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Veröffentlicht am 27.10.2021

Historischer Krimi auf dem Schiff

Der Tod und das dunkle Meer
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Ein Krimi, der im 17. Jahrhundert auf dem Meer spielt, zwischen dem damals Batavia genannten Indonesien und Europa, zwischen Aberglauben und niedrigen Gelüsten.
Es scheint nicht gut auszugehen für alle ...

Ein Krimi, der im 17. Jahrhundert auf dem Meer spielt, zwischen dem damals Batavia genannten Indonesien und Europa, zwischen Aberglauben und niedrigen Gelüsten.
Es scheint nicht gut auszugehen für alle Beteiligten. Allein schon die Eröffnungsszene zeigt das, wie der Gefangene Sammy zum Schiff geschleppt wird und ihn sein Freund vor Steinewerfer schützen möchte - der Bär und der Spatz (berühmt in Europa, berühmt in Batavia). Die Grausamkeit jener Tage, da es keinen Schutz für Menschen gab, die aus irgendeinem Grund der Obrigkeit unlieb wurden, steht offensichtlich im Vordergrund (das lässt schätzen, dass heutzutage selbst Kriminelle hohen Schutz genießen).

Doch ein Aussätziger (ohne Zunge und einem lahmen Bein) droht lauthals von einem hohen Stapel, dass Böses geschehen wird. Plötzlich steht der Aussätzige in Flammen. Sara, die gütige Frau des brutalen Gouverneurs, nimmt sich des Schwerverletzten an und wird deswegen von ihrem Gatten geschlagen. Aber wie kann ein Mensch ohne Zunge schreien? Und wie kann ein Lahmer auf einen hohen Stapel klettern und dort schreien und vor dieser Schiffsfahrt warnen? Alles fängt schon mit Symbolen und Mysteriösem an, die auf ein böses Ende hindeuten. Später auf dem Schiff erscheint der tote Aussätzige erneut. Es passieren Morde und das in einem geschlossenen Umfeld (dem Schiff) aus dem es kein Entweichen gibt.

Der Ermittler Sammy Pipps wird als Gefangener in eine furchtbare Schiffszelle geworfen. Sein treuer Gefährte, der riesige Arnt, versorgt ihn heimlich mit Lebensmittel, erwirkt, dass er immerhin nachts auf das Deck kann, um sich dort menschlichen Bedürfnissen hinzugeben. Gleichzeitig gibt er Aufträge an seinen ‚partner in crime‘, dass dieser auf dem Schiff ermittelt. Und tatsächlich, zusammen mit Sara Wessel, die ihren Ehemann hasst, finden die beiden einige Fakten zu den seltsamen Vorgängen auf dem Schiff heraus. Doch auch ein paar Mitreisende stehen zu Sara und Arnt, auch sie versuchen Informationen beizutragen, um gemeinsam dem drohenden Damoklesschwert der Vernichtung des Schiffes zu entkommen.

Der von Arnt Hayes getötete Aussätzige, ein ehemaliger Zimmermann auf dem Schiff, taucht vor der Luke zu Sara Wessels Kabine auf. Tiere werden getötet. Ein seltsames Licht von einem Schiff, einem achten Schiff der Flotte, taucht auf und verschwindet wieder geheimnisvoll. Denn eigentlich sind nur sieben Schiffe mit dem Hauptschiff, auf dem der Generalgouverneur sich befindet, unterwegs. Die Saardam ist riesig mit vielen geheimnisvollen Ecken und Verstecken. Die Mannschaft auf dem Schiff ist brutal und gehässig. Man belauert sich, überwacht und überspielt seine Angst mit Gewalt. Eine unbekannte Macht, die als Teufel in Form des ‚Alten Toms‘ bezeichnet wird, gewinnt Überhand.
Durch ein Buch ‚Damoenologie‘ (welches eine Einheimische namens Isabel ständig mit sich trägt) erfahren Sara und Creesjie, dass die sogenannten Hexenfinder brutal andere Menschen verfolgten, folterten und verbrannten. Ebenfalls ihre Familien wurden dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Einst reiche Familien verloren auf diese Weise alles.
Die Auflösung der Geschehnisse zum Ende des Romans ist unerwartet. Es bleibt spannend bis zum Schluss.

