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Veröffentlicht am 06.01.2020

Ein genialer Sprecher kann leider nicht die absurde Handlung wett machen

Der unsichtbare Freund
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Manchmal denke ich mir, dass ich auch mal etwas aus meiner Komfortzone herauskommen und etwas Neues ausprobieren sollte. Als dieses Hörbuch mit einer Mischung aus Stephen King und „Stranger Things“ beworben ...

Manchmal denke ich mir, dass ich auch mal etwas aus meiner Komfortzone herauskommen und etwas Neues ausprobieren sollte. Als dieses Hörbuch mit einer Mischung aus Stephen King und „Stranger Things“ beworben wurde, dachte ich mir, dass dies einmal eine gute Geschichte wäre, um das Horrorgenre auszuprobieren. Ein paar Horrorfilme kenne ich zwar, aber gelesen habe ich so einen Roman noch nie.

Das Buch beginnt mit dem kleinen Christopher, der eine Woche in einem Wald verschwindet und danach ein paar neue Fähigkeiten hat. Er kann plötzlich gut Kopf rechnen und sogar Bücher lesen, die ihm vorher große Probleme gemacht haben. Solche Wandlungen gibt es auch in vielen Fantasyromanen oder Superheldengeschichten, sodass ich mich damit noch echt gut anfreunden konnte.

Nach und nach nehmen die fantastischen Elemente immer mehr zu und es wird zu häufig absurd. Alle Gesetzmäßigkeiten, die man kennt, werden außer Kraft gesetzt und wirklich alles kann passieren. Damit ist die Handlung in sich schlüssig, da eh jeder Bezug zur Realität fehlt. Es wird auch immer mehr mit Gegensätzen und Extremen gespielt, was in diesem Ausmaß unglaubwürdig ist.

Die erste Hälfte des Hörbuchs habe ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen, was bemerkenswert ist, da das gesamte Hörbuch über zwanzig Stunden lang ist, aber für das nächste viertel habe ich dann drei Wochen benötigt. Ich habe mich durch jedes Kapitel zu dem Zeitpunkt nur noch gequält und musste mich regelrecht zwingen weiterzuhören. Irgendwann war die Motivation komplett weg, sodass ich das Hörbuch schließlich abgebrochen habe.

Das einzig wirklich richtig gute bei dem Hörbuch ist der Sprecher David Nathan. Es ist ebenfalls die Synchronstimme von Johnny Depp sowie Christian Bale und schafft es sehr gut die Atmosphäre des Buches zu vermitteln. Obwohl er allein das Hörbuch spricht, gibt er jedem Charakter doch eine unverkennbare Stimme. Beim Hören hatte ich immer wieder das Gesicht von Johnny Depp im Kopf, was auch irgendwie zu der Handlung gepasst hat, da er ja auch häufig genug trashige Filme spielt. Obwohl die Handlung mir nicht zugesagt hat, war er in meinen Augen eine sehr gute Wahl als Sprecher für die Geschichte.

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Veröffentlicht am 02.01.2020

Nichts Besonderes, aber ganz gut für Zwischendurch

Legal Love – An deiner Seite
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Nicht jedes Buch, das man liest, muss ein tiefgründiges, literarisches Meisterwerk mit komplizierten Wörtern und ausgefeilten Sprachrhythmen sein. Manchmal möchte man als Leser ja auch beim Lesen den Kopf ...

Nicht jedes Buch, das man liest, muss ein tiefgründiges, literarisches Meisterwerk mit komplizierten Wörtern und ausgefeilten Sprachrhythmen sein. Manchmal möchte man als Leser ja auch beim Lesen den Kopf ausschalten und einfach nur das Kopfkino genießen. „Legal Love“ ist ebenso ein Buch. Die Handlung ist nicht zu komplex und die Sprache ist einfach gehalten, dafür werden jedoch schöne Bilder im Kopf des Lesers erzeugt.

Nora ist als Charakter recht schnell zu begreifen. Sie liebt ihren Job und ist der Anwaltskanzlei gegenüber loyal, jedoch mag sie die Veränderungen, die bevorstehen überhaupt nicht. In ihren Entscheidungen handelt sie geradlinig, sodass es bezüglich ihrer Person für den Leser wenig Überraschungen gibt. Interessant wird sie erst über das Zusammenspiel mit ihrem männlichen Gegenspieler.

David ist sexy, erfolgreich und ebenso eigensinnig wie Nora. Von ihm erfährt der Leser nicht ganz so viel, jedoch ist das in meinen Augen auch nicht so wichtig. Noras Sicht der Geschichte ist in jedem Fall ausreichend. Zusammen sind die beiden jedoch sehr süß. Es knistert von Anfang bei den beiden, was ich vollkommen in Ordnung finde, da dieses Anziehung mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit begründet wird. Es ist somit nicht Liebe auf den ersten Blick.

