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Veröffentlicht am 10.10.2022

Ein einfühlsamer Roman über Verluste und Trauer

All the Pieces of My Heart
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Mit „All the Pieces of My Heart” hat Amy Harmon ihren dritten Teil der “Laws of Love” Reihe veröffentlicht. Als Leser muss man jedoch nicht die vorherigen Bände kennen, um diesen Roman zu verstehen, da ...

Mit „All the Pieces of My Heart” hat Amy Harmon ihren dritten Teil der “Laws of Love” Reihe veröffentlicht. Als Leser muss man jedoch nicht die vorherigen Bände kennen, um diesen Roman zu verstehen, da jedes Buch von anderen Charakteren handelt. In diesem Teil geht es um die drei Freunde Mercedes, Noah und Cora. Die drei sind seit ihrer Kindheit beste Freunde. Obwohl Mercedes heimlich in Noah verliebt ist, sagt sie ihm das nie, da sie Angst um ihre Freundschaft hat und als Cora ihr sagt, dass sie Noah liebt, versteckt Mercedes ihre Gefühle komplett. Cora und Mercedes führen eine glückliche Ehe bis Cora bei einem Unfall stirbt. Damit wird die Beziehung von Mercedes und Noah noch einmal komplizierter, da sich Noah nun alleine um seine Tochter kümmern muss und Mercedes versucht überall zu helfen.

Jedes Kapitel beginnt erst einmal mit einer Rückblende, sodass der Leser miterleben kann, wie die drei sich kennengelernt haben und vor allem auch wieso die Freundschaft zwischen Noah und Mercedes so besonders ist. Nach einigen Seiten wechselt die Zeit und die Geschichte in der Gegenwart wird weitererzählt. Durch eine andere Schriftart kann der Leser diese beiden zeitlichen Ebenen gut auseinander halten.

Bereits nach wenigen Kapiteln stirbt Cora, sodass die Hauptthematik des Romans die Trauerbewältigung beziehungsweise der Umgang mit Verlusten ist. Sehr angenehm ist, dass es dadurch auch keine Dreiecksbeziehung gibt. Wie dieses schwierige Thema aufgegriffen wurde, fand ich sehr gut. Auch andere Probleme wie Tablettenabhängigkeit oder auch Selbstmord werden in die Handlung eingearbeitet. Erst war ich etwas überrascht, wie düster da teilweise die Atmosphäre ist. In Summe ist die Handlung dafür jedoch noch sehr locker und die Geschichte lässt sich wirklich gut lesen.

Das Buch habe ich in zwei Tagen ausgelesen und die Seiten sind wirklich dahin geflogen. Es hätte ein grandioser Roman sein können, wenn da nicht ein paar übernatürliche Elemente gewesen wären. Wenn man einen Liebesroman von einer Autorin liest, die auch gerne einmal Fantasy Romane schreibt, dann hätte ich vielleicht auch darauf kommen können, dass sie hier auch etwas Fantasy einfließen lässt. Da dies jedoch bei ihren anderen Romanen nicht der Fall war, hat mich dies hier überrascht. Es ist kein großer Spoiler, wenn ich das ein bisschen erkläre. Es gibt zum Beispiel einen Nebencharakter, der behauptet die Toten sehen zu können. In Ordnung, diese Figur ist auch in einer psychiatrischen Anstalt, aber das hat mir nicht so gut gefallen. Das Buch ohne diese übernatürlichen Elemente hätte mir besser gefallen.

In Summe ist dies ein schöner, emotionaler Roman, aber es gibt realistischere und stärkere Bücher der Autorin. Das Buch ist nett für Zwischendurch, solange man kein Jahreshighlight erwartet.

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Veröffentlicht am 04.10.2022

Eine nette Liebesgeschichte mit ganz viel Vertrauen, aber auch sehr viel Drama

The Girl in the Love Song
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Mit dem Titel „The Girl in the Love Song“ hatte ich direkt eine Vorstellung von dem Buch im Kopf. Da Emma Scott eigentlich immer gefühlvolle Geschichten schreibt, habe ich auch hier wieder eine emotionale ...

Mit dem Titel „The Girl in the Love Song“ hatte ich direkt eine Vorstellung von dem Buch im Kopf. Da Emma Scott eigentlich immer gefühlvolle Geschichten schreibt, habe ich auch hier wieder eine emotionale Handlung mit vielschichtigen Charakteren erwartet. Der Titel verspricht einfach schon eine unerwiderte Liebe und ganz viele Träume. Die beiden Elemente gab es in jedem Fall und einige Themen, die ich so nicht erwartet hätte.

