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Veröffentlicht am 03.06.2022

Beklemmende Story

Lea
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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Carl Hanser (11. Mai 2007)
ISBN-13: 978-3446209152
Preis: 22,00 €
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Beklemmende Story

Inhalt:
Im zarten ...

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Carl Hanser (11. Mai 2007)
ISBN-13: 978-3446209152
Preis: 22,00 €
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Beklemmende Story

Inhalt:
Im zarten Alter von acht Jahren verliert Lea ihre Mutter. Der Vater gibt sein Bestes, doch das Kind entzieht sich ihm immer mehr. Bis sie eines Tages eine Geigerin hören und Lea weiß, dass auch sie Geige spielen muss. Sie entpuppt sich als hochtalentiert - der Anfang einer steilen Karriere. Doch die Sucht nach Perfektion und der Liebe ihres Lehrers drängen das Mädchen an den Abgrund - und den Vater gleich mit.

Meine Meinung:
Ähnlich virtuos wie seine Figur Lea ist auch Pascal Mercier, allerdings beim Erzählen. Wir erfahren Leas Geschichte durch eine dritte Person, eine Zufallsbekanntschaft des Vaters, der dieser über die erlittene Katastrophe erzählt. Zwar führte dies manchmal bei mir zu Irritationen, weil ich den Wechsel zwischen den Erzählstimmen verpasste, aber mit etwas mehr Konzentration sollte das gut zu meistern sein.

Sehr gelungen fand ich die Steigerung, mit der die Handlung unabänderlich in immer schnelleren Schritten auf eine schon früh zu erahnende Katastrophe hinführt. Dabei erhält man intensive Einblicke in den Vater, aber auch in die Tochter und ganz wie nebenbei auch in den Erzähler, der zunächst wie am Rande stehend wirkt, aber doch auch einiges von sich preisgibt.

Alle drei sind spannende Figuren. So konnte Pascal Mercier mich mit „Lea“ gut fesseln.

★★★★☆

Veröffentlicht am 25.05.2022

Viele Kurzgeschichten sind noch kein Roman

23 Uhr 12 – Menschen in einer Nacht
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Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Herausgeber: dtv (18. Mai 2022)
ISBN-13: 978-3423290227
Originaltitel: Kérozène
Übersetzung: Sina de Malafosse
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Viele Kurzgeschichten ...

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Herausgeber: dtv (18. Mai 2022)
ISBN-13: 978-3423290227
Originaltitel: Kérozène
Übersetzung: Sina de Malafosse
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Viele Kurzgeschichten sind noch kein Roman

Adeline Dieudonnés Debütroman „Das wirkliche Leben“ hatte mich richtig geflasht und ich war jetzt gespannt darauf, Neues von der Autorin zu lesen. Leider konnte mich „23 Uhr 12“ aber nicht so packen, wie ich mir das gewünscht hätte.

Das Buch enthält in zwölf Kapitel die Geschichten verschiedener Menschen und eines Pferdes, die sich zufällig alle nachts um 23 Uhr 12 an einer Autobahnraststätte in den Ardennen aufhalten. Die meisten davon stehen einfach nebeneinander, nur wenige sind miteinander verbunden. Es könnte sich genauso gut auch um andere Menschen und andere Geschichten handeln. Diese Beliebigkeit ist mir unangenehm aufgestoßen, auch wenn gerade diese nach Aussage der Autorin ihre Absicht war. Aber so ergibt das Ganze für mich keinen Roman, nur eine Sammlung von Kurzgeschichten.

Die einzelnen Erzählungen sind überwiegend bedrückend, alle sind ziemlich skurril und sie fordern zum Nachdenken auf. Durch die schnelle Abfolge der Einzelschicksale haben diese bei mir jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 25.05.2022

Eine besondere Liebesgeschichte

Genau richtig
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Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: Carl Hanser (22. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3446263673
Originaltitel: Akkurat passe
Übersetzung: Gabriele Haefs
Preis: 16,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine ...

Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Verlag: Carl Hanser (22. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3446263673
Originaltitel: Akkurat passe
Übersetzung: Gabriele Haefs
Preis: 16,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Eine besondere Liebesgeschichte

Inhalt:
Albert erhält eine niederschmetternde Diagnose: Er hat nicht mehr lange zu leben und ob sein Tod besonders würdevoll sein wird, steht in den Sternen. Er zieht sich in das Ferienhaus seiner Familie zurück, wo er sein Leben Revue passieren lässt und sich auch alles von der Seele schreibt, was bisher ungesagt blieb. Er hofft, dadurch Klarheit zu erlangen, ob er sein Leben sofort beenden soll, solange er dazu in der Lage ist, oder die restliche Zeit ausharren.

