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Veröffentlicht am 28.02.2018

Das flüstern der Insel

Das Flüstern der Insel
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Alice’Ehemann ist gestorben. Ein Autounfall auf einer Landstraße,
auf der Chris laut seinem letzten Anruf gar nichts zu suchen hat!
Doch fast schwerer als der Verlust wiegt,
dass ihr Mann bei seinem letzten ...

Alice’Ehemann ist gestorben. Ein Autounfall auf einer Landstraße,
auf der Chris laut seinem letzten Anruf gar nichts zu suchen hat!
Doch fast schwerer als der Verlust wiegt,
dass ihr Mann bei seinem letzten Anruf gelogen hat.
Warum wurde sein Wagen an dieser Stelle gefunden?
Wo wollte er hin? Diese Fragen lassen Alice keine Ruhe
und sie rekonstruiert die letzte Fahrt ihres Mannes, ihre Mittel
dazu werden immer extremer. Und als sie die Suche schließlich
nach Robin Island verschlägt, ein kleines idyllisches Inselparadies,
ist sie zu allem entschlossen.
Sie wird diesem Ort das Geheimnis um Chris entlocken ...

Ein teilweise sehr spannender Roman der sich richtig gut und flott liest.
Die Schreibweise des Autors ist mitreißend.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und die Geschichte
nimmt einen in den Bann.
Sie schafft es aus jeden der Charaktere das Geheimnisvolle
und auch Befremdliche klar herauszustellen.
Keiner von Ihnen kommt besonders sympathisch rüber
und sie bleiben einem die ganze Zeit über etwas fremd.
Abgründe tun sich auf.
Ein tiefer Blick in die menschliche Psyche.
Leider sind die recht abstrusen schon krankhaften Aktivitäten der
Hauptperson sehr langatmig und sehr ausschweifend erzählt,
das nimmt die Spannung.
Dadurch konnte mich der Roman nicht so recht begeistern und überzeugen
und hat mich eher enttäuscht zurückgelassen.
Weniger wäre da doch mehr gewesen.

Ein netter Schmöker für lange Winterabende.

Veröffentlicht am 24.02.2018

Martha und die Musik

Wenn Martha tanzt
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Martha, 1900 geboren, wächst als Tochter des
Kapellmeisters in einem kleinen Dorf in Pommern auf.
Von dort aus geht sie ans Bauhaus in Weimar.
Ein großer Schritt für die damalige Zeit.
2001 reist ein junger ...

Martha, 1900 geboren, wächst als Tochter des
Kapellmeisters in einem kleinen Dorf in Pommern auf.
Von dort aus geht sie ans Bauhaus in Weimar.
Ein großer Schritt für die damalige Zeit.
2001 reist ein junger Mann nach New York.
Im Gepäck hat er ein schwarzes Notizbuch seiner Urgroßmutter
Martha. Es enthält unbekannte Zeichnungen von Feininger,
Kandinky, Klee und anderen Bauhaus-Künstlern.

Wenn Martha tanzt ist ein ganz besonderer Roman.
Ohne Pathos, fast nüchtern wird hier die Lebensgeschichte
der Martha erzählt.
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und springt immer
wieder zurück in das Jahr 2001.
Die Schreibweise ist sehr klar und reduziert, die Sätze
schnörkellos. Man kann sagen, wie der Bauhausstil, der ja
in diesem Buch eine große Rolle spielt.
Der Autor schafft es den Leser geschickt in die Geschichte zu
entführen. Die Charaktere sind sehr lebensecht gezeichnet.
Ich war schlicht begeistert, ja beeindruckt.
Komplett! Die Story, die Charaktere, die Ausdruckskraft.
Ein wunderbarer Roman. Ein tolles Debüt.
Eine unbedingte Leseempfehlung

Veröffentlicht am 22.02.2018

Top Ernährungsratgeber

Intuition – Dein Coach für ein gesundes und glückliches Leben
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Das Buch ist sehr gut aufgegliedert,
die einzelnen Bereiche sauber strukturiert
und auf die wesentlichen Dinge fokussiert dargestellt.
Die Schreibweise ist klar und auch für Laien verständlich.
Einmal ...

Das Buch ist sehr gut aufgegliedert,
die einzelnen Bereiche sauber strukturiert
und auf die wesentlichen Dinge fokussiert dargestellt.
Die Schreibweise ist klar und auch für Laien verständlich.
Einmal angefangen fällt es richtig schwer aufzuhören.
Inhalt und Sprache harmonieren und machen neugierig auf mehr.
Man merkt, gleich das die Autorin lebt, wovon sie schreibt.
Ein wirklich sehr interessanter Ernährungsratgeber der anspornt seine
Lebensweise zu überdenken.
Mit diesem tollen Buch fällt es wirklich nicht schwer.

