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Veröffentlicht am 02.01.2023

Netter Weihnachtskrimi

Bittersüße Weihnachtszeit
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Klappentext:

Vorweihnachtliche Spannung ist garantiert.
Eine Alleinerzieherin, Emma, reist mit ihrer kleinen Tochter, Lucy,
ins tief verschneite Prag. Doch statt des ersehnten Weihnachtszauber
erlebt ...

Klappentext:

Vorweihnachtliche Spannung ist garantiert.
Eine Alleinerzieherin, Emma, reist mit ihrer kleinen Tochter, Lucy,
ins tief verschneite Prag. Doch statt des ersehnten Weihnachtszauber
erlebt sie ihren schlimmsten Albtraum: Lucy verschwindet.
Gleichzeitig wird nach einem entflohenen Häftling
gefahndet, und Emma befürchtet, dass er ihre Tochter entführt hat.
Eine fieberhafte Suche hält alle in Atem.

Fazit:
Das Cover und der Titel verspricht einen spannenden Weihnachtskrimi.

Die Schreibweise ist gut, das Thema ist auch nicht schlecht.
Prag zur Weihnachtszeit mit viel Schnee, etwas Romantik und dann
eine Entführung..

Leider ist die Umsetzung nicht besonders gut gelungen.
Es baut sich überhaupt keine richtige Spannung auf.
Die Charaktere sind sehr überzogen gezeichnet und teilweise wirkt es sehr gewollt.
Viel zu viele Vorurteile werden bedient.
Die Handlungen sind nicht immer nachvollziehbar.

Der bedauerlicherweise recht flache Spannungsbogen in diesem Weihnachtskrimi
bleibt zwar bis zum Schluss erhalten,
überzeugen konnte der Krimi mich enttäuschenderweise nicht.
Nette, sehr stimmungsvolle Unterhaltung, mehr aber auch nicht.

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Veröffentlicht am 31.12.2022

Spannend und mit viel Humor

Prost, auf die Gaukler
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Klappentext:

Ausgelassene Stimmung herrscht am Eröffnungsabend des Brunngrieser Volksfestes im Bierzelt.
Ron Goldinger, Volksmusiksänger und Frauenschwarm, bringt das Festzelt zum Kochen
und die Frauenherzen ...

Klappentext:

Ausgelassene Stimmung herrscht am Eröffnungsabend des Brunngrieser Volksfestes im Bierzelt.
Ron Goldinger, Volksmusiksänger und Frauenschwarm, bringt das Festzelt zum Kochen
und die Frauenherzen zum Schmelzen.
Ganz besondere Aufmerksamkeit wird dem Stargast jedoch zuteil,
als er nach seinem Auftritt hinter dem Bierzelt tot aufgefunden wird.

Prost auf die Gaukler ist für mich der erste Krimi aus dieser Reihe.
Das ist kein Problem, man kommt problemlos in die Geschichte rein.

Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Man hat das Gefühl, vor Ort zu sein.
Die Charaktere sind alle wunderbar beschrieben.
Es gibt sehr viel Lokalkolorit und die Geschichte an sich ist sehr authentisch.
Auch sind alle Elemente, die für einen klassischen Kriminalroman wichtig sind,
ein rätselhaftes Verbrechen, die psychologischen Momente,
die den Verbrecher antreiben, die guten Milieubeschreibungen.
Die Charaktere sind bis in die Nebenrollen so liebevoll gezeichnet,
dass man schnell Sympathien oder auch Antipathien hegt.
Der Spannungsbogen steigt langsam bis zum überraschenden Ende.

Ich habe ich mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt und ein tolles Kopfkino gehabt.
Ein Krimi, der sich sehr gut liest, spannend ist und Spaß macht, mit sehr viel Lokalkolorit und sehr unterhaltsamen Charakteren.

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Ein Krimi - Klassiker

Geheimnis am Weihnachtsabend
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Klappentext:
Weihnachten steht vor der Tür, und Amateurdetektivin Mrs. Bradley
folgt der Einladung ihres Neffen ins beschauliche Oxfordshire.
Doch die lockere Stimmung der Gäste kippt, als an Heiligabend
der ...

Klappentext:
Weihnachten steht vor der Tür, und Amateurdetektivin Mrs. Bradley
folgt der Einladung ihres Neffen ins beschauliche Oxfordshire.
Doch die lockere Stimmung der Gäste kippt, als an Heiligabend
der Anwalt des Dorfes tot aufgefunden wird.
Zunächst vermutet niemand einen Mord,
doch eine alte Spuklegende entfacht den Spürsinn der patenten Ermittlerin.

Der Einstieg fiel mir nicht so leicht. Es gibt eine große Anzahl
von Charakteren, die vorgestellt werden.
Nach und nach bekommt der Leser aber den richtigen Durchblick.
Die Zusammenhänge werden klarer.
Kann sich das alles so gut vorstellen und so richtig eintauchen
in die Geschichte.
Die Charaktere werden alle sehr detailliert beschrieben.
Überhaupt wird das ganze Umfeld durchleuchtet, damit man das Handeln
des Mörders und das warum besser verstehen kann.
Miss Marple lässt grüßen.
Auch der englische Humor kommt nicht zu kurz.
Die recht altmodische Art der Ermittlung ist nicht von Nachteil.
Im Gegenteil, es ist erfrischend, wenn mal auf altmodische Weise
ermittelt wird.
Ein guter, solider Kriminalroman und vor allem eine kriminalistische Zeitreise.
Der Schreibstil ist für mich typisch englisch und hat den von mir so geliebten
schwarzen Humor.
Der Fall selber ist unblutig und man kann sehr gut mitraten.
Mit einem Spannungsbogen, der bis zum Schluss erhalten bleibt.
Eine Amateurdetektivin, die Miss Marple Konkurrenz macht.

