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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2024

Musikalisches und kreatives Kinderbuch

In mir spielt Musik
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„In mir spielt Musik“ von Melanie Laibl mit Illustrationen von Cansu Yakin ist ein Fest für fast alle Sinne. Empfohlen wird das Buch ab 2 Jahren, ich persönlich würde sogar noch etwas länger warten. So ...

„In mir spielt Musik“ von Melanie Laibl mit Illustrationen von Cansu Yakin ist ein Fest für fast alle Sinne. Empfohlen wird das Buch ab 2 Jahren, ich persönlich würde sogar noch etwas länger warten. So kann das Kind Text und Bilder auch vollumfänglich aufnehmen. Zunächst einmal ist die Idee eines Aufwachbuchs mal etwas ganz Anderes. Gute-Nacht-Geschichten gibt es ja viele, aber auch dieses Buch kann das Einschlafen erleichtern, nämlich dann wenn es die Vorfreude auf den nächsten Morgen steigert. Die Aufmachung ist ansprechend, das Buch fasst sich hochwertig an und hält auf seinen 13 Doppelseiten auch Einiges bereit. Inhaltlich ist das Buch auch für Erwachsene beim Vorlesen eine wahre Freude. Auf platte Reime wird verzichtet, dafür ist der Text kreativ, klangvoll und absolut einzigartig. Passend dazu muten auch die Illustrationen künstlerisch an. Ein kleiner Kritikpunkt sind hier für mich die doch sehr vielen Details, sowie die Realitätsferne. Dies passt für mich nicht ganz zu 2-Jährigen. Aber hier mag ich nicht verallgemeinern, anderen Kindern gefällt vielleicht genau das. Insgesamt vergeben wir für das spaßige Leseerlebnis gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Schlüssige Argumentation für einen neuen Blick auf eine unterschätzte Fähigkeit

Mit Nachsicht
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„Mit Nachsicht“ von Sina Haghiri ist ein Sachbuch mit echtem Mehrwert. Denn die Lektüre ändert den Blick auf Nachsicht und zeigt auf warum diese für uns aber auch für die gesamte Gesellschaft so wertvoll ...

„Mit Nachsicht“ von Sina Haghiri ist ein Sachbuch mit echtem Mehrwert. Denn die Lektüre ändert den Blick auf Nachsicht und zeigt auf warum diese für uns aber auch für die gesamte Gesellschaft so wertvoll sein kann. In seinem Buch räumt der Autor zunächst mit einem falschen vorherrschenden Menschenbild auf, welches auch durch manche bekannten Studien entstanden ist. Warum diese mittlerweile anders betrachtet werden müssen überrascht stellenweise. Die folgenden Kapitel bietet eine gute Themenmischung. Wie sollten wir mit Medien umgehen, insbesondere Social Media, was gibt es für Belege das Nachsicht nicht nur unserem Gegenüber nützt und auch sehr Konkretes Handwerkszeug was uns Sina Haghiri aus seiner therapeutischen Praxis mitbringt. Der Schreibstil liest sich durchgehend angenehm flüssig und auch komplexere Themen werden gut verständlich erklärt. Sehr sympathisch und kompetent vermittelt der Autor auf wenigen Seiten sehr viel Wissen. Von trockenem Fachwissen keine Spur, was mir sehr sympathisch war. Wer gerne Neues lernt, zu einem positiven Menschenbild finden möchte, oder sich für psychologische Forschung interessiert, der ist hier genau richtig. Gerne vergebe ich begeisterte 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.04.2024

Soooo bewegend - Absolute Leseempfehlung!

Wohin das Licht entflieht | Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025
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Ich weiß gar nicht wie ich das Leseerlebnis von „Wohin das Licht entflieht“ der Autorin Sara Barnard in Worte fassen kann. Das Buch hat mich auf jeden Fall voll mitgenommen und emotional mitten ins Herz ...

