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Veröffentlicht am 13.08.2020

meine Schwester ist in den Aushilfsschurken vom Dienst verknallt

Die Drachen der Tinkerfarm
1

„Du willst, dass ich mich mit Hexenmeister Junior anfreunde?“
„Er braucht wirklich Freunde, Tyler.“
„Die braucht ein Stinktier auch. Trotzdem werde ich nicht so doof sein, eins zu streicheln.“
Seite 224

Inhalt:
Eigentlich ...

„Du willst, dass ich mich mit Hexenmeister Junior anfreunde?“
„Er braucht wirklich Freunde, Tyler.“
„Die braucht ein Stinktier auch. Trotzdem werde ich nicht so doof sein, eins zu streicheln.“
Seite 224

Inhalt:
Eigentlich sollten sie bloß die Ferien bei ihrem Onkel verbringen – ein Onkel von dem sie bis dahin noch nie gehört hatten. Doch die Tinker Farm beherbergt keinesfalls Kühe und Schweine, sondern ist die Heimat für fast ausgestorben Fabeltiere. Hier treffen Lucinda und Tyler auf Einhörner, Basilisken, fliegende Affen und sogar Drachen! Und plötzlich sind sie mitten drin, in einem magischen Abenteuer voller Geheimnisse und Gefahren.


Meinung:
Lucinda und Tyler sind nicht sehr begeistert von den Ferienplänen, die ihre Mutter für sie geschmiedet hat, damit sie selber alleine in den Singleurlaub kann. Als dann noch eine geheimnisvolle Einladung auf die Farm ihres Großonkels Gideons auftaucht, von dem die zwei noch nie gehört haben, scheint er zwar das kleinere Übel, aber wirklich überzeugt sind sie nicht. Eine Farm im Nirgendwo? Gibt es da überhaupt Strom, um den Gameboy von Tyler aufzuladen? Ein Pferdewagen, der sie abholt, und der seltsame Kutscher machen auch nicht viel Hoffnung, aber dann kommt doch alles ganz anders.

„Hier laufen irgendwelche finsteren Sachen, und damit meine ich nicht nur Drachen“
Seite 213

Auf der Tinker Farm gibt es keine Kühe, Hühner oder Schweine, dafür aber Drachen, Basilisken, fliegende Affen und noch jede Menge mehr Fabelwesen. Jeder der Bewohner scheint ein Geheimnis zu haben und dann ist da noch der seltsame Schatten, der Tyler zu verfolgen scheint, während er durch verbotene Räume stöbert. Woher kommen die Fabeltiere? Welches Geheimnis hat Onkel Gideon? Was steckt hinter der Haushälterin Miss Needle und ihrem seltsamen Sohn? Fragen über Fragen.

Brüder, dachte Lucinda. Sie hatte ihre Eltern gebeten sich stattdessen einen Hund anzuschaffen, aber auf sie hörte ja niemand.
Seite 145

Der Einstieg in das Buch war leicht, wenn auch sehr düster. Die Kids fühlen sich abgeschoben und auch ihr Verhältnis zueinander ist nicht gerade super gut. Im ganzen Buch ist es mir ein bisschen schwer gefallen, mir ein richtiges Bild von ihnen zu machen und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Hobbys?
Lieblingsessen? Fähigkeiten? Bis auf, dass Taylos süchtig nach seinem Gameboy ist, könnte ich davon nichts beantworten. Das hat mir nicht so gut gefallen.
Colin, der Sohn von Miss Needle ist schon von Anfang an super unheimlich und seine Mutter gleich mit. Ich war total gespannt, welches Geheimnis die beiden verbergen, zumal Colin gerade dabei ist, einen Plan gegen Gideon, den Leiter der Farm auszuhecken und das ganze gewaltig schief läuft.

„Na bravo, meine Schwester ist in den Aushilfsschurken vom Dienst verknallt.“
Seite 134

Die Fabeltiere waren super cool, aber keineswegs flauschig und nett, im Gegenteil. Aber die geflügelte Äffin Zara freundet sich mit Tyler an, ein sehr schöner Aspekt an der Geschichte. Dann gibt es noch die Arbeiter auf der Farm, die alle irgendwie ein bisschen seltsam sind. Ob es an der Abgeschiedenheit der Farm liegt oder doch an etwas anderem? Und dann ist da noch dieser super reiche Firmenguru, der seine Finger nach der Farm ausstreckt.

