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Veröffentlicht am 05.04.2026

Mitreisender YA-Krimi

Missing Page - Tödliche Worte
4

Inhalt: Die 17-jährige Toni (Antonia) reist zu einem Schreibworkshop eines Bestsellerautors in das graue und regnerische Schottland. Dort angekommen, eröffnet jener Bestsellerautor den Anwesenden, dass ...

Inhalt: Die 17-jährige Toni (Antonia) reist zu einem Schreibworkshop eines Bestsellerautors in das graue und regnerische Schottland. Dort angekommen, eröffnet jener Bestsellerautor den Anwesenden, dass es sich nicht nur um einen reinen Schreibworkshop handelt, sondern der beste Teilnehmer auch in seine Fußstapfen treten soll und auch das Vermögen erben wird. Alle stürzen sich in ihre Aufgaben. Wirklich alle? Oder sind einige hier auch aus anderen Gründen da. Zudem geschehen rätselhafte Dinge: Das Personal verhält sich irgendwie komisch, Personen streifen nachts durch die Gänge des Manor und unsere Hauptprotagonisten schlafwandelt in ihren Albträumen durch das Gebäude. Alles spitz sich zu, also der Schreibkurs eine blutige Wendung nimmt und Toni alles daran setzen muss, auch ihre Unschuld zu beweisen.

Optik: Das Buch hat mich als aller erstes durch das wunderschöne Cover und den tollen Farbschnitt angezogen. Als das Buch dann endlich angekommen ist, durfte ich feststellen, dass es nicht nur ein Cover ist. Die Fenster lassen sich herausnehmen, so das man einen Blick in das Innere von Giffard Manor. Das in der limitierten Auflage vorhandene Page Overlay ist nicht nur schön anzusehen, sondern kann auch als kleiner Tipp im Buch benutzt werden kann (möchte ich jetzt nicht weiter drauf eingehen, das sollte jeder selbst entdecken). Auch so ist das Buch richtig toll gestaltet. Wir haben nicht nur einen getippten Roman, sondern dieser wird mit Notizen von Toni, kleinen Karten zum Anwesen, einem Stammbaum und handgeschriebenen Aufzeichnungen der anderen Teilnehmern aufgelockert. Auch einen Einblick in Tonis Traumtagebuch kann man so erlangen.

Meine Meinung: Ich hatte viel von Hotel Ambrosia gehört und wusste, dass das Buch so schon bei vielen Leuten als Highlight gilt. Nun hatte ich mir Missing Page auserkoren, um Katie Kento kennen zu lernen und für mich raus zu finden, ob ihre Bücher etwas für mich sind. Das es dann noch in einer so tollen Optik erscheint hat mich da vielleicht auch ein wenig mehr angestachelt.
Ich bin von der Art zu schreiben echt total begeistert. Ich hatte in der gesamten Zeit nicht das Gefühl, dass irgendwann mal die Spannung fehlte. Immer passierte etwas. Ein wenig Probleme hatte ich mit den Personen der Angestellten. Irgendwie hat es da bei mir etwas gedauert, dass ich alle unter einen Hut bekommen habe und nicht ständig überlegen musste "wer bist du denn noch gleich", vor allem beim Privatsekretär. Aber ich muss zugeben, Katie Kento konnte mich total überzeugen. Ich fand es richtig richtig gut. Ein YA-Krimi den ich einfach so verschlungen habe und das wo nebenbei noch Buchmesse war.
Eine klare Empfehlung für Leute, welche von Agatha Christie und Cluedo nicht abgeneigt sind, gern rätseln und in dunkle Geheimnisse abtauchen wollen.
Für mich schon dieses Jahr ein Highlight.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 19.02.2026

Märchen in der heutigen Zeit

Böser, böser Wolf
0

Katie ist Autorin, wurde entführt und sieht sich hier ihrer größten Herausforderung entgegenstehen. Sie soll nun für den Wolf ein Märchen schreiben. Nicht irgendwelche einfachen Märchen mit guten Feen ...

