So muss ein Fantasy-Krimi sein!
The Tainted Cup„Wenn meine Vermutung zutrifft, werden wir einen Mörder entlarven. Oder man schlitzt uns allen die Kehlen auf.“
So läuft thetaintedcup - das ist das Motto des fantasymurdermystery Romans aus der Feder ...
„Wenn meine Vermutung zutrifft, werden wir einen Mörder entlarven. Oder man schlitzt uns allen die Kehlen auf.“
So läuft
thetaintedcup - das ist das Motto des
fantasymurdermystery Romans aus der Feder von Robert Jackson Bennett - und dieser exzentrische atemlose Krimi hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Wo fange ich an?Ah! The tainted cup spielt in einer Welt, die mich so stark an einige meiner liebsten Manga- und Animeserien erinnert hat, dass ich mich jedes mal diebisch gefreut habe, wenn ich das Buch aufgeschlagen habe. Denn in einer Welt, wo die Menschen nur von Mauern und Soldaten vor monströsen Titanen geschützt werden, wo Pflanzen spontan aus den Körpern der Menschen sprießen und Anpassungen vonnöten sind, um den Menschen zum Leben wenigstens einige kleine Vorteile zu verschaffen, müssen Ermittlerin Ana Dolabra und ihr Gehilfe Din einen rätselhaften Mord aufklären: Ein Mensch wurde durch spontanen Pflanzenwuchs umgebracht.
Wir erleben die Geschichte und die Ermittlungen aus Dins Sicht. Dinios Kol steht noch nicht nicht lange in den Diensten der exzentrischen und überaus genialen Ermittlerin, für die ein Rätsel nicht verworren genug sein kann. Und er hofft nur die wilde Fahrt heil zu überstehen. Wir lernen Din im Laufe des Buches sehr gut kennen, und mit ihm seine Ängste, seine Stärken und Schwächen und raufen uns öfters die Haare. Din ist mir ein guter Freund geworden, den ich sehr gerne an meiner Seite hatte.
Das Setting ist überwuchert. Von Pflanzen, Pilzen, Bäumen - und dazwischen haben die Menschen sich Städte erbaut, die in meinem Kopf lebendig geworden sind. Es ist ein asiatisches Setting - so etwas mag ich eh sehr gerne. Din und Ana ermitteln also zwischen all den giftigen Pflanzen, in der Ferne bedroht von Titanen, in einem Mordfall. Aber nicht normal, nein - Ana ist nicht zugegen bei der Besichtigung der Tatorte, das übernimmt Din, der alles in sein Gedächtnis graviert, um es dann Ana wiederzugeben. Diese zieht dann ihre Schlussfolgerungen und schickt Din erneut los. Dass er dabei in manch brenzlige Situation kommt, brauche ich nicht zu erwähnen. Wo bliebe denn sonst der Spaß?
Meine liebsten Szenen waren jedoch nicht die emsige Spurensuche oder die Spannungsmomente. Es waren eine Tasse Tee in all der Hektik, ein Gespräch in einer langsam wachsenden Freundschaft - das waren meine Juwelen in diesem Buch. Wenn ich eine Kritik habe, dann, dass sich das Buch in bester Sherlock Holmes Manier auf die Deduktionen fokussierte - ich jedoch sehr gerne mehr soziale Interaktion außerhalb von Ana und Din gesehen hätte. Wenn ich mir etwas für den zweiten Band wünschen würde, dann wäre es genau das! Mehr Tee, mehr Freundschaft - und Din soll mal sein Lächeln auspacken, ja?
Das Buch lässt einen mit vielen Fragen zurück, vielen losen Hinweisen, die mich nach dem zweiten Band spähen lassen! Ich freue mich auf ihn!