Direkt auf den ersten Seiten wird klar, dass es hier um eine Art Romeo und Julia Geschichte geht. Zwei Personen aus zwei komplett unterschiedlichen Welten treffen aufeinander und treffen sich heimlich. So beginnt die Geschichte von Violet und Miller. Miller lebt mit seiner Mutter auf der Straße und Violet ist eigentlich in gut behüteten Verhältnissen aufgewachsen. Als Violet Miller aus ihrem Fenster aussieht, macht sie sich Sorgen um den Jungen, der einsam spazieren geht. Sie lädt ihn zu sich ein und von da an besucht er sie beinahe jeden Abend, woraus eine wundervolle Freundschaft entsteht. Mir hat sehr gut gefallen, wie langsam diese Freundschaft entsteht und der Leser bei jedem Schritt mitgenommen wird. Es ist eine tiefe, langjährige Freundschaft, die wirklich auf viel Vertrauen basiert.

Neben Millers Armut werden viele andere Themen in die Geschichte eingebaut, wie Diabetes oder Alkoholismus. Da ich nicht spoilern möchte, werde ich die anderen Themen nicht verraten. Es ist auf der einen faszinierend, wie es die Autorin schafft trotz der vielen Probleme eine lockere Atmosphäre zu schaffen, auf der anderen Seite fand ich es auch etwas schade, dass es dadurch nicht noch mehr Tiefgang gab. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn es weniger Themen, aber diese dafür tiefgründiger oder facettenreicher dargestellt worden wären. So war es für mich an vielen Stellen eine zu dramatische und damit auch eine unrealistische Geschichte. Etwas Drama mag ja einen guten Spannungsbogen ergeben, aber so hat es mich irgendwann gestört.

Der Schreibstil war wieder sehr angenehm und von der ersten Seite an habe ich mich gut in die Geschichte eingefunden. Innerhalb weniger Tage hatte ich das Buch aus, aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Es war so ein netter, unterhaltsamer Roman, aber in meinen Augen bei weitem noch nicht der Beste von Emma Scott.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Eine schöne, unkomplizierte Geschichte zu wirklich komplizierten Gefühlen

Was niemand von uns weiß - Burlington University
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Die Shirpley Familien habe ich jetzt schon so viele Bücher über begleitet und damit wirklich ins Herz geschlossen. Kieran ist nun an der Reihe seine Geschichte zu erzählen. Er ist immer der verlässliche, ...

Die Shirpley Familien habe ich jetzt schon so viele Bücher über begleitet und damit wirklich ins Herz geschlossen. Kieran ist nun an der Reihe seine Geschichte zu erzählen. Er ist immer der verlässliche, junge Mann, den seine Familie anruft, wenn sie unbedingt Hilfe brauchen. Damit stellt er seine eigenen Bedürfnisse nach hinten und versucht alles, um die Anerkennung seines Vaters bekommt. Wen sein Vater allerdings wüsste, dass Kieran wahrscheinlich auf Männer steht, dann würde diese Anerkennung noch unwahrscheinlicher werden. Somit muss Kieran sich nicht nur seinen komplizierten Gefühlen stellen, sondern auch noch diese Gefühle vor seiner Familie verbergen.

In diesem Buch zeigt Sarina Bowen wieder, wie gut sie mit schwierigen Themen umgehen und diese in eine spannende Geschichte verpacken kann. Single, in einer Beziehung oder einfach nur verliebt zu sein, kann manchmal schon ausgesprochen schwer sein, aber wenn man sich nicht seiner Sexualität sicher ist, dann ist es noch einmal deutlich schwieriger. Bei Kieran ist es zudem noch der Fall, dass er weiß, dass seine Familie ihn nicht unterstützen würde, wenn er sich als nicht heterosexuell outen würden. Bei dieser Geschichte ist es herzerfrischend, dass die äußere Handlung deutlich unkomplizierter ist als das Innenleben der Charaktere. Mir hat es sehr gefallen, dass es hier kein unnötiges Drama oder überzogene Missverständnisse gibt.

Kierans Gegenstück ist Roderick, der ebenfalls einiges an Gepäck mit sich herumschleppen muss. Obwohl ich bis dato alle Mitglieder der Shipley Familie sehr sympathisch fand und Kieran hier keine Ausnahme ist, war Roderick für mich der Sympathieträger. Er ist nach außen hin wirklich der Sunny Boy, den einfach jeder mag. Hoffentlich taucht er in weiteren Büchern auch noch mal auf.

Mit diesem Band hat mich die Autorin wieder vollkommen überzeugt. Die Geschichte hat faszinierende Charaktere und viel starke Gefühle, womit es von mir eine starke Leseempfehlung gibt.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Ein Auftakt, der sich wirklich nur wie ein Auftakt anfühlt

Die Saphirkrone
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Mit „Kill the Queen“ hat Jennifer Estep eine spannende neue Welt und vor allem auch faszinierende Charaktere geschaffen. Der Leser hat nun die Möglichkeit durch „Die Saphirkrone“ in diese Welt zurückzukehren. ...

