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Veröffentlicht am 04.10.2022

Eine nette Liebesgeschichte mit ganz viel Vertrauen, aber auch sehr viel Drama

The Girl in the Love Song
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Mit dem Titel „The Girl in the Love Song“ hatte ich direkt eine Vorstellung von dem Buch im Kopf. Da Emma Scott eigentlich immer gefühlvolle Geschichten schreibt, habe ich auch hier wieder eine emotionale ...

Mit dem Titel „The Girl in the Love Song“ hatte ich direkt eine Vorstellung von dem Buch im Kopf. Da Emma Scott eigentlich immer gefühlvolle Geschichten schreibt, habe ich auch hier wieder eine emotionale Handlung mit vielschichtigen Charakteren erwartet. Der Titel verspricht einfach schon eine unerwiderte Liebe und ganz viele Träume. Die beiden Elemente gab es in jedem Fall und einige Themen, die ich so nicht erwartet hätte.

Direkt auf den ersten Seiten wird klar, dass es hier um eine Art Romeo und Julia Geschichte geht. Zwei Personen aus zwei komplett unterschiedlichen Welten treffen aufeinander und treffen sich heimlich. So beginnt die Geschichte von Violet und Miller. Miller lebt mit seiner Mutter auf der Straße und Violet ist eigentlich in gut behüteten Verhältnissen aufgewachsen. Als Violet Miller aus ihrem Fenster aussieht, macht sie sich Sorgen um den Jungen, der einsam spazieren geht. Sie lädt ihn zu sich ein und von da an besucht er sie beinahe jeden Abend, woraus eine wundervolle Freundschaft entsteht. Mir hat sehr gut gefallen, wie langsam diese Freundschaft entsteht und der Leser bei jedem Schritt mitgenommen wird. Es ist eine tiefe, langjährige Freundschaft, die wirklich auf viel Vertrauen basiert.

Neben Millers Armut werden viele andere Themen in die Geschichte eingebaut, wie Diabetes oder Alkoholismus. Da ich nicht spoilern möchte, werde ich die anderen Themen nicht verraten. Es ist auf der einen faszinierend, wie es die Autorin schafft trotz der vielen Probleme eine lockere Atmosphäre zu schaffen, auf der anderen Seite fand ich es auch etwas schade, dass es dadurch nicht noch mehr Tiefgang gab. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn es weniger Themen, aber diese dafür tiefgründiger oder facettenreicher dargestellt worden wären. So war es für mich an vielen Stellen eine zu dramatische und damit auch eine unrealistische Geschichte. Etwas Drama mag ja einen guten Spannungsbogen ergeben, aber so hat es mich irgendwann gestört.

Der Schreibstil war wieder sehr angenehm und von der ersten Seite an habe ich mich gut in die Geschichte eingefunden. Innerhalb weniger Tage hatte ich das Buch aus, aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Es war so ein netter, unterhaltsamer Roman, aber in meinen Augen bei weitem noch nicht der Beste von Emma Scott.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Eine schöne, unkomplizierte Geschichte zu wirklich komplizierten Gefühlen

Was niemand von uns weiß - Burlington University
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Die Shirpley Familien habe ich jetzt schon so viele Bücher über begleitet und damit wirklich ins Herz geschlossen. Kieran ist nun an der Reihe seine Geschichte zu erzählen. Er ist immer der verlässliche, ...

Die Shirpley Familien habe ich jetzt schon so viele Bücher über begleitet und damit wirklich ins Herz geschlossen. Kieran ist nun an der Reihe seine Geschichte zu erzählen. Er ist immer der verlässliche, junge Mann, den seine Familie anruft, wenn sie unbedingt Hilfe brauchen. Damit stellt er seine eigenen Bedürfnisse nach hinten und versucht alles, um die Anerkennung seines Vaters bekommt. Wen sein Vater allerdings wüsste, dass Kieran wahrscheinlich auf Männer steht, dann würde diese Anerkennung noch unwahrscheinlicher werden. Somit muss Kieran sich nicht nur seinen komplizierten Gefühlen stellen, sondern auch noch diese Gefühle vor seiner Familie verbergen.

