Komplex und sehr politisch
Wir sind die VerliererInhalt:
Der 16-jährige Kolja lebt in Donezk in der Ostukraine und ist eigentlich ein ganz normaler Teenager. Doch seitdem Donezk 2014 von russischen Separatisten übernommen wurde, herrscht Krieg. Täglich ...
Inhalt:
Der 16-jährige Kolja lebt in Donezk in der Ostukraine und ist eigentlich ein ganz normaler Teenager. Doch seitdem Donezk 2014 von russischen Separatisten übernommen wurde, herrscht Krieg. Täglich fliegen die Granaten und Bomben der ukrainischen Armee, während im Stadtkern die Panzer der neu ausgerufenen russischen Volksrepublik rollen. Ausgangssperren und Morde bestimmen den Alltag von Kolja und seinen Freunden. Trotzdem wird versucht, das normale Leben aufrechtzuerhalten.
Und Kolja hat noch ganz andere Probleme: Da ist Ljuda, die er mehr liebt als alles andere, die aber unerreichbar für ihn scheint, und sein Vater, der geflohen ist und die Familie im Kriegsgebiet zurückgelassen hat. Gefangen im Chaos seiner Welt und seiner Gefühle versucht Kolja, nicht zu verzweifeln und den Sinn von allem zu verstehen.
Meine Meinung:
Das Cover hat mir sofort gut gefallen und mein Interesse geweckt und der Klappentext hat mein Interesse noch mehr verstärkt. Der Schreibstil ist flüssig, fehlerfrei und sehr angenehm zu lesen.
Die Autorin nimmt einen durch ihren lebhaften Erzählstil mit hin zu den Orten und in die beschriebenen Situationen, es fühlt sich an, als wäre man dabei. Ich hatte leider so meine Probleme mit den ganzen ungewöhnlichen Namen die ich noch nie gehört hatte. Es fiel mir beim Lesen schwer die Figuren auseinander zu halten.
Das Buch ist sehr politisch geschrieben und man merkt das umfangreiche Interesse und Hintergrundwissen der Autorin deutlich. Für mich persönlich geht es schon ein wenig in die Richtung Sachbuch aber für andere an Politik stark interessierte Leser ist es bestimmt genau das Richtige.
Ein gut durchdachtes Buch, das nur leider absolut nicht meinen Geschmack getroffen hat.