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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2022

Persönliche und überaus ehrliche Schilderung einer schier unglaublichen Reise

Solo auf See
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In ihrem Buch „Solo auf See“ erzählt Gabi Schenkel vom bisher größten Abenteuer ihres Lebens. Völlig allein wagte sie sich an eine Atlantiküberquerung im Ruderboot. Zunächst einmal klang für mich nur der ...

In ihrem Buch „Solo auf See“ erzählt Gabi Schenkel vom bisher größten Abenteuer ihres Lebens. Völlig allein wagte sie sich an eine Atlantiküberquerung im Ruderboot. Zunächst einmal klang für mich nur der Gedanke daran unfassbar, aber Gabi beweist schnell durch ihre unglaubliche Kraft und ganz viel Durchhaltewillen, dass kein Traum zu groß erscheinen muss. Im Buch erzählt die gebürtige Schweizerin vor allem von ihrer fast 75 Tage andauernden Reise quer über den Atlantik. Außerdem gibt es aber auch immer wieder autobiografische Passagen, in welchen sie von ihrer Vergangenheit erzählt. Diese lassen eine noch größere Nähe entstehen und erklären wie sie zu der starken Frau geworden ist, welche wir im Buch kennen lernen. Allgemein ist das Buch wirklich sehr sehr persönlich geschrieben und bringt auch deshalb sehr viel Authentizität mit. Der Schreibstil liest sich angenehm und sorgte dafür dass ich mir das Setting bildhaft vorstellen konnte. Ungewöhnlich für ein Sachbuch, kam ich beim Lesen schnell voran und die Handlung konnte mich wirklich durchgehend fesseln. Ein großes Highlight waren für mich die anschaulichen Fotos in der Mitte des Buchs. So konnte ich mir das Boot und die Umgebung noch besser vorstellen. Von diesen traumhaften Einblicken in das Leben an Board, darf man sich allerdings nicht täuschen lassen. Denn die Reise war überaus beschwerlich und hielt außerdem zahlreiche Herausforderungen und Probleme für Gabi bereit. Auch deswegen ist die Stimmung des Buches weniger positiv als ich ursprünglich dachte. Die Autorin wird immer wieder auf negative Gedanken zurückgeworfen, kämpft mit so mancher Komplikation und kann auch deshalb nicht nur Freude vermitteln. So entsteht ein ehrlich, aber nicht immer leicht auszuhaltender Bericht welcher mir im Gesamten dennoch gut gefiel. Darum gibt es von mir auch volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle die vom großen Abenteuer träumen, oder lieber doch nur davon lesen möchten.

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Veröffentlicht am 11.05.2022

Ausbruch ins Landleben – Ruhiger Roman mit vielfältigen Themen

An der Grasnarbe
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Leicht fällt mir die Bewertung von „An der Grasnarbe“ der Autorin Mirjam Wittig nicht. Denn dieser Roman hat so seine Stärken, aber auch Schwächen. Gut gefallen hat mir das gelungen dargestellte Setting. ...

Leicht fällt mir die Bewertung von „An der Grasnarbe“ der Autorin Mirjam Wittig nicht. Denn dieser Roman hat so seine Stärken, aber auch Schwächen. Gut gefallen hat mir das gelungen dargestellte Setting. Das Landleben wird hier in allen Facetten wiedergegeben, dabei wird nichts beschönigt, sondern die harte Arbeit und das entbehrungsreiche Leben deutlich hervorgehoben. Aber auch die schönen und idyllischen Seiten des Aussteigertraums werden gezeigt. So entstehen nach und nach, auch durch die ruhige und detaillierte Erzählweise, vielfältige Einblicke in das Leben auf einem landwirtschaftlichen Hof, wo Vieles durch Handarbeit geschieht.