In diesem Buch zeigt Sarina Bowen wieder, wie gut sie mit schwierigen Themen umgehen und diese in eine spannende Geschichte verpacken kann. Single, in einer Beziehung oder einfach nur verliebt zu sein, kann manchmal schon ausgesprochen schwer sein, aber wenn man sich nicht seiner Sexualität sicher ist, dann ist es noch einmal deutlich schwieriger. Bei Kieran ist es zudem noch der Fall, dass er weiß, dass seine Familie ihn nicht unterstützen würde, wenn er sich als nicht heterosexuell outen würden. Bei dieser Geschichte ist es herzerfrischend, dass die äußere Handlung deutlich unkomplizierter ist als das Innenleben der Charaktere. Mir hat es sehr gefallen, dass es hier kein unnötiges Drama oder überzogene Missverständnisse gibt.

Kierans Gegenstück ist Roderick, der ebenfalls einiges an Gepäck mit sich herumschleppen muss. Obwohl ich bis dato alle Mitglieder der Shipley Familie sehr sympathisch fand und Kieran hier keine Ausnahme ist, war Roderick für mich der Sympathieträger. Er ist nach außen hin wirklich der Sunny Boy, den einfach jeder mag. Hoffentlich taucht er in weiteren Büchern auch noch mal auf.

Mit diesem Band hat mich die Autorin wieder vollkommen überzeugt. Die Geschichte hat faszinierende Charaktere und viel starke Gefühle, womit es von mir eine starke Leseempfehlung gibt.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Ein Auftakt, der sich wirklich nur wie ein Auftakt anfühlt

Die Saphirkrone
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Mit „Kill the Queen“ hat Jennifer Estep eine spannende neue Welt und vor allem auch faszinierende Charaktere geschaffen. Der Leser hat nun die Möglichkeit durch „Die Saphirkrone“ in diese Welt zurückzukehren. ...

Mit „Kill the Queen“ hat Jennifer Estep eine spannende neue Welt und vor allem auch faszinierende Charaktere geschaffen. Der Leser hat nun die Möglichkeit durch „Die Saphirkrone“ in diese Welt zurückzukehren. Ich hatte hier auch eine ähnlich fesselnde Geschichte gehofft, aber wurde hier etwas enttäuscht. Der Spannungsbogen und auch die Figuren waren nicht so abwechslungsreich, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Hauptperson ist nun Gemma, die wir am Rande von den anderen Büchern kennen. Sie war ebenfalls bei dem Massaker der Sieben Türme dabei. Da dies ihre Vorgeschichte ist und auch einen Einfluss auf ihr Wesen hat, ist es hilfreich, wenn man die vorherigen Romane ebenfalls gelesen hat. Gemma ist eine Prinzessin, die immer schon Schwierigkeiten hatte, ihre Magie zu kontrollieren. Diese Unsicherheit hat sie hinter Diamanten und schönen Kleidern versteckt. Diese oberflächliche Außendarstellung hat gleichzeitig auch den Vorteil, dass keiner mitbekommt, dass sie viel mehr hört und sieht. So ist sie dem Verschwinden von wichtigen Lieferungen auf der Spur.

Die Grundidee und vor allem auch die erste Darstellung von Gemma fand ich sehr interessant. Ich hatte nach den ersten Kapiteln nur gehofft, dass ihr Charakter noch vielschichtiger wird. So viele weitere Puzzlestücke sind da für mich im weiteren Verlauf des Buches nicht dazu gekommen. Ähnlich ging es mir auch mit der Handlung. Am Anfang wird ein Konflikt vorgestellt und der wird auf fast fünfhundert Seiten weiter thematisiert. Da wäre es hilfreich gewesen, wenn es noch parallele Handlungsstränge gegeben hätte, um den Spannungsbogen hochzuhalten. So war mir die Handlung zu gradlinig und an vielen Stellen zu langatmig. Für so wenig Handlung war es in Summe zu viele Seiten.

Obwohl die anderen Bücher der Autorin wirklich spannend und wirklich Lesehighlights waren, konnte für mich dieses Buch nicht annähernd daran herankommen. Es war der Auftakt zu einer neuen Reihe, der sich an vielen Stellen wie eine lange Einleitung angefühlt hat.

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Veröffentlicht am 03.08.2022

Eine wirklich schöne Geschichte mit großem Wohlfühlcharakter

More than Words
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Bei dem Buchtitel hatte ich direkt das Lied „More Than Words“ von Extreme im Kopf. Das Motto Musik passt in jedem Fall auch zu dem Buch. Callen ist ein musikalisches Wunderkind und hat seine Gabe dazu ...