Was ich noch ein bisschen komisch fand ist, dass die Mutter einfach gar nicht mehr auftaucht und die Kinder auch überhaupt nicht an sie oder an Zuhause denken.
Der Schreibstil ist stellenweise etwas alt, aber trotzdem gut zu verstehen. Das Cover mag ich sehr gerne und das Taschenbuchformat war angenehm zum Lesen und Transportieren. Auch Kapiteleinteilung und Absätze waren sehr bahnfahrerfreundlich. Ich hatte ein Kinderbuchbuch mit locker flockigem Humor und plüschigen Einhörnern erwartet. Das findet sich hier definitiv nicht! Aber mir hat das Buch trotzdem gut gefallen.

Ich bin definitiv gespannt auf einen zweiten Band und werde mir gleich einen Suchauftrag bei Tauschticket einstellen. Dort findet ihr den ersten Band übrigens sehr günstig.

Das Buch war gut, spannend und interessant, aber der letzte Funke ist nicht übergesprungen und die Beziehung zu den Charakteren hätte viel enger sein können. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf den zweiten Band und werde jetzt auch noch mehr darüber nachdenken mir „Die Hexenholzkrone“ zu holen, wo mich der Klappentext schon seit längerem so anspricht.
Wer Hörbucher mag, dem kann ich das zu „Die Drachen der Tinkerfarm“ sehr empfehlen, der Sprecher ist Andreas Fröhlich (Bob von den ???) und der hat eine wirklich tolle Stimme.

Urteil:
Eine spannende Geschichte, mit einigen Schwächen im Charakteraufbau, aber einem sehr coolen Setting und einer rasanten Handlung, die neugierig auf den Folgeband macht. Von mir gibt es ganz knapp vier Bücher

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Veröffentlicht am 13.08.2020

ein toller zweiter band

Soul Mates, Band 2: Ruf der Dunkelheit (Unvergessliche Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
0

Rayne und Colt stellen sich ihrem größten Kampf. Ihre Liebe ist eine Gefahr für sie und alle anderen. Lauren, die Anführern der Dunkelseelen will Rayne unbedingt auf ihre Seite ziehen. Doch Colt ist ebenso ...

Rayne und Colt stellen sich ihrem größten Kampf. Ihre Liebe ist eine Gefahr für sie und alle anderen. Lauren, die Anführern der Dunkelseelen will Rayne unbedingt auf ihre Seite ziehen. Doch Colt ist ebenso entschlossen, er wird nicht zulassen, dass die Dunkelheit seine Liebe überschattet.


Meinung:
Es hat eine ganze Weile gedauert, aber jetzt ist er endlich da, der zweite Band von Soul Mates! Und ich liebe dieses Cover viel mehr als von Band I. Die Farben sind wunderschön und die Charaktere im Profil mag ich auch sehr gerne.

„Du solltest wirklich aufhören Messer nach mir zu werfen.“
Seite 178

Der Einstieg ist bitterschokoladensüß, ich wusste erst gar nicht was los war. Es ist einige Zeit vergangen, Rayne wurde bei den Dunkelseelen trainiert und auch Grey ist dort. Das Buch startet mit einem Angriff der Dunkelseelen auf Colts Team und es geht ziemlich hoch her. Rayne hat den Auftrag, irgendetwas aus Jeffs Erinnerungen zu suchen und das geht leider total schief. Rayne wird von Colt geschnappt und verbringt einige Zeit bei den Lichtseelen, die ihr nicht gerade freundlich gegenüberstehen – bis auf Colt. Doch Rayne hat einen Plan, sie kann nicht bleiben, sie will einige der Leute von den Dunkelseelen da raus holen unter anderem Grey und noch eine Person, die sie nie erwartet hätte dort zu finden. Aber Laureen ist stark und ihr Einfluss beinahe unwiderstehlich. Vor Rayne liegt ein harter Kampf, nicht nur um ihre Freunde und ihre Liebe, sondern auch um sich selbst.

„Keine Chance“, knurrte er. „Ich habe dich schon mal verloren, ich werde dich jetzt nicht wieder verschwinden lassen.“
Seite 18

Biancas Schreibstil ist unverändert großartig, es gibt wunderschön romantisch Szenen und im nächsten Moment entbrennt schon der schlimmste Kampf. Ich habe mir wunderschöne Zitate markiert und mit den Protas gelitten und mitgefiebert. Hier und da gab es eine kleine Länge, aber das hat der nächste Auftritt von Colt oder Jeff gleich wieder ausgeglichen. Ich finde, es ist eine sehr gelungene Fortsetzung, bei der vielleicht die ein oder andere Träne fließt, aber ihr werdet es lieben.