Meine Meinung:
Manchmal finde ich es schier unglaublich, wie viel Sinn in so einem kleinen Büchlein stecken kann. Alberts Gedanken haben mich sehr nachdenklich gemacht. Sie waren alle sehr gut nachzuvollziehen. Lediglich auf die ausschweifenden philosophischen Betrachtungen über das Universum und alles darüber hinaus hätte ich gerne verzichtet. Sie erschienen mir in Alberts ganz persönlicher Geschichte wie ein Fremdkörper.

Einen Großteil der Erzählung nimmt die Beziehung von Albert und Eirin ein. Zum Dahinschmelzen, wie die beiden sich kennenlernen, die ersten zaghafte Annäherung, das erste Abenteuer, schließlich eine Familie. Stolperfallen im Alltag, Abweichen vom geraden Weg. Aber immer gehalten durch ein inniges Band.

Ich habe mich mit Albert durch nicht einmal vierundzwanzig Stunden gehangelt, mich stets fragend, wie ich mich entscheiden würde und was Albert wohl tun wird.

Am Ende sorgt der Autor für eine Überraschung. Damit kann ich sehr gut leben.

★★★★☆

Veröffentlicht am 20.05.2022

Super Idee - langweilig umgesetzt

Westermann und Fräulein Gabriele
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Broschiert: 352 Seiten
Verlag: dtv (23. Oktober 2015)
ISBN-13: 978-3423260824
als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältich

Super Idee - langweilig umgesetzt

Inhalt:
Richard Westermann, IT-Vorstand ...

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: dtv (23. Oktober 2015)
ISBN-13: 978-3423260824
als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältich

Super Idee - langweilig umgesetzt

Inhalt:
Richard Westermann, IT-Vorstand des Weltkonzerns IBT, hat ein Faible für Beerdigungen und entwickelt auf einer solchen ein Faible für Schreibmaschinen. Denn er verguckt sich Hals über Kopf in die „Olympia“ des verstorbenen Schriftstellers Höfer. Diese Maschine zu besitzen, ist fortan sein größter Wunsch. Doch bis es so weit ist, begnügt er sich mit einer „Gabriele“, die ihn nun überallhin begleitet. Von den Kollegen belächelt, macht Westermann die Gabriele zu seiner Waffe gegen eine Datenleck in der Firma und stellt damit alles auf den Kopf.

Meine Meinung:
Die Idee zu diesem Buch fand ich wirklich großartig. Es hörte sich tiefgründig, interessant und witzig an. Leider fand ich aber die Umsetzung dermaßen langweilig und bemüht, dass ich mich von Seite zu Seite weiterquälen musste. Sicher, es gibt einiges zu grinsen und auch nachzudenken, aber der Schreibstil war einfach nicht nach meinem Geschmack. Ich hoffe, andere Lesende werden dies anders empfinden, denn die Idee verdient auf jeden Fall, gelesen zu werden.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 17.05.2022

Nichts für zart besaitete Leser

Wolfswut
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Broschiert: 528 Seiten
Verlag: Knaur TB (12. Januar 2018)
ISBN-13: 978-3426521328
Preis: 14,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Nichts für zart besaitete Leser

Inhalt:
Als Lotte Soltau eine ...

Broschiert: 528 Seiten
Verlag: Knaur TB (12. Januar 2018)
ISBN-13: 978-3426521328
Preis: 14,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Nichts für zart besaitete Leser

Inhalt:
Als Lotte Soltau eine Lagerhalle ihres verstorbenen Vaters räumen will, entdeckt sie darin fünf Fässer mit Leichenteilen. Alles deutet darauf hin, dass der fürsorgliche Familienmensch ein übler Psychopath war.

Kriminalhauptkommissarin Kira Hallstein ist davon überzeugt, dass Soltau nicht alleine gemordet haben kann. Doch von oben werden ihr Hindernisse in den Weg gelegt.

Meine Meinung:
„Wolfswut“ hat einen wahren Kern, denn es baut auf einem echten Kriminalfall auf. Die vollständige Story ist aber ebenso Fiktion wie jeder andere Kriminalroman oder Thriller.

Zwar konnte mich die Geschichte gut fesseln, richtigen Thrill habe ich aber nicht durchgehend empfunden. Andreas Gößling verliert sich zum Teil etwas in den Details, sodass die Handlung auf der Stelle zu treten scheint. Dann wieder geht es rasant voran und man bangt mit den Ermittlern und den Opfern.

Ein Großteil der Spannung ist den schonungslos offen beschriebenen Grausamkeiten bei Folterungen und Morden an zig Opfern geschuldet, nicht dem gelungenen Aufbau der Story.

Auch die Protagonisten konnten das Ruder für mich nicht herumreißen. Hallsteins Kollege Max Lohmeyer ist zwar sehr sympathisch, empathisch und äußerst kompetent. Aber Hallstein selbst ist schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ihre Macken lassen sich zwar mit ihrer Vorgeschichte erklären, nerven aber eben trotzdem ein wenig.

Die Reihe:
1. Wolfswut
2. Drosselbrut
3. Rattenflut

★★★☆☆