Bei dem Buchtitel hatte ich direkt das Lied „More Than Words“ von Extreme im Kopf. Das Motto Musik passt in jedem Fall auch zu dem Buch. Callen ist ein musikalisches Wunderkind und hat seine Gabe dazu genutzt Soundtracks zu kreieren. Aktuell hat er allerdings fehlt ihm aktuell die Inspiration. Er ist quasi an einem Tiefpunkt angekommen, als er Jessie wiedertrifft. Als Teenager haben sie viel Zeit miteinander verbracht bis Callen nach ihrem ersten Kuss einfach aus Jessies Leben verschwunden ist.

Mit diesem wunderschönen Cover und dem Titel, der mit direkt einen Ohrwurm bereitet hat, hatte das Buch direkt einige Pluspunkte bei mir gesammelt. Ich habe das Buch gut gelaunt gestartet und bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen. Sie wird in zwei zeitlichen Ebenen erzählt. Einmal wird die Handlung aus der heutigen Sicht geschildert und als Rückblende wird zusätzlich gezeigt, wie sich Callen und Jessie kennengelernt haben. Mir hat diese Art die Geschichte zu erzählen, gut gefallen. Es macht neugierig, warum Callen damals verschwunden ist und gleichzeitig erklärt es auch so gut, warum die Beziehung der beiden so besonders ist.

Für mich war es das erste Buch von Mia Sheridan und ich wusste vorher noch nicht, worauf ich mich bei ihr einlasse. Nach den Erfahrungen kann ich eindeutig sagen, dass ich ihren Schreibstil außerordentlich mochte und dass mir die geschaffene Atmosphäre gut gefallen hat. Es ist keine bedrückende Stimmung, sondern es gibt viele gefühlvolle Momente und auch einige amüsante Stellen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es ein übertriebenes Drama gibt, sondern es war eine authentische Geschichte. Somit gibt es von mir eine eindeutige Leseempfehlung und ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 03.08.2022

Eine ganz besondere Liebesgeschichte

Lonely Heart
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Wahrscheinlich hat jeder doch einmal eine Horrorvorstellung, was alles an einem Tag schief gehen kann – vor allem, wenn es ein besonders wichtiger Tag ist. Für Rosie ist das nicht nur ein Gedankenspiel, ...

Wahrscheinlich hat jeder doch einmal eine Horrorvorstellung, was alles an einem Tag schief gehen kann – vor allem, wenn es ein besonders wichtiger Tag ist. Für Rosie ist das nicht nur ein Gedankenspiel, sondern es wird Realität als sie ihre Lieblingsband Scarlet Luck für ihre Webradio-Show interviewen darf. Durch einen Fauxpas muss das Interview abgebrochen werden und noch viel schlimmer, die Situation geht viral und Rosie muss Angst um ihre Show haben. Noch mehr tut ihr leid, dass sie damit auch den Schlagzeuger Adam bloß gestellt hat.

Bei dem Roman hat mir besonders gut die Darstellung von Rosie gefallen. Sie ist eine sehr empathische Person, die genauso im Nachbarhaus von mir wohnen könnte. Dass sie auf mich so authentisch sowie realistisch gewirkt hat, mochte ich. Dabei hat sie auch Macken und Probleme, aber es sind nicht solche Probleme, die einen komplett erdrücken, sondern eher Versagensängste und Co. Natürlich ist es auch manchmal faszinierend über das Trauma eines Charakters zu lesen, aber das brauche ich nicht in jedem Roman.

Nach dem Fauxpas während des Interviews fangen Rosie und Adam an Kurznachrichten zu schreiben, weil sie sich bei ihm entschuldigen wollte. Daraus entstehen einige amüsante Dialoge und auch das ein oder andere stundenlange, nächtliche Telefonat. Es war schön mitzuerleben, wie die beiden sich Kennenlernen und schließlich auch anfreunden. Für dieses Phase wird sich viel Zeit gelassen, genauso wie im wahren Leben. Es ist keine Liebe auf der ersten Blick oder eine Leidenschaft, die wie ein Strohfeuer aufbrennt. In meinen Augen braucht eine solide Beziehung auch eine intensive Kennenlernphase, von daher hat die Autorin alles richtig gemacht.

Die Geschichte von Rosie und Adam war in meinen Augen emotional, berührend und einfach nur wunderschön. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit den beiden weitergeht. Zum Glück muss der Leser da nicht sonderlich geduldig sein, da die Geschichte im Herbst schon weitergeht.

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