Obwohl der Klappentext die Gewichtung anders vermuten lässt, steht der Klimawandel hingegen nicht im Mittelpunkt der Handlung. Die Protagonistin Noa beobachtet vielmehr ihre Umgebung und die Natur sehr genau, dadurch nimmt sie die Folgen des Klimawandels deutlich wahr. Direkt angesprochen oder in die Gedanken der Charaktere einbezogen wird dieser allerdings nicht. So bleibt er eher subtil, aber dennoch stets im Hintergrund präsent. Darüber hinaus werden viele weitere Themen angeschnitten, dann aber nicht mehr weiterverfolgt. So bleiben am Ende jede Menge ungeklärter Fragen. Wer keine offenen Enden mag, wird hier eher enttäuscht werden. Auch für mich ist dies definitiv ein großer Kritikpunkt. Gerade da die Geschichte in meinen Augen großes Potenzial hatte, war ich mit der Umsetzung nicht ganz zufrieden. Zu oft war ich mir unsicher was die Autorin uns denn nun mit ihrem Werk sagen möchte. Auch wenn ich diese Frage für mich nicht voll umfänglich klären konnte, bleibt „An der Grasnarbe“ dennoch eine lehrreiche Lektüre. Auch sprachlich punktete der Roman bei mir. Während ich zu Beginn noch Probleme mit dem anspruchsvollen Schreibstil hatte, gefiel mir dieser im Verlauf der Handlung immer besser. Auch deshalb vergebe ich im Gesamten immer noch gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.05.2022

Atemberaubende Hochspannung – Thriller Highlight mit besonders viel Nervenkitzel

Das Ferienhaus - Und du denkst, du bist sicher
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„Das Ferienhaus“ von C.M. Ewan hält eine überaus erschreckende und mitreißende Geschichte bereit und ist definitiv nichts für schwache Nerven! Auf den ersten Seiten können wir die Familie und das Setting ...

„Das Ferienhaus“ von C.M. Ewan hält eine überaus erschreckende und mitreißende Geschichte bereit und ist definitiv nichts für schwache Nerven! Auf den ersten Seiten können wir die Familie und das Setting zunächst einmal ruhig kennen lernen. Eine gewisse Spannung wird aber auch hier schon aufgebaut. Sehr schnell überschlagen sich dann allerdings die Ereignisse, so dass uns der Autor kaum noch durchatmen lässt. Selten habe ich einen Thriller gelesen, welcher solch ein hohes Tempo vorlegt, an einfach jeder Stelle spannend ist und dabei noch eine stimmige und interessante Handlung mitbringt. Über die Handlung möchte ich gar nicht viel verraten, es gab auf jeden Fall viele überraschende Wendungen und so manchen schlauen Twist. Die Hauptprotagonist:innen waren sehr lebendig und überaus menschlich dargestellt. Neben Tochter Holly, mochte ich Hund Buster besonders gerne, aber auch Tom und Rachel sind vielschichtige und gelungene Charaktere. Obwohl die Kapitel überwiegend aus Toms Sicht erzählt werden, bekommt man dennoch ein gutes Gefühl für die restliche Familie. Besonders hervorzuheben ist neben der nervenaufreibenden Handlung, außerdem der Schreibstil. Dieser ist, fast schon untypisch für einen Thriller, sehr ausgefeilt, detailliert und beschrieb alles unglaublich bildhaft und realistisch. Auch dadurch wurde ich regelrecht in die Geschichte gesogen und hielt mehr als einmal den Atem an. Auch durch die anschaulichen Beschreibungen wirkte die gesamte Handlung authentisch, wobei eine wunderbar düstere Atmosphäre geschaffen wurde. Stellenweise ging es dabei allerdings ziemlich brutal zu. Wer blutige Beschreibungen und Gewaltschilderungen nicht aushalten kann, sollte lieber nicht zu diesem Buch greifen. Ansonsten gibt es von mir aber eine uneingeschränkte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.
Mein Fazit: Vorsicht Suchtgefahr! Wer dieses Buch einmal angefangen hat, kann es nicht mehr aus der Hand legen.

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Veröffentlicht am 06.05.2022

Cosy Crime vom Feinsten – Perfekte Mischung aus Humor und einem komplexen Fall

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Nachbar
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„Mrs Potts' Mordclub und der tote Nachbar“ des Autoren Robert Thorogood gefiel mir in wirklich allen Aspekten ausgezeichnet. Der Schreibstil hält jede Menge Witz bereit, ist anschaulich und dennoch angenehm ...