Mit einem mysteriösen Einstieg in die Geschichte, Warnungen vor der Abfahrt der Saardam, setzt sich der Roman in Bewegung, die Schiffe legen ab, die Angst steigt. Spannungsbögen finden Höhepunkte, flachen wieder ab, um Überlegungen bei den Beteiligten Raum zu geben und schon passiert das Nächste. Dämonen erscheinen. Menschen verschwinden.
Voller seltsamer Andeutungen (z.B. Phantastereien) liest sich ‚Der Tod und das dunkle Meere‘ spannend. Unterlegt mit historischen und regionalen Batavia - Begriffen wendet sich dieser Krimi an eine Geschichtsinteressierte Leserschaft, die voll auf ihre Kosten kommt. Es geht um Hexenverfolgung. Es geht um die Anmaßung ein besserer Mensch zu sein, ein Gottesgläubiger, der gesandt war, die Welt vom Bösen zu befreien. Es geht um Macht und Reichtum, die andere an sich rissen, weil sie Menschen der Hexerei und der Teufelsverbundenheit bezichtigten.
Der Schreibstil ist angenehm, flüssig zu lesen und die erwähnten Fakten (17.Jahrhundert) gut recherchiert. Das war ein hartes Stück Arbeit!

Auf dem Buchumschlag findet sich passend dazu: Anker, Windrose, ein Kompass an einer Kette. Die goldene Schrift im Vordergrund und dunkle Wellen in einer geheimnisvollen Bewegung im Hintergrund unterstützen das Thema des Romans. Reichtum und Luxus. Geheimnisvolles. Ein Umschlag, der sofort Interesse weckt und der den Titel 'Der Tod und das dunkle Meer' sinnbildlich unterstützt.

Tropen Verlag, 2021, Stuart Turton (The Devil and the Dark Waters), Übersetzerin Dorothee Merkel

Veröffentlicht am 27.10.2021

Mittelalter - Recht und Unrecht

Die Wanderhure und der orientalische Arzt
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Im Prolog wird die Geschichte drei Edelmänner erzählt, die miteinander im spielerischen Wettstreit liegen. Doch daraus wird blutiger Ernst und bald liegt der Jüngste von ihnen unten in einer schlecht zugänglichen ...