„Alles fühlt sich falsch an. Jeder Gedanke, jede Entscheidung, jedes Gefühl. Alles was ich sage und tue. Nur du nicht. Du bist das Einzige, was sich richtig anfühlt.“
Seite 213

Urteil:
Auch der zweite Band von Soul Mates bekommt von mir vier Bücher eine Leseempfehlung für alle Fans des ersten Teils und von gefühlvoller Fantasy.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

hat mich aber leider nicht überzeugen können

Keeping Faith – Farben der Liebe
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Die Liebesgeschichte von Ben und Faith, zwischen Farbklecksen und Mario Card – ein New Adult Roman der Debüt Autorin Rebekka Wedekind.

„Geh da raus und sieht dich um. Du wirst niemanden finden, der fehlerfrei ...

Die Liebesgeschichte von Ben und Faith, zwischen Farbklecksen und Mario Card – ein New Adult Roman der Debüt Autorin Rebekka Wedekind.

„Geh da raus und sieht dich um. Du wirst niemanden finden, der fehlerfrei ist.“ Seite 214

Inhalt:
Ben ist Single aus Überzeugung. Doch dann trifft er auf Faith, seine neue Nachbarin, die ihn ziemlich aus der Fassung bringt und das nicht nur, weil sie die Regenbogenstrecke bei Mario Kart beherrscht, wie niemand anders. Anders als seine sonstigen Eroberungen ist Faith von Bens Charme nicht begeistert. Egal was er tut, Faith versteckt sich hinter Abweisung und Ölfarbe. Aber Ben gibt nicht auf.
Meinung:
Ich mag das Cover dieses Buch unheimlich gerne ♥ Vielen Dank, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte, ich fand es wirklich toll, wie viel sich die Autorin eingebracht und alle Fragen beantwortet hat. So ein Austausch ist einfach super cool und ich fand sie sehr sympathisch.
Das erste Zusammentreffen von Ben und Faith ist einfach und trotzdem total genial: Bei Ben steigt ein Männerabend mit Mario Card, es wird lauter und lauter, Faith kommt herüber und staucht die Jungs zusammen. Als die nicht einsichtig sind, fordert sie sie heraus: Wer bei Mario Card siegt, ist im Recht. Prompt zieht die zierliche Nachbarin die Typen ab und an dieser Stelle musste ich als Mario Card Fan so sehr lachen, denn sie besiegt sie ausgerechnet auf der (von mir völlig verhassten) Regenbogenstrecke! =D Ich hätte am liebsten Konfetti über diese Szene geworfen.
Ben ist von der Fremden begeistert und macht sich daran ihr öfter zu begegnen. Doch Faith weicht ihm immer wieder aus und zieht sich zurück. Es ist schnell klar, dass sie ein Geheimnis hat, was Ben jedoch nicht davon abhält sich mehr und mehr zu ihr hingezogen zu fühlen.
Leider fand ich Benn so unfassbar unsympathisch! Er ist mega oberflächlich, der Spruch über Frauen, die nur mit einer Konsole umgehen können war echt das allerletzte. Außer Sex hat er nicht viel im Kopf und auch wenn es im späteren Verlauf süße Momente gab, habe ich immer noch das Bedürfnis ihm mit der Bratpfanne zu schlagen.
Faith mochte ich, Leute mit Farbklecksen sind toll (: Es war recht schnell klar, dass sie irgendetwas hat, etwas, dass sie von Menschen wegstößt, aber ich fand das total okay. Ihr Hintergrund ist übel, richtig übel und kein Wunder, dass sie ist, wie sie ist, wobei ich sie immer noch am liebsten in dem Buch mag und auch nicht finde, dass sie einen großen Knacks hat (: Tatsächlich hätte ich es irgendwie schön gefunden, wenn hinter einem stillen, teilweise nicht ganz nachvollziehbarem Charakter, mal keine dramatische Geschichte gestanden hätte. Ich finde, Menschen dürfen auch so mal wirsch sein (:
Mir persönlich war es gerade am Ende etwas zu viel Drama auf etwas zu wenig Seiten. Ben gerät auf der Arbeit in einen heftigen Konflikt, den ich persönlich sehr sehr schwierig zu beurteilen finde. Es wurde dann aber doch noch gut, damit umgegangen und ich denke ein Spin Off wäre hier sehr gut!
Ich mochte Setting und Handlung wirklich gerne, für mich ist es einfach an der Hauptfigur gescheitert, was mir auch wirklich leidtut, gerade in einer Leserunde fällt mir sowas immer schwer zu sagen, aber da sprang der Funke einfach so gar nicht über.