Nach den ersten Kapiteln hatte ich eigentlich schon eine Idee, wie das Buch enden würde. Bis auf einen kleinen Umweg lag ich mit meinen Vermutungen auch direkt richtig. Dass die Handlung so vorhersehbar war, hat mich jedoch nicht gestört, da ich das bei diesem Buch von Anfang an erwartet habe. Es ging mir darum eine schön geschriebene, lockere Geschichte zu lesen und genau das ist sie auch. Wer ebenfalls nach so einem Buch sucht, der ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Keine neue Idee, aber sehr gut geschrieben

Vicious - Das Böse in uns
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Von Victoria Schwab habe ich bis dato nur „Monster of Verity“ gelesen und da ist mir schon der außerordentlich gute Schreibstil aufgefallen. Auch hier glänzt die Autorin wieder mit sehr bildlichen und ...

Von Victoria Schwab habe ich bis dato nur „Monster of Verity“ gelesen und da ist mir schon der außerordentlich gute Schreibstil aufgefallen. Auch hier glänzt die Autorin wieder mit sehr bildlichen und fesselnden Beschreibungen. Bei diesem Buch ist das in meinen Augen auch noch viel wichtiger, da die Grundidee nicht ganz neu ist.

Als ich das Buch gelesen haben, musste ich immer wieder an den Film „Flatliners“ denken. Auch hier finden Studenten heraus, dass sie besondere Eigenschaften bekommen, wenn sie für einige Augenblicke tot sind und dann ins Leben zurückkehren. Es gibt somit einige Parallelen bei den beiden Geschichte, was für mich aber vollkommen in Ordnung ist. Jedes Jahr erscheinen so viele neue Bücher, da kann man nicht erwarten, dass jedes Buch komplett neuartig ist.

Faszinierend ist bei diesem Buch wie es aufgebaut ist. Es beginnt an dem heutigen Abend – ohne das näher definiert wird, wann dieser Abend ist und der Leser erfährt direkt, dass Victor und Eli Widersacher sind, ohne genau zu wissen warum. Durch Zeitsprünge zurück in die Studienzeit bzw. in die Zeit vor zehn Jahren erhält der Leser alle Puzzleteile, um die Geschehnisse an diesem Abend verstehen zu können.

Jedes Puzzlestück beantwortet mehr Fragen, aber gleichzeitig kommen zunächst auch noch mehr Fragen auf. Dadurch bleibt es immer spannend und fesselt den Leser an die Geschichte. Ich habe das Buch echt nur ungern aus der Hand gelegt.

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und alle Fragen werden am Ende beantwortet. Es gibt zwar auch noch eine Fortsetzung, die im April 2020 erscheinen wird, aber diese handelt von anderen, neuen Charakteren. So viel Spaß es auch gemacht hat diese Geschichte zu lesen, brauche ich hiervon jedoch keine Fortsetzung. Dafür würden mir dann neue Ideen fehlen. Da reicht es mir nicht mehr, dass das Buch wahrscheinlich wieder sehr gut geschrieben sein wird. Dafür freue ich mich aber andere Geschichten von Victoria Schwab zu lesen. Dieses Buch hat mich davon überzeugt, dass dies eine Autorin ist, der man nicht aus dem Weg gehen sollte.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Eine wunderschöne Geschichte für die Weihnachtszeit

A Love for Christmas
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Was ist noch schöner als im Winter, wenn es draußen kalt und dunkel ist, in eine schöne Liebesgeschichte zu versinken? Eine ganz klare Antwort – in eine Liebesgeschichte einzutauchen, die einen in Weihnachtsstimmung ...

Was ist noch schöner als im Winter, wenn es draußen kalt und dunkel ist, in eine schöne Liebesgeschichte zu versinken? Eine ganz klare Antwort – in eine Liebesgeschichte einzutauchen, die einen in Weihnachtsstimmung bringt und genau das macht „A Love for Christmas.“ Dieses Buch ist der perfekte Start in die Adventszeit.

Kelly liebt die Weihnachtszeit und ihre ganzen Traditionen. Da ihre Eltern dieses Jahr jedoch zu ihrem Hochzeitstag auf einer Kreuzfahrt sind, läuft alles etwas anders ab. Kurz vor Weihnachten sagt eine Wahrsagerin Kelly voraus, dass sie ihre wahre Liebe bereits kennt. Somit möchte Kelly noch vor Weihnachten herausfinden, wer diese Person sein könnte. Daher möchte sie noch einmal all ihre Ex-Freunde ausfindig machen, um zu schauen, ob einer von denen doch besser zu ihr passt als eins gedacht.