Im Prolog wird die Geschichte drei Edelmänner erzählt, die miteinander im spielerischen Wettstreit liegen. Doch daraus wird blutiger Ernst und bald liegt der Jüngste von ihnen unten in einer schlecht zugänglichen Schlucht. Man hatte ihm einen Sprung über die Schlucht angeraten, damit er sein Mann sein beweise. Der Junker namens Gunther überlebt den Sturz verletzt und will seinen Bruder (Halbbruder) und Cousin um Hilfe bitten, als er deren Gespräch über seinen Absturz mitanhören muss. Daraufhin weiß er, dass sein Absturz geplant war und dass er mit dem Tod bedroht ist. Er weiß, er muss sich selbst helfen, um zu Überleben.
Die Geschichte beginnt zwölf Jahre später…
Marie, die Wanderhure (einst entführt, versklavt und sich als Dirne ihr Leben fristend, hat durch ihre Willensstärke und Intelligenz jedoch das Leben wieder zum Guten geführt), ihr Mann Michel Adler zu Kiebitzstein, der sich von einem einfachen Schankwirt zu einem Landadligen hochgearbeitet hatte, und deren Kinder Trudi (Hiltrud), Falko, Hildegard und die Ziehtochter Lisa, unternehmen eine Reise zu einem befreundeten Edelmann...Graf Heinrich von Hettelheim.
Bereits bei der Anreise kommt es zu unerfreulichen Erlebnissen. Im Wald finden die Reisenden der Burg Kiebitzstein eine fast tote junge Frau, deren Aussehen zuerst einmal exotisch auf sie wirkt. Eine Albino – Frau (eine Pigmentstörung). Aufgrund ihres anderen Aussehens wurde sie in ihrem zwanzigjährigen Leben (ohne Mutter) diskriminiert, als Hexe verschrien und von der Außenwelt abgeschirmt.
Der Mordanschlag auf die junge Edda ist der Auftakt zu einer Reihe von Verwicklungen. Innerhalb kurzer Zeit sterben von den verfeindeten Adligen die Väter (sie waren diejenigen, die Erfahrung und Friedenswillen einbringen wollten). Bei einem Überfall auf ein Dorf wurde ein Bäuerlein übelst verprügelt. Es herrscht Mord- und Totschlag als würden keine Gesetze existieren. Die Gerüchteküche brodelt und die Friedenswilligen suchen die Schuldigen unter den anliegenden Adelsfamilien auszumachen. Gesetzlose lassen sich kaufen und begehen die schlimmsten Missetaten, Prügeleien, Mord, Entführungen.
Ein Mittelalterkrimi, wo es in erster Linie um Macht und Reichtum geht. Die beteiligten Parteien wollen ihr Ansehen und ihre Ländereien vergrößern. Die einen sind sehr sympathisch (die Kiebitzsteiner), weil sie sich um den Frieden vor Ort bemühen, obwohl auch Herr Michel sich auf das Glatteis führen lässt. Dazwischen keimen zarte Triebe der Liebe. Und es gibt tatsächlich noch eine Liebesheirat im Topf der Intrigen, Verwicklungen und Verrirrungen.
Ein Sittenbild des Mittelalters, wo unter Adligen immer das Anhäufen der Besitztümer im Vordergrund stand und weniger die Liebe zu einem Gatten oder Frieden in der Region.
Leicht lesbar trotz seiner fast 600 Seiten. Es treibt den Lesenden vorwärts zu erfahren, welche nächste Schandtat um die Ecke lauert oder ob die Guten doch gewinnen.Aus der Serie ‚Die Wanderhure‘ des Autorenpaars Iny Lorentz ist das erste Buch das Bekannteste, voll gepackt mit dramatischen Ereignissen quer durch die halbe Welt. Die Spannung auf höchstem Niveau des ersten Buches erreicht ‚Die Wanderhure und der orientalische Arzt‘ nicht. Doch auch dieses Buch bringt das Mittelalters zum Klingen – ohne ‚Recht & Ordnung‘ herrschte damals das Kampfrecht. Marie, die Wanderhure, hebt sich als starke Frauenpersönlichkeit hervor und die Männer an ihrer Seite (Ehemann, Sohn, Freunde) können froh sein über die kluge Gefährtin.

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Veröffentlicht am 27.10.2021

Die Unsterblichen

Pantarch
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Eine vielbeschäftigte Ärztin namens Aurora:Sie schläft mehr im Krankenhaus (aufgrund ihrer Überarbeitung) als zu Hause in ihrem eigenen Bett. Ihre Freundin Fay erwartet sie zu Hause. Zwischen Aurora und ...

Eine vielbeschäftigte Ärztin namens Aurora:Sie schläft mehr im Krankenhaus (aufgrund ihrer Überarbeitung) als zu Hause in ihrem eigenen Bett. Ihre Freundin Fay erwartet sie zu Hause. Zwischen Aurora und Fay besteht eine besondere Verbindung, fast wie Schwestern. Die Ärztin fährt daher – auf den dringlichen Wunsch von Fay - nach Hause, erliegt jedoch im Auto einem Sekundenschlaf. In der Folge passiert ein schrecklicher Unfall.
Als sie aufwacht erlebt sie seltsame Dinge. Der Mann vom anderen Unfallauto hilft ihr aus dem Auto. Beide scheinen unverletzt. Doch als die Ärztin zu den Autos schaut, kann das nicht möglich sein. Die Autos sind Schrott, völlig verkeilt, völlig in sich verheddert. Der Mann ruft einen Krankenwagen. Im Krankenhaus registriert Aurora, dass sie wieder ganz heil ist, nur eine winzige Narbe zeugt davon, dass etwas passiert ist. Und doch stellt sie sich der Frage, wie kann das sein, dass sie unverletzt ist. Denn der andere, am Unfall Beteiligte, sagt, sie sei tot.
Das ist der Beginn einer unheilvollen Verbindung zwischen Aurora und Evan. Ein Fantasy Roman, der Zwischenwelt im Untertitel trägt: Evan, der andere Unfallbeteiligte, eröffnet Aurora, dass sie nun unsterblich ist und dass sie in seiner Welt aufgenommen wird. Sie ist nun ein Pantarch.