Fazit: Ich mochte die Zeit in der Leserunde wirklich gerne und bin ein Fan von der Autorin geworden, das Buch bzw. der Protagonist hat mich aber leider nicht überzeugen können.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

super gut

Wie du mich siehst
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„Ich schaute niemanden an. Die Leute schauten mich nämlich an, und wenn ich zurückschaute, fassten sie das als Einladung auf, irgendwas zu sagen, und das war dann fast immer etwas Beleidigendes oder Dummes ...

„Ich schaute niemanden an. Die Leute schauten mich nämlich an, und wenn ich zurückschaute, fassten sie das als Einladung auf, irgendwas zu sagen, und das war dann fast immer etwas Beleidigendes oder Dummes oder Beides, weshalb ich schon vor längerer Zeit entschieden hatte, dass es einfacher war, so zu tun, als würden sie gar nicht existieren.“

Inhalt:
Shirins Alltag ist schwer. Unverschämte Blicke, fiese Sprüche, sogar physische Attacken und dass an jeder neuen Schule, nur weil sie Muslima ist und ein Kopftuch trägt. Musik und Breakdance-Training gemeinsam mit ihrem Bruder ist ihre Flucht und ihr Halt. Doch dann ist da plötzlich Ocean, ein Junge der irgendwie anders ist, als die anderen. Shirin fällt es schwer ihn an sich heranzulassen, aber Ocean lässt nicht locker …

Meinung:
Ich mag Tahere Mafi seit ihrer Shatter Me Reihe unheimlich gerne und darum ist ihr neues Buch ziemlich direkt auf meine Wunschliste gewandert. Die Sprache ist leicht und der Einstieg ganz einfach, man findet sich sofort in Shirins Kopf mitten in einer amerikanischen High-School wieder.

Shirin ist wütend. Sie ignoriert die Menschen, blendet alles Mögliche aus und geht mit gesenktem Kopf durch die Welt. Was absolut verständlich ist! Aber sie vergibt auch keine Chancen und verbaut sich damit auch selber welche. Deswegen ist es mit Ocean auch anfangs so schwierig, aber nach und nach lässt sie sich doch auf ihn ein und das was da entsteht ist einfach sehr schön und liebevoll. Ich mochte den Verlauf der Geschichte sehr gerne, auch wenn es Momente gab, wo ich Shirin gerne geschüttelt hätte, weil sie so verbohrt war. Aber ich glaube, das ihr Charakter einfach so schwere, innerliche Verletzungen hat, die wir als privilegierte Weiße nicht verstehen können. Als Christ, bin ich selber oft genug in der Schule ausgelacht worden. Aber ich wurde nie gehasst, wie Shirin, wurde nie als Attentäterin und Mörderin beschimpft.

Shirins familiärer Hintergrund hat mich etwas verwirrt. Ich habe die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern, die Erziehung und auch den Glauben nicht so ganz nachvollziehen können. Auch bei Shirin kann ich im Endeffekt nicht genau sagen, warum sie das Kopftuch trägt und was ihr Glaube sonst noch für Auswirkungen auf ihr Leben hat, denn sie wirkt absolut nicht religiös in dieser Geschichte. Sie hat sich aber eben dafür entschieden das Kopftuch zu tragen und kämpft dafür, was ich auch absolut okay finde. Aber mir hat hier doch noch einiges gefehlt, um es ganz verstehen zu können.

Der Sprachstill ist nicht so märchenhaft, wortgewaltig, wie in Shatter Me, sondern etwas nüchterner, was aber total gut zu der Geschichte passt. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Ich möchte bitte mehr von dieser Autorin (:

Mein Blick auf die Welt ist schon ein bisschen anders geworden, nach diesem Buch. Auf dem Klappentext wird angekündigt, dass es autobiographisch ist und ich fand was Shirin erleben musste wirklich schlimm! Ich denke, man könnte dieses Buch auch ganz gut im Schulunterricht lesen, zur Sensibilisierung (:

Fazit: Ein wirklich richtig gutes Buch mit einer wichtigen Botschaft, wo vielleicht noch ein zwei Erklärungen gutgetan hätten.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

spannend, humorvoll und packend

Nevernight - Die Prüfung
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„Mischt euch unter sie. Spielt in ihrer Gesellschaft. Lebt und lacht und liebt in ihrer Mitte. Aber vergesst nie, nicht auch nur für einen Augenblick, was ihr seid.“ Seite 373

Inhalt:
Mia Corvere wird ...

