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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2026

Galaktischer Spaß mit irdischem Augenzwinkern

Earthventure in Las Vegas
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In "Earthventure in Las Vegas" schickt Beatrice Sonntag ihren Protagonisten Josh auf eine Reise der besonderen Art. Josh, chronisch pleite und genervt von seinem Job bei Walmart, stolpert in das Angebot ...

In "Earthventure in Las Vegas" schickt Beatrice Sonntag ihren Protagonisten Josh auf eine Reise der besonderen Art. Josh, chronisch pleite und genervt von seinem Job bei Walmart, stolpert in das Angebot seines Lebens: Er soll Reiseleiter für Außerirdische auf der Erde werden, die Bezahlung ist astronomisch.
Obwohl Josh Star-Trek-Fan ist, trifft ihn die Realität hart, als sich Ulionk vom Planeten Angrodan plötzlich in seiner kleinen Bude breitmacht. Von Kindergeburtstagen bis hin zu illegalen Hundekämpfen – die Wünsche der außerirdischen Gäste sind skurril und Josh muss alles organisieren.
Das Buch ist weniger harte Science-Fiction, sondern vielmehr eine humorvolle Satire. Es hält uns Erdbewohnern herrlich den Spiegel vor und regt zwischen den Lachern auch zum Nachdenken an. Ein toller Auftakt, ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Tolle Idee, die leider in der Romanze untergeht

Das Dreizehnte Kind
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Da ich bereits Bücher von Erin A. Craig kenne, waren meine Erwartungen an „Das Dreizehnte Kind“ hoch. Optisch ist das Buch ein Highlight und die Ausgangslage verspricht eine herrlich düstere Fantasy-Geschichte: ...

Da ich bereits Bücher von Erin A. Craig kenne, waren meine Erwartungen an „Das Dreizehnte Kind“ hoch. Optisch ist das Buch ein Highlight und die Ausgangslage verspricht eine herrlich düstere Fantasy-Geschichte: Hazel, das dreizehnte Kind einer armen Familie, wird ausgerechnet das Patenkind des Gottes des Todes.
Trotz der Ablehnung durch ihre Familie entwickelt sich Hazel zu einer ehrlichen, mitfühlenden Heilerin. Während mir die Fantasy-Elemente rund um die Götter und die Zwischenwelt sehr gut gefallen haben, konnte mich der Handlungsverlauf leider nicht halten. Die Geschichte wird schnell vorhersehbar und verlagert ihren Fokus zu stark auf eine Romanze, die die eigentliche Handlung in den Hintergrund drängt.
Zudem traf Hazel für mich unlogische Entscheidungen, und der Mittelteil zog sich ohne die nötige Spannung in die Länge. Insgesamt wurde hier viel Potenzial verschenkt: Die spannenden Ansätze rund um den Tod und Hazels Gabe verblassen hinter einer dominanten Liebesgeschichte und teils flachen Charakteren.

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Spannender Einblick in die Influencer-Welt mit Schwächen im Finale

Belladonnas
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„Belladonnas“ von Liann Zhang entführt uns in die Welt der Reichen und Schönen, gesehen durch die Augen zweier Zwillingsschwestern, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten. Der Kontrast zwischen ...

„Belladonnas“ von Liann Zhang entführt uns in die Welt der Reichen und Schönen, gesehen durch die Augen zweier Zwillingsschwestern, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten. Der Kontrast zwischen Julies hartem Alltag im Supermarkt und Chloes Erfolg als Influencerin ist spannend gezeichnet – besonders, da ihr einziger Kontakt in der Vergangenheit rein instrumentell für Chloes Content war.
Der Thriller startet extrem stark mit einem riskanten Rollentausch nach einer Leichenentdeckung. Ich mochte es sehr, wie Zhang die Oberflächlichkeit und das Business hinter den Kulissen von Social Media beleuchtet. Leider hielt meine Begeisterung nicht bis zum Ende an: Ab der Mitte wurde die Handlung für meinen Geschmack zu wirr und die Ereignisse auf der Insel wirkten auf mich wenig nachvollziehbar. Das hat mich emotional leider aus der Geschichte gerissen. Insgesamt bleibt es für mich ein spannendes Buch mit einer tollen Grundidee, das mich zum Ende hin aber nicht mehr ganz abholen konnte.

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Gefangen in einem Film

Verbrenn das Negativ
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"Verbrenn das Negativ" von Josh Winning ist ein Thriller, der mit Elementen des Horrors spielt.
Laura Warren wird nach L.A. geschickt, um eine Reportage zum Dreh einer neuen Horror-Serie zu verfassen. ...

"Verbrenn das Negativ" von Josh Winning ist ein Thriller, der mit Elementen des Horrors spielt.
Laura Warren wird nach L.A. geschickt, um eine Reportage zum Dreh einer neuen Horror-Serie zu verfassen. Diese ist ein Remake zu dem Horrorfilm "The Guesthouse", in dem sie damals als Kind die Hauptrolle spielte. Davon weiß allerdings fast niemand, da dieser Film in einem Desaster endete, weil viele Mitwirkende gewaltsam ums Leben kamen. Laura hat sich sozusagen einen Neubeginn mit neuem Namen geschaffen.
Der Schreibstil weiß zu fesseln, es ist von Beginn an spannend, der Text wird aufgelockert durch Blogeinträge und Interviews und Drehbuchzeilen.
Die Figuren bleiben teilweise blass, auch ihre Handlungen folgen größtenteils nicht dem gesunden Menschenverstand. Das kann aber sich dem Genre Horrorfilm geschuldet sein.
Kenner der Klassiker und Filme kommen hier etwas mehr auf ihre Kosten, da es doch eine Menge Anspielungen und Andeutungen gibt.
Die Auflösung weiß mit einer Wendung zu überraschen, nicht alles wird logisch aufgeklärt. Man muss sich hier tatsächlich auf das Genre einlassen können, um die Geschichte zu genießen.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Wiener Melange aus schwarzem Humor und echtem Leben

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Mein erstes Buch von Vea Kaiser – und sicher nicht mein letztes! Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und nahbar. Die Protagonistin Angelika erzählt uns ihre Geschichte aus dem Gefängnis heraus: Ein Aufstieg ...

Mein erstes Buch von Vea Kaiser – und sicher nicht mein letztes! Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und nahbar. Die Protagonistin Angelika erzählt uns ihre Geschichte aus dem Gefängnis heraus: Ein Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen in die Welt der Grand Hotels, geprägt von falschen Männern und der unbedingten Liebe zu ihrem Sohn Freddy.
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen, mit einer recht kaltherzigen Mutter, beginnt sie eine Karriere im Grand Hotel Frohner, als Buchhalterin. Sehr schnell arbeitet sie sich dort bis in die Leitung vor, sie hat ein gutes Händchen für Zahlen.
Ein nicht so gutes Händchen hat sie mit ihren Männern, da gibt es längere und kürzere Episoden, die sehr humorvoll und erfrischen beschrieben werden.
Was mir besonders gefallen hat: Kaiser fängt den Zeitgeist perfekt ein. Es fühlt sich alles „echt“ an, die Charaktere sind menschlich und die Lebensweisheiten kommen oft mit einem Augenzwinkern daher. Auch wenn der Mittelteil ein paar Längen hatte, ist es insgesamt ein hervorragender Roman über Ambition, Liebe und die Abgründe des Alltags im Wien der 80er.

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