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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

klassischer Poirot in voller Stärke!

Vier Frauen und ein Mord
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Ich hatte mich schon lange darauf gefreut, „Vier Frauen und ein Mord“ zu lesen, vor allem, weil ich die Verfilmung mit Margaret Rutherford in der Hauptrolle absolut liebe. Ich wusste von vornherein, dass ...

Ich hatte mich schon lange darauf gefreut, „Vier Frauen und ein Mord“ zu lesen, vor allem, weil ich die Verfilmung mit Margaret Rutherford in der Hauptrolle absolut liebe. Ich wusste von vornherein, dass der Film nur wenig mit dem eigentlichen Roman zu tun hat – und das störte mich nicht im Geringsten. Ich liebe beide, nur auf ganz unterschiedliche Weise.

Der Roman zeigt den klassischen Poirot in voller Stärke. Sein scharfer Verstand, seine ruhige Beharrlichkeit und seine subtilen psychologischen Untersuchungen kommen durchgehend zum Vorschein. Was als scheinbar einfacher Fall beginnt – eine Frau, die in einem kleinen Dorf ermordet wurde – entpuppt sich langsam als etwas weitaus Komplizierteres. Christie beweist einmal mehr, wie meisterhaft sie eine Handlung aufbauen kann, die zunächst geradlinig erscheint, um dann mehrere Ebenen der Täuschung darunter zu enthüllen.

Die Ermittlungen sind methodisch und clever, mit Ablenkungsmanövern, die gerade so sorgfältig platziert sind, dass man weiter rätselt. Auch wenn Teile der Auflösung „typisch Christie“ wirken mögen, gelingt es ihr dennoch, mit den letzten Wendungen zu überraschen.

Es ist ein straff konstruierter Krimi mit einem befriedigenden Ende, der einmal mehr zeigt, warum Poirot nach wie vor eine so beliebte Figur ist.

Ein wunderbares Lesevergnügen – auch wenn es sich stark von seiner filmischen Entsprechung unterscheidet.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Ein absolutes Meisterwerk!

Judith und Hamnet
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Dieses Buch ist gleichermaßen erschütternd und wunderschön. Zart, lyrisch und absolut fatastisch! Die Prosa ist atemberaubend – jeder Satz wirkt wohlüberlegt, intim und lebendig.
Die Art und Weise, wie ...

Dieses Buch ist gleichermaßen erschütternd und wunderschön. Zart, lyrisch und absolut fatastisch! Die Prosa ist atemberaubend – jeder Satz wirkt wohlüberlegt, intim und lebendig.
Die Art und Weise, wie O’Farrell Shakespeares Ehe, die Liebe zwischen ihm und Agnes und die unerträgliche Last ihres Verlustes neu interpretiert, ist von großer emotionaler Tiefe und bleibt dennoch der historischen Realität treu.
Ein wunderbares Buch, das es absolut verdient hat, verfilmt zu werden!

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Eine wunderbare Coming-of-Age Geschichte basierend auf historischen Ereignissen

Wer die Toten stört
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Wer die Toten stört ist keine klassische Neuerzählung der Burke-und-Hare-Morde, sondern nutzt diese historischen Ereignisse vielmehr als Hintergrund für eine queere Coming-of-Age-Geschichte. Genau das ...

Wer die Toten stört ist keine klassische Neuerzählung der Burke-und-Hare-Morde, sondern nutzt diese historischen Ereignisse vielmehr als Hintergrund für eine queere Coming-of-Age-Geschichte. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht.

Im Mittelpunkt steht ein junger Mann, der nicht nur seine Bestimmung entdeckt, sondern auch seine große Liebe findet. Die Geschichte ist dabei zugleich romantisch und dramatisch, zartfühlend und düster. Während er seinen Platz in der Welt sucht, gräbt er – im wahrsten Sinne des Wortes – Leichen aus, um sich sein Studium zu finanzieren. Dieser ungewöhnliche Kontrast zwischen Intimität, Moral und Überleben verleiht dem Roman eine ganz eigene Spannung.

Dunlap verbindet historische Elemente mit emotionaler Tiefe und einer queeren Perspektive, die dem Stoff etwas Neues und Frisches verleiht. Wer die Toten stört ist weniger True-Crime-Nacherzählung als vielmehr ein Roman über Identität, Liebe und Selbstfindung – vor einem dunklen, faszinierenden historischen Setting.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Miss Marple at it's best!

Ein Mord wird angekündigt
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„Ein Mord wird angekündigt“ ist Miss Marple in Höchstform. Clever, witzig und unwiderstehlich fesselnd, schafft dieser Roman die perfekte Balance zwischen Humor und Spannung, während er den Leser langsam ...

„Ein Mord wird angekündigt“ ist Miss Marple in Höchstform. Clever, witzig und unwiderstehlich fesselnd, schafft dieser Roman die perfekte Balance zwischen Humor und Spannung, während er den Leser langsam immer mehr in seinen Bann zieht.

Die Geschichte ist sorgfältig konstruiert, voller scharfsinniger Beobachtungen und sorgfältig platzierter Hinweise. Christies Talent für Irreführungen kommt durchweg zum Tragen, und die Auflösung ist wie immer ein Meisterstück – elegant, überraschend und zutiefst befriedigend. Die Zahl der Leichen ist höher als erwartet, was die dramatische Spannung erhöht, ohne jemals den Charme der Erzählung zu überschatten.

Was diesen Roman besonders reizvoll macht, ist die mühelose Verbindung von Drama und Unterhaltung. Miss Marples ruhige Intelligenz und ihr scharfes Verständnis der menschlichen Natur beweisen einmal mehr, dass der Schein trügt – und dass oft die kleinsten Details am wichtigsten sind.

Ein Klassiker aus gutem Grund und ein absolutes Muss für jeden, der Krimis aus der Goldenen Ära liebt

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Amüsant und herzerwämend

Der Weihnachtshund
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Der Weihnachtshund lebt vor allem von seinem feinen, pointierten Humor und der wunderbar gezeichneten Dynamik zwischen Max und Katrin. Ihre Gespräche, kleinen Reibereien und unausgesprochenen Gefühle machen ...

Der Weihnachtshund lebt vor allem von seinem feinen, pointierten Humor und der wunderbar gezeichneten Dynamik zwischen Max und Katrin. Ihre Gespräche, kleinen Reibereien und unausgesprochenen Gefühle machen den Reiz der Geschichte aus und tragen das Buch weit mehr als die eigentliche Handlung.

Kurt (der Hund) ist dabei weniger Auslöser großer Konflikte als vielmehr ein charmantes, fast beiläufiges Element, das dem Alltag der beiden eine zusätzliche Wärme und Leichtigkeit verleiht. Gerade diese Unaufgeregtheit hat mir gefallen: kein übertriebener Kitsch, sondern leiser Witz und viel Menschlichkeit.

Glattauer versteht es, mit wenigen Seiten und klarer Sprache eine Beziehung greifbar zu machen – mit all ihren Unsicherheiten, ihrem Humor und ihrer Nähe. Der Weihnachtshund ist kein klassischer Weihnachtsroman, sondern eine kluge, unterhaltsame Momentaufnahme, die sich perfekt für die Adventszeit eignet.

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