Book erhältlich

Situationskomik und Wortwitz

Inhalt:
Karrierefrau Börnie kann es kaum glauben, dass sie tot sein soll. Und doch kann sie von oben auf ihren leblosen Körper herabschauen. Es heißt, sie sei ermordet worden - doch von wem? Bevor Börnie ins Licht geht, muss sie das unbedingt herausfinden. Gar nicht so einfach, wenn man nur von der Putzfrau Jenny und Kai-Uwe, einem schmächtiges Medium, gesehen und gehört wird.

Meine Meinung:
Ich liebe die kriminellen Komödien von Tatjana Kruse. Sie trifft bei mit ihrem Wortwitz und der gelungenen Situationskomik genau meinen Nerv. In der Regel sind auch die Figuren herzallerliebst und man muss sie einfach ins Herz schließen. Letzteres war bei „Es gibt ein Sterben nach dem Tod“ leider nicht so. Die Protagonistin Börnie empfand ich als recht unsympathisch und arrogant. Und Kai-Uwe wurde als allzu dämlich dargestellt. Lediglich Jenny ist eine patente Figur, die mir super gefallen hat.

Von den Figuren aber mal abgesehen, konnte die Autorin mich wieder einmal hervorragend unterhalten. Was man als Leiche so erleben kann, ist schon krass und hat mich immer wieder zum Grinsen und Lachen gebracht. Die Story bietet auch viele kleine spannende Momente und insgesamt einen schönen Spannungsbogen. Dabei war sie auch nicht vorhersehbar und ich konnte bis zum Schluss rätseln, wer die arme Börnie umgebracht hat und warum. Kandidaten dafür gab es ausreichend.

Fazit:
Trotz kleiner Mankos eine sehr unterhaltsame Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.

★★★★☆

Veröffentlicht am 18.09.2022

Gegen Bodyshaming und Mobbing

Stille blutet
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Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. September 2022)
ISBN-13: 978-3426226896
Preis: 16,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Gegen Bodyshaming und Mobbing

Inhalt:
Zu spät erfasst die ...

Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. September 2022)
ISBN-13: 978-3426226896
Preis: 16,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Gegen Bodyshaming und Mobbing

Inhalt:
Zu spät erfasst die siebenundzwanzigjährige Nachrichtensprecherin Nadine Just, was sie da vor laufender Kamera vom Teleprompter abliest. Es ist die Ankündigung ihres eigenen Todes. Tatsächlich wird sie zwei Stunden später von ihrem Ex-Freund Tibor Glaser in ihrer Garderobe tot aufgefunden. Schnell rückt der Mitinhaber einer gut gehenden Werbeagentur in den Fokus der Polizei und sein persönlicher Albtraum beginnt …

Meine Meinung:
„Stille blutet“ ist der Auftaktband einer neuen Thriller-Reihe der österreichischen Bestsellerautorin Ursula Poznanski. Ich habe sowohl ihre Jugendbücher als auch ihre Thriller-Reihe um Kaspary und Wenninger gelesen und durchweg für gut bis sehr gut befunden. Auch mit „Stille blutet“ konnte Poznanski mich begeistern. Ich empfand das Buch von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd und größtenteils sehr spannend und habe es innerhalb von 24 Stunden geradezu verschlungen.

Zwar wirken die Figuren zum Teil ein klein wenig plakativ, aber dadurch kommt umso besser die Botschaft der Autorin rüber. Es wird übrigens vorne im Buch auf eine Triggerwarnung, die sich im Anhang befindet, hingewiesen. Das finde ich ganz gut so, denn so weiß man, dass es diese Warnung gibt, stolpert aber nicht unfreiwillig darüber, denn sie enthält leichte Spoiler. Wer aber das Bedürfnis hat, die Warnung zu lesen, kann dies tun.

Fina Plank ist neu bei der Mordgruppe der Wiener Kriminalpolizei und eine wahre Bereicherung. Leider sieht ihr Büropartner Oliver Homburg das anders. Seiner Meinung nach taugen Frauen bei der Polizei nur zum Kaffeekochen und sollten dabei ein hübsches Gesicht und eine gute Figur haben. Auf Fina trifft das nicht zu, und so muss sie sich manchen Schlag unter die Gürtellinie anhören. Im Lauf der Zeit lernt sie jedoch, Oliver immer besser Paroli zu bieten, wobei sie zum Glück auch Rückhalt von den anderen Kollegen bekommt.

Die Ermittlungen der Polizei gehen nur langsam voran. Aber Poznanski richtet auch das Hauptaugenmerk auf den unter Verdacht stehenden Tibor Glaser, der von einer Zwickmühle in die nächste geschleudert wird und sich immer mehr in dem Fall verheddert. Dass er dabei Fehler macht, kann ich gut nachvollziehen. Sein Vertrauen, dass die Polizei schließlich den wahren Täter finden wird, ist einfach nicht sehr groß. Das geht ja leider vielen Menschen so. Und dummerweise sprechen alle Indizien gegen ihn.