Veröffentlicht am 20.02.2018

Ein wunderbarer Roman über Kunst und Leidenschaft

Das Geheimnis der Muse
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Zwei junge Frauen zwei Leben durch ein Gemälde
schicksalhaft miteinander verwoben.
London 1967 und Andalusien 1936, Odelle, eine angehende
Schriftstellerin im London der Swinging Sixties und
Olive, eine ...

Zwei junge Frauen zwei Leben durch ein Gemälde
schicksalhaft miteinander verwoben.
London 1967 und Andalusien 1936, Odelle, eine angehende
Schriftstellerin im London der Swinging Sixties und
Olive, eine talentierte Malerin kurz vorm Spanischen Bürgerkrieg.
Odelle bekommt einen Job als Sekretärin der renommierten Kunstgalerie Skelton.
Durch einen überraschenden Fund, ein Gemälde des seit dem Spanischen Bürgerkrieg verschollenen
Künstlers Isaac Robles, wird Odelle in eine Geschichte verstrickt,
die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. Denn um das Gemälde rankt ein
folgenschweres Geheimnis.

Ein Roman mit einer ganz besonderen Atmosphäre und viel britischen Charme,
das das Buch durchströmt. Er beginnt schon so klug mit dem Satz:
Nicht jeder erhält am Ende, was er verdient!
Die Geschichte wird in zwei Zeitsprüngen erzählt.
Die Schreibweise ist wunderbar, sehr üppig und flott.
Man kann sich sehr gut in die Charaktere versetzen.
In Olive im Jahr 1936 als die Welt noch von Männern
dominiert wurde und in
Odelle, dunkelhäutig und für viele noch immer noch ein Affront
im London der 60er Jahre.
Die weibliche Emanzipation und auch der Rassismus wird sehr gut
thematisiert.
Die Charaktere sprühen vor Leben und Energie und zeigen die Stärke,
die in jedem einzelnen stecken kann.
Ich konnte mir das alles so gut vorstellen und so richtig eintauchen
in die Geschichte.

Diese Zeitreise hat mir sehr großen Spaß gemacht.
Zeitgeschichte, Liebe, Kunst alles enthalten.
Besser geht es nicht.
Dem Charme dieses Buches kann man sich kaum entziehen.
Ich könnte es immer wieder lesen – ein Lieblingsbuch!

Veröffentlicht am 19.02.2018

Eine ungewöhnliche Familie

Die erstaunliche Familie Telemachus
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Die erstaunliche Familie Telemachus
von Daryl Gregory
erschienen 2017 im BasteiLübbe Verlag

Die Familie Telemachus ist in der Tat sehr erstaunlich.
Auf den ersten Blick ist Matty Telemachus
ein typischer ...

Die erstaunliche Familie Telemachus
von Daryl Gregory
erschienen 2017 im BasteiLübbe Verlag

Die Familie Telemachus ist in der Tat sehr erstaunlich.
Auf den ersten Blick ist Matty Telemachus
ein typischer 14-jähriger Junge mit den
typischen Problemen eines 14-jährigen Jungen.
Aber Matty ist alles andere als normal und seine
Familie ist es schon gar nicht. Als Matty entdeckt,
dass er über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt,
macht er sich auf die Suche nach dem lange gehegten
Familiengeheimnis: Sind seine Verwandten wirklich Medien,
beherrschen sie Telepathie, Telekinese und vielleicht noch andere Kräfte?
Jeder von ihnen kann mit einer Besonderheit aufwarten.
Teddy. Der Vater der Familie, ein Spieler und Trickbetrüger,
hat die Familie fest im Griff. Das läuft, aber alles etwas
aus dem Ruder als seine Frau Maureen stirbt.
Maureen war die einzige die wirklich außergewöhnliche Fähigkeiten
besaß. Sie wurde sogar von der Regierung beauftragt, während Teddy
sich mehr oder weniger durch das Leben mogelt.

Dieser Roman lässt sich schwer in eine Schublade stecken.
Einerseits ist er ein Familienroman, andererseits hat er auch spannende
Elemente. Sogar die Mafia kommt ins Spiel.
Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und wird
aus den verschiedenen Blickwinkeln der Familienmitglieder erzählt.
Am Anfang zieht es sich etwas in die Länge aber am Schluss werden die
Abschnitte kürzer und es baut sich etwas mehr Spannung auf.
Bis zum großen Showdown, der wirklich Filmreif ist.
Die Schreibweise ist sehr gefällig und die Charaktere sind sehr gut
gezeichnet. Sich mit ihnen zu identifizieren fällt schwer, kommen doch
alle recht abstrus daher. Die ganze Geschichte hat etwas Unglaubliches,
was ja auch beabsichtigt ist. Ein ungewöhnlicher Roman, der zeigt, was eine
Familie alles aushalten kann. Am wichtigsten ist der Zusammenhalt.
Wer mal eine etwas andere Geschichte lesen möchte, liegt mit diesem Buch
genau richtig!

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