Matt, ihr Kollege im Krankenhaus, nähert sich ihr – sie haben seit längerem umeinander herumgetanzt, ohne sich zu sagen wie sehr sie sich mögen. Jetzt ist es endlich soweit und Aurora verliebt sich ihn. Doch sie ist ja tot und soll sich keinem Sterblichen nähern.
Die Geschichte entwickelt sich rasant zwischen Aurora, Matt und Evan. Und Fay, ihre beste Freundin fragt sich, was Aurora vor ihr verheimlicht. Doch auch in der Welt der Unsterblichen herrscht nicht Frieden und Eintracht. Genau wie in der Welt der Sterblichen tobt ein Machtkampf.

Dieser Machtkampf erinnert an den Olymp der griechischen Götter und Göttinnen: Auch dort versuchte jeder, der Bessere, der Stärkere, der Mächtigere zu sein.
Der Roman ist auf zwei Bände angelegt; im ersten Teil endet alles mit einen ‚showdown‘, einer Kraftprobe.

Die Autorin Mila Illbach schreibt sich federleicht durch die ewig alte Geschichte über den Sinn des Lebens, der Sterblichkeit und der Unsterblichkeit. Ist mit dem Tod alles zu Ende? Für manche in diesem Fantasy Roman nicht, doch auch die andere Welt ist nicht eine Bessere. Gebannt liest man weiter und will wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Manchmal holpert der Schreibstil der Autorin noch. Da es ein Fantasy Roman ist darf man sich keine Fragen stellen, was ist das für eine Welt, wie kommt die zustande für welchen Zweck und warum sollen Sterbliche und Unsterbliche sich nicht näher kommen. Zumindest für die letzte Frage gibt es eine Antwort: Auch die Unsterblichen schweben in großer Gefahr...

Wer wissen will wie der Roman weitergeht soll sich auf den zweiten Band der Diologie freuen...

Schon das Coverbild mit den Blutstropfen zeigt, dass es auch in der Welt der Unsterblichkeiten nicht blutleer zugeht.

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Veröffentlicht am 23.10.2021

Wandern in den Tod!

Pacific Crest Trail Killer
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Buchumschlag: Passend zum Thema Wandern & Einöde ein Bild in der Natur und einem roten Zelt, in dem eine menschliche Figur sich bewegt. Wie sich der Mensch an der Zeltwand festkrallt, das zeugt schon ...

Buchumschlag: Passend zum Thema Wandern & Einöde ein Bild in der Natur und einem roten Zelt, in dem eine menschliche Figur sich bewegt. Wie sich der Mensch an der Zeltwand festkrallt, das zeugt schon von etwas Grausamen...Auf jeden Fall ein (grausamer) Hingucker!

Buchinhalt: Der Pacific Crest Trail gehört zu den ganz harten Wanderwegen in den USA, vielleicht sogar auf der Welt. 4.200 km, wer ihn läuft muss dafür 6 Monate einrechnen und läuft oft alleine, manchmal mit einem Wander - ‚buddy‘ für einige Zeit. Wer dort Übles plant, hat so richtig gut Zeit für einen geplanten Mord und die Erfüllung seiner grausamen Süchte.
Mark Stehton, ehemaliger Sheriff in Bishop / Kalifornien, kehrt gerade aus einem Einsatz von acht Jahren als Militärpolizist zurück und läuft den Trail, als er in zwei Park Ranger hineinläuft, die eine junge Frau suchen. Was Mark bei der Leiche entdeckt, läuft ihm kalt den Rücken runter. Das FBI kommt und FBI Mann Cortez nimmt ihn kurzerhand als FBI Agent auf, er soll den Trail weiterlaufen und die Augen offen halten.

Spannung pur! Sehr gut beschrieben... (so wie ich gelesen habe ist der Autor selbst ein Stück gelaufen). Sehr schnell ist offensichtlich bei dem in Ansätzen (anfänglich) beschriebenen Mörder, dass er ein absolut krankhafter Typ ist. Und nein, ich habe kein Verständnis für aus dem Gleis gefahrene Typen. Sie sind leider Gottes keine Einzelfälle, aber die anderen schaffen es sich zu integrieren und nicht zum Mörder zu werden. Sagt jemand, die mit solchen gearbeitet hatte und selbst keine leichte Jugend zu bewältigen hatte...

Jeder, der selbst gerne wandern geht, kennt das: Alleine im Wald… und dann ein Serienmörder...

