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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2025

Sommerlicher Feel-Good-Roman

Der alte Apfelgarten
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Mit ihrem neusten Werk „Der alte Apfelgarten“ bleibt sich Autorin Sharon Gosling weiterhin treu und konnte mich auch mit dieser Geschichte wieder mal verzaubern. Diesmal entführt die Erzählung ins schottische ...

Mit ihrem neusten Werk „Der alte Apfelgarten“ bleibt sich Autorin Sharon Gosling weiterhin treu und konnte mich auch mit dieser Geschichte wieder mal verzaubern. Diesmal entführt die Erzählung ins schottische Nirgendwo, wobei die malerischen Landschaftsbeschreibungen große Freude machen und ganz viel zur Atmosphäre beitragen. Aber auch die restliche Handlung versteht zu fesseln und ich mochte den Fokus auf die beiden sehr unterschiedlichen Schwestern sehr. Für mich handelt es sich hauptsächlich um eine Familiengeschichte, welche feinfühlig und emphatisch erzählt wird und so für Zusammenhalt und Versöhnung wirbt. Sharon Gosling versteht es einfach ihre Figuren zum Leben zu erwecken und lässt ihre Geschichte, obwohl diese fiktiv ist, absolut authentisch erscheinen. Der Schreibstil liest sich gewohnt leichtgängig und neben den Charakteren, erscheint auch die kleine Farm, der alte Apfelgarten und die weitere Umgebung sehr lebendig. Insgesamt war „Der alte Apfelgarten“ eine absolute Wohlfühllektüre für mich. Dennoch gibt es auch einige spannende Szenen und die ein oder andere interessante Wendung. Alle die wie ich, vielschichtige Familiengeschichten mögen, sind hier bestens aufgehoben. Außerdem eignet sich der Roman finde ich perfekt als entspannte Sommerlektüre. Da mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat und die sympathischen Protagonistinnen sicher noch lange im Kopf bleiben werden, vergebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Fesselnd und beeindruckend - Ein unverhofftes Highlight

Das Gefühl von Unendlichkeit
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„Das Gefühl von Unendlichkeit“ der Autorin Austin Taylor entsprach wirklich genau meinem Geschmack. Alle die wie ich auch "Eine Frage der Chemie" und „Morgen, morgen und wieder morgen“ gelesen und geliebt ...

„Das Gefühl von Unendlichkeit“ der Autorin Austin Taylor entsprach wirklich genau meinem Geschmack. Alle die wie ich auch "Eine Frage der Chemie" und „Morgen, morgen und wieder morgen“ gelesen und geliebt haben, sollten unbedingt zu diesem Roman greifen. Atmosphärisch liegt die Geschichte irgendwo dazwischen und ist doch ganz anders. Obwohl mich die Autorin mit dem Handlungsverlauf doch überrascht hat, nahm mich die Erzählung vollkommen gefangen. Spannenderweise entspricht Protagonistin Zoe nicht dem klassischen Bild der nerdigen Wissenschaftlerin, was aber gerade reizvoll ist. Dennoch ist sie überaus kompetent und in gewisser Weise geradezu genial. Jack ist charakterlich dazu der passende Gegenpol und ebenfalls eine spannende Figur. Obwohl die Geschichte rein fiktiv ist, hat die Autorin gründlich recherchiert und lässt manche echte chemische Theorie einfließen, aber auch ihre eigenen Erfahrungen als Harvard Studentin machen alles authentisch. Ein besonderer Reiz ist zudem die hohe Aktualität, welche etwa durch die Einblicke in die Start Up Szene und Fragen rund ums Altern entsteht. Alles in allem entwickelt sich auch dadurch eine faszinierende Geschichte mit großer Sogkraft. Auch der Schreibstil lag mir total und passt in meinen Augen perfekt. Und so bin ich letztlich absolut begeistert und vergebe deshalb natürlich 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.06.2025

Biografischer Ratgeber

Unperfekt ist genau richtig
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„Unperfekt ist genau richtig“ ist wohl Lucinde Hutzenlaub persönlichstes Buch, den das Sachbuch beschäftigt sich mit wichtigen Lebensereignissen der Autorin. Die Erkenntnisse welche sie daraus aber gewonnen ...

„Unperfekt ist genau richtig“ ist wohl Lucinde Hutzenlaub persönlichstes Buch, den das Sachbuch beschäftigt sich mit wichtigen Lebensereignissen der Autorin. Die Erkenntnisse welche sie daraus aber gewonnen hat, sind durchaus allgemeingültig und so bietet „Unperfekt ist genau richtig“ sich auch als Ratgeber mit zahlreichen Impulsen an. Zunächst einmal finde ich die sympathische Art der Autorin super. Sie schreibt unverblümt und direkt aus der Seele, gerade deshalb wirkt alles so authentisch. Besonders gerne mochte ich die Passagen wo eigene Erfahrungen mit einem Ratschlag etwa für mehr Selbstliebe oder die Persönlichkeitsentwicklung verbunden werden. Selten kommt Lucinde Hutzenlaub aber auch ins philosophieren und verliert sich etwas in Allgemeinplätzen. Überwiegen sind die Gedanken aber gut greifbar und sehr reflektiert. Der Schreibstil las sich für mich anfangs etwas langsamer, im Verlauf gewöhnte ich mich aber immer besser an den ausschweifenden und humorvollen Stil. Thematisch geht es viel um eine Trennung, aber auch um das daraus entstandene neue Leben der Autorin. Ich persönlich bin gerade in einer völlig anderen Lebensphase und fühlte mich deshalb nicht immer angesprochen. Tendenziell würde ich das Buch aber auch eher für etwas ältere Leser:innen empfehlen. Bei ähnlichen eigenen Lebensthemen ist der Mehrwert des Buches denke ich noch größer. Insgesamt vergebe ich für das sympathische und emotionale Werk, gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Familienepos und moderne Romance in einem

Great Big Beautiful Life
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„Great Big Beautiful Life“ war für mich nun der dritte Roman von Emily Henry und ich bin immer wieder überrascht wie vielfältig begabt die Autorin doch ist. Diesmal ist ihr Roman fast schon klassisch aufgebaut ...

„Great Big Beautiful Life“ war für mich nun der dritte Roman von Emily Henry und ich bin immer wieder überrascht wie vielfältig begabt die Autorin doch ist. Diesmal ist ihr Roman fast schon klassisch aufgebaut und hält gleich zwei Zeitebenen und Geschichten bereit. Mich persönlich konnten dabei vor allem die Rückblicke in das bewegte Leben von Margaret und ihrer Familie fesseln. Auch die Kapitel rund um Alice und Hayden lasen sich angenehm, richtig mitreißen konnte mich der Strang aber nicht und große Emotionen blieben deshalb leider aus. Allerdings bin ich auch kein großer Fan von reinen Liebesromanen und kann nicht so genau sagen woran dies nun lag. Vorhersehbar ist die Erzählung auf jeden Fall auf keiner Ebene und so konnten mich wirklich alle Enthüllungen überraschen. Insgesamt las sich die Geschichte auch deshalb ziemlich spannend und auch der angenehme Schreibstil machte es mir leicht in die Geschichte abtauchen zu können. Alles in allem ist „Great Big Beautiful Life“ eine unterhaltsame und kurzweilige Sommerlektüre in der wirklich viel passiert und es nie langweilig wird. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und vergebe dafür gerne 4 1/2 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Interessante Idee, wenig überzeugende Umsetzung

Die Schatten der Solaren Union
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Eigentlich hätte „Die Schatten der Solaren Union“ von Eryx Vail richtig gut werden können, denn ein Politthriller im SciFi Setting klang so vielversprechend. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht ...

Eigentlich hätte „Die Schatten der Solaren Union“ von Eryx Vail richtig gut werden können, denn ein Politthriller im SciFi Setting klang so vielversprechend. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht wirklich überzeugen, was gleich mehrere Gründe hat. Zum einen ist mir vieles in dieser zukünftigen Welt einfach nicht neu genug. Letztlich liest sich die Geschichte, abgesehen von den Planetenbesiedelungen, als würde sie heute stattfinden. Nicht nur im Mindset der Charaktere, auch in alltäglichen Details sehe ich einfach keine Science Fiction. Von ganzen Herzen hoffe ich doch, dass die Menschheit in gut 230 Jahren nicht mehr dermaßen queerfeindlich und getrieben von reinem Hass ist. Aber selbst wenn wir davon ausgehen, war mir die Darstellung im Buch doch einfach zu plump. Hier hätte ich mir doch mehr Subtilität und durchdachtere Argumente und Ängste gewünscht, als reine Plattitüden wie etwa "wir müssen unsere Kinder schützen, nicht das diese auch plötzlich schwul oder lesbisch werden". Aber genau so platt argumentieren die Gegner und Gegnerinnen im gesamten Verlauf. Nächster großer Kritikpunkt sind für mich die Figurenzeichnungen, welche ich durchgängig als wenig authentisch erlebt habe. Viele Verhaltensweisen passten für mich nicht zusammen und sorgten für Irritation. Einzig der Schreibstil las sich recht flüssig und auch die politischen Verflechtungen und Intrigen sind doch interessant. Bei „Die Schatten der Solaren Union“ handelt es sich um den ersten Teil einer Dilogie und so bleibt am Ende sehr viel offen. Ehrlicherweise werde ich trotz riesigem Cliffhanger die Reihe aber nicht mehr weiter verfolgen. Ich denke auch der nächste Band wird nicht ausgereifter oder innovativer sein. Insgesamt vergebe ich für ein durchwachsenes Leseerlebnis 2 1/2 Sterne, welche ich auf 3 aufrunde.

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