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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2020

Nach einer wahren Geschichte

Am Himmel drei Sterne
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„Am Himmel drei Sterne“ von Maya Freiberger erzählt die bewegende Geschichte junger deutscher Frauen, welche in Arbeitslagern in Russland Wiedergutmachung für Kriegsschäden leisten müssen. Im Mittelpunkt ...

„Am Himmel drei Sterne“ von Maya Freiberger erzählt die bewegende Geschichte junger deutscher Frauen, welche in Arbeitslagern in Russland Wiedergutmachung für Kriegsschäden leisten müssen. Im Mittelpunkt stehen hierbei die beiden Schwestern Selma und Irma. Von Siebenbürgen beginnend (dem Heimatort der beiden) werden die Frauen nach Russland gebracht. Doch die schreckliche Reise ist nur der Anfang, die Tortur zieht sich über viele Jahre. Gut gefallen haben mir die lange Erzählzeit (mehrere Jahre) und das detaillierte Beziehungsgeschehen, wodurch einem die Ereignisse unheimlich nah gehen.

Maya Freiberger erzählt realistisch und packend, schafft es immer wieder Hoffnung zu schaffen und entwickelt dabei faszinierende Protagonistinnen mit welchen ich sehr mitgelitten habe. Die Geschichte wirkt dabei umso bewegender, da sie auf einer wahren Begebenheit beruht. Ich kann den Roman jedem empfehlen und habe selten so einen guten historischen Roman gelesen.
Sehr Lesenswert!

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Medizinerin des Jahres erzählt

Ich stehe hier, weil ich gut bin
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„Ich stehe hier, weil ich gut bin. Allein unter Männern: Eine Herzchirurgin kämpft sich durch.“

In diesem Buch ist der Titel wirklich Programm. Hier erfährt man auf 238 Seiten die Geschichte der Herzchirurgin ...

„Ich stehe hier, weil ich gut bin. Allein unter Männern: Eine Herzchirurgin kämpft sich durch.“

In diesem Buch ist der Titel wirklich Programm. Hier erfährt man auf 238 Seiten die Geschichte der Herzchirurgin Dr. Med. Dilek Gürsoy. Äußerst sympathisch erzählt diese wie ihr Traum Ärztin zu werden bereits in der Kindheit begann und nimmt den Leser mit durch ihre Schul- und Ausbildungszeit, sowie ihr weiteres Leben. Frau Dr. Med. Dilek Gürsoy muss sich dabei immer wieder als Frau in einer Männerwelt behaupten. Auch ihr Migrationshintergrund und ihr Selbstbewusstsein machten es ihr nicht immer leicht. Das Buch ist informativ und unterhaltend gleichzeitig und lässt sich durch den einfachen erzählenden Schreibstil sehr leicht und schnell lesen.

Mein Fazit: Eine schöne Lektüre, welche jede Frau ermutigt für sich einzustehen und an sich und die eigenen Fähigkeiten zu glauben.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Vielschichtiger Roman

Omama
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Mit Omama widmet Lisa Eckhart ihrer Großmutter ein denkwürdiges Werk. Angefangen bei deren Kindheit erzählt die Enkelin schonungslos und offen den Werdegang der Großmutter. Dabei gerät sie immer wieder ...

Mit Omama widmet Lisa Eckhart ihrer Großmutter ein denkwürdiges Werk. Angefangen bei deren Kindheit erzählt die Enkelin schonungslos und offen den Werdegang der Großmutter. Dabei gerät sie immer wieder ins philosophieren über so manche Tatsache des Lebens. Nach der Kindheit wird auch die Jugend von Oma Helga ausführlich beleuchtet, bis zu dem Zeitpunkt als diese ihren Mann heiratet. Dann gibt es (leider) im Buch einen zeitlichen Sprung hinein in die Zeit, in welcher Enkelin Lisa bei ihrer Oma aufwächst. Durch die fehlende Zeitspanne, fiel es mir schwer ein stimmiges Bild zu erhalten, da die Auslassungen für mich viele Fragen aufwarfen. Wie war die Kindheit der beiden Söhne? Und warum wächst die Enkelin bei der Oma auf? Dies erfährt man als Leser leider nicht.

Die Geschichte die erzählt wird ist aber dafür durchgängig witzig und mit rabenschwarzem Humor geschrieben. Teilweise auch fantasievoll ausgeschmückt und immer bildgewaltig beschrieben. Auch wenn das Lesen der österreichischen Mundart teils anstrengend war, hat sich die Lektüre für mich trotzdem gelohnt. Und wer weiß, vielleicht verarbeitet Lisa Eckhart die noch fehlenden Teile der Geschichte in einem weiteren Roman.

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Veröffentlicht am 21.08.2020

Hilfe für Insekten

Das Bee-Team
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In diesem schön gestalteten Kinderbuch wird durch die zuckersüße Geschichte für die Wichtigkeit von Insekten- und Naturschutz sensibilisiert. Verpackt ist das ganze kindgerecht in die Geschichte von Oskar ...

In diesem schön gestalteten Kinderbuch wird durch die zuckersüße Geschichte für die Wichtigkeit von Insekten- und Naturschutz sensibilisiert. Verpackt ist das ganze kindgerecht in die Geschichte von Oskar (6 Jahre), seiner Schwester Romy (4 Jahre) und deren Freunde. Auch wenn sich im Tumbawunda-Tal, dem Ort des Geschehens, viel Magisches zuträgt, gibt es doch auch immer wieder konkrete praktische Ideen und Anregungen, welche man zusammen mit seinen Kindern gleich selbst umsetzten kann.

Der Autor schreibt sowohl humorvoll als auch bildgewaltig und so fällt das lesen leicht und macht auch noch Spaß. Auch wenn manches für mich etwas zu klischeehaft dargestellt war (die bösen Bauern, alle kleinen Mädchen tragen rosa Prinzessinnenkleider) ist dieses Büchlein trotzdem ein Gewinn für jedes Kinderzimmer.

Klare Lese- und auch Anwendungsempfehlung!

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Eine besondere Familie

Hanna und die Zauberer
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Mit dem Roman "Hanna und die Zauberer" von Elsa Rieger bekommt man eine tolle Familiengeschichte zu lesen. Toll gerade deshalb, da nicht traute Familienatmosphäre herrscht sondern, zahlreiche Konflikte ...

Mit dem Roman "Hanna und die Zauberer" von Elsa Rieger bekommt man eine tolle Familiengeschichte zu lesen. Toll gerade deshalb, da nicht traute Familienatmosphäre herrscht sondern, zahlreiche Konflikte und Kämpfe untereinander ausgetragen werden. Damit ist die Geschichte sehr nah am Leben und macht nachdenklich.

Die Geschwister Hanna und Tobi hatten schon immer ein besonderes Verhältnis zueinander und so ist es auch nicht verwunderlich das die große Schwester Tobi bei sich aufnimmt, als dieser nicht mehr bei den Eltern leben kann. Doch Tobi`s Krankheit, die Schizophrenie, macht ein normales Zusammenleben nicht möglich. Hier wird ungeschönt der Alltag mit einem psychisch kranken Menschen beschrieben, mit all seinen Höhen und Tiefen. Der Autorin gelingt es dabei wunderbar beide Seiten aufzuzeigen und gleichzeitig ein reales Bild zu vermitteln.

Durch den angenehmen Schreibstil lässt sich die Geschichte leicht und flüssig lesen. Deshalb mein Fazit: Lesenswert!

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