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Veröffentlicht am 11.01.2021

Eine wundervolle Sportler-Romanze, die noch ein bisschen mehr Tiefgang vertragen könnte

The Brooklyn Years - Was niemand erfährt
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Die Geschichte von Leo und Georgia hat bereits gezeigt, dass Eishockey kein leichter Sport ist, aber noch viel mehr, dass die Eishockey-Spieler ein riesengroßes Herz haben und einer Frau weiche Knie machen ...

Die Geschichte von Leo und Georgia hat bereits gezeigt, dass Eishockey kein leichter Sport ist, aber noch viel mehr, dass die Eishockey-Spieler ein riesengroßes Herz haben und einer Frau weiche Knie machen können. Durch den ersten Teil habe ich mich schon in das Team der Brooklyn Bruisers verliebt und mich auf einen nächsten Band gefreut.

Ariana taucht bereits als Yoga-Lehrerin in dem ersten Band auf und wirkte da erst einmal recht sympathisch. Ansonsten wusste der Leser vorher recht wenig über sie oder den Teamkapitän Patrick. Das ändert sich relativ schnell in der Fortsetzung. Ariana hat gerade eine wirklich unschöne Beziehung hinter sich und hat dadurch den Männern abgeschworen, aber so ganz wollen die Männer sie nicht in Ruhe lassen. Patrick hingegen hat nichts gegen eine unkomplizierte Beziehung für ein paar Stunden, aber lässt andere Menschen generell nicht näher an sich heran. Beide Hauptpersonen bringen somit nicht unbedingt Beziehungspotenzial mit sich, was ihre Beziehungsversuche umso unterhaltsamer gestalten.

Wie immer ist hier der Schreistil von Sarina Bowen sehr bildlich und leicht. Die Seiten fliegen nur so dahin und machten es mir leicht komplett in die Geschichte einzutauchen sowie komplett die Zeit zu vergessen. Da war es nicht verwunderlich, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte und es an einem Tag komplett ausgelesen habe. Von mir aus hätte da das Buch gerne noch ein paar Kapitel mehr haben dürfen.

Etwas schade fand ich, dass die Geschichte nicht noch mehr Tiefgang hatte. Aus meiner Sicht hätten beide Hauptcharaktere das Potenzial gehabt eine vielschichtige Hintergrundgeschichte zu präsentieren. Etwas Drama gab es in jedem Fall, aber die Hintergründe hätten da noch mehr ausgeschmückt werden können, um dann auch noch mehr Emotionen beim Leser zu wecken. Es ist vollkommen in Ordnung, dass nicht jedes Buch weltbewegende Erkenntnisse liefert und manche Bücher auch einfach nur unterhalten sollen, aber dieses hätte noch ein paar ernstere Facetten vertragen können.

Der nächste Roman wird von Lauren, der Assistentin von Nate, sowie dem Torwart Mike handeln. Lauren ist in diesem Band schon am Rande aufgetreten, wobei ich nicht sagen kann, dass sie auf mich sympathisch gewirkt hat. Viel mehr freut mich jedoch, dass ich diese Woche gesehen habe, dass der vierte Band von Nate und Becca handeln wird. Die beiden habe ich bereits ins Herz geschlossen. Ich werde somit in jedem Fall die Reihe weiterlesen und noch mehr Mitglieder des Teams kennenlernen.

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Durch viele Wiederholungen und unsympathische Charakter leider keine gute Fortsetzung

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
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„Es war einmal vor langer Zeit, da verliebte ich mich in einen Jungen. Einen wunderschönen, traurigen Jungen, der jeden Tag seine persönlichen Kämpfe führte. Damals hatte Landon Harrison mir versprochen, ...

