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Veröffentlicht am 27.12.2017

Es sieht aus wie ein Weihnachtsroman, aber es ist kein Weihnachtsroman

Ein Zimtstern macht noch keine Weihnacht
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„Fragen wir Siri!“, schlug Willow vor. „Siri, wird Genie bis Weihnachten einen Freund haben?“, lallte sie in ihr iPhone. Es piepte und überlegte ein bisschen. „Verlassen Sie sich nicht darauf!“, antwortete ...

„Fragen wir Siri!“, schlug Willow vor. „Siri, wird Genie bis Weihnachten einen Freund haben?“, lallte sie in ihr iPhone. Es piepte und überlegte ein bisschen. „Verlassen Sie sich nicht darauf!“, antwortete es wie ein weiblicher Stephen Hawking.

Auch ohne den Klappentext erweckt „Ein Zimtstern macht noch keine Weihnacht“ den Eindruck ein Weihnachtsroman zu sein. Nicht nur der Titel, aber auch das wunderschöne weihnachtliche Cover suggerieren, dass dies der ultimative Roman für die kalte Jahreszeit ist. Ich liebe Weihnachten und manchmal liebe ich auch überaus romantische, kitschige Liebesromane.

Das Buch hat mich zwar vom Cover her sehr angesprochen, aber der Klappentext hat mich nicht unbedingt überzeugt. Was mich davon überzeugt hat, dass ich dieses Buch lesen möchte, war der autobiographische Kontext. Die Autorin Jenny Stallard hat selber einmal als Journalistin gearbeitet und das gleiche Experiment durchgeführt. Bis dato waren real angehauchte Geschichten immer sehr interessant, daher wollte ich dann doch dieses Buch lesen.

Genie arbeitet als Journalistin für ein online Magazin in der Dating-Sparte. Leider hatte sie bisher kein großes Glück mit der Liebe, weswegen ihr ihre Chefin das Ultimatum stellt, dass sie entweder einen Freund bis Weihnachten hat oder sich einen neuen Job suchen muss. Von da an versucht sich Genie in allen möglichen Dating-Formen: Online Dating, Apps, Pheromon-Partys und vieles mehr.

Sehr spannend an dem Buch war kennenzulernen, wie viele verschiedene Arten von Dating es gibt. Ehrlich gesagt habe ich mir noch nie sehr viele Gedanken gemacht, auf wie viele verschiedene Arten eine Frau einen Lebenspartner finden kann. Das war sehr amüsant geschrieben und auch die verschiedenen Dates klangen sehr lustig.

Gleich zu Beginn des Buches wird deutlich, dass Genie ziemlich wählerisch ist. Bereits nach wenigen Sekunden bei einem Date weiß sie, dass sie den Mann nicht mehr wiedersehen möchte. Er ist ihr zu klein, hat eine Glatze oder generell zu lichtes Haar. Nach und nach wird die Liste immer länger. Das hat mir Genie wahrlich unsympathisch gemacht. Sie regt sich zudem immer über ihre Chefin auf und dass diese Frist nicht richtig ist. Warum entgegnet sie ihrer Chefin dann nie etwas? Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Eingriff in die Privatsphäre überhaupt zulässig ist.

Bücher mit autobiographischen Elementen mag ich gerne, weil sie so realistisch sind. Genau dieser Aspekt kam beim Lesen nicht bei mir an. Es mag sein, dass die Autorin die Emotionen nicht sonderlich gut vermitteln konnte, aber hier passte einiges hinten und vorne nicht. Das Ende kam dann überstürzt und von Liebe konnte ich nichts spüren.

Das alles wäre für mich noch nicht tragisch gewesen, wenn die Verpackung nicht auch noch überhaupt nicht zum Inhalt gepasst hätte. Die Geschichte beginnt im Juli und endet an Weihnachten. Von der Zeitschiene her hätte es somit noch durchaus ein Weihnachtsroman sein können. Jedoch ist in dem Buch nichts von der Magie oder der Atmosphäre der Weihnachtszeit zu spüren. All das geht in dem ganzen Drama unter.