Sehr spannend geschrieben. Gruselig auch. Die Angstkomponente schwingt mit.

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Die besonderen Menschen in Venedig

Aribella und die Feuermaske
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Aribella segelt mit Theo, ihrem Freund, und dessen Papa auf deren Fischerboot. Die anderen Bootsleute sagen, Mädchen auf einem Boot bringen Unglück. Theos Vater ist toleranter, aber auch er lässt sie nicht ...

Aribella segelt mit Theo, ihrem Freund, und dessen Papa auf deren Fischerboot. Die anderen Bootsleute sagen, Mädchen auf einem Boot bringen Unglück. Theos Vater ist toleranter, aber auch er lässt sie nicht auf dem Boot mitarbeiten. Etwas Aberglauben steckt auch in ihm. Und dann steht ein Blutmond bevor... Vor ihnen liegt Venedig und die Lagune. Für Aribella ist es immer etwas Besonderes mit Theo und seinem Vater auf dem Wasser unterwegs zu sein, auch wenn es Theo nicht gefällt, dass er seinem Vater helfen muss. Doch die mutterlose Aribella mag es zu Hause nicht. Ihr eigener Vater ist depressiv seit dem Tod seiner Frau.

Während der Heimkehr der Fischerboote erklärt Aribella die unterschiedlichen Inseln und die große Stadt Venedig in ihrer ganzen Pracht. Auf einmal fährt eine Flotte von Gondeln mit maskierten Begleitern vor ihnen, auf einer Gondel sitzt auch der Doge mit einer Glitzermaske vor dem Gesicht. Die Drei im Fischerboot bringen ihren Fang zur Pescheria, dem Fischmarkt. Dort verkaufen Theo und Aribella den heutigen Fang. Aribella macht sich viele Gedanken über ihr Leben, denn bald wird sie 13 und gilt damit als erwachsen. Doch dann taucht der böse Gian auf...und bei Aribella funkt es! Ihre Finger werden feuerheiß und Flammen schlagen aus ihnen. Der böse Gian steckt den Namen von Aribella und ihrem Vater ins Löwenmaul. Aribella hat Angst, versteckt sich und muss bei ihrer Rückkehr nach Hause erleben wie ihr Vater von den Stadtwachen mitgenommen wird. Diese suchen auch nach ihr, doch ihr Freund Theo verhilft ihr zur Flucht.

Nun wird es extrem spannend - Nebel kommt auf, ein Geistwesen beißt Theo und ein unbekannter Retter verscheucht das Geistwesen, gibt Vierdiebessig gegen Theos Wunden und bringt Aribella zu einem geheimnisvollen Hotel, wo sie andere Menschen mit besonderen Begabungen kennenlernt. Dabei lernt Aribella, dass sie auch zu diesem Kreis der Menschen in Venedig mit besonderen Fähigkeiten gehört (sie ist keine Hexe, sondern eine Auserwählte).
Aribella ist zum ersten Mal, seit dem Tod ihrer Mutter, glücklich. Sie wird so verwöhnt, dass sie sich fast schämt angesichts des Luxus. Doch sie denkt oft an ihren Vater, der im Palastgefängnis einsitzt. Das ist jedoch erst der Beginn ihres neuen Lebens...

Das Titelbild ist bunt und anregend: Die Rialto Brücke, Aribella auf einer Gondel davor, während links die blaue Geisterwelt sich versammelt hat und rechts ein flammendrotes Haus steht.

'Aribella und die Feuermaske' ist ein sehr schönes Kinderbuch, was davon erzählt, dass es Menschen mit besonderen Begabungen und Fähigkeiten gibt und die gehören auch zur Gemeinschaft. Nicht nur das - sie sind ein wichtiger Teil der Gemeinschaft. Der Roman ist eine Ode an die Freundschaft und dass wahre Freundschaft, auch über Schwierigkeiten hinweg, das Wichtigste im Leben ist (natürlich neben einer liebenden Familie). Wunderschöner Text, der die Fantasie der Kinder anzuregen versteht. Es gibt so viele interessante Einfälle und Wendungen im Buch, ein Genuss es zu lesen und das Kopfkino auf Reisen gehen zu lassen.

Eine ganz dicke Empfehlung für Aribella und ihre Freund:innen.



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