Ich weiß gar nicht wie ich das Leseerlebnis von „Wohin das Licht entflieht“ der Autorin Sara Barnard in Worte fassen kann. Das Buch hat mich auf jeden Fall voll mitgenommen und emotional mitten ins Herz getroffen. Für mich war die Lektüre, auch deshalb, mein erstes Jahreshighlight! Sara Barnard hat das schwierige Thema Trauer wirklich toll umgesetzt. Sowohl inhaltlich, aber auch überraschend anders stilistisch. Zum einen sorgen unterschiedliche Textformen, wie z.B. Zeitungsartikel und Social Media Kommentare, für einen umfassenden Überblick. Aber auch grafisch wird im Text dargestellt wie Emmy sich gerade fühlt. Schwer zu beschreiben aber absolut grandios. Schaut es euch am besten selbst an. Aber auch inhaltlich überzeugte mich der Roman auf ganzer Linie. Hauptprotagonistin Emmy ist so überaus lebensecht gezeichnet und in ihrer Trauer meines Empfindens nach sehr authentisch. Beim lesen hatte ich fast durchgehend einen Kloß im Hals und trotz der vermittelten Schwere konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, ist dieses Werk uneingeschränkt zu empfehlen. Natürlich vergebe ich volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Informativ, voller Fakten, aber stilistisch etwas eintönig

Das kleine Buch der großen Risiken
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Rein inhaltlich ist „Das kleine Buch der großen Risiken“ von Jakob Thomä auf jeden Fall lesenswert. Zwar beschäftigt sich das Buch mit vielen unbequemen Themen, nach der Lektüre schätzt man einige davon ...

Rein inhaltlich ist „Das kleine Buch der großen Risiken“ von Jakob Thomä auf jeden Fall lesenswert. Zwar beschäftigt sich das Buch mit vielen unbequemen Themen, nach der Lektüre schätzt man einige davon aber ganz anderes ein. Während ich im Gegensatz zu diesen wahrscheinlichere Gefahren gar nicht so auf dem Schirm hatte. Das Buch bearbeitet die Risiken nacheinander in Alphabetischer Reihenfolge. Jeder Buchstabe, steht für ein Thema. So können alle Kapitel unabhängig voneinander gelesen werden, auch deshalb weil der Autor bewusst auf Vergleiche bzw. eine Abstufung der Gefahren untereinander verzichtet. Alles in allem hält das Buch also was es verspricht. Warum ich dennoch nicht vor Begeisterung sprühe, liegt am Schreibstil des Autors. Mit diesem wurde ich leider bis zuletzt nicht so richtig warm. Dies lag vor allem daran, dass es ihm nicht immer gelang die komplizierten Themen leicht verständlich darzustellen. Natürlich handelt es sich um ein Sachbuch. Allerdings habe ich schon mehrere Werke des Genres gelesen welche inhaltlich deutlich komplexer waren und sich dennoch verständlicher lasen. Auch seinen Humor konnte ich nicht immer teilen, was aber natürlich sehr individuell ist. Alles in allem war „Das kleine Buch der großen Risiken“ für mich eine etwas mühsame, aber immerhin informative Lektüre. Für die nicht voll überzeugende Umsetzung vergebe ich 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.04.2024

Verdienter Hype, für ein wirklich besonderes Werk

Yellowface
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"Yellowface" von Rebecca F. Kuang ist gerade das Buch was alle haben und lesen wollen. Bei solch gehypten Werken bin ich normalerweise eher vorsichtig, in diesem Fall ist er aber finde ich durchaus gerechtfertigt. ...

"Yellowface" von Rebecca F. Kuang ist gerade das Buch was alle haben und lesen wollen. Bei solch gehypten Werken bin ich normalerweise eher vorsichtig, in diesem Fall ist er aber finde ich durchaus gerechtfertigt. Rebecca F. Kuang ist wirklich ein grandioses Werk gelungen. Bitterböse, thematisch voll am Nerv der Zeit und absolut spannend. Selten habe ich einen Roman gelesen, welcher so starke und unterschiedliche Gefühle bei mir auslöste. Einerseits fühlt man mit Hauptprotagonistin June mit und versteht ihre Intention, andererseits argumentiert sie stellenweise so unfassbar moralisch falsch, dass man sie am liebsten schütteln würde. Und dann färbt sich im Handlungsverlauf auch noch der Blick auf die bestohlene Athena Liu ins moraly grey. Denn was zunächst ganz eindeutig erscheint ist es irgendwie doch nicht, wie die Autorin mit gekonnt gesetzten Twists zeigt. Und aufs Ende zu steigert sich alles dann zu einer richtiggehend emotionalen Achterbahnfahrt, so das mich das Buch atemlos und sehr nachdenklich zurückließ. Auch die Einblicke in die Literaturszene, welche zeigen was alles im Hintergrund bis zur Veröffentlichung abläuft, sind lesenswert. Wer sich also mit Fragen rund um kulturelle Aneignung, authentischen Stimmen und dem Verlagswesen im Allgemeinen beschäftigen will, sollte unbedingt zu "Yellowface" greifen. Die Lektüre ist zwar mitunter herausfordernd, lohnt sich aber auf vielen Ebenen.

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