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Die Geschichte von Wollseifen

Ginsterhöhe
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1919 kehrt der junge Bauer Albert Lintermann in sein Heimatdorf Wollseifen zurück.
Er hat schwere seelische Verletzungen und ein zerstörtes Gesicht.
Seine Ehefrau Berta kann sich damit nicht abfinden. ...

1919 kehrt der junge Bauer Albert Lintermann in sein Heimatdorf Wollseifen zurück.
Er hat schwere seelische Verletzungen und ein zerstörtes Gesicht.
Seine Ehefrau Berta kann sich damit nicht abfinden. Sie begegnet ihm mit
Ekel und Abscheu.
Doch Albert ist zäh und es gelingt ihm wieder einen Platz in der Dorfgemeinschaft
zu finden. Sein Leben verläuft in relativ guten Bahnen, bis die Nationalsozialisten in
Wollseifen einfallen.

Das Cover ist hübsch und passt wunderbar zur Geschichte.
Ginsterhöhe ist ein historisch interessanter Roman.
Die wahre Geschichte um Wollseifen.

Das Leben zwischen den Kriegen ist sehr gut dargestellt.
Fiktive Familien werde in die historischen Ereignisse dieser Zeit eingebunden.
Die Charaktere in diesem Dorf sind wunderbar gezeichnet.
Die Leiden der Nachkriegszeit ab 1918 sind sehr real wiedergegeben
Folgesymptome wie z. B. posttraumatische Belastungsreaktionen
sowie Depressionen und Angstzustände.
Generationenübergreifende Konflikte und ihre Auswirkungen sind spannend beschrieben.
Leider wird es nach einem starken Anfang etwas zähflüssig.
Nachdem der 1. Teil, die Zeit bis 1929 sehr in die Tiefe geht,
werden die beiden folgenden Kapitel ziemlich seicht wieder gegeben.
Der 2 Teil, 1930–1939, der Nationalsozialismus, bleibt mir zu oberflächlich.
Die Guten und die Bösen, Nazi oder kein Nazi, werden mir zu stereotyp dargestellt.
Teil 3, ab 1940, wird ziemlich flott abgehandelt. Da bleiben noch
etliche Fragen unbeantwortet.
Positiv finde ich die Tagebuchaufzeichnungen des Dorflehrers.
Die lockern die Geschichte etwas auf.
Die Schreibweise ist fließend, die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Es gibt sehr viel Lokalkolorit und die damalige Stimmung kommt gut rüber.
Hier wird Zeitgeschichte aus Sicht einer Dorfgemeinschaft gut vermittelt.

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Veröffentlicht am 06.12.2022

Maschas goldene Jahre

Die Suche nach Heimat
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Mascha Kaléko hat in Berlin endlich eine Heimat gefunden.
Am 31. Juli 1928 heiratete sie den zehn Jahre älteren Saul Kaléko,
den sie seit 1926 kannte. Ende der 1920er Jahre kam sie mit der künstlerischen ...

Mascha Kaléko hat in Berlin endlich eine Heimat gefunden.
Am 31. Juli 1928 heiratete sie den zehn Jahre älteren Saul Kaléko,
den sie seit 1926 kannte. Ende der 1920er Jahre kam sie mit der künstlerischen Avantgarde Berlins in Kontakt, die sich im Romanischen Café traf.
Dort versuchte sie mit bekannten Größen zusammen zukommen, um ihre Gedichte
bekannt zu machen. Was ihr ja dann auch gelang. Als sie den Musiker Chemjo kennen und lieben lernt, muss sie sich zwischen den Männern entscheiden.
Im Hintergrund warten schon die braunen Schatten.

Dieses warmherzige Buch beschreibt die kurzen, leuchtenden Berliner Jahre der Mascha Kaléko.
Die Schreibweise ist fließend und mitreißend, macht neugierig auf diese außergewöhnliche Frau. Ihr unbedingter Wille, mit ihren Gedichten anerkannt und beruflichen Erfolg zu erlangen.
Vergangene Orte werden wieder lebendig. Das -Romanische Café- z.b., war ein namhaftes Berliner Künstlerlokal.
Dort trafen sich renommierte Schriftsteller, Maler, Schauspieler, Regisseure, Journalisten, Kritiker. Zugleich war es eine Anlaufstelle für werdende Künstler, die erste Kontakte suchten.
Sehnsüchte und Sorgen einer längst vergangenen Epoche leben noch einmal auf.
Die Charaktere dieser Zeit werden wunderbar zum Leben erweckt.
Wir begegnen u.a. Kästner, Tucholsky, Else Lasker-Schüler oder Ringelnatz.
Alle sprühen so vor Leben, dass man das Gefühl hat, sie wahrhaft zu kennen.
Die Ortsbeschreibungen lassen eine längst vergangene Zeit noch einmal auferstehen und laden
in eine Reise in die Vergangenheit ein. Wunderbar recherchiert und umgesetzt.
Das Lebensgefühl dieser Zeit kommt wunderbar auf die Seiten.
Es vermischt sich mit der schrecklichen Zeitgeschichte.
Maschas Kalékos brillante Gedichte, die im heiter-melancholischen Ton die Lebenswelt der
kleinen Leute und die Atmosphäre im Berlin ihrer Zeit widerspiegeln.
Ein warmherziges Buch über eine eigenwillige und starke Frau, die ihren Weg gegangen ist.
Sehr gut recherchiert und umgesetzt.
Ein besonderes Highlight sind die abgedruckten, eindrucksvollen Gedichte nach jedem Kapitel.

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