„Mrs Potts' Mordclub und der tote Nachbar“ des Autoren Robert Thorogood gefiel mir in wirklich allen Aspekten ausgezeichnet. Der Schreibstil hält jede Menge Witz bereit, ist anschaulich und dennoch angenehm zu lesen. Auch dadurch fliegt man nur so durch die Geschichte. Aber auch die Handlung kann sich sehen lassen und hält durch die vorhandene Komplexität durchaus mit berühmten Klassikern mit. Dennoch hat die Geschichte etwas sehr modernes und kommt unaufgeregt, aber trotzdem überaus spannend daher. Der Spannungsbogen wurde wie ich finde gut gesetzt und das Erzähltempo zieht kontinuierlich an. Am allerbesten gefielen mir aber die drei Hauptprotagonistinnen. Jede der Ladys hat ihre Eigenheiten, wobei so mancher Spleen die Gruppe erst zu etwas ganz Besonderem macht. Mehr als einmal musste ich über das forsche Auftreten von Judith Potts schmunzeln, aber auch Suzie und Becks hatten ihre Glanzmomente. Gut gefiel mir außerdem die Einbindung der Polizei bzw. die Zusammenarbeit mit der leitenden Ermittlerin Tanika. Zahlreiche Hinweise und so manche überraschende Wendung laden uns Leser:innen zum mit rätseln ein, wobei mich die gesamte Auflösung devinitiv überraschen konnte. Die Mischung aus ernsthaften Ermittlungen und lockeren Szenen macht das Buch zu einem angenehmen Lesevergnügen welches ich von ganzem Herzen empfehlen kann.
Mein Fazit: Herrlich skurril, kurzweilig und doch spannend. Very british!

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Veröffentlicht am 06.05.2022

Leicht zu lesen und spannend, dafür ist die Handlung allerdings sehr unrealistisch

Bounty Hunter – Der erste Auftrag
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„Bounty Hunter – Der erste Auftrag“ von Heiko Wolz ist vor allem für jüngere Leser:innen geeignet und für diese eine sicherlich aufregende Lektüre. Für Erwachsene und Jugendliche konnte mich die Geschichte ...

„Bounty Hunter – Der erste Auftrag“ von Heiko Wolz ist vor allem für jüngere Leser:innen geeignet und für diese eine sicherlich aufregende Lektüre. Für Erwachsene und Jugendliche konnte mich die Geschichte inhaltlich allerdings nicht überzeugen. Auch der Schreibstil ist sehr sehr einfach gehalten, zwar lässt er sich dadurch super leicht und schnell lesen, ein etwas höheres sprachliches Niveau hätte der Autor seinen Leser:innen aber meiner Meinung nach zutrauen können. Auch die groß gehaltene Schrift passt für mich nicht in ein Buch mit einer Altersempfehlung ab 12 Jahren. Schön fand ich allerdings, dass Fremdwörter immer erklärt wurden und so ganz Nebenbei Wissen vermittelt wurde. Und auch die Geschichte konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Natürlich klingt die Grundidee Jugendliche zu Kopfgeldjägern zu machen, an sich schon ziemlich verrückt, wenn man sich aber erst mal auf diese Idee eingelassen hat, ist man doch schnell in der Geschichte angekommen. Diese hatte allerdings einige Schwachstellen und war auch dadurch für mich nicht ganz rund. Vielleicht können ja die weiteren Bände ihr Potenzial noch entfalten. Hier las sich allerdings Vieles einfach zu unrealistisch um authentisch zu wirken. Auch die Charaktere waren, bis auf Grayson, wenig ausgearbeitet und blieben dadurch eher blass. Auch deshalb konnte ich einige ihrer Entscheidungen so gar nicht nachvollziehen. Ich denke das Buch ist eine ansprechende Geschichte für wenig Geübte und Lesemuffel. Die große Schrift, sowie die wenigen Seiten sprechen auf jeden Fall dafür. Wer gerne und viel liest, wird hier allerdings eher enttäuscht werden. Da ich schon zahlreiche gelungenere Jugendbücher gelesen habe, kann ich deshalb für „Bounty Hunter“ nur 3 Sterne vergeben.

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