Katie ist Autorin, wurde entführt und sieht sich hier ihrer größten Herausforderung entgegenstehen. Sie soll nun für den Wolf ein Märchen schreiben. Nicht irgendwelche einfachen Märchen mit guten Feen und schönen Prinzen, sondern Märchen, welche der böse Wolf in die Realität umsetzen kann.
Dem gegenüber begleiten wir die Detective Lyla Rondell, welche selbst nicht ganz unvoreingenommen an die Ermittlungsarbeit gehen kann.
Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch das Cover. Es ist wieder typisch Alexandra Benedict schlicht und dennoch genau passend gehalten. Wir wissen durch das Cover sofort um was es geht, auch wenn es nur mit einem Rotkäppchen und minimalistischen Rosenranken in schwarz rot gestaltet wurde. Durch ihre Weihnachtskrimis, welche mir alle bisher sehr gut gefallen haben, war natürlich erst recht mein Interesse und meine Neugier geweckt. Leider finde ich es das bisher schwächste Buch der Autorin.
Der Schreibstil ist zwar wieder wie gewohnt sehr gut und es nimmt schnell an Fahrt auf, aber zum Ende hin wurde es mir dann doch ein wenig zu verworren und nicht mehr erklärbar. Ein Ende das für mich leider dem Buch nicht ganz so gut tat und was man vielleicht hätte besser lösen können.

An und für sich ist es für mich aber wieder ein solider guter Thriller, der einfach immer zwischendrin mal funktioniert. Wer Lust darauf hat, im Fall selbst ein wenig seine Theorien aufzustellen, kommt hier ganz auf seine Kosten.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2025

starkes Debüt

22 Bahnen
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Tilda ist eine junge Frau in einer Kleinstadt. Ihr Leben ist normal, sie studiert, arbeite nebenbei an einer Supermarktkasse und geht gern ins Schwimmbad um ihre 22 Bahnen zu schwimmen. Normal halt, könnte ...

Tilda ist eine junge Frau in einer Kleinstadt. Ihr Leben ist normal, sie studiert, arbeite nebenbei an einer Supermarktkasse und geht gern ins Schwimmbad um ihre 22 Bahnen zu schwimmen. Normal halt, könnte man meinen, doch Zuhause und in Tildas Kopf sieht es anders aus. Sie muss sich nicht nur um ihre kleine Schwester Ida kümmern, sondern auch um ihre alkoholkranke Mutter, den Haushalt, die Schularbeiten von Ida und das alle gut versorgt sind.
Tilda wächst vieles über den Kopf, eine Verantwortung die niemand in dem Alter aufgeladen bekommen möchte. Und dann kommt da noch dieses unglaubliche Angebot ihres Professors - Bewirb dich doch für eine Promotion in Berlin. Doch Ida mit ihrer Mutter allein lassen? Und dann ist da noch Viktor. Tildas Welt scheint nun ganz aus den Bahnen zu geraten und ein freies und unbeschwertes Leben scheint Meilenweilt weg.

Für mich ein sehr gelungenes Buch, auch wenn man sich an den Schreibstil ein wenig gewöhnen muss. Eine Geschichte, wie sie wahrscheinlich überall in Deutschland spielen könnte, eine Geschichte wie sie auch direkt neben an sein könnte, bei den Nachbarn, der Kassiererin an der Kasse oder der Freundin. Caroline Wahl regt hier sehr zum Nachdenken an. In unserer schnelllebigen Zeit hat man kaum ein Auge auf die anderen, sieht zu, dass man selbst gerade klar kommt.
Auch wenn man beim Lesen des Klappentextes sieht, dass es auch um Alkoholmissbrauch geht, so fehlt mir doch ein wenig eine Trigger-Warnung. Die Thematiken um Drogen, Alkoholmissbrauch und auch Suizid werden hier sehr eindrücklich beschrieben. Achtet beim Lesen daher auf euch selbst und eure mentale Gesundheit.

Ein sehr intensives Buch, welches sehr direkt daherkommt und man unbedingt gelesen haben sollte. Eine Geschichte mit Tiefgang.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Nachruf für die Schwester

Lilianas unvergänglicher Sommer
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Liliana ist die tolle ältere Schwester, welche man sich wünscht. Sie ist größer, aufgeschlossener und kann besser schwimmen. Sie steht fest im Leben, studiert, ist in einer festen Beziehung und verbringt ...