Mit „Kill the Queen“ hat Jennifer Estep eine spannende neue Welt und vor allem auch faszinierende Charaktere geschaffen. Der Leser hat nun die Möglichkeit durch „Die Saphirkrone“ in diese Welt zurückzukehren. Ich hatte hier auch eine ähnlich fesselnde Geschichte gehofft, aber wurde hier etwas enttäuscht. Der Spannungsbogen und auch die Figuren waren nicht so abwechslungsreich, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Hauptperson ist nun Gemma, die wir am Rande von den anderen Büchern kennen. Sie war ebenfalls bei dem Massaker der Sieben Türme dabei. Da dies ihre Vorgeschichte ist und auch einen Einfluss auf ihr Wesen hat, ist es hilfreich, wenn man die vorherigen Romane ebenfalls gelesen hat. Gemma ist eine Prinzessin, die immer schon Schwierigkeiten hatte, ihre Magie zu kontrollieren. Diese Unsicherheit hat sie hinter Diamanten und schönen Kleidern versteckt. Diese oberflächliche Außendarstellung hat gleichzeitig auch den Vorteil, dass keiner mitbekommt, dass sie viel mehr hört und sieht. So ist sie dem Verschwinden von wichtigen Lieferungen auf der Spur.

Die Grundidee und vor allem auch die erste Darstellung von Gemma fand ich sehr interessant. Ich hatte nach den ersten Kapiteln nur gehofft, dass ihr Charakter noch vielschichtiger wird. So viele weitere Puzzlestücke sind da für mich im weiteren Verlauf des Buches nicht dazu gekommen. Ähnlich ging es mir auch mit der Handlung. Am Anfang wird ein Konflikt vorgestellt und der wird auf fast fünfhundert Seiten weiter thematisiert. Da wäre es hilfreich gewesen, wenn es noch parallele Handlungsstränge gegeben hätte, um den Spannungsbogen hochzuhalten. So war mir die Handlung zu gradlinig und an vielen Stellen zu langatmig. Für so wenig Handlung war es in Summe zu viele Seiten.

Obwohl die anderen Bücher der Autorin wirklich spannend und wirklich Lesehighlights waren, konnte für mich dieses Buch nicht annähernd daran herankommen. Es war der Auftakt zu einer neuen Reihe, der sich an vielen Stellen wie eine lange Einleitung angefühlt hat.

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Veröffentlicht am 03.08.2022

Eine wirklich schöne Geschichte mit großem Wohlfühlcharakter

More than Words
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Bei dem Buchtitel hatte ich direkt das Lied „More Than Words“ von Extreme im Kopf. Das Motto Musik passt in jedem Fall auch zu dem Buch. Callen ist ein musikalisches Wunderkind und hat seine Gabe dazu ...

Bei dem Buchtitel hatte ich direkt das Lied „More Than Words“ von Extreme im Kopf. Das Motto Musik passt in jedem Fall auch zu dem Buch. Callen ist ein musikalisches Wunderkind und hat seine Gabe dazu genutzt Soundtracks zu kreieren. Aktuell hat er allerdings fehlt ihm aktuell die Inspiration. Er ist quasi an einem Tiefpunkt angekommen, als er Jessie wiedertrifft. Als Teenager haben sie viel Zeit miteinander verbracht bis Callen nach ihrem ersten Kuss einfach aus Jessies Leben verschwunden ist.

Mit diesem wunderschönen Cover und dem Titel, der mit direkt einen Ohrwurm bereitet hat, hatte das Buch direkt einige Pluspunkte bei mir gesammelt. Ich habe das Buch gut gelaunt gestartet und bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen. Sie wird in zwei zeitlichen Ebenen erzählt. Einmal wird die Handlung aus der heutigen Sicht geschildert und als Rückblende wird zusätzlich gezeigt, wie sich Callen und Jessie kennengelernt haben. Mir hat diese Art die Geschichte zu erzählen, gut gefallen. Es macht neugierig, warum Callen damals verschwunden ist und gleichzeitig erklärt es auch so gut, warum die Beziehung der beiden so besonders ist.

Für mich war es das erste Buch von Mia Sheridan und ich wusste vorher noch nicht, worauf ich mich bei ihr einlasse. Nach den Erfahrungen kann ich eindeutig sagen, dass ich ihren Schreibstil außerordentlich mochte und dass mir die geschaffene Atmosphäre gut gefallen hat. Es ist keine bedrückende Stimmung, sondern es gibt viele gefühlvolle Momente und auch einige amüsante Stellen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es ein übertriebenes Drama gibt, sondern es war eine authentische Geschichte. Somit gibt es von mir eine eindeutige Leseempfehlung und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

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