„Es war einmal vor langer Zeit, da verliebte ich mich in einen Jungen. Einen wunderschönen, traurigen Jungen, der jeden Tag seine persönlichen Kämpfe führte. Damals hatte Landon Harrison mir versprochen, zu mir zurückzukehren, wenn er sich selbst gefunden hatte.“

Nach dem Ende des ersten Buches stand für mich außer Frage, dass ich gerne erfahren wollte, ob Landon seine Schatten besiegt und endlich bereit für die große Liebe ist. Ein Leben mit Depressionen ist in jedem Fall nicht leicht und ich habe eine Hochachtung vor ihm, dass er erst mit sich ins Reine kommen wollte, bevor er sich an Shay bindet, um nicht die Beziehung zu belasten. Somit war es für mich nur selbstverständlich, dass das Buch mit einer Trennung beginnt.

Der Leser erhält hier einen guten Einblick in das Leben mit einer Depression und was es allein für ein Kampf sein kann, jeden Morgen aufzustehen und mit dem Leben weiterzumachen. Dies ist ein Kampf, den wohl keiner nachvollziehen kann, der nicht selbst eine Depression durchlebt hat. Diese Einblicke haben mir sehr gut gefallen, jedoch haben sich hier die Gedanken irgendwann immer wieder wiederholt. Ich verstehe, dass einem auch häufiger die gleichen Dinge durch den Kopf gehen können, aber als Leser muss ich dies nicht häufiger lesen. Da reicht es, wenn hier ein oder zwei Mal Dinge erwähnt werden. Die Wiederholungen haben mich irgendwann gestört und die Handlung unnötig gestreckt.

Die ersten Kapitel mögen meinen Erwartungen entsprochen haben, aber der weitere Verlauf der Handlung hat mich überrascht und dabei nicht unbedingt zum Positiven. Nach kurzer Zeit nimmt das Drama in meinen Augen überhand und die Geschichte dreht sich im Kreis. Dies hat irgendwann dazu geführt, dass mir sogar die Hauptcharaktere unsympathisch geworden sind und ich teilweise keine Lust mehr hatte weiterzulesen. Ich habe die ganze Zeit auf eine positive Wendung gehofft, weswegen ich weitergelesen habe.

In meinen Augen hätte es der Geschichte gut getan, wenn sie nicht in zwei Teile gespalten worden wäre. Dann wäre die zweite Hälfte wahrscheinlich etwas eingekürzt und etwas Drama entfernt worden. Vielleicht wären so die eigentlichen Emotionen stärker in den Vordergrund gerückt. Somit ist dies leider das erste Buch von Brittainy C. Cherry, das mir nicht wirklich gefallen hat. Da waren alle anderen Romane deutlich stärker und überzeugender.

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Eine wunderschöne Geschichte mit viel Gefühl und Tiefgang

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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„Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich die echte Shay. Ich sah das Mädchen hinter der Maske das Mädchen, das so viel empfand und all ihre Gefühle von der Welt verbarg, weil sie glaubte, sie würden andere ...

„Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich die echte Shay. Ich sah das Mädchen hinter der Maske das Mädchen, das so viel empfand und all ihre Gefühle von der Welt verbarg, weil sie glaubte, sie würden andere nur belasten. Ich sah ihre Risse, und sie waren so wunderschön, dass mein eisiges Herz beinahe auftaute und wieder anfing zu schlagen.“

Die Bücher von Brittainy C. Cherry gehören schon lange zu meinen Lieblingsbüchern und jede Neuerscheinung landet direkt auf meiner Wunschliste. Daher habe ich dieses Buch begonnen ohne überhaupt den Klappentext zu lesen und habe mich auf eine wunderschöne Geschichte eingelassen. Ein bisschen skeptisch war ich jedoch, dass die Handlung in zwei Bücher aufgeteilt werden sollte. Bis dato waren alle Geschichten der Autorin in sich abgeschlossen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen startet dieser nicht mit Anziehung oder gegenseitigem Interesse, sondern mit der Abneigung der beiden Hauptpersonen. Shay und Landon können sich seit ihrer Kindheit nicht ausstehen und nur eine Wette bringt sie dazu, Zeit miteinander zu verbringen. Als Leser musste ich mir hier an einigen Stellen Fragen, ob ihr Verhalten nicht übertrieben ist, aber es war nicht so überzogen, dass es unglaubwürdig gewirkt hätte. Mir hat es im Gegenteil Spaß gemacht mitzuerleben, wie aus Abneigung, Freundschaft und schließlich Anziehung geworden ist.