Im Verlauf der Handlung treten immer neue Überraschungen zutage, die ein anderes Licht auf die Ereignisse werfen. Ich fand es regelrecht verstörend, zu wie viel Bosheit Menschen fähig sind und wie leicht sie sich manipulieren lassen.

Der Mord an Nadine Just wird schließlich aufgeklärt, ein anderes Verbrechen bleibt am Ende allerdings offen. Dieses ist wohl Teil der Rahmenhandlung der ganzen Reihe. Obwohl ich Cliffhanger am Ende des Buches normalerweise nicht mag, stört es mich hier zumindest nicht, sondern macht mich umso neugieriger auf den nächsten Band.

★★★★★

Veröffentlicht am 16.09.2022

Abenteuerliche Dystopie für junge Lesende

Shadow Land
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Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Planet! (27. August 2022)
ISBN-13: 978-3522507622
Empfohlenes Alter: ab ca. 13 Jahren
Preis: 17,00 €
auch als E-Book erhältlich

Abenteuerliche Dystopie für junge Lesende

Inhalt:
Kalifornien ...

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Planet! (27. August 2022)
ISBN-13: 978-3522507622
Empfohlenes Alter: ab ca. 13 Jahren
Preis: 17,00 €
auch als E-Book erhältlich

Abenteuerliche Dystopie für junge Lesende

Inhalt:
Kalifornien 2169. Ein Virus hat das menschliche Leben auf den Kopf gestellt. Es verwandelt die erkrankten Menschen in Monster, die sofort eliminiert werden müssen. In der Stadt hat man einen Weg gefunden, die Erkrankung hinauszuzögern und ein halbwegs normales Leben zu führen.

Die siebzehnjährige Kaia lebt seit zehn Jahren in der Stadt, nachdem ihre Familie bei einem Überfall in der Wildnis ums Leben kam. Sie wird zur Soldatin ausgebildet. Bei einem Auftrag außerhalb der Stadt erkennt Kaia, dass nicht alles so ist, wie es scheint …

Meine Meinung:
Rainer Wekwerth ist fast schon ein Garant für außergewöhnliche Geschichten. Auch „Shadow Land“ ist eine außergewöhnliche Dystopie. Der Autor kombiniert nie dagewesene phantastische Wesen mit neuartiger Technik und spinnt damit eine gesellschafts- und umweltkritische abenteuerliche Geschichte, die vor allem bei den jüngeren Leser*innen gut ankommen dürfte. Für ältere ist vielleicht der Schreibstil etwas zu einfach, das Konzept zu geradlinig und wenig überraschend. Die Handlung schreitet rasant voran, da kommt keine Langeweile auf. Es wird aber auch nicht besonders viel ausgeschmückt, sondern einfach und direkt die Geschichte erzählt.

Die ein oder andere Handlung bzw. Personenentwicklung empfand ich nicht als hundertprozentig stimmig. Aber da sollte man vielleicht auch nicht alles auf die Goldwaage legen. Insgesamt ist es ein tolles Buch, das spannend ist und gut unterhält und dabei noch zum Nachdenken anregt.

★★★★☆

Veröffentlicht am 13.09.2022

Komplexe Idee, spannend ausgeführt

Die Vergessene
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Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Herausgeber: HarperCollins (23. August 2022)
ISBN-13: 978-3365001134
Originaltitel: Girl, Forgotten
Übersetzung: Fred Kinzel
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Herausgeber: HarperCollins (23. August 2022)
ISBN-13: 978-3365001134
Originaltitel: Girl, Forgotten
Übersetzung: Fred Kinzel
Preis: 24,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Komplexe Idee, spannend ausgeführt

Inhalt:
1982. Am Abend des Highschool-Abschlussballs läuft die siebzehnjährige Emily Vaughn ihrem Mörder über den Weg. Die Tat kann nicht aufgeklärt werden.

Vierzig Jahre später. Andrea Oliver hat gerade ihre Prüfung zum US-Marshal bestanden und übernimmt ihren ersten Auftrag, den Schutz von Bundesrichterin Esther Vaughn, der Mutter der getöteten Emily. Auf eigene Faust ermittelt Andrea nebenbei im Mordfall Emily, denn es besteht Grund zur Annahme, dass Andreas leiblicher Vater dahintersteckt. Dieser könnte demnächst aus dem Gefängnis freikommen und Andrea und ihre Mutter Laura, die sich im Zeugenschutzprogramm befinden, bedrohen.

Meine Meinung:
Zwar handelt „Die Vergessene“ wie der Vorgänger „Ein Teil von ihr“ von Andrea Oliver, kann jedoch problemlos eigenständig gelesen werden. Ich kenne den Vorgänger nicht, und obwohl zuweilen auf dessen Geschichte hingewiesen wird, hatte ich keinerlei Verständnisschwierigkeiten.