In meinen Augen verspricht das Buch mehr, als es selber einhalten kann. Alles worauf ich mich somit gefreut hatte, ist nicht eingetroffen. Das was am Ende übrig geblieben ist, ist ein chaotischer Liebesroman ohne wirklichen roten Faden oder Gefühle. Für mich leider eine große Enttäuschung.

Veröffentlicht am 22.12.2017

Eine wunderschöne, magische Wintergeschichte

SnowCrystal. Königin der Elfen (Königselfen-Reihe 2)
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Es ist ein Jahr her, dass ich den ersten Teil der Reihe SnowFyre gelesen habe. An das wunderschöne Cover konnte ich mich da direkt erinnern und beim Lesen der ersten Kapitel sind mir auch direkt viele ...

Es ist ein Jahr her, dass ich den ersten Teil der Reihe SnowFyre gelesen habe. An das wunderschöne Cover konnte ich mich da direkt erinnern und beim Lesen der ersten Kapitel sind mir auch direkt viele Details von Fyres Geschichte eingefallen. Wenn man sich nach einem Jahr, in dem man auch zahlreiche andere Bücher gelesen hat, noch an kleinere Details erinnern kann, dann muss ein Buch wirklich einen guten Eindruck hinterlassen haben. Die Erwartungen an den zweiten Teil waren daher auch ziemlich hoch.

Für SnowCrystal muss man nicht zwingend den ersten Teil gelesen haben. Das Buch handelt von Fyres Schwester Crystal, die die derzeitige Winterkönigin ist. Sie wartet noch auf ihren Erwählten, also ihren Lebensgefährten, aber hegt seit Jahren Gefühle für ihren besten Freund, den Sommerkönig. Als der Winterwald und ein paar Tiere angegriffen wird, beginnt sie mehr Zeit mit dem Tierarzt Onyx zu verbringen. Plötzlich ist es nicht mehr nur der Angreifer, um den ihre Gedanken kreisen.

Für mich ein Highlight war direkt zu Beginn, dass in Teil zwei auch einige Bekannte aus dem ersten Buch auftauchen. Dass irgendwann einmal Fyre und Ciel erwähnt werden, damit hatte ich schon gerechnet. Aber dass auch Teile der Geschichte aus Skyes und Lunas Sicht erzählt werden, hat mich sehr gefreut. Luna ist für mich ein ausgesprochen sympathischer Charakter und ich hoffe immer noch darauf, dass irgendwann ein Buch von ihr handelt.

Ansonsten wird der Leser wieder in eine magische Winterwelt entführt, in der Elfen Schneeflocken rieseln lassen können, Flüsse für einen Schlittschuhlauf zugefroren werden und Eisbären sprechen können. Der Ausflug in diese Welt hat sich für mich wieder magisch angefühlt. Es ist ein perfektes Buch für den Winter, den ersten Schnee und macht einem Vorfreude durch eine Winterlandschaft zu spazieren oder eine Runde Schlittschuhlaufen zu gehen.

Neben der Magie kommen jedoch auch Emotionen nicht zu kurz. Zum einen gibt es durch genug Spannung - schließlich ist der Winterwalt in Gefahr. Es gibt Angriffe, Eindringlinge und den ein oder anderen falschen Freund. Der Leser hat hier genug Freiraum, um selbst zu spekulieren und sich seine Gedanken zum weiteren Verlauf der Geschichte zu machen. Darüber hinaus darf natürlich auch die Liebe nicht fehlen. Crystal ist schließlich auf der Suche nach ihrem Erwählten. Auch hier darf der Leser mit raten. Wird sie sich für ihren besten Freund, den sympathischen Tierarzt oder doch für einen Unbekannten entscheiden? Auch hier war der Ausgang für mich nicht von Anfang an klar. Ich mochte es sehr, dass dadurch die Geschichte nicht vorhersehbar war.

Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die etwas kurzen Kapitel. Diese haben zwar den Vorteil, dass man abends noch eben ein Kapitel und noch eins und noch eins lesen kann, wodurch man erst viel zu spät das Licht ausschaltet. Aber sie haben auch den Nachteil, dass man zwischenzeitlich in seinem Lesefluss unterbrochen wird. Wenn ein Geschichte aus zwei Sichten erzählt wird, dann ergänzt sie sich meist und der gleiche rote Faden wird fortgeführt. In SnowCrystal liest der Leser eine Geschichte aus (wenn ich mich nicht verzählt habe) fünf Sichten. Zwangsläufig gibt es hier Ortswechsel und Zeitsprünge. Manches Mal war ich gerade von einem Handlungsstrang sehr gefesselt und musste dann in den nächsten Wechseln. Der war zwar auch sehr interessant, aber für einen kurzen Moment musste ich mich erst wieder neu orientieren.

Lasse ich mal die Länge der Kapitel außen vor (das ist wirklich meckern auf sehr hohem Niveau), dann ist dies wieder ein ausgesprochen schöne und magische Wintergeschichte. Eine perfekte Kombination aus Liebe und Spannung die sehr gut in die kalte Jahreszeit passt.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Genialer Schreibstil, aber schwache Handlung

Zwischen uns die Sehnsucht
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Für mich klang die Inhaltsangabe von „Zwischen uns die Sehnsucht“ ziemlich interessant. Das Thema ist eigentlich nicht sonderlich neu. Gerade im New Adult Bereich gibt es durchaus häufiger den Fall, dass ...

Für mich klang die Inhaltsangabe von „Zwischen uns die Sehnsucht“ ziemlich interessant. Das Thema ist eigentlich nicht sonderlich neu. Gerade im New Adult Bereich gibt es durchaus häufiger den Fall, dass ein Mädchen in den Stiefbruder verliebt ist, dennoch war ich gespannt auf die Umsetzung durch die Autorin Tijan.

Die Aufmachung ist ziemlich gut. Durch das Model auf dem Cover ist das Buch in jedem Fall ein Hingucker. Gespannt war ich somit auf den Inhalt. Zunächst wird hier der grundlegende Konflikt vorgestellt. Summer ist in ihren neuen Stiefbruder Kevin verliebt, sodass sie ihr Studium an dem gleichen College beginnt, um mit ihm zusammen zu sein. Dort lernt sie jedoch auch Caden kennen. Einen gut aussehenden, tätowierten jungen Mann, der eigentlich gar nicht zu ihr passt. Dennoch findet sie ihn anziehend und freut sich mit ihm an.

Das klingt erst einmal nach einer spannungsgeladenen Dreiecksbeziehung. Von der Autorin wird dies auch sprachlich sehr gut umgesetzt. Das Buch ist so gut geschrieben, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte, ich habe mit Summer in dem Konflikt gesteckt und wollte immer wissen wie es weiter geht. Als ich mit dem Buch angefangen habe, war ich eigentlich nicht darauf eingestellt, eine schlaflose Nacht zu haben, weil ich das Buch nicht weglegen konnte. Dennoch war es so.

Für die Grundidee und die sprachliche Umsetzung hätte das Buch eigentlich fünf Sterne verdient. Der Grund, warum das Buch schlussendlich für mich nur mittelmäßig war, ist die Entwicklung der Geschichte. In einer Rezension ist es echt schwierig damit zu argumentieren, weil ich hier nicht alles vorweggreifen möchte, aber ich versuche es dennoch einmal zu erklären ohne zu viel zu verraten.

Wie in dem Klappentext handelt etwas das das erste Drittel des Buches von der Dreiecksbeziehung zwischen Summer, Kevin und Caden. Anschließend entwickelt sich die Geschichte weiter, was auch noch vollkommen in Ordnung wäre. Langsam bereitet sich dann der Leser auf das Ende vor und hat schon halb mit der Geschichte abgeschossen, als dann viel größere neue Probleme auftauchen. Außerdem bringt jeder Charakter, der hier vorgestellt wird, neue Thematiken mit. Es gibt dadurch keinen klaren roten Faden, sondern eher ein Spinnennetz von Themen und Handlungen. Der Leser muss darauf vorbereitet sein, dass es hier auch um Selbstmordgedanken, Trauerbewältigung, Familienprobleme und Verantwortungsbewusstsein geht. Gegen all diese Themen haben ich nichts. Wenn sie gut in die Geschichte eingebunden werden, dann lese ich auch gerne darüber und beschäftige mich gedanklich damit. Ich mag es nur nicht, wenn ich ohne vorherige Andeutungen plötzlich im letzten Drittel mit so Themen einfach überschüttet werde.