Sehr gut hat mir außerdem gefallen, dass hier nicht alles einfach schwarz oder weiß ist. Es gibt nicht einen privilegierten Charakter gibt und einen weniger privilegierten gibt, sondern hier hat jeder sein Päckchen zu tragen, aber auch einige Vorzüge. Man kann nicht einfach sagen, dass ein Leben oder eine Familie besser ist und dass obwohl es sehr viele Kontraste gibt. Genau diese Kontraste geben der Geschichte ihren Tiefgang.

Ein bisschen enttäuscht war ich allerdings, dass die Emotionen hier nicht ganz so stark waren. Bei all den anderen Büchern der Autorin hatte ich an einem gewissen Punkt in der Geschichte Tränen in den Augen und war zutiefst berührt. Hier war dies allerdings nicht der Fall. Dies mag daran liegen, dass die Handlung nicht in sich abgeschlossen ist und es noch einen Spannungsbogen für die Fortsetzung geben musste, aber so ganz ist der Funke noch nicht zu mir übergesprungen. Hier warte ich noch auf ein Feuerwerk der Emotionen in der Fortsetzung und hoffe, dass es hier noch die ein oder andere Überraschung gibt. Gut ist hier in jedem Fall, dass beide Teile gleichzeitig veröffentlicht wurden, sodass der Leser direkt erfahren kann, wie es mit Shay und Landon weitergeht. Ich bin in jedem Fall schon darauf sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 21.12.2020

Unterhaltsamer Liebesroman mit viel Action

Sweet Little Lies
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„Er hat nicht nur all seine Emotionen vor mir verborgen, ich habe ihn obendrein auch noch völlig falsch eingeschätzt. Bis vor Kurzem. Wahrscheinlich muss man erst mal wissen, dass jemand ein Lügner ist, ...

„Er hat nicht nur all seine Emotionen vor mir verborgen, ich habe ihn obendrein auch noch völlig falsch eingeschätzt. Bis vor Kurzem. Wahrscheinlich muss man erst mal wissen, dass jemand ein Lügner ist, um richtig hinzusehen. Genau wie er bereits sagte, sollte man seinen Augen nicht trauen. Sie können einen viel zu leicht trügen.“

Mit diesem Roman zeigt Kylie Scott eine neue Facette. Wie bereits in ihren vorherigen Büchern hat sie eine lockere, gute Unterhaltung geschaffen, aber dieses Mal hat sie zudem einige Thriller-Elemente mit aufgenommen. Der Roman ist noch weit von einem richtigen Thriller entfernt und eindeutig besser in das Liebesroman-Genre einzuordnen, aber so erhält der Leser in jedem Fall eine actionreiche Geschichte.

Das Buch beginnt direkt mit der Explosion, die Bettys Wohnung zerstört. Bereits im ersten Kapitel erfährt somit Betty, dass ihr Verlobter nicht der ist, der er vorgab zu sein. Das hat mir besonders gut gefallen, da diese Fakten bereits im Klappentext verraten wurden und so mehr Raum für Unerwartetes blieb. Außerdem ist dies so nicht die klassische Liebesgeschichte, in der sich zwei kennenlernen und am Ende zusammenkommen. Betty und Thom kennen sich bereits und waren sogar eigentlich schon verlobt. Es geht in diesem Buch vor allem darum, ihre Beziehung zu retten.

Betty als Hauptperson mochte ich sehr, dass sie nicht zu perfekt ist. Sie hat ein paar Kilo zu viel auf den Rippen, ist introvertiert und nicht auf der Suche nach dem perfekten Partner, sondern nach einem echten. Auch im weiteren Verlauf der Handlung zeigt sich, dass sie nicht alles kann und einige Macken hat. Sie ist kein Überwesen und man merkt an einigen Stellen durchaus, dass sie mit einzelnen Situationen überfordert ist.