„Mischt euch unter sie. Spielt in ihrer Gesellschaft. Lebt und lacht und liebt in ihrer Mitte. Aber vergesst nie, nicht auch nur für einen Augenblick, was ihr seid.“ Seite 373

Inhalt:
Mia Corvere wird von Rache getrieben und ihr Ziel sind die mächtigsten Männer des Reiches, die Männer, die ihre Familie vernichtet haben. Mia selbst gelang die Flucht und der alte Mercurio, ein Antiquitätenhändler mit vielen Geheimnissen nahm sich ihrer an und brachte ihr viele Dinge bei. Doch Mia will mehr und sie bricht zur Roten Kirche auf, um sich im Assassinenorden ausbilden zu lassen. Doch Mia ist nicht nur ein Mädchen, sie ist eine Dunkelinn und wird von einer Schattenkatze begleitet, die sich von ihrer Angst ernährt. Furchtlos betritt sie die Rote Kirche und stellt sich einer Ausbildung, die voller Gefahr und Tod ist

Meinung:
Ich hab das Buch eine ganze Weile vor mir hergeschoben, aber jetzt habe ich Band I endlich durch und Band II direkt bestellt – das sagt alles oder?

Der Anfang hat mich etwas abgeschreckt, Mia begeht ihren ersten Mord, den das ist Bedingung, um in dem Assassinenorden aufgenommen zu werden. Das ganze vermischt mit einer Liebesszene war sehr seltsam, aber danach kam ich wirklich schnell in das Buch rein und habe mich gut in der Geschichte zurechtgefunden. Es passiert auch alles angenehm schnell, keine ewig lange Reise zum Ziel und auch die anderen Charaktere werden schnell eingeführt.

„Du wirst jemand sein, den Helden fürchten.“ Seite 25

Immer wieder gibt es Rückblicke in Mias Kindheit und Jugend, was dabei hilft ihren Charakter besser kennen zu lernen und das Gesamtbild zu verstehen. Ich mochte Mia sehr schnell sehr gerne, sie ist bissig und sarkastisch und lässt sich nichts gefallen. Die Schattenkatze Herr Freundlich bringt einen wunderbaren Fantasy Touch in das Ganze, ist geheimnisvoll und ich glaube, das hinter diesem Charakter und der Sache mit dem Dunkelinn noch sehr viel mehr steckt. Das Thema interessiert mich sehr und ich freue mich da wirklich schon auf den zweiten Band und hoffentlich noch mehr Informationen.

Es ist nun einmal Tatsache: Wenn man nicht gerade ganz mit sich allein ist – und in einigen Fällen selbst dann -, kann man sich darauf verlassen, dass man mindestens einen Narren in seiner Nähe ertragen muss. Seite 34

Es gibt sehr viele Charaktere, aber ich konnte den Überblick gut behalten, die Namen waren nicht zu ähnlich und jeder hatte so seine kleine Rolle. Es hat ein bisschen was von Harry Potter, mit den Unterrichtsfächern wie Kämpfen und Gifte und den dazugehörigen Lehrern, aber eben alles mit dem Ziel aus den Jugendlichen Mördern zu machen. Das habe ich zwischendurch tatsächlich immer mal wieder aus den Augen verloren, aber es gibt auch Szenen, wo einem das nur allzu sehr bewusst wird.

Eine Love Story gibt es auch, klein und am Rand, aber ich fand es genau passen und es hat mir gut gefallen. Das Buch hat grausame Stellen, ist blutig und dunkel, aber ich fand es gab ein gutes Gleichgewicht mit Humor und freundschaftlichen Szenen.

„Ich wollte nur wissen, wie das ist. Falls ich heute Nacht sterbe.“ Seite 23

Was mir tatsächlich nicht gefallen hat, war die teilweise vulgäre Sprache. Einen gewissen Wortschatz brauche ich einfach nicht in Geschichten und ich finde diese, wäre auch sehr gut ohne das ausgekommen.
Das Ende war mies. Richtig richtig mies! Deswegen muss ich jetzt auch schnell mit Band II anfangen.

„Zu viele Bücher. Zu wenig Jahrhunderte.“ – Der Chronist Seite 195

Urteil: Richtig cool, spannend, humorvoll und packend. Freue mich auf Band II. Nur für die vulgäre Sprache gibt's Punktabzug =P

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