klassischer Poirot in voller Stärke!
Vier Frauen und ein MordIch hatte mich schon lange darauf gefreut, „Vier Frauen und ein Mord“ zu lesen, vor allem, weil ich die Verfilmung mit Margaret Rutherford in der Hauptrolle absolut liebe. Ich wusste von vornherein, dass ...
Ich hatte mich schon lange darauf gefreut, „Vier Frauen und ein Mord“ zu lesen, vor allem, weil ich die Verfilmung mit Margaret Rutherford in der Hauptrolle absolut liebe. Ich wusste von vornherein, dass der Film nur wenig mit dem eigentlichen Roman zu tun hat – und das störte mich nicht im Geringsten. Ich liebe beide, nur auf ganz unterschiedliche Weise.
Der Roman zeigt den klassischen Poirot in voller Stärke. Sein scharfer Verstand, seine ruhige Beharrlichkeit und seine subtilen psychologischen Untersuchungen kommen durchgehend zum Vorschein. Was als scheinbar einfacher Fall beginnt – eine Frau, die in einem kleinen Dorf ermordet wurde – entpuppt sich langsam als etwas weitaus Komplizierteres. Christie beweist einmal mehr, wie meisterhaft sie eine Handlung aufbauen kann, die zunächst geradlinig erscheint, um dann mehrere Ebenen der Täuschung darunter zu enthüllen.
Die Ermittlungen sind methodisch und clever, mit Ablenkungsmanövern, die gerade so sorgfältig platziert sind, dass man weiter rätselt. Auch wenn Teile der Auflösung „typisch Christie“ wirken mögen, gelingt es ihr dennoch, mit den letzten Wendungen zu überraschen.
Es ist ein straff konstruierter Krimi mit einem befriedigenden Ende, der einmal mehr zeigt, warum Poirot nach wie vor eine so beliebte Figur ist.
Ein wunderbares Lesevergnügen – auch wenn es sich stark von seiner filmischen Entsprechung unterscheidet.