Ein bisschen enttäuscht war ich allerdings vom Ende. Es kam mir zu abrupt und war zu vorhersehbar. Ich hatte mir insgesamt etwas mehr Tiefgang gewünscht, aber der kam hier nicht. Somit werden zwar alle Wünsche hinsichtlich genug Handlung sowie Action perfekt abgedeckt, aber mein Bedarf an Emotionen wurde hier nicht befriedigt. Hier hätten am Ende noch ein oder zwei Kapitel mehr echt Wunder bewirken können. Somit habe ich die letzte Seite gelesen und habe mich zwar immer noch gut unterhalten gefühlt, aber so richtig begeistert war ich leider nicht. Es ist eine nette, lockere Unterhaltung, aber kein Feuerwerk an Emotionen.

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Veröffentlicht am 07.12.2020

Es kommt eben nicht auf das Äußere an

Making Faces
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„Sie war die Art Mädchen, die sich keine Gedanken darüber machte, ob man zu einer Party in einem für einen Rollstuhlfahrer ausgelegten Minivan auftauchen sollte. Die Art Mädchen, die vor Aufregung ganz ...

„Sie war die Art Mädchen, die sich keine Gedanken darüber machte, ob man zu einer Party in einem für einen Rollstuhlfahrer ausgelegten Minivan auftauchen sollte. Die Art Mädchen, die vor Aufregung ganz aus dem Häuschen gewesen war, als man sie zu einem dummen Spiel eingeladen hatte. Die Art Mädchen, die zurückgekommen war, um sich von einem Jungen zu verabschieden, der sie wie Dreck behandelt hatte.“

Schon als Kind wusste Fern, dass sie nicht hübsch und viel zu klein ist. Da war es undenkbar, dass der wunderschöne sowie beliebte Ambrose sie bemerken könnte. Statt ins Rampenlicht gehörte Fern zusammen mit ihrem Cousin Bailey, der wegen einer Muskelerkrankung im Rollstuhl sitzt, zu den Außenseitern. Ambrose nimmt Fern erst wahr, als er als gebrochener Mann von einem Militäreinsatz zurückkommt.

Von Amy Harmon habe ich bereits „Bird & Sword“ gelesen. Mit diesem Buch hat die Autorin bereits gezeigt, dass sie gefühlvolle, bewegende Geschichte schreiben kann und ich habe mich in ihren Stil verliebt. Andere Bücher kenne ich bis dato von ihr nicht, auch wenn die Trilogie, die nun neu im LYX Verlag aufgelegt wird, bereits im Deutschen verfügbar ist. Diese Geschichte ist bereits 2014 bei INK Egmont unter dem Titel „Vor uns das Leben“ erschienen.

Zunächst hat mich der Roman ein bisschen verwirrt, weil er recht langsam startet und auf den ersten Blick anders ist als der Klappentext vermuten lässt. Es geht in erster Linie nicht um Ambrose, sondern zunächst um Bailey und Fern. In meinen Augen hat dieses Buch drei Hauptpersonen, die alle drei sehr detailliert ausgearbeitet sind und vielseitige Facetten haben. Jede Geschichte für sich würde schon ausreichen, um einen Roman zu füllen. Alle drei zusammen ergeben eine komplexe, emotionale Geschichte.

Besonders gut hat mir bei diesem Buch gefallen, dass es sich nicht irgendwelcher Stereotype bedient, sondern Einzelschicksale beschreibt. Damit wirkt alles viel authentischer sowie realistischer. Auch hat mir die Botschaft, die das Buch vermittelt, ausgesprochen gut gefallen. In vielen Situationen zeigt sich, dass es viele Arten von Schönheit gibt und ein Mensch nur wahrlich schön sein kann, wenn sowohl das Innere als auch das Äußere schön sind. Eine hübsche Schale allein reicht eben nicht.

In meinen Augen ist dies eine berührende, wunderschöne Geschichte. Für mich war es ein ausgesprochener Lesergenuss, sodass es hierfür eine eindeutige Leseempfehlung gibt. Wer gerne Fantasy mag, sollte zudem auch unbedingt von der Autorin die Dilogie „Bird & Sword“ lesen. Diese Geschichte ist genauso genial und tiefgründig.

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