Spannend mit (zu) viel Lokalkolorit
Schwarzwälder SchinkenSpannend mit (zu) viel Lokalkolorit
Inhalt:
Nach einem Picknick mit Anna kommt Jonas das fünfzehnjährige Mädchen auf mysteriöse Weise abhanden. Kommissar Schlageter wird unangenehm an einen Fall vor fast ...
Spannend mit (zu) viel Lokalkolorit
Inhalt:
Nach einem Picknick mit Anna kommt Jonas das fünfzehnjährige Mädchen auf mysteriöse Weise abhanden. Kommissar Schlageter wird unangenehm an einen Fall vor fast zwanzig Jahren erinnert, in dem er versagt hatte. Nun gibt er alles, um Anna rechtzeitig zu finden und macht sich zusammen mit seinem „Freund“ Schlaicher, dem Testdieb, an die Ermittlungen.
Meine Meinung:
Dies ist zwar schon der 3. Band dieser Reihe, man kann ihn jedoch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Das Verhältnis zwischen Schlaicher und Schlageter wird schnell geklärt, auch alles weitere, was deren Privatleben angeht.
Der Kriminalfall ist unheimlich spannend, kann man doch die ganze Zeit hoffen, dass Anna noch am Leben ist und gefunden wird. Die Ermittlungen gehen in die unterschiedlichsten Richtungen und Verdächtige gibt es so einige.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist locker mit einer wohldosierten Prise Humor. Auch die Rolle des Basset Dr. Watson ist klasse beschrieben. Nur der alemannische Dialekt hat mich gestört. Obwohl ich selbst nur etwa hundert Kilometer vom Geschehen entfernt wohne, war dieser ausgeprägte Dialekt für mich zuweilen unverständlich - zumindest musste ich mich sehr stark darauf konzentrieren, um ihn entziffern zu können. Dies ging natürlich zulasten des Leseflusses. Etwas gemäßigter wäre schön gewesen, ohne der Handlung und der Atmosphäre zu schaden. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie sich ein Nordlicht damit quält.
Die Reihe:
1. Mord auf Alemannisch
2. Ein Teufel zu viel
3. Schwarzwälder Schinken
4. Badische Blutsbrüder
5. Sauschwobe!
6. Zum Kuckuck
7. Salamitaktik
★★★★☆