Zunächst war ich ein bisschen skeptisch, ob das Buch nicht etwas zu esoterisch ist, aber das ist es nicht. Kelly ist zwar etwas abergläubisch und befragt auch gerne ihr Horoskop bevor sie eine Entscheidung trifft, aber ansonsten ist sie eine normal, halbwegs vernünftige Frau. Eigentlich ist es sogar ganz nett, dass sie ein paar Eigenarten hat. So sticht sie als Charakter heraus und hebt sich von den anderen Figuren in dem Buch ab.

Ihr Gegenstück ist eindeutig ihr bester Freund und Nachbar. Er ist deutlich rationaler, aber mindestens so liebenswert. Hier finde ich etwas schade, dass der Klappentext schon verrät, dass er wohl in Kelly verliebt ist. Damit wird schon zu viel von der Handlung vorweggegriffen und nimmt ein bisschen die Spannung. Auf der anderen Seite ist dies auch etwas, worauf der Leser recht schnell von selbst kommt.

Bei all den winterlichen Liebesromanen war dies in jedem Fall das Buch, das mich am meisten in Weihnachtsstimmung gebracht hat. Dafür bekommt es einige Pluspunkte von mir und dafür empfehle ich es auch sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Ein geniales Fantasy-Buch und für mich ein Lesehighlight 2019

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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„Wenn die Wüste fließt, Felsen schweben, Wälder wandern und der Nebel deine Erinnerung stiehlt, dann bist du jenseits der Goldenen Brücke – in Cassardim. Aber Vorsicht: Was hier verloren geht, bleibt verloren. ...

„Wenn die Wüste fließt, Felsen schweben, Wälder wandern und der Nebel deine Erinnerung stiehlt, dann bist du jenseits der Goldenen Brücke – in Cassardim. Aber Vorsicht: Was hier verloren geht, bleibt verloren. Auch wenn es sich um dein Herz handelt.“

Das besondere an Cassardim ist, dass der Leser vor dem Buch gar nicht wirklich weiß, auf was für eine Geschichte er sich hier einlässt. Es fällt sehr schwer die Handlung zusammenzufassen, ohne zu viel zu verraten, da es immer wieder Überraschungen und neue Wendungen gibt. Es geht um die Hauptperson Amaia, die in der Menschenwelt aufgewachsen ist. Besonders ist an ihr jedoch, dass sie immer langsamer altert. Das erste Jahr hat sie einmal durchlebt, das zweite zwei Mal und so weiter. Mit ihren theoretisch 16 Jahren hat sie dadurch schon mehrere hundert Jahre gelebt. Durch ein paar Verstrickungen gelangt sie nach Cassardim, dem Reich der Toten.

Wer Amaia eigentlich ist, wird nach und nach geklärt, aber auch wenn zu Beginn viele Fragen offen sind, hatte ich extremst viel Lust weiterzulesen und gerade diese Fragen alle zu klären. Die Idee ist einfach komplett neuartig. Ich kann mich nicht erinnern jemals ein Buch gelesen zu haben, das mit diesem vergleichbar wäre. Die Art des Alterns ist individuell und auch die Parallelen zu der griechischen Mythologie sind sehr interessant. Das Buch ist sehr bildlich geschrieben. Es fehlt eine Landkarte von Cassardim, aber ich könnte es jetzt einfach so aufmalen, weil ich direkt ein Kopfkino hatte und mir jedes einzelne Land in dieser Welt vorstellen konnte.

Auch hat mir Amaia als Charakter sehr gut gefallen, weil sie so authentisch wirkt. Sie ist kein bisschen naiv, hinterfragt vieles und versucht sich in die Welt zurechtzufinden. Es ist nicht so, dass alles direkt klappt und dass sie teilweise auch nervös oder ängstlich ist. Ebenso, wie man wahrscheinlich selbst reagieren würde, wenn man sich plötzlich in einer neuen Welt befindet. Das fand ich sehr erfrischend, dass einmal die Hauptperson nicht super mutig oder sehr naiv ist.

Ein weiteres Highlight war für mich auch, dass die Geschichte zum Ende hin in sich schlüssig beendet wird. Auch wenn ich meine, dass hierzu noch eine Fortsetzung herauskommt, gibt es mal keinen fiesen Cliffhanger. Ich habe die letzte Seite mit einem Lächeln im Gesicht gelesen und war einfach nur glücklich, wie es geendet hat.

In meinen Augen war dies seit langer Zeit noch einmal ein Fantasy-Buch, dass mich vollkommen überzeugt hat. Ich bin rundum zufrieden mit der Handlung und den Charakterentwicklungen. Für mich gab es einige Überraschungen, sodass es durchweg spannend war zu lesen. Kurz vor Jahresende war dies in jedem Fall noch ein Jahreshighlight für das Lesejahr 2019.

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