Liliana ist die tolle ältere Schwester, welche man sich wünscht. Sie ist größer, aufgeschlossener und kann besser schwimmen. Sie steht fest im Leben, studiert, ist in einer festen Beziehung und verbringt die Nächte gern mit ihren Freundinnen. Doch dann ändert sich ihr Leben. Sie trennt sich von ihrem Freund. Doch ihr Leben geht weiter, der Alltag geht weiter. Nicht alle können damit umgehen und so wird Liliana Garza ermordet. Stranguliert gefunden.
Der Täter ist ihr Ex-Partner, welcher seit der Tat nicht verurteilt wurde.

Cristina Rivera Garza reist nach 29 Jahren zurück nach Mexiko, den Ort an dem alles geschah. Zurück um ihrer Schwester ein Andenken zu setzen. Und das ist in meinen Augen definitiv gelungen. Wir bekommen einen Eindruck von ihrer Schwester, wenn auch teilweise nur in Puzzleteilen, welche man selbst zusammensetzen muss. Nicht immer ist mir Liliana sympathisch, aber ich glaube das ist vollkommen normal und gerade das macht das Buch auch so ehrlich. Eines, welches mich beim lesen immer wieder wütend gemacht hat, auf die Justiz und Bürokratie in Mexiko.

Ein rührendes Buch, eindringlich, ernst und mit so voller Liebe. Nichts für schwache Nerven und definitiv ein wichtiges Thema. Femizid geht uns alle an, passiert täglich und es ist wichtig darüber zu sprechen.
Unterteilt in kurze und knappe Abschnitte, welche es einem sehr einfach machen das Buch zu lesen, bei einem so schweren Thema.

Cristinia Rivera Garza ist das gelungen, was sie wollte. Die Geschichte ihrer Schwester erzählen, ein liebevolles Denkmal setzten und auf ein Thema aufmerksam machen, welches so viele andere Frauen auch betrifft.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Die lieben und netten Nachbarn

Marchfield Square
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Ein kalter Herbst im Marchfield Square, einer geschlossenen Wohnanlagen im wunderschönen London. Celest ist in ihrem gemütlichen Erker und beobachtet Marchfield Square 10. Richard Gelad liegt hier leblos ...

Ein kalter Herbst im Marchfield Square, einer geschlossenen Wohnanlagen im wunderschönen London. Celest ist in ihrem gemütlichen Erker und beobachtet Marchfield Square 10. Richard Gelad liegt hier leblos und mit einer Kugel im Körper auf dem Boden der Küche. Aber wer hat ihn umgebracht. Da Celest nicht mehr die fitteste ist, bittet sie die Putzfrau Audrey und Lewis, einen Kriminalautor, in die Ermittlungen einzusteigen. Ein ungewöhnliches Ermittlerduo, welches mit Charme, Witz und Geschick ermittelt. Es entsteht ein Fall mit vielen Irrungen und Wirrungen und wer Krimis kennt, der weiß auch hier wird es nicht bei einem Mord bleiben.

Das Cover lässt schon ganz gut erkennen, worum es in dem Buch geht. Wie sehr man doch seine Nachbarn beobachten und ausspionieren kann. Marchfield Square ist ein Cozy-Crimie, ideal zum miträtseln und mitraten. Ein Buch welches mir super viel Spaß gemacht hat zu lesen. Die Charaktere sind super aufgebaut, die Handlung verläuft nachvollziehbar und der Schreibstil ist so super, dass man förmlich durch das Buch fliegt. Ich hatte auch das Gefühl, dass es im gesamten Buch keine unnötigen längen gibt und man es ungern wieder weglegen möchte. Auch sind die Kapitel nicht zu lang gehalten, ein kurzer Abstecher in das Buch in der Mittagspause oder auf dem Weg zur Arbeit war für mich immer möglich und man hat auch das ein oder andere Kapitel geschafft.

Für mich eine klare Leseempfehlung, für alle die es gemütlich und im Stile der alten Krimiautoren, wie Agatha Christie wünschen.

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  • Atmosphäre