Der Thriller wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen verfolgen wir Emilys tragische Geschichte Anfang der 1980er Jahre, zum anderen Andreas Ermittlungen in der Gegenwart.

Dabei konnten mich die aktuellen Ereignisse weit mehr begeistern als die Geschehnisse vor vierzig Jahren. Sicher ist auch Emilys Geschichte fesselnd und vor allem bedrückend, aber die Gegenwart ist doch um einiges spannender, da hier der Ausgang einfach noch nicht feststeht.

Die beiden Handlungsstränge werden immer mehr miteinander verflochten. Das ist wirklich super gemacht. Es gibt auch etliche überraschende Wendungen, viele mögliche Verdächtige und ab und zu sogar eine witzige Szene. Man kann sehr gut miträtseln, wer wohl Emilys Mörder ist und wer die Drohbriefe an die Richterin geschickt hat.

Eigentlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Nur mit der Charakterisierung der Hauptpersonen war ich nicht ganz einverstanden. Diese war in meinen Augen nicht konsequent. Sowohl Emily als auch Andrea werden als intelligente, starke Frauen beschrieben, die aber von Zeit zu Zeit einem Anfall von extremer Naivität bzw. Unsicherheit erliegen, was für mich nicht stimmig war.

Das Ende impliziert eine Fortsetzung der Reihe, aber die hier bearbeiteten Kriminalfälle sind abgeschlossen.

★★★★☆

Veröffentlicht am 01.09.2022

Typisch Carter, aber nicht sein bestes Werk

Blutige Stufen (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 12)
1

Taschenbuch : 496 Seiten
Herausgeber: Ullstein Taschenbuch; 1. Edition (1. September 2022)
ISBN-13: 978-3548064475
Originaltitel: Genesis
Übersetzung: Sybille Uplegger
Preis: 11,99 €
auch als E-Book und ...

Taschenbuch : 496 Seiten
Herausgeber: Ullstein Taschenbuch; 1. Edition (1. September 2022)
ISBN-13: 978-3548064475
Originaltitel: Genesis
Übersetzung: Sybille Uplegger
Preis: 11,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Typisch Carter, aber nicht sein bestes Werk

Inhalt:
Eine junge Frau wird bestialisch ermordet in ihrer Wohnung gefunden. Sofort wird die UV-Einheit für extrem gewalttätige Verbrechen der Polizei von Los Angeles angefordert. Detective Robert Hunter und Carlos Garcia stehen zunächst vor einem Rätsel - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Täter hat eine Gedichtzeile hinterlassen. Als kurz darauf eine zweite Frau gewaltsam zu Tode kommt, suchen Hunter und Garcia fieberhaft nach einer Verbindung.

Meine Meinung:
Ich selbst habe zwar alle Bände dieser Reihe gelesen, denke aber, dass man hier keine Vorkenntnisse braucht. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, und das Privatleben der Ermittler bzw. die beruflichen Verflechtungen spielen keine allzu große Rolle bzw. alles Nötige dazu wird hier noch einmal gesagt.

Chris Carter ist bekannt für seine absolut grausigen und oft ekelerregenden Mordarten, also definitiv nichts für zarte Gemüter. Auch hier hat er sich wieder einiges einfallen lassen, jedoch nichts, was ich nicht in anderen Thrillern schon gelesen hätte.

Der Anfang zieht sich ein wenig für Chris Carters Verhältnisse, was unter anderem an Wiederholungen aus verschiedenen Perspektiven liegt, aber dann kommt bald Schwung in die Handlung und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Cliffhanger am Ende der relativ kurzen Kapitel sowie anschließende Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man einfach nur weiterlesen will, um endlich diesem widerwärtigen Täter auf die Spur zu kommen oder um zu erfahren, ob es womöglich noch weitere Opfer gibt. Dabei kann man selbst gut miträtseln und Spuren verfolgen, die sich aber allzu oft als Sackgasse bzw. Irrwege entpuppen. Hier zeigt sich der Autor als Meister der Finten. Das ist richtig gut gemacht.

Die Auflösung konnte mich dann tatsächlich überraschen, auch wenn die etwaige Richtung schon früher zu sehen war. So hat mir Chris Carter wieder einmal ein paar spannende Lesestunden beschert, wobei ich die herausragende Figur des Detective und Psychologen Robert Hunter nur bewundern konnte.

Die Reihe:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
3. Der Knochenbrecher
4. Totenkünstler
5. Der Totschläger
6. Die stille Bestie
7. I am Death. Der Totmacher
8. Death Call. Er bringt den Tod
9. Blutrausch. Er muss töten
10. Jagd auf die Bestie
11. Bluthölle
12. Blutige Stufen

★★★★☆