Der Aufbau und die Entwicklung der Geschichte haben mir hintenraus leider den Lesegenuss kaputt gemacht. Natürlich war es auch am Ende noch sehr gut geschrieben, aber hier wirkte die Geschichte einfach unglaubwürdig.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Für Fans von Melody of Eden

Vampires of Eden: Bluterwachen (Der Spin-off zur romantischen Vampir-Reihe Melody of Eden)
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Mir persönlich ist der Abschied von den Vampiren der Nachtpolizei nach Melody of Eden schwer gefallen. Mir sind Melody und Eden, ihre Nudelgerichte, Richs frechen Kommentare und die kleine Ivy ans Herz ...

Mir persönlich ist der Abschied von den Vampiren der Nachtpolizei nach Melody of Eden schwer gefallen. Mir sind Melody und Eden, ihre Nudelgerichte, Richs frechen Kommentare und die kleine Ivy ans Herz gewachsen. Nachdem dort Rufus nur besiegt ist, ist eigentlich die Geschichte zu Ende. In „Vampires of Eden“ gibt es nun für Fans die Möglichkeit zu den Vampiren zurückzukehren.

Ein paar Wochen nach dem Ende von Melody of Eden sind Mel und Eden im Urlaub. Ein perfekter Zeitpunkt, um etwas mehr über die einzelnen Vampire zu erfahren und so erzählt Eden, wie die einzelnen Vampire überhaupt zu Vampiren geworden sind.

Vorab hatte ich eigentlich keine so großen Erwartungen an das Buch. Ich mochte die Serie einfach super gerne, sodass ich mich auf diesen Spin-Off einfach eingelassen haben. Mein Gedanke war, egal was da kommt, es wird mit Sicherheit gut. Bei Kurzgeschichten hätte ich gedacht, dass sich einfach eine Geschichte an die andere reiht, was für mich auch vollkommen in Ordnung gewesen wäre. Hier ist es jedoch so, dass die Geschichten ja eigentlich eine Erzählung von Eden sind. So gibt es zwischen den einzelnen Geschichten kurze Zwischenspiele von Melody und Eden. Das Schöne ist, dass so der Leser noch ein bisschen mehr erfährt, wie es mit dem jeweiligen Charakter weiterging und so gibt es auch immer eine schöne Überleitung zur nächsten Geschichte.

Neben dem Kernteam der Nachtpolizei werden auch noch Kardias, Tojas und Karis Geschichte erzählt. Mein Highlight war hier definitiv Kardias Geschichte. Sie war mir schon in den anderen Bänden sympathisch, aber jetzt mag ich sie noch mehr. Da die einzelnen Vampire unterschiedlich alt sind, liegt ihre Wandlung auch in unterschiedlichen Epochen. Ich habe nie Geschichte studiert, aber ich fand die Darstellung der jeweiligen Zeit und der Gesellschaftsschicht sehr realistisch. Ich konnte die jeweiligen Szenen wieder gut vor meinen Augen sehen. Teilweise fand ich wirklich schade, dass es sich hier quasi um einzelne Kurzgeschichten handelt. Ich hätte bei den meisten Charakteren direkt weiterlesen können. Wie ging es nach der Wandlung weiter und wie haben die jeweiligen Vampire zur Nachtpolizei gefunden? Viele Fragen werden hier später noch geklärt, aber bei manchen muss der Leser selber die Lücken füllen.

„Vampires of Eden“ liest sich definitive anders als die Trilogie, dennoch hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn die Einblicke in die einzelnen Charaktere nur kurz sind, habe ich direkt ihre Persönlichkeit wiedererkannt. Es hat viel Spaß gemacht, sie besser kennenzulernen und noch ein Stück zu begleiten. Wer ebenfalls ein Fan der Vampire ist, der kann sich auf neue - teilweise lustige und teilweise traurige - Einblicke in ihr Leben freuen.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Ein paar Plätzchen sowie dieses Buch und die Weihnachtszeit kann kommen

Weihnachten in Briar Creek
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Kennt ihr das Städtchen Stars Hollow aus der Gilmore Girls Serie? Genauso ähnlich muss man sich Briar Creek vorstellen. Ein kleines Städtchen, in dem jeder jeden kennt. Die Nachbarn helfen sich gegenseitig, ...

Kennt ihr das Städtchen Stars Hollow aus der Gilmore Girls Serie? Genauso ähnlich muss man sich Briar Creek vorstellen. Ein kleines Städtchen, in dem jeder jeden kennt. Die Nachbarn helfen sich gegenseitig, es gibt viele Wettbewerbe und einen ernsthaften Wettstreit um den ersten Platz. Außerdem muss einfach alles gefeiert werden.

Für mich war dies der erste Ausflug nach Briar Creek und auch ohne die anderen vier Bände zu kennen, habe ich mich dort direkt zurechtgefunden. Anhand der Pärchen merkt der Leser schon, von welchen Charakteren die anderen Bücher handeln. Da dieses Buch von neuen Hauptpersonen handelt, sind auch wirklich keine Vorkenntnisse notwendig. Wer auch einfach ein schönes Buch zur Weihnachtszeit lesen möchte, kann gut mit „Weihnachten in Briar Creek“ starten.

Das Buch handelt von Kara, die gerade ein Plätzchengeschäft eröffnet hat. Gerade die erste Zeit mit dem neuen Geschäft und dann vor allem noch die Weihnachtszeit sind besonders stressig. Dennoch liebt sie einfach diese Jahreszeit -im Gegensatz zu Nate. Er ist bei seiner Tante zu Besuch in Briar Creek und möchte eigentlich nichts mit Weihnachten zu tun haben. Dennoch soll er seiner Tante bei dem Wettstreit um das am schönsten dekorierte Weihnachtshaus helfen. In diesen Wettstreit rutscht auch Kara mit hinein, sodass sie dort gegen Nate antritt.

Sehr gut hat mir an dem Buch gefallen, dass es mich direkt in eine weihnachtliche Stimmung versetzt hat. Wer kann schon von Lebkuchen, Schneeflocken-Cookies oder Zuckerstangen-Plätzchen lesen ohne selber Lust aufs Plätzchen backen beziehungsweise essen zu bekommen? Auch die ganzen Beschreibungen der Dekorationen waren sehr weihnachtlich. Ich mochte das sehr.

Kara als Person war mir auch sympathisch. Sie hatte zwar als Starthilfe für ihren Laden eine Erbschaft, aber ansonsten hat sie gelernt hart zu arbeiten und alles zu versuchen, um ihren Traum zu leben. Ich mochte ihre aufgeweckte, liebevolle Art. Nate ist hier anders. Es ist teilweise mürrisch und kann mit dem ganzen Kleinstadtleben nichts anfangen. Bei ihm hat mich etwas gestört, dass es als Person mit seinen Fähigkeiten zu perfekt dargestellt wird. Das mag nach Meckern auf hohem Niveau klingen, aber es ist nicht realistisch, wenn ein erfolgreicher Geschäftsmann plötzlich auch perfekt Lebkuchen backen und malen kann. Jeder hat einfach auch mal eine Schwäche oder kann einfach etwas nicht. Seine Figur war im Gegensatz zu Kara deutlich schwächer.

Wenn ich Nate mal außenvor lassen, dann ist die Geschichte wirklich schön geschrieben. Die winterliche Atmosphäre ist fast schon greifbar beschrieben und der Charm der Stadt wurde gut vermittelt. Es war zwar mein erster Besuch in Briar Creek, aber es wird bestimmt nicht mein letzter sein. Ich kehre in jedem Fall in dieses süße Städtchen zurück.

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