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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2026

Ups und Downs eines Wrestlers

Sunset Flip
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Das Buch startet im Jahr 1989. Augustine Schnuck, genannt "The Aug" ist gerade 30 Jahre alt und ein bekannter Wrestler in Kalifornien. Im Lauf der folgenden Kapitel verfolgen wir seine Karriere und seine ...

Das Buch startet im Jahr 1989. Augustine Schnuck, genannt "The Aug" ist gerade 30 Jahre alt und ein bekannter Wrestler in Kalifornien. Im Lauf der folgenden Kapitel verfolgen wir seine Karriere und seine Beziehungen zu seiner Freundin Nadine, zu seinem Coach und zu seinen Kontrahenten. Wir erleben seine Triumphe und Abstürze mit. Auggie ist kein hirn- und empfindungsloser Muskelmann, sondern ein empfindsamer junger Mensch mit vielen Träumen und Hoffnungen, der auch viele Enttäuschungen erleben muss.
Diese Kapitel, in denen es zeitlich nach vorne geht, wechseln sich ab mit Kapiteln, in denen die Zeit zurückläuft, endend mit dem Jahr 1959, als der kleine Augustine in Iowa geboren wurde.
Diese Abwechslung macht das Buch besonders lebendig, die sehr vielen Dialoge noch viel mehr.
Die Welt der Wrestler ist eine mir sehr fremde, und ehrlich gesagt, interessiere ich mich nicht besonders dafür. Aber Auggie und Nadine sind mir von Anfang ans Herz gewachsen, und ich habe das Buch gerne gelesen.
Der Schreibstil hat mir so gut gefallen, dass ich mich gleich noch nach anderen Büchern von Joey Goebel umgeschaut habe.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Kill the Rich!

Das Gesetz der Elite
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Ich habe wegen des Covers zum Buch gegriffen, weil ich kürzlich in Mailand war und von außen den "Bosco verticale" gesehen habe. Ich fand ihn großartig, wobei mir nicht klar war, dass er nur Luxuswohnungen ...

Ich habe wegen des Covers zum Buch gegriffen, weil ich kürzlich in Mailand war und von außen den "Bosco verticale" gesehen habe. Ich fand ihn großartig, wobei mir nicht klar war, dass er nur Luxuswohnungen beherbergt.
Schon am Anfang des Buches hat mich der Schreibstil gestört: Präsens, nüchtern und knapp, fast wie in einem Bericht. Ich konnte mich bis zum Ende nicht an diesen Stil gewöhnen.
Die Story hat mich interessiert.
Aber mit den beiden Ermittlern kam ich nicht zurecht. Dante nervt mit seinen zig Marotten. Colomba ist mir zu kühl und unnahbar.
Ich hatte auch nicht gewusst, dass dieser Thriller Teil einer Serie ist. Manchmal fehlte mir, zumindest zu Beginn, etwas Vorinformation, die nicht unbedingt für das Verständnis wichtig war, aber interessant gewesen wäre, z.B. was die "Crown" ist, für die Colomba arbeitet.
Insgesamt hat mir das Buch nicht so besonders gut gefallen, ich musste mich immer wieder mal dazu zwingen, nicht allzu viel einfach zu überfliegen und bis zum Ende durchzuhalten.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Schöne Geschichte

Heimkehr nach Morioka
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Mio ist 17 Jahre alt und wird in der Schule gehänselt. In der Beziehung zu ihren Eltern läuft es auch nicht gut. Da beschließt sie, in den Heimatort ihres Vaters zu reisen, wo noch ihr Großvater lebt. ...

Mio ist 17 Jahre alt und wird in der Schule gehänselt. In der Beziehung zu ihren Eltern läuft es auch nicht gut. Da beschließt sie, in den Heimatort ihres Vaters zu reisen, wo noch ihr Großvater lebt. Sie kennt ihn bisher nicht, hat aber von ihm zur Geburt ein wunderschönes und wärmendes Tuch bekommen, selbstgewebt in seiner Textilmanufaktur. Wir erfahren nun, wie es Mio dort, in Morioka, ergeht, wie sie allmählich zur Ruhe kommt und ihr Selbstvertrauen wieder findet. Die Geschichte ist teils aus der Perspektive von Mio, teils aus der von ihrem Vater Hiroshi erzählt. Ich konnte mich in beide Personen sehr gut hineinfühlen. Ich kam selber beim Lesen des Buches und bei den Beschreibungen des Färbens, Spinnens, Webens der Schafwolle zur Ruhe. Obwohl ich sonst eher eine ungeduldige Leserin bin, mochte ich den ruhigen Verlauf des Buches wirklich sehr.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Eine Schnapsidee?

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Wer hat nicht schon mal davon geträumt, alles hinzuschmeissen, sich ein renovierungsbedürftiges Haus auf dem Land zu kaufen und dieses wieder herzurichten und einen Selbstversorgergarten anzulegen? Sophie ...

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, alles hinzuschmeissen, sich ein renovierungsbedürftiges Haus auf dem Land zu kaufen und dieses wieder herzurichten und einen Selbstversorgergarten anzulegen? Sophie setzt diesen Traum in die Tat um oder versucht es zumindest. Bisher hat sie immer funktioniert, sehr gut sogar, und die Erwartungen ihrer Mitmenschen zu deren vollsten Zufriedenheit erfüllt. Aber was will sie eigentlich selber?
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es hat mich richtig gepackt. Der Schreibstil ist locker und ein bisschen ironisch.
Kurz, als Sophies früherer Schwarm zu Besuch kommt, hatte ich Angst, dass das nun ein Liebesroman wird, in dem beide dann Null komma nichts das Häuschen zu einem wahren Schmuckkästlein umbauen und bis an ihr Lebensende glücklich darin wohnen. Aber es kommt anders.
Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist das Cover: Die großen, weißen Buchstaben, die zudem oben und unten abgeschnitten wirken, ersticken das ohnehin etwas langweilige Bild.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Luftratten

Tom Tauber – Ratte der Lüfte
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"Tom Tauber - Ratte der Lüfte" ist ein großformatiges Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren. Es geht um eine kleine Stadttaube, die von einer Rattenfamilie großgezogen wird. Irgendwann merkt sie, dass sie ...

"Tom Tauber - Ratte der Lüfte" ist ein großformatiges Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren. Es geht um eine kleine Stadttaube, die von einer Rattenfamilie großgezogen wird. Irgendwann merkt sie, dass sie anders ist als die Ratten, vom Aussehen und vom Verhalten her. Sie wagt sich in die fremde oberirdische Welt der Stadt.
Die Story ist spannend für Kinder. Ich habe sie unserer Fünfjährigen vorgelesen. Sie empfand gleich Sympathie sowohl für die Rattenfamily als auch für Tom und seine neue Freundin, eine Stadttaube. Ich finde es wichtig, dass diese beiden Tierarten mehr Anerkennung erfahren. Am Schluss des Buches gibt es noch auf zwei Seiten sachliche Informationen zu Stadttauben.
Die Illustrationen, die einen großen Teil auf jeder Seite einnehmen, finde ich sehr schön. Die Tiere sind nicht ganz naturalistisch dargestellt, sondern ein bisschen vermenschlicht und verniedlicht, was ich aber gut finde. Es gibt viel auf den Bildern zu sehen.
Ein schönes Buch, das